CH412499A - Verfahren zur Regelung der Drehzahl in einer Strömungskupplung und Strömungskupplung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Regelung der Drehzahl in einer Strömungskupplung und Strömungskupplung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zur Regelung der Drehzahl in einer Strömungskupplung und Strömungskupplung zur Durchführung des Verfahrens Strömungskupplungen dienen der Übertragung eines Drehmomentes zwischen einer antreibenden Kraftmaschine und einer angetriebenen Einrichtung. Eine Strömungskupplung besteht z.
B. aus einer von der Kraftmaschine angetriebenen Antriebsseite, aus einem mit strahlenförmigen Rippen versehenen schalenförmigen Flansch und aus der im allgemeinen gleichen Abtriebsseite, auf welche das Drehmoment durch Vermittlung von in der Strömungskupplung befindlichem flüssigem oder gasförmigem Medium übertragen wird. Die Drehzahl der Abtriebsseite der Strömungskupplung kann durch Regelung der Menge des in der Strömungskupplung befindlichen Mediums geregelt werden.
Die Abtriebsseite der Strömungs kupplung kann auch völlig gestoppt werden, wenn das Medium aus der Strömungskupplung vollkom men abgelassen wird; die Strömungskupplung kann als Anlasskupplung so gebraucht werden, dass in die leere Strömungskupplung ein Medium geleitet wird.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine all gemein bekannte Strömungskupplung. Die Antriebs welle 1 und das daran befestigte, den Strömungsraum 2 enthaltende Primärradgehäuse 3 dreht sich im ge schlossenen Sekundärradgehäuse 4. Wenn das Ge häuse leer ist, d. h. wenn sich Luft darin befindet, ist die von der Luft verursachte Reibung und das Dreh moment im allgemeinen nicht ausreichend, um das Abtriebsrad zu drehen. Erst wenn die Strömungs kupplung mit schwererem flüssigem Medium, z. B.
mit Öl, gefüllt ist, verursacht das Primärrad oder Pumpenrad der Strömungskupplung im Medium eine Strömung, die in Aden Flügeln des Sekundärrades ein Drehmoment verursacht, und das Sekundärrad beginnt sich zu bewegen. Je nach der Belastung dreht sich das Sekundärrad mit einem Schlupf von 2-5 %, wenn die Strömungskupplung mit öl gefüllt ist. Manchmal wird idie Strömungskupplung für die Regelung der Drehzahl so verwendet, @dass der Schlupf vergrössert wird, indem die Flüssigkeitsmenge ,der Strömungskupplung verkleinert wird. Es ist zu beachten, dass hierbei auch der Leistungsverlust in der Strömungskupplung wächst.
Dessen ungeachtet wird diese Regelungsart viel verwendet, weil ander seits diese Strömungshupplung sehr betriebssicher, einfach und billig ist.
In bekannten Ausführungen wind die ölmenge z. B. mit einem handbetätigten oder mit einem auto- matisc': gesteuerten Ventil geregelt, welches somit die Ölströmung der Druckpumpe in die Strömungs kupplung regelt. Eine andere bekannte Ausführungs form verwendet ein Schöpfrohr.
Indem man die Schöpföffnung des Schöpfrohres mechanisch in der Richtung des Radius in der Strömungskupplung ver stellt, verändert sich die Menge an Arbeitsflüssigkeit, ,die sich im Arbeitskreislauf der Kupplung befindet. Diese Ausführungsform ist jedoch mechanisch sehr kompliziert und die Regelung deswegen oft schwierig.
Die bekannten pumpenbetätigten Strömungskupplun gen können nicht in allen Fällen gebraucht werden, weil in ihnen Flüssigkeit vom Aussenkreis entzogen wird, so dass die Strömungskupplung in einem ge schlossenen Gehäuse sein muss.
Das erfindungsgemässe Verfahren bezweckt eine besonders einfache und betriebssichere Regelung der Drehzahl in der Strömungskupplung und ist dadurch gekennzeichnet, ,dass die Menge des in der Strö mungskupplung befindlichen schweren Mediums mit einem leichten Medium einreguliert wird. Als leich tes Medium kommt z. B. Luft in Frage.
Die erfindungsgemässe Strömungskupplung zeich net sich dadurch aus, dass das Sekundärrad ein ge schlossenes Gehäuse bildet, in welchem sich das Primärrad dreht, und dass von dem äussersten Kreis dieses geschlossenen Raumes ein Kanal zum Behälter für das schwerere Medium führt. Hierbei werden für die Regelung keine beweglichen Teile benötigt, son dern nur Kanäle, sowie je nach der Ausführungsform und der Drehzahl ein festes Schöpfrohr.
Die Erfindung ist anhand des in Fig.2 darge stellten Ausführuiigsbeispieles beschrieben.
Fig. 2 stellt ein Gebläse dar, das von einer Kraft maschine angetrieben ist. Dazwischen ist eine Strö- mungskupplung eingebaut, mit welcher die Drehzahl .des Gebläs e-Flügelrades g,-regelt werden kann.
1 ist eine von der Kraftmaschine getriebene Welle, deren Drehzahl unabhängig von der Belastung annähernd konstant bleibt. An dieser Welle ist das Primärrad 3 der Strömungskupplung befestigt. Das Sekundärrad 4 ist als Zentrum des Gebläses ausgc- bildet, auf dessen Aussenkreis die Flügel 5 ides Ge- bläs: s befestigt sind.
Im Sekundärrad 4 ist .entsprechend dem Strö mungsraum d,-,s Primärrades 2 ein Strömungsraum 6 vorhanden. Durch beide Räume strömt das schwere Medium in der von Pfeil 6 gezeigten Richtung.
Vom äussersten Punkt 8 des Innenraumes der Strömungskupplung führt ein Kanal 8-9, beginnend im Sekundärrad 4, zum Rotationsraum 10. Dieser Raum ist normalerweise eine geschlossene, ringför mige Kammer, an der ein festes, stationäres Schöpf- rohr 11 befestigt ist, dessen Öffnung 12 sich auf der Höhe der Innenränder der Flügel der Strömungs kupplung befindet. Wenn die Strömungskupplung mit Öl gefüllt ist, berührt der äusserste Teil des Schöpfrohres den Ölring um weniges.
Vom Schöpf- rohr 11 führt ein Kanal zum Ölbehälter wie folgt: Öffnung 12, Rohr 11, Bohrungen 13 und Rohr 14, dessen Öffnung 15 im Unterteil nahe beim Boden des Ölbehälters ist.
Das Druckluftrohr 17 führt zum oberen Teil des Ölbehälters, während ein anderes festes Druckluft rohr und die Bohrung 18 in die Strömungskupplung hinein führen.
Angenommen .die Strömungskupplung ist voll Öl und dreht sich mit voller Drehzahl. Wenn Druck luft mit +p1 atü zum Rohr 18 eingelassen wird, so drückt dieser Luftdruck den in der Strömungskupp lung befindlichen Ölring nach aussen; im Kanal 8-9 strömt somit :das Öl zum Raum 10, von dort weiter durch die Öffnung des Schöpfrohres 12, das Rohr 11, die Bohrungen 13 und das Rohr 14 zum Ölbehälter 16, wo sich kein Gegendruck befindet. Wenn das Öl in der Strömungskupplung abnimmt, wächst gleich zeitig die Ölsäule zwischen der Ölfläche der .Strö- mungsk-.cpplung und der Öffnung des Schöpfrohres.
Dies bedeutet, mit einer konstanten Drehzahl würde für die Beseitigung des Öles ein ziemlich grosser Druck p1 benötigt. Da aber die Drehzahl der Strö mungskupplung sofort nach Wegströmen des Öles abnimmt, bleibt der Druck p1 für prak tische Regelungsaufgaben entsprechend klein. Das Wegströmen des Öles von der Strömungskupp lung endet, sobald p1 = 0 ist. Die Strömungskupp lung dreht sich also mit einer neuen konstanten Dreh zahl, solange die Belastung des Flügelrades, also der Luftwiderstand nicht geändert wird.
Wenn man die Drehzahl der Strömungskupplung wieder vergrössern will, wird der Druck p2 in das Rohr 17 eingeführt; es wirkt also auf die Oberfläche des im Ö1b2hältcr befindlichen Öles jetzt ein Druck, der die Strömung des Öles über das Rohr 14, Boh rungen 13 und das Schöpfrohr 11 zum Raum 10 ver ursacht, von wo aus .die Zentrifugalkraft das<B>Öl</B> zur Strömungskupplung führt. In diesem Falle hat der Druck p2 nur die Rohrwiderstände zu überwinden.
Natürlich kann die Regelung der Drücke auch so durchgeführt werden, dass der eine Druck, z. B. der Druck p1 die ganze Zeit einen konstanten Wert hat und sich der Druck p2 ändert; p;; ist entweder grösser als pl, wobei die Drehzahl der Strömungs kupplung steigt, oder er ist gleich gross wie p1, wobei die Drehzahl konstant bleibt, oder er ist kleiner als p1, wobei die Drehzahl sinkt. Selbstverständlich kann auch der Druck p2 konstant gehalten werden, wobei p1 sich entsprechend ändert.
Welche Rege lungsart jeweils verwendet wird, :ergibt sich ,aus Dreh zahl, Bauart und gewünschter Steuerung.
Aus dem Obigen ist also ersichtlich, dass mit Druck p1 und p2 die Drehzahl :des Ventilator flügels vom maximalen Wert bis zu Null geregelt werden kann; gleichfalls ist die umgekehrte Regelung von Null bis zur vollen Drehzahl möglich. Die be schrieben;-, regelbare Strömungskupplung ist sehr einfach in der Konstruktion. Als bewegliche Teile sind z. B. mir 4 Kugellager, Antriebswelle 1, Primär rad 3 und Sekundärrad 4, das mit den Flügeln aus einem Guss ,ausgebildet werden kann, vorhanden, so dass eine vollkommene, fortgesetzte Drehzahlrege lung nicht einfacher zustandegebracht werden kann.
Im Ausführungsbeispiel sind Öl und Luft als Medien verwendet worden. Natürlich kann jedes beliebig schwere Mittel als das eine und irgendein leichteres Medium als das andere Regelmedium verwendet werden. In einigen Fällen kommen als schwere Medien flüssige Metalle in Frage, deren Menge einfach mit Gas oder Flüssigkeit geregelt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Regelung der Drehzahl in einer Strömungskupplung, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge ödes in der Strömungskupplung befindli chen schweren Mediums mit einem leichten Medium einreguliert wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als schweres Medium Öl und als leichtes Medium Druckluft verwendet wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung des schweren Me diums durch Regelung von beiden Drücken des 1eich- ten Mediums durchgeführt wind, von denen der eine Druck das schwere Medium in die Strömungskupp lung einfüllt, während der andere Druck die<I>Menge</I> des schweren Mediums verändert. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Regelungsdruck des leichten Mediums als konstant gehalten und der andere geändert wird.PATENTANSPRUCH II Strömungskupplung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass Idas Sekundärrad der Strömungskupp lung ein geschlossenes Gehäuse bildet, in welchem sich das Primärrad dreht, und dass von dem äussersten Kreis dieses geschlossenen Raumes ein Kanal zum Behälter für das schwerere Medium führt. UNTERANSPRÜCHE 4.Strömungskupplung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass von der Peripherie des geschlossenen Sekundärradgehäuses ein Kanal zu einem Rotationsraum führt, in welchem sich ein festes Schöpfrohr befindet, Idas durch einen Kanal mit dem Behälter in Verbindung steht. 5. Strömungskupplung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussenrand des Schöpfrohres annähernd in einer Entfernung der inneren Ränder der Kupplungsflügel von der Mittel linie der Achse ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4096693A (en) | 1976-04-12 | 1978-06-27 | Nissan Motor Company, Limited | Torque converter fluid control system for power transmission system |
| DE102004003948A1 (de) * | 2004-01-26 | 2005-08-18 | Voith Turbo Gmbh & Co. Kg | Hydrodynamische Baueinheit, insbesondere hydrodynamische Kupplung und Verfahren zur Beschleunigung des Entleervorganges hydrodynamischer Kreisläufe |
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-
1963
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4096693A (en) | 1976-04-12 | 1978-06-27 | Nissan Motor Company, Limited | Torque converter fluid control system for power transmission system |
| DE102004003948A1 (de) * | 2004-01-26 | 2005-08-18 | Voith Turbo Gmbh & Co. Kg | Hydrodynamische Baueinheit, insbesondere hydrodynamische Kupplung und Verfahren zur Beschleunigung des Entleervorganges hydrodynamischer Kreisläufe |
| DE102004003948B4 (de) * | 2004-01-26 | 2006-08-10 | Voith Turbo Gmbh & Co. Kg | Hydrodynamische Baueinheit, insbesondere hydrodynamische Kupplung zur Beschleunigung des Entleervorganges hydrodynamischer Kreisläufe |
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Also Published As
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