Beschlag an einer Türe Die Erfindung betrifft einen Beschlag an einer Türe.
Bei den bekannten vorfabrizierten Türen sind an der Baustelle häufig umständliche Einpassarbeiten notwendig. So muss z. B. die fertige Türe, um sie der Höhe des Fussbodens anzupassen und genügend Spielraum zwischen Türe und Boden zu gewährlei sten, an der Baustelle zugeschnitten werden. Dieses Zuschneiden der Türe an der Baustelle ist aber um ständlich und erfordert weitere zusätzliche Massnah men. So muss z. B. eine solche zugeschnittene Türe gegebenenfalls wieder lackiert werden.
Häufig ist es auch notwendig, die Unterseite der Türe mit einem Feuchtigkeitsschutz zu versehen, um das Eindringen Eindringen von Feuchtigkeit vom Fussboden her zu verhindern.
Ferner ist es bekannt, sowohl in der Fabrik fertig lackierte, vorfabrizierte Türen als auch solche Türen, die an der Baustelle eingepasst und nachher lackiert werden, mit einem Beschlag z. B. einer Stossleiste zu versehen. Für diesen Beschlag werden Kunststoffe, Metall und andere geeignete Stoffe verwendet, welche mit Hilfe von Schrauben, Leim oder andern Kleb stoffen an der Türe befestigt werden.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, diese Ein- passarbeiten auf der Baustelle wesentlich zu verein fachen, das Zuschneiden der fertig gestrichenen und lackierten Türe auf der Baustelle gänzlich zu vermei den und das Einpassen mit dem Anbringen von Be schlägen der erwähnten Art zu kombinieren. Der er- findungsgemässe Beschlag an einer Türe ist .dadurch gekennzeichnet, dass ein im Querschnitt U-förmiges Profil am unteren Ende der Türe befestigt ist, dessen beide Schenkel zu beiden Seiten der unteren Partie der Türe angeordnet sind.
Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfin- dung sind anhand der beigefügten Zeichnung aus führlich beschrieben. Es zeigt: Fig.l eine Türe mit dem erfindungsgemässen Türbeschlag in Ansicht, Fig.2 einen Schnitt durch die in Fig. 1 darge stellte Türe nach der Linie II-11 in Fig. 1, Fig.3 eine Partie des in Fig.2 dargestellten Schnittes in vergrössertem Massstab,
Fig. 4 einen Schnitt durch den Türbeschlag allein, Fig. 5 einen analogen Schnitt wie in Fig. 3, wobei der Türbeschlag nicht vollständig auf das untere Ende der Türe aufgeschoben ist, um die Gesamtlänge der Türe zu vergrössern.
Fig.6 einen analogen Schnitt wie Fig.3 nach einem anderen Ausführungsbeispiel, Fig. 7 einen Schnitt durch die in Fig. 1 darge stellte Türe nach Linie VII-VU in Fig. 1, Fig.8 einen analogen Schnitt wie Fig.7 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel.
Gemäss Fig. 1 und 2 ist eine Türe 10 an ihrem unteren Ende mit einem Türbeschlag 11 versehen, der die Türe im unteren Bereich vor Beschädigungen durch die Schuhe schützt. Wie aus Fig. 2 und 3 er sichtlich, weist dieser Türbeschlag ein im Querschnitt U-förmiges Profil auf, dessen beide Schenkel 12 und 13 an der unteren Partie der Türe zu beiden Seiten anliegt, während der Verbindungssteg 14 an der un teren Stirnseite der Türe anliegt. Diese Schenkel können, wie aus Fig. 4 ersichtlich, einwärts gebogen und federnd ausgebildet sein,
wodurch sich der Tür beschlag beim Aufschieben auf die Türe fest an diese anschmiegt.
Die beiden Schenkel sind in der Zeichnung gleich lang dargestellt, selbstverständlich kann je nach Be darf der eine Schenkel länger als der andere ausgebil det sein. Ebenso kann der eine Schenkel dicker als der andere sein. Die Höhe der Schenkel wird vorteil haft so gewählt, dass die Türe durch die Berührung mit den Schuhen möglichst nicht beschädigt wird. Die Oberfläche des Türbeschlages kann sowohl auf der Innenseite als auch auf der Aussenseite rauh oder glatt sein. Der Türbeschlag kann aus Metall, Kunst stoff, Gummi oder einem anderen geeigneten Mate rial hergestellt sein.
Der Abstand der beiden Schen kel 12, 13 wird vorteilhaft der Dicke der Türe ange- passt.
Falls der Abstand zwischen Türe und Boden zu gross ist, kann, wie aus Fig. 5 ersichtlich, der Türbe schlag nicht vollständig auf das untere Ende der Türe aufgeschoben werden, so dass ein Hohlraum 15 ent steht. Auf diese Weise ist es möglich, den Türbe schlag 11 so an der Türe zu befestigen, dass zwischen Boden und Türe die gewünschte Spaltgrösse entsteht.
Wie aus Fig. 6 ersichtlich, kann der eine Schenkel des im Querschnitt U-förmigen Türbeschlages 11 als ein Wetterschenkel 16 ausgebildet sein, der an seiner unteren Seite eine Dichtungsleiste 17 aufweist, die in einer schwalbenschwanzförmigen Nute 18 des Wet terschenkels 16 verankert ist. Diese Dichtungsleiste 17 kann aus Schaumgummi, Gummi, Borsten, Filz oder einem anderen geeigneten Material bestehen.
Die Schenkel 12, 13 des Türbeschlages 11 kön nen gemäss Fig. 7 an beiden Enden durch Stege 19 miteinander verbunden sein oder, wie aus Fig. 8 er sichtlich, kann der Türbeschlag an beiden Enden offen sein. Im zweiten Fall kann der Türbeschlag von einem langen Streifen bei der Befestigung an der Türe auf die gewünschte Länge abgeschnitten wer den.
Der Türbeschlag kann auf irgendeine geeignete Art befestigt werden, z. B. durch Kleben oder Nageln. Unter Umständen kann es genügen, dass die Innenseite der beiden Schenkel 12, 13 waagrechte Rippen aufweist, die in entsprechende Nuten an der Türe eingreifen, und dass die Schenkel federnd an der Oberfläche der Türe anliegen.
Dank dem beschriebenen Türbeschlag ist es nicht mehr notwendig, beim Einhängen der Türe die Länge der Türe genau auf die Höhe des Türrahmens abzu stimmen. Dieses Abstimmen ist besonders bei vorfa- brizierten, lackierten Türen schwierig, da solche Tü- ren dann nachträglich wieder lackiert werden müss- ten. Mit dem erfindungsgemässen Türbeschlag kann die Gesamtlänge der Türe jederzeit beliebig ohne je den Schaden für die Türe gewählt werden.
Da zwischen den vorhandenen Normen für Tür längen geringe Unterschiede bestehen, z. B. werden häufig Türen von 2 m Länge hergestellt, während DIN 18101 eine Höhe von 198,5 cm vorschreibt, so kann man sich dank der vorliegenden Erfindung dar auf beschränken, Türen mit dem kleineren Mass auf Lager zu halten.