CH412758A - Verfahren zum Fertigen von Metallblechgefässen, insbesondere von Getränkekannen, und nach diesem Verfahren gefertigtes Metallblechgefäss - Google Patents
Verfahren zum Fertigen von Metallblechgefässen, insbesondere von Getränkekannen, und nach diesem Verfahren gefertigtes MetallblechgefässInfo
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Description
Verfahren zum Fertigen von Metallblechgefässen, insbesondere von Getränkekannen, und nach diesem Verfahren gefertigtes Metallblechgefäss Bei der zunehmenden Verwendung von Geschirr spülmaschinen im Haushalt und Gaststätten hat es sich gezeigt, dass praktisch alle bisher bekannten Metallblechgefässe, insbesondere Getränkekannen, in dem Sinne ungünstig ausgebildet sind, dass sie aus mehreren miteinander verschraubten oder aneinan der genieteten oder geschweissten Teilen bestehen, (z.
B. Handgriff und Ausguss) oder sonstwie scharf kantig einspringende Hohlkanten, beispielsweise bei eingesetzten Böden, umgebördelten Rändern und Nutstellen aufweisen, aus denen sich allfälliger Schmutz nur mit spitzen Geräten, aber nicht in einer Spülmaschine entfernen lässt.
Das Ziel der Erfindung ist in der Schaffung eines Metallblech-Gefässes zu erblicken, dem diese Nach teile nicht anhaften.
Erfindungsgemäss ist ein Verfahren zum Fertigen von Metallblechgefässen, insbesondere von Geträn kekannen dadurch gekennzeichnet, dass zuerst aus Blech, dessen Dicke der gewünschten Bodendicke entspricht, ein scheibenförmiges Rohstück gefertigt wird und zu einer Topfform mit im wesentlichen un veränderter Materialdicke tiefgezogen wird, dass an- schliessend die Topfwandung zwischen dem Boden rand und einer Ringzone am oberen Rand auf eine geringere Materialstärke ausgewalzt wird und dass anschliessend in einer Stanz- und Pressoperation die Randzone beschnitten und mit einer Ausgusskerbe versehen wird.
Ein nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I gefertigtes Metallblechgefäss ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass es einstückig ohne ein- springendeHohlkanten ausgebildetist undeinengegen- über der Wandstärke wesentlich dickeren Scheiben boden aufweist und dass die obere Randzone der Wandung ebenso dick wie der Boden ausgebildet ist und bogenförmig in einen mit einer Ausgusskerbe versehenen Ringrand übergeht.
Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäs sen Metallblechgefässes ist in Fig. 1 der Zeichnung in Ansicht dargestellt.
Fig.2 zeigt das Rohstück, aus dem das Gefäss hergestellt werden kann. Die Fig.3-6 zeigen Fertigungsstufen des Gefässes, und die Fig. 7 und 8 zeigen den Deckel in Aufsicht bzw. im Schnitt nach der Linie VIII-VHI von Fig. 7.
Das in Fig. 1 dargestellte Metallgefäss 1 hat einen relativ dicken Boden 11, eine relativ dünne Wan dung 12, deren obere Randzone 120 aber verstärkt ist, einen Flachrand 13 mit Ausgusskerbe bzw. Schnabel 130 sowie einen Handgriff 14.
Alle Teile des Gefässes 1 sind einstückig aus einem einzigen Rohstück 100 gemäss Fig. 2 geformt. Ein Flachdeckel 2 ist bei 210 gelenkig am Handgriff 14 gelagert und kann durch Niederdrücken des um gewinkelten Endes 21 geöffnet werden. Dieses Roh stück 100 ist als Scheibe ausgebildet, von der ein Streifen 101 radial absteht, der den Handgriff 14 zu bilden bestimmt ist.
Ein solches Rohstück 100 wird aus einer Metallblech-, vorzugsweise einer Chrom- nickelstahlplatte ausgestanzt, deren Dicke etwas grösser ist als die gewünschte Dicke des Gefässbo- dens 11 und der dickeren Randzone 120 am oberen Ende des fertigen Gefässes 1.
In einer Tiefziehoperation bekannter Art unter Verwendung bekannter Maschinen und Werkzeuge wird aus der Scheibe 100 ein Topf 102 gemäss Fig. 3 geformt, dessen Rand, Wandung und Boden noch annähernd die ursprüngliche Materialdicke des Roh stückes 100 haben.
Mit an sich ebenfalls bekannten Walz- bzw. Streckmaschinen und Werkzeugen wird in einer wei teren Fertigungsstufe die Wandung des Topfes 102 vom Bodenrand aus bis zu einer bestimmten Distanz unterhalb des oberen Topfrandes zur konischen Form auf eine geringere Wandstärke herunter ge walzt und dabei gestreckt, so dass ein konischer Topf nach Fig.4 entsteht, der bereits den Boden 11, die endgültige Wandform 12 und deren obere dickere Randzone 120 zeigt.
In einer weiteren Fertigungsphase werden der Rand 104 des vorgeformten Topfes 103 nach Fig. 4 und der Griffstreifen 101 mit ebenfalls bekannten Vorrichtungen gepresst und nachher beschnitten, so dass etwa der Grundriss nach Fig. 5 entsteht. In den so geformten Rand 13 wird die Ausgusskerbe bzw. der Schnabel 130 eingedrückt. Aus dem Griffstreifen 101 wird eine Ausnehmung 105 nach Fig. 5 ausge stanzt.
Der gepresste oder ausgewalzte und beschnittene Griffstreifen 14 hat beispielsweise eine Rülenprofil- form nach Fig. <I>6b,</I> und die beim Ausstanzen der öff- nung 105 geformten mit Löchern versehenen Lager <B>106</B> werden nach oben gebogen, wie das aus Fig. 6 und<I>6a</I> ersichtlich ist, die auch zeigt, wie der Hand griff 14 nach unten gegen die Topfwandung 12 gebo gen wird.
Zur Fertigung des Deckels 2 verfährt man in ähnlicher Weise. Ein Rohstück 200, dessen Umriss- form in Fig. 7 strichpunktiert angezeichnet ist, wird ausgewalzt und beschnitten. Sein Ansatzstreifen 201 wird umgebogen und längs der Scheitelkante wird ein Durchsteckloch 202 für einen Lagerstift gebohrt, so dass ein Deckel 2 nach den Fig. 7, 8 entsteht.
Nach Vornahme der üblichen Verschönerungsar beiten an den Teilen 112 mit Schleif- und Polierma schinen kann der Deckel mit dem Topf bzw. dessen Augen 106 durch einen Gelenkstift 210 verbunden werden. Es ist deutlich erkennbar, dass ein gemäss diesem beschriebenen Verfahren hergestelltes, bei spielsweise nach Fig.l ausgebildetes Metallgefäss, insbesondere Getränkekanne, keinerlei scharfwink lige Einsprünge und auch keine Ritzen aufweist, in denen sich Schmutz festsetzen könnte. Sie sind also leicht zu reinigen, auch in Spülmaschinen. Anderseits gibt die ohne Umbördelung in einfacherer Weise er zeugte Randverstärkung 120 dem Gefäss eine hohe Formstabilität.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Fertigen von Metallblechgefäs- sen, insbesondere von Getränkekannen, dadurch ge kennzeichnet, dass zuerst aus Blech, dessen Dicke der gewünschten Bodendicke entspricht, ein scheibenför miges Rohstück gefertigt wird und zu einer Topfform mit im wesentlichen unveränderter Materialdicke tiefgezogen wird, dass anschliessend die Topfwan dung zwischen dem Bodenrand und einer Ringzone am oberen Rand auf eine geringere Materialstärke ausgewalzt wird und dass anschliessend in einer Stanz- und Pressoperation die Randzone beschnitten und mit einer Ausgusskerbe versehen wird.II. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I gefertigtes Metallbelchgefäss, dadurch gekennzeich net, dass es einstückig ohne einspringende Hohlkan ten ausgebildet ist und einen gegenüber der Wandstärke wesentlich dickeren Scheibenboden aufweist und dass die obere Randzone der Wandung ebenso dick wie der Boden ausgebildet ist und bogenförmig in einen m it einer Ausgusskerbe versehenen Ringrand über geht. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Rohstückscheibe mit einem radial abstehenden Streifen versehen ist und dass die ser Streifen zusammen mit der Randzone zu einem Handgriff beschnitten und anschliessend nach unten gegen die Topfwandung gebogen wird. 2.Gefäss nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass diametral gegenüber der Ausguss- kerbe vom Ringrand ein einstückig damit verbunde ner, einen Handgriff bildender Streifen absteht und nach unten gebogen ist. 3.Gefäss nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der Stielstreifen in seiner Ansatz zone einen Ausschnitt enthält, von dessen Längsrän dern je ein Lagerauge für einen Gelenkstift absteht, und dass dieser Gelenkstift eine Bohrung längs der Scheitelkante eines von einem Deckel einstückig ab stehenden Winkelstückes durchsetzt, dessen nach oben abstehender Endschenkel zum Umklappen des Deckels durch den Ausschnitt im Stielstreifen ge schwenkt werden kann.
Priority Applications (1)
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1963
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