CH413175A - Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Anthrachinonfarbstoffe - Google Patents
Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher AnthrachinonfarbstoffeInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Anthrachinonfarbstofe Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel lung neuer, wertvoller Anthrachinonfarbstoffe, welche der Formel
EMI0001.0007
entsprechen, worin R eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe, ein X eine Aminogruppe, das andere X eine Oxygruppe und Hal ein Halogenatom bedeuten.
R bedeutet vorzugsweise eine höchstens 6 C- Atome aufweisende Alkylgruppe, beispielsweise eine unsubstituierte Alkyl-, insbesondere eine Methyl-, Äthyl-, Isopropyl- oder Butylgruppe oder eine Oxy- alkylgruppe, insbesondere eine Oxyäthylgruppe, eine Cyanalkyl-, beispielsweise ss-Cyanäthylgruppe, eine Halogenalkyl-,
beispielsweise ss-Chloräthylgruppe, eine Alkoxyalkyl-, beispielsweise eine ss-Methoxy-, ss-Äth- oxyäthyl- oder y-Methoxypropylgruppe, eine Carbalk- oxyalkyl-, beispielsweise ss-Carbäthoxyäthyl- oder f-Carbomethoxyäthylgruppe oder eine Carbamido- alkylgruppe, beispielsweise eine solche der Formel -CH2CH2CONH2 oder eine Aralkylgruppe,
insbesondere eine Benzyl- gruppe.
Zu den neuen Farbstoffen gelangt man, wenn man eine Verbindung der Formel
EMI0001.0043
mit halogenierenden Mitteln behandelt.
Als Ausgangsstoffe kommen die folgenden Ver bindungen in Betracht: 1,5-Dioxy-4,8-diamino- 2-äthylmercaptoanthrachinon, 1,5-Dioxy-4,8-diamino- 3-äthyhnercaptoanthrachinon, 1,5-Dioxy-4,8-diamino- 3-methylmercaptoanthrachinon, 1,5-Dioxy-4,8-diamino- 2-oxyäthylmercaptoanthrachinon, 1,5-Dioxy-4,8-diamino- 3-oxyäthyhnercaptoanthrachinon, 1,5-Dioxy-4,8-diamino- 3-cyanäthylmercaptoanthrachinon,
1,8-Dioxy-4,5-diamino- 2-äthylmercaptoanthrachinon, 1,8-Dioxy-4,5-diamino- 3-äthylmercaptoanthrachinon, 1,8-Dioxy-4,5-diamino- 3-oxyäthyhnercaptoanthrachinon, 1,8-Dioxy-4,5-diamino- 3-n-butylmercaptoanthrachinon. Anstelle der reinen Farbstoffe kann man auch Gemische verschiedener der verfahrensgemäss zu ver wendenden Farbstoffe einsetzen. Als halogenierende Mittel verwendet man zweck mässig Chlor und insbesondere Brom.
Die Halogenie- rung erfolgt vorteilhaft in einem Lösungsmittel, vor zugsweise in Schwefelsäure. Man verwendet zweck mässig mindestens 5 Teile des Lösungsmittels auf 1 Teil der zu halogenierenden Verbindung. Man wählt die Halogenierungsbedingungen vorzugsweise derart, dass ungefähr ein Halogenatom ins Oxyaminoanthra- chinonmolekül eingeführt wird. Dies erreicht man beispielsweise, indem man ungefähr ein Mol des Oxyaminoanthrachinons verwendet.
Man führt die Halogenierung vorteilhaft bei etwas erhöhter Tem peratur, etwa zwischen 20 bis 100 C, durch.
Die Aufarbeitung erfolgt bei Verwendung von Schwefelsäure als Lösungsmittel zweckmässig durch Eintragen des Reaktionsgemisches in Wasser oder Aufgiessen auf Eis, wobei das Halogenierungspro- dukt ausfällt und abfiltriert werden kann.
Die neuen Farbstoffe eignen sich ausgezeichnet, insbesondere nach einer geeigneten Verpastung, zum Färben und Bedrucken von Kunstfasern, beispiels weise aus Celluloseestern, Polyamiden, Polyacryl nitril, Polyvinylchlorid und insbesondere aromatischen Polyestern, wie Polyäthylenterephthalaten, in reinen blauen Tönen.
Man erhält darauf nach den üblichen Färbeverfahren, beispielsweise aus einer Färbeflotte, die eine Dispersion des Farbstoffes und zweckmässig ein Dispergiermittel enthält, bei Temperaturen nahe bei l00 C, gegebenenfalls unter Zusatz eines Quell- mittels, oder bei Temperaturen über 100 C unter Anwendung von Überdruck, kräftige Färbungen, die sich durch gute Echtheitseigenschaften auszeichnen.
In den Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
EMI0002.0035
3,3 Teile 1,5-Dioxy-4,8-diamino-3-äthyhnercapto- anthrachinon werden in 25 Vol. Teilen konz. Schwe felsäure gelöst, mit 1 Teil Borsäure, 0,05 Teilen Jod und 0,3 Vol. Teilen Brom versetzt und 6-10 Stun den auf 50-80 erwärmt. Hernach erkalten gelassen;
das kalte Reaktionsgemisch wird auf Eis gegossen, wobei der Farbstoff ausfällt. Der durch Nutschen isolierte Farbstoff wird getrocknet und färbt, in ge eigneter Form dispergiert, Polyesterfasern in blauen Tönen von guter Lichtechtheit.
EMI0002.0048
7 Teile 1,5-Dioxy-4,8-diamino-2-mercapt6äthanol- anthrachinon werden in 100 Vol. Teilen konz. Schwe felsäure gelöst, mit 2 Teilen Borsäure, 0,1 Teilen Jod und 0,8 Vol. Teilen Brom versetzt, 6-10 Stun den auf 50-80 erwärmt. Hernach erkalten gelassen; das kalte Reaktionsprodukt wird auf Eis gegossen, geputscht, ausgewaschen und getrocknet. Der Farb stoff färbt Polyesterfasern in tiefen blauen Tönen von sehr guter Lichtechtheit.
Verwendet man entsprechende Derivate des 1,8- Dioxy-4,5-diamino-anthrachinons, kommt man zu ähnlichen Farbstoffen.
<I>Beispiel 3</I> Man vermahlt 1 Teil einer wässerigen Paste des gemäss Beispiel 1 erhaltenen Monobrom-1,5-dioxy- 4,8-diamino-3-äthylmercapto-anthrachinons mit un gefähr einem Teil getrockneter Sulfitcelluloseablauge in einer Walzenmühle zu einem feinen Teig mit einem Farbstoffgehalt von etwa<B>10%.</B>
100 Teile Polyäthylenterephthalat-Fasermaterial werden in einem Bade, das auf 1000 Teile Wasser 1 bis 2 Teile Natriumsalz der N-Benzyl-,u-heptadecyl- benzimidazol-disulfonsäure und 1 Teil konz. wässe rige Ammoniaklösung enthält, während einer halben Stunde vorgereinigt. Anschliessend wird das Material in ein Färbebad von 3000 Teilen Wasser gebracht,
in dem der gemäss Absatz 1 erhaltene Farbstoffteig unter Zusatz von 4 Teilen Natriumsalz der N-Benzyl- E.c-heptadecyl-benzimidazol-disulfonsäure dispergiert wurde. Das Ganze wird in einem Druckgefäss auf 120 erhitzt und dann etwa ';:-, Stunde bei dieser Temperatur gehalten.
Anschliessend wird gut gespült und erforderlichenfalls mit einer Lösung, die auf 1000 Teile Wasser 1 Teil Natriumsalz der N-Benzyl- 1c-heptadecyl-benzimidazol-disulfonsäure enthält, wäh rend einer halben Stunde bei 60 bis 80 gewaschen. Man erhält eine blaue Färbung von guten Echtheiten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonfarb- stoffen der Formel EMI0002.0084 worin R eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe, ein X eine Aminogruppe, das andere X eine Oxy- gruppe und Hal ein Halogenatom bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der For mel EMI0003.0006 mit halogenierenden Mitteln behandelt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als halogenierende Mittel Chlor oder Brom verwendet. 2.Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Halogenierung in Schwe felsäure durchführt.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE621630D BE621630A (de) | 1961-08-23 | ||
| CH981961A CH413175A (de) | 1961-08-23 | 1961-08-23 | Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Anthrachinonfarbstoffe |
| FR903429A FR1330396A (fr) | 1961-08-23 | 1962-07-09 | Colorants anthraquinoniques insolubles dans l'eau et leur procédé d'obtention |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH981961A CH413175A (de) | 1961-08-23 | 1961-08-23 | Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Anthrachinonfarbstoffe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH413175A true CH413175A (de) | 1966-05-15 |
Family
ID=4355984
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH981961A CH413175A (de) | 1961-08-23 | 1961-08-23 | Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Anthrachinonfarbstoffe |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE621630A (de) |
| CH (1) | CH413175A (de) |
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0
- BE BE621630D patent/BE621630A/xx unknown
-
1961
- 1961-08-23 CH CH981961A patent/CH413175A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE621630A (de) |
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