CH413336A - Verfahren zur Herstellung von thermoplastisch geformten, versteiften Flächengebilden, insbesondere Hüten, aus synthetischen Fasern oder Fäden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von thermoplastisch geformten, versteiften Flächengebilden, insbesondere Hüten, aus synthetischen Fasern oder Fäden

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CH413336A
CH413336A CH401263A CH401263A CH413336A CH 413336 A CH413336 A CH 413336A CH 401263 A CH401263 A CH 401263A CH 401263 A CH401263 A CH 401263A CH 413336 A CH413336 A CH 413336A
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CH401263A
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Georg Dr Schoen
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Bayer Ag
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C1/00Manufacturing hats
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C70/00Shaping composites, i.e. plastics material comprising reinforcements, fillers or preformed parts, e.g. inserts
    • B29C70/04Shaping composites, i.e. plastics material comprising reinforcements, fillers or preformed parts, e.g. inserts comprising reinforcements only, e.g. self-reinforcing plastics
    • B29C70/28Shaping operations therefor

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     thermoplastisch    geformten, versteiften     Flächengebilden,     insbesondere Hüten, aus     synthetischen    Fasern oder Fäden    Es ist bereits bekannt, dass sich Flächengebilde  aus vollsynthetischen Fasern oder Fäden unter  Hitzeeinwirkung verformen lassen. Dabei tritt in  mehr oder minder grossem Masse eine     Verstreckung     des Materials ein, wodurch sich nach dem Abkühlen  auf der Form ein eingefrorener Spannungszustand  ergibt. Bei nachträglicher Erwärmung tritt demzu  folge wieder ein Schrumpfen dieser Gegenstände ein.  Die Herstellung von Gegenständen, die bei erhöhter  Temperatur masshaltig bleiben, ist nach diesen Ver  fahren nicht möglich.  



  Es ist weiterhin bekannt, dass man die gewünschte       Masshaltigkeit    durch nachträgliches Aufbringen von  Versteifungsmitteln, wie     lösungsmittelhaltigen        Lak-          ken    oder Kunstharzen in Form von     härtbaren    Vor  produkten, und anschliessendes Trocknen, gegebenen  falls unter     Polymerisation,    erzielen kann. Für viele  Zwecke, so insbesondere für die Herstellung von  Hüten, kommt diese Arbeitsweise aus folgenden  Gründen jedoch nicht in Frage. Thermoplastisch  verformte, aber noch nicht versteifte Hüte können  nachträglich nicht mehr gefärbt werden, da sie unter  dem Einfluss des notwendigerweise heissen Färbebades  ihre Form bereits wieder verlieren.

   Bereits gefärbte  Materialien lassen sich anderseits in den meisten  Fällen nicht heiss verformen, ohne dass eine wesent  liche Änderung des Farbtons eintritt. Ein     farbrauster-          getreues    Arbeiten ist daher nicht möglich. Verformte  und versteifte Stücke können nicht mehr nachträglich  in einheitlichem Ton ausgefärbt werden, weil die  notwendige Versteifung das gleichmässige Aufziehen  der Farbstoffe verhindert. Abgesehen davon, lassen  sich in den bisher bekannten thermoplastisch ver  formten und nachträglich versteiften Flächengebilden  keine bleibenden kleinen Formveränderungen unter  prinzipieller Erhaltung der     Masshaltigkeit    mehr an-    bringen.

   Gerade solche     nachträglichen    und beständi  gen Formveränderungen spielen in der Hutindustrie  eine grosse Rolle.  



  Es wurde nun gefunden, dass man auf einfachem  Wege einheitlich     gefärbte,    versteifte und stabil ge  formte Flächengebilde erhalten kann, an denen man  auch nachträglich unter Erhaltung der     Masshaltigkeit     der Grundform kleine permanente     Formänderungen     anbringen kann, wenn man nach dem folgenden  Verfahren arbeitet:

   Zugeschnittene und unter Um  ständen gefärbte Flächengebilde aus     thermoplastisch     verformbaren synthetischen Fasern oder Fäden, die  mit einem Kunstharz auf     Isocyanatbasis    überzogen  worden sind, werden einer Heissverformung durch  Pressen bei Temperaturen innerhalb des     Erwei-          chungsbereichs    der Fasersubstanz unterworfen, wo  bei man nach dem Abkühlen formbeständige und  masshaltige Gebilde erhält, an denen noch nachträg  lich, wenn erwünscht, unter     Einfluss    von Tempera  turen unterhalb des     Erweichungsbereiches    der Faser,  besonders bei etwa 100  C, kleinere Verformungen  vorgenommen werden können ohne     Änderung    der  Gesamtform.

   Die Lackschicht     verhindert    weitgehend       eine    Schädigung oder Sublimation der Farbstoffe  während der Heissbehandlung.  



  Die synthetischen Fasern und Fäden können  grundsätzlich aus allen thermoplastisch verformbaren  Faserstoffen hergestellt werden. Besonders gut     geeib          net    sind solche mit einem     Erweichungsbereich    von  über 120  C und einer ausreichenden Beständigkeit  gegenüber den meisten gebräuchlichen     Lösungs-    und  Reinigungsmitteln. Als Fasermaterial     kommen    dem  nach z.

   B. in Frage:     Acrylnitrilpolymere    mit einem       Erweichungsbereich    von etwa 180-220  C, Polyester,  wie     Polyäthylenterephthalat,    mit allgemeinen Er  weichungsbereichen     zwischen    etwa 200 und 250  C,      Polyamide aller Aufbauarten mit     Erweichungsberei-          chen    zwischen etwa 180-240  C und     Polyolefine,     wie     Polypropylen,    mit allgemeinen     Erweichungsbe-          reichen    zwischen 100 und 160  C.

   Ausserdem eignen  sich die     Mischpolymerisate    der genannten Polymeren,  soweit sie einen überwiegenden Anteil an diesen  Polymeren enthalten. Weniger geeignet sind     Poly-          vinylverbindungen,    wie     Polyvinylchlorid    und     Poly-          vinylacetat,    mit allgemeinen     Erweichungsbereichen     zwischen 50-120  C sowie     Celluloseester.     



  Die zum Versteifen verwendeten Stoffe und Stoff  gemische müssen praktisch einerseits die notwendigen  hohen     Vorheiztemperaturen    aushalten und ander  seits in besonderen Fällen neben einer ausreichenden  Versteifung das Formstück so stabilisieren, dass es  bei einer nachfolgenden Wärmebehandlung bis zu  etwa l00  C masshaltig bleibt. In diesem Fall muss  das Kunstharz auch nach der Härtung noch weich  genug sein, um bei der Nachbehandlung, etwa unter  Einfluss strömenden Wasserdampfes vom Atmosphä  rendruck, beliebige Verbiegungen des Formstückes  zu ermöglichen. Die nachträglichen Formänderungen  müssen beim Abkühlen auf Zimmertemperatur  dauerhaft erhalten bleiben. Bei Anwendung der glei  chen Nachbehandlung müssen sie jedoch auch wieder  rückgängig gemacht werden können.  



  Diesen vielseitigen und hohen Anforderungen  werden nur     Kunstharze    auf     Isocyanatbasis    gerecht.  Die Heissverformung der imprägnierten Flächenge  bilde erfolgt bei Temperaturen, die im     Erweichungs-          bereich    der verwendeten Fasern liegen. Im allgemei  nen wird dementsprechend die Verformung bei  Temperaturen zwischen 50 und 250  C vorgenom  men, vorzugsweise zwischen 120 und 240  C. Für  die Heissverformung können alle üblichen Appara  turen verwendet werden. Es ist jedoch darauf zu  achten, dass eine möglichst gute Wärmeisolation vor  handen ist.  



  Eine     eventulle    Nachverformung wird zweckmässig  unter Erhitzung auf Temperaturen von 60-250  C  vorgenommen, vorzugsweise 80-120  C. Die Er  hitzung kann trocken erfolgen, es kann jedoch auch  mit Wasserdampf von insbesondere Atmosphären  druck gearbeitet werden. Diese Ausführungsform ist  besonders vorteilhaft.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist in beson  derem Masse für die Herstellung von Hüten geeignet.  Seine besonderen Vorzüge liegen in der Möglichkeit,  am fertigen Stück kleinere dauerhafte und trotzdem  leicht wieder     entfernbare    Nachformungen ausführen  zu können,     weiterhin        in    der Möglichkeit,     vorgefärb-          tes    Material zum Pressen einzusetzen, da die Kunst  harzauflage die Zerstörung oder Sublimation des  Farbstoffes bei der hohen     Presstemperatur    praktisch  vollständig     verhindert,    wodurch einheitliche, gjeich-    mässig gefärbte     Presslinge    erhalten werden.

   Ausserdem  sind die geformten Flächengebilde vollkommen     was-          ser-,    wasch- und     reinigungsmittelbeständig.     



       Auss;        rdem    können die erfindungsgemässen Ge  bilde als     Fersen.kappe    für Schuhe,     Steifenlagen    für  Handtaschen oder Koffer verwendet werden.    <I>Beispiel</I>  Man tränkt eine Gewebebahn, die aus Fasern  aus     Acrylnitrilpolymeren    hergestellt ist, mit Lösungen  von     Polyisocyanaten    in     Äthylacetat    einerseits und       Polyhydroxylverbindungen    in einem Lösungsmittel  gemisch aus     Toluolmethylglykolacetat,    Essigester und       Butylacetat    anderseits,

   presst den     überschuss    ab und  trocknet an der Luft oder in     Wärmekammern.    Das  Imprägnieren, Abpressen und Trocknen kann konti  nuierlich erfolgen. Während des     Trocknens    bildet sich  das Kunstharz.  



  Die trockenen Stoffbahnen werden passend zer  schnitten und diese Platten in einem     Vorwärmer    etwa       l/Minute    auf 200-210  C aufgeheizt. Das Gewebe  schrumpft dabei stark ein. Das Stück wird nun aus  dem     Vorwärmer    genommen und in noch heissem  Zustand sofort in die gewünschte Form gepresst.  Nach etwa 1/2 Minute Abkühlen auf der Form er  hält man ein formgetreues und bei Temperaturen  bis über 100  C nicht mehr schrumpfendes     Press-          stück.    Man kann z. B. an einem so hergestellten  Hut unter dem Einfluss strömenden Wasserdampfes  beliebige reversible Nachformungen vornehmen, wie  die Krempe biegen oder einen Kniff anbringen.  Dabei läuft das Stück nicht ein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von versteiften Flächengebilden, insbesondere Hüten, aus syntheti schen Fasern oder Fäden, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Gewebebahn aus thermoplastisch ver formbaren synthetischen Fasern oder Fäden mit einem Kunstharz auf Isocyanatbasis überzieht, sie zu Flächengebilden zuschneidet, diese einer Heiss verformung durch Pressen bei Temperaturen inner halb des Erweichungsbereiches der Fasersubstanz unterwirft und nach dem Abkühlen die formbestän digen und masshaltigen Gebilde erhält.
    II. Anwendung des Verfahrens gemäss Patent anspruch I auf Flächengebilde aus Fasern oder Fäden aus Acrylnitrilpolymeren. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass nachträglich eine Verformung bei etwa 100 C erfolgt.
CH401263A 1959-07-17 1960-07-07 Verfahren zur Herstellung von thermoplastisch geformten, versteiften Flächengebilden, insbesondere Hüten, aus synthetischen Fasern oder Fäden CH413336A (de)

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DEF28961A DE1219208B (de) 1959-07-17 1959-07-17 Verfahren zum Herstellen von durch Warmpressen geformten versteiften Hohlkoerpern, insbesondere Hueten, aus thermoplastischen synthetischen Fasern oder Faeden

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US2577205A (en) * 1946-11-20 1951-12-04 Owens Corning Fiberglass Corp Method of producing a fabric construction for reinforcing plastics and product
DE948639C (de) * 1951-08-01 1956-09-06 Sued West Chemie Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formstuecken extrem geringer Wandstaerke aus Kunstharz, insbesondere aus mit Kunstharz impraegnierten Faserstoffblaettern

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