CH412995A - Unsymmetrisches Gleichstrom-Tastwahlverfahren - Google Patents
Unsymmetrisches Gleichstrom-TastwahlverfahrenInfo
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Description
Unsymmetrisches Gleichstrom-Tastwahlverfahren Die Erfindung betrifft ein unsymmetrisches Gleichstrom-Tastwahlverfahren für Fernmelde-, ins besondere Fernsprechanlagen, bei dem z. B. beide Stromrichtungen über die einzelnen Adern der Verbin dungsleitung zur Signalgabe verwendet werden kön nen. Die unsymmetrisch gebildeten Codezeichen kön nen dabei in zwei Abfrageschritten unterschiedlicher Stromrichtung ausgewertet werden.
Ein Problem bei diesen Signalverfahren stellt das Tastkriterium dar, das den Signalzustand auf der Empfangsseite anzeigt. Die meisten bekannten un symmetrischen Signalverfahren verwenden dafür Schleifenunterbrechung. Dieses Kriterium wird in der Empfangseinrichtung aufgenommen und zur Einlei tung der Abfrage verwendet. Die bekannten Signal- verfahren weisen jedoch den Nachteil auf,
dass durch unterschiedliche Betätigungsfolge der Einzelkontakte einer Wähltaste schon beim Anlegen der Erde an eine Ader das Tastkriterium gegeben werden kann. Bei der Auswertung wird dann fälschlicherweise Erde an bei den Adern ermittelt, da die Schleife noch nicht ge öffnet ist.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, sieht ein bekanntes Signalverfahren Widerstände im Signal kreis der Sendestelle vor, damit beim Anlegen von Erde an eine Ader die Auswerteeinrichtung für das Tastkriterium noch nicht anspricht. Das Verfahren wird dadurch nicht nur störanfälliger in Bezug auf Auswertung des Tastkriteriums, sondern auch auf der Leitung auftretende Störspannungen beeinflussen die Signalgabe in stärkerem Masse.
Die Erfindung betrifft ein unsymmetrisches Gleich strom-Tastwahlverfahren für Fernmelde-, insbesonde re Fernsprechanlagen Lind ist dadurch gekennzeichnet, dass Tastendruckerkennung und Startsignal für die Auswertung getrennt sind dass die Tastendru(,k- erkennung durch Stromabsenkung in einer Ader der Verbindungsleitung gekennzeichnet wird und dass die Spannungen Ader gegen Erde und die Spannung Ader gegen Ader auf eine Koinzidenzschaltung einwirken, die bei Ausbleiben einer oder mehrerer oder oben ge nannten Spannungen,
welche Signalzustände kenn- zeichen, ein Startsignal für die Auswertung liefert.
Durch die Überwachung der Schleifenbedingungen über die Koinzidenzscha:ltung kann sichergestellt wer den, dass erst bei unterbrochener Schleife die Aus wertung des anstehenden Signals freigegeben wird.
Wie eine Weiterbildung des Verfahrens zeigt, genügt es auch, wenn nur eine Spannung Ader gegen Erde auf die Koinzidenzschaltung einwirkt. Durch die Unsym- metrie des Signalsendestromkreises kann erreicht wer den, dass bei der Schleifenunterbrechung eine der auf die Koinzidenzschaltung einwirkenden Signalbedin gungen geändert wird. Die Unsymmetrie wird z. B.
dadurch erreicht, dass die Erde an die eine Ader (a-Ader) für die erste Abfrage-Stromrichtung stets über die Stationsschaltung angelegt wird. Um den Wi derstand sehr klein zu halten, kann die Stationsschal tung auch durch einen Gleichrichter überbrückt wer den, der in der ersten Abfrage-Stromrichtung leitend ist.
Dabei ist zu bemerken, dass auch :im Signal- Ruhezustand zur Tastendruckerkennung dieselbe Spamiung anliegt. Um auch bei den Signalen mit Erde an beiden Adern im ersten Abfrage-Schritt den Ta stendruck und das Startsignal unterscheiden zu kön nen, wird zweckmässig nach der Schleifenunter- brechung durch einen zusätzlichen Widerstand die Unsymmetrie der Sendeschaltung so verändert,
dass die Polarität der Spannung Ader gegen Ader umge kehrt wird. Dadurch wird auch in diesem Falle über die Koinzidenzschaltung die Auswertung freigegeben. Dieser zusätzliche Widerstand im Signalkreis ist zweckmässig grösser als der Stationswiderstand. Durch Einfügung eines Hilfswiderstandes in der einen Ader (a-Ader) der Speiseschaltung kann die Wirkung des Stationswiderstandes noch erhöht werden. Der Sta- tionswiderstand kann auch durch einen ohmschen Wi derstand ersetzt werden.
Die Spannung Ader gegen Ader kann nach einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens auch als zusätzliches Codeelement zur Zeichengabe verwendet werden.
Die Trennung von Tastendruckerkennung und Startsignal für die Auswertung wirkt sich besonders vorteilhaft in Registersystemen aus. Zweckmässig wird die Tästendruckerkennung in einem der Leitung zu geordneten Empfängsteil durchgeführt und :in einem zentralen, bei jedem Signal anschaltbaren Empfänger das Startsignal und das Codezeichen ausgewertet. Auf diese Weise tritt bei der Anschaltung des zentralen Empfängers keine Zeitverzögerung ein.
Die Anschal- tung wird mit Vorteil schon bei der Tastendrucker kennung veranlasst. Um die Freigabe des zentralen Empfängers zu beschleunigen, kann das ausgewertete Zeichen zum Verbindungssatz der Leitung zurück übertragen und dort die Überwachung auf das Signal ende vorgenommen werden. Das Signalende kann durch erneute Änderung der Spannungen Ader gegen Erde angezeigt werden.
Das Verfahren nach der Erfindung wird an Hand der Fig. beispielsweise erläutert. Es zeigen: Fig. 1 die Schaltung einer Signalsendestelle, Fig. 2 die Empfangsanordnung in Prinzipdarstel- lung Fig. 3 den Signalcode und Fig. 4 die Zusammenarbeit von Verbindungssatz und zentralem Empfangsteil.
Fig. 1 zeigt die Schaltung der Tastwahl-Station. Die für den Sprechverkehr erforderlichen Bauteile sind in der Stationsschaltung Rst zusammengefasst. Über die Tastenkontakte T 1<B>...</B> T 12 werden 12 ver schiedene Codezeichen gebildet. Die Codezeichen set zen sich dabei aus Elementen zusammen, die in der einen und/oder anderen Stromrichtung an der einen und/anderen Ader zur Wirkung kommen. Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, wird die Abfrage der Codezei chen in zwei unterschiedlichen Stromrichtungen vor genommen.
In der ersten Abfrage-Stromrichtung wer den die Codeelemente eine, beide oder keine Ader der Verbindungsleitung geerdet ausgenützt, während in der zweiten Abfrage-Stromrichtung nur die Ele mente eine oder beide Adern geerdet zur Signalgabe verwendet werden. Der Code ist in Fig. 3 dargestellt. Bei der Signalgabe wird eine Taste der Station be tätigt und über die Dioden D 1 . . . D 4 das Code zeichen gebildet.
Das Codezeichen darf jedoch erst ausgewertet werden, wenn durch den von allen Tasten betätigbaren Kontakt Tg die Schleife unterbrochen ist. Wird zum Beispiel die Taste T 1 betätigt, dann wird an die a-Ader über die Diode D 3 und den Stations widerstand Rst Erdpotential angelegt. Über die Span- nungsmesseinrichtung Ube kann der Tastendruck er- kennt werden, auch dann, wenn der Kontakt Tg noch nicht geöffnet hat.
Die Auswertung des Codezeichens darf noch nicht beginnen, da über den noch beschlos senen Kontakt Tg das Erdpotential auf beide Adern einwirkt. In diesem Schaltzustand wirken die Span nungen Uae und Uab auf die Koinzidenzschaltung K ein.
Da durch den Stationswiderstand Rst und durch den zusätzlichen Widerstand Rx eine Unsymmetrie des Signalstromkreises erzwungen ist, ist die Span nung Uab positiv, wie auch die Spannung Uae. So lange diese beiden Signalbedingungen andauern ist die Koinzidenzschaitung gesperrt. Öffnet der Kontakt Tg, dann bleibt die a-Ader praktisch auf Erdpotential, während die b-Ader praktisch das Potential + an nimmt.
Durch die Änderung der Polarität der Span nung Uab wird die Ko,inzidenzschaltung K frei<I>gege-</I> ben und über das Schaltmittel D wird die Auswertung eingeleitet, wobei im zweiten Abfrageschritt auch die Abfragespannung umgepolt wird.
Wird eine der Signaltasten T 4<B>...</B> T 6 betätigt, dann ist für die erste Abfrage-Stromrichtung nur die b-Ader geerdet. Solange der Kontakt Tg geschlossen bleibt, wird durch die Spannungen Uae und Uab, wie vorher beschrieben, die Koinzidenzschaltung K ge sperrt.
Der Tastendruck wird über die Spannungs änderung Ube erkannt. öffnet der Kontakt Tg, dann bleibt die b-Ader auf Erdpotential und die a-Ader nimmt das Potential + U an. Die Auswerteeinrich tung Uae ist eine Schwellwertschaltung, die die beiden Zustände a-Ader geerdet und a-Ader nicht geerdet unterscheiden kann. Der Potentialanstieg auf der a-Ader bewirkt, dass über die Koinzidenzschaltung K freigegeben wird.
Ähnlich sind auch die Verhältnisse bei der Betä tigung der Tasten T 7...9, wobei a- und b-Ader geerdet sind. Durch die Einschaltung des zusätzlichen W'_derstandes R in die b-Ader wird erreicht, dass beim Öffnen des Kontaktes Tg die Spannung Uab andere Polarität annimmt. Damit steht auch für diese Si gnale Tastendruckerkennung und Startsignal für die Auswertung eindeutig fest.
Bei den Signalen 10. .. 12 ist Erde für die erste Abfrage-Stromrichtung nicht im Spiel. Die Spannung Uae nimmt unabhängig von dem Schaltzustand des Tastenkontaktes Tg sofort praktisch + U an, so dass Tastendruckerkennung und Startsignal zeitlich zu- sammenfaliIen. Wie aus dieser Erläuterung zu ersehen ist, kann in keinem Signalzustand durch unterschied liche Betätigungsfolge der Kontakte eine falsche Aus gangsinformation auf der Empfangsseite entstehen.
Immer dann, wenn es erforderlich ist, wird der Be ginn des Tastendruckes und der vollzogene Tasten druck durch Tastendruckerkennung und Startsignal unterschieden.
Wie Fig. 4 erkennen lässt, kann dieses erfindungs gemässe Gleichstrom-Tastwahlverfahren vorteilhaft in Registersystemen eingesetzt werden. Bei der Ein leitung einer Verbindung wird durch die anfordernde Leitung ein Verbindungssatz VS belegt. Dieses Schalt glied übernimmt die Überwachung auf den Beginn des Tastendruckes. Eine Einrichtung SÜ wertet die dabei auftretende Stromabsenkung .in der b-Ader aus.
Die Anschaltung einer zentralen Wahlaufnahme WA wird eingeleitet und die Speisung mit der Spannung -h U vorgenommen. In der zentralen Wahlaufnahme wird, wie bereits beschrieben, die Auswertung des anstehenden Codezeichens von dem Startsignal ab hängig gemacht. Dieses Signal wird über die Span nungen Uab und Uae abgeleitet. Die Spannung Ube wird in bekannter Weise ausgewertet. Das Code zeichen wird zum Verbindungssatz zurückübertragen.
Eine Einrichtung TÜ im Verbindungssatz VS stellt das Signalende fest, das durch Änderung der Span nungen Ader gegen Erde gekennzeichnet ist. Auf diese Weise kann sofort nach der Tastendru.ckerken- nung die Belegung der zentralen Wahlaufnahme WA eingeleitet werden, ohne dass dabei auf das exakte Durchschalten aller Kontakte auf der Sendeseite Rücksicht zu nehmen ist. Ausserdem kann sofort nach der Auswertung des Codezeichens die zentrale Wahlaufnahme WA freigeschaltet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Unsymmetrisches Gleichstrom-Tastwahlverfahren für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen, da durch gekennzeichnet, dass Tastendruckerkennung und Startsignal für die Auswertung getrennt sind, dass die Tastendruckerkennung durch Stromabsenkung in einer Ader (b-Ader) der Verbindungsleitung gekenn zeichnet wird und dass die Spannungen (Uae, Ube) Ader gegen Erde und die Spannung (Uab) Ader ge gen Ader auf eine Koinzidenzschaltung (K) einwirken,die bei Ausbleiben einer oder mehrerer der eben ge nannten Spannungen, welche Signalzustände kenn zeichnen, ein Startsignal (D) für die Auswertung lie fert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass nur eine Spannung Ader gegen Erde (Uae) und die Spannung (Ua#b) Ader gegen Ader auf die Koinzidenzschaltung (K) einwirken (Fig. 2) 2.Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Unsym- metrie des Signalstromkreises in der Sendestelle für die erste Abfrage-Stromrichtung eine Änderung der Signalbedingungen bewirkt, wenn der Schleifenstrom- kreis unterbrochen wird.3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Erde an die eine Ader (a-Ader) für die erste Abfra- ge-Stromrichtung stets über die Stationsschaltung (Rst) angelegt wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Stationsschaltung durch einen Gleichrichter (D 5) überbrückt ;ist, der in der ersten Abfrage-Stromrichtung leitend ist. 5.Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Unsymmetrie in dem Signalstromkreis der Sende stelle durch einen zusätzlichen Widerstand (R) nach der Schleifenunterbreahung geändert wird, wenn für die erste Abfrage-Stromrichtung beide Adern (a- und b-Ader) bei der Signalgabe geerdet sind. 6.Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Signalen, bei denen nur eine Ader in der ersten Ab frage-Stromrichtung geerdet ist, bei der Schleifenun- terbrechung eine der Spannungen (Uae, Ube) Ader gegen Erde verändert wird. 7. Verfahren nach den Unteransprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand (R) grösser als der Stationswiderstand (Rast) gewählt wird. B.Verfahren nach den Unteransprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand (R) in den Signalstromkreis der anderen Ader (b-Ader) der Verbindungsleitung eingeschleift wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zuleitung der einen Ader (a-Ader) ein Hilfswi derstand (Rx) eingeschaltet ist, der die Wirkung des Stationswiderstandes (Rst) unterstützt. 10.Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in beiden Abfrage-Stromrichtungen die Spannung (Uab) als zusätzliches Codeelement zur Zeichengäbe verwendet wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Stationswiderstand (Rst) bei der Signalabgabe durch einen ohmschen Widerstand ersetzt wird. 12.Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in dem der Leitung zugeordneten Empfangsteil (VS) die Tastendruckerkennung und in einem zentralen, bei jedem Signal an den vorhergenannten Empfangsteil anschaltbaren Empfänger (WA) die Auswertung von Startsignal u. Codezeichen durchgeführt wird (Fig. 4). 13. Verfahren nach Unteranspruch 12, dass die Anschaltung des zentralen Empfängers (WA) bei der Tastendruckerkennung im Empfangsteil (VS) einge leitet wird. 14.Verfahren nach Unteranspruch 12 und 13, da durch gekennzeichnet, dass das ausgewertete Code zeichen vom zentralen Empfänger (WA) zum Emp fangsteil (VS) der Leitung übertragen wird und dass der zentrale Empfänger (WA) dann abgeschaltet wird. 15.Verfahren nach Unteranspruch 14, dadurch ge kennzeichnet, dass die Überwachung auf das Signal- ende in dem Empfangsteil (VS) der Leitung durchge führt wird (TÜ Fig. 4). 16. Verfahren nach Unteranspruch 15, dadurch ge kennzeichnet, dass das Signalende durch Änderung der Spannungen (Uae, Ube) Ader gegen Erde gekenn- zeichnet ist.
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