CH412366A - Dosierapparat für Flüssigkeiten, insbesondere flüssige Waschmittel - Google Patents
Dosierapparat für Flüssigkeiten, insbesondere flüssige WaschmittelInfo
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Description
Dosierapparat für Flüssigkeiten, insbesondere flüssige Waschmittel Die Erfindung betrifft einen Dosierapparat für Flüssigkeiten, insbesondere flüssige Waschmittel. Die üblichen Dosierapparate, die zum Zuführen flüssiger Waschmittel in Wäsche- oder Geschirr-Waschmaschinen dienen, werden hydraulisch betätigt, was den Nachteil hat, dass die Dosierung vom jeweiligen Wasserdruck abhängt. Der Dosierapparat nach der Erfindung, durch den dieser Nachteil behoben wird, zeichnet sich aus durch einen Dosierkopf, welcher einen elastischen Balg aufweist, der mit einer elektromagnetischen Antriebsvorrichtung in Wirkungsverbindung steht, so dass er bei Erregung dieser Vorrichtung komprimiert wird und sich bei Nichterregung derselben wieder ausdehnt, und der zusammen mit einem Rückschlag-Eintrittsventil und einem Rückschlag-Austrittsventil eine Pumpe für die zu dosierende Flüssigkeit bildet. Bei einer bevorzugten Ausführungsform dieses Apparates ist ein einstellbarer Anschlag vorgesehen, mit dem die elastische Ausdehnung des Balges begrenzt werden kann, um die Volumenänderung des Balges zwischen einen Endlagen und damit die jeweils bei einer Erregung der elektromagnetischen Antriebsvorrichtung geförderte Flüssigkeitsdosis einstellen zu können. Weitere vorteilhafte Einzelheiten besonderer Ausführungsformen werden aus der nachfolgenden Be schreibung hervorgehen. In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es ist: Fig. 1 eine Seitenansicht eines ersten Dosierapparates mit Ausbrechungen und teilweisem Längs schnitt, Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Einstellknopf mit Skala, gemäss Pfeil II von Fig. 1, Fig. 3 eine Einzelheit zum Dosierapparat nach Fig. 1 und 2 und Fig. 4 einen Längsschnitt durch den Dosierkopf eines zweiten Dosierapparates. Der in Fig. 1-3 dargestellte Dosierapparat besteht aus einem Dosierkopf 1 und aus einer elektromagnetischen Antriebsvorrichtung 2. Der Dosierkopf 1 weist ein zylindrisches Gehäuse 3 auf, das einerseits mittels Schrauben 4 an einem zur Antriebsvorrichtung 2 gehörigen Magnetjoch 5 befestigt und anderseits mit einem Deckel 6 abgeschlossen ist. Zwischen dem Deckel 6 und einem Flansch 7 des Gehäuses 3 ist ein Flansch 8 eines elastischen Balges 9 eingeklemmt, der z. B. aus Gummi oder aus einem ähnlich elastischen Kunststoff bestehen kann. Der Deckel 6 ist mittels Schrauben 10 und Niluttern 11 am Gehäuseflansch 7 befestigt. Der Deckel 6 weist eine mit Gewinde versehene Längsbohrung 12 auf, in die ein Anschlussnippel 13 für einen Schlauch 14 eingeschraubt ist, durch den die zu dosienende Flüssigkeit dem Dosierapparat zugeführt wird. Zwischen dem inneren Ende des Nippels 13 und einer Schulter 15 der Längsbohrung 12 ist ein Flansch 16 eines aus elastischem Kunststoff oder Gummi bestehenden, bekannten Lippenventils 17 eingeklemmt, dessen beide Lippen 18 zur Erleichterung des Verständnisses leicht geöffnet dargestellt sind, obwohl sie normalerweise geschlossen sind und sich nur öffnen, wenn dem Ventilinneren ein unter Druck stehendes Fluidum zugeführt wird. Der Deckel 6 weist ferner einen transvensal und exzentrisch angeordneten Stutzen 19 auf, der mit einem Innengewinde 20 versehen ist, in das ein Anschlussnippel 21 für einen Schlauch 22 einge schraubt ist, durch den die dosierte Flüssigkeit aus dem Apparat austritt. Das Innere des Stutzens 19 bildet eine Ventilkammer 23, in der eine Kugel 24, eine auf dieser Kugel sitzende Federmuffe 25 und eine Feder 26 angeordnet sind, die sich einerseits an dieser Muffe 25 und anderseits am Nippel 21 abstützt. Die Feder 26 drückt die Kugel 24 auf einen Sitz 27, so dass sie normalerweise den Eingang eines transversalen Kanals 28 schliesst, der über einen longitudinalen Kanal 29 mit dem Inneren des gummielasüschen Balges 9 in VerbindungEsteht. Ein Spulenkörper 29, der zwei Flansche 30 aufweist, trägt eine Spulenwicklung 31', die über zwei Zuführungsleiter 31 und 32 und einen nicht dargestellten Schalter an eine elektrische Spannung, z. B. von 220 Volt bei 50 Hz angeschlossen werden kann. Eine rechteckige Platte 33 ist mittels zweier symmetrischer Distanzhalter 34, von denen in Fig. 1 nur Ider vordere sichtbar ist, am Magnetjoch 5 angebracht. Die aus Blech bestehenden Distanzhalter sind durch Schrauben 35' und 35" mit der Platte 33 bzw. dem Joch 5 verbunden und weisen auswärts gebogene Lappen 36 auf, die die Spulen 29-31 am Joch 5 festhalten. Die Distanzhalter 34 weisen ferner auch einwärts gebogene Lappen 37 auf, die zur Führung eines T-förmigen Eisenankers 38 dienen, der bei Erregung der Wicklung 31' nach rechts gegen die beiden mit 39 bezeichneten Polschuhesdes Joches 5 gezogen wird. Nicht dargestellte Einlagen können vor den Polschuhen 39 befiestigt sein, um ein Haften des Ankers 38 an denselben zu verhindern. Der Anker 38 ist mit einem in der Längsaxe des Dosierapparates liegender Stössel 40 fest verbunden, der durch eine Öffnung 41 des Joches 5 hindurchgeht. Auf dem freien Ende des Stössels 40 sitzt ein als Kappe ausgebildetes Druckstück 42, das bei Erregung der Wicklung 31' einen durch die Bewegung des Ankers 38 gegen den Balg 9 gedrückt wird und dadurch letzteren zusammen drückt. Um das nützliche Volumen des Balges 9 regulieren zu können, ist eine Regulierschraube 43 vorgesehen, die in eine zentrale Gewindebohrung 44 der Platte 33 eingeschraubt ist. An ihrem äusseren Ende ist die Regulierschraube 43 mit einem Drehknopf 45 versehen, der einen Zeiger 46 aufweist, welcher auf einer Skala 47 spielt, die auf einer Kreisscheibe 48 vorgesehen ist. Die Scheibe 48 ist mittels der Schrauben 35' auf der Platte 33 befestigt. Statt auf einer Kreisscheibe 48 kann die Skala 47 aber z. B. auch auf einem Verkleidungsblech einer Maschine, z.B. einer Geschirrwaschmaschine, vorgesehen sein, auf welcher der Dosierapparat montiert ist. Das freie Ende der Regulierschraube 43 dient als Anschlag für den Anker 38, so dass derselbe sich unter der Einwirkung der elastischen Aus- dehnungskraft des Balges 9 nur bis zu diesem Anschlag nach links bewegen kann. In der Zeichnung ist der Balg 9 in unkomprimierter Lage dargestellt, so dass er ein maximales Volumen der zu dosierenden Flüssigkeit enthält, die unter Überdruck durch das Lippenventil 17 in diesen Balg 9 eintritt. Unter diesen Umständen liefert der Apparat die maximal mögliche Flüssigkeitsdosis. Verstellt man die Regulierschraube 43 mittels des Knopfes 45 nach rechts, so wird der Balg 9 komprimiert, so dass er in der Ruhestellung weniger Flüssigkeit enthält. Die Grösse der gewünschten Flüssigkeitsdosis kann mittels der entsprechend geeichten Skala 47 eingestellt werden, wobei eventuelle volle Umdrehungen des Zeiger 46 zu zählen sind. Wenn durch das Einschalten der Wicklung 31 der Anker 38 vom Joch 5 angezogen wird, drückt das Druckstück 42 den Balg 9 so weit zusammen, bis die Bewegung des Ankers 38 durch einen Anschlag begrenzt wird, z.B. seine rechte Stirnfläche 49 am Joch 5 anschlägt. Die entsprechende Lage des Balges 9 und des Druckstückes 42 ist strichpunktiert angedeutet, und mit 9* bzw. 10* bezeichnet. Dadurch wird eine bestimmte Flüssigkeits- dosis verdrängt, die - weil das Lippenventil 17 als Rückschlagventil wirkt - eine entsprechende Flüssigkeitsdosis zum Kugel-Rückschlagventil 24, 27 hinaus und in die Leitung 22 drängt. Es ist klar, dass wenn man von einer Anfangslage ausgeht, in welcher der Balg 9 bereits komprimiert ist - je nach der Einstellung der Regulierschraube 43 - eine kleinere Flüssigkeitsdosis verdrängt wird. Um kleine Flüssigkeitsdosen sehr genau einstellen zu können, empfiehlt es sich, das kappenförmige Druckstück 42 gegen ein Druckstück 420 gleicher Art (siehe Fig. 3), aber kleineren Durchmessers auszutauschen. Da der Balg 9 sich auch seitlich an das Druckstück anschmiegt, ist bei Verwendung des Druckstückes 420 das Volumen des Balges 9 grösser -als in der dem Druckstück 42 entsprechenden Lage 9*, der Unterschied zwischen Anfangs- und Endlage und somit die gelieferte Dosis also kleiner als bei Verwendung des Druckstückes 42. Selbstverständlich wird man bei Austauschen des Druckstückes 42 gegen das Druckstück 420 auch die Skala 47 entsprechend austauschen müssen. Die Reguliercharakteristik Ides beschriebenen Dosierapparates, d. h. die Dosis in Funktion des Schraubendrehwinkels, ist in der Praxis sehr genau linear. Die Viskosität der Flüssigkeit hat praktisch keinen Einfluss auf die Dosiergenauigkeit. In Fig. 4 ist ein Dosierkopf la gezeigt, der sich durch verschiedene Einzelheiten vom Dosierkopf 1 nach Fig. 1 unterscheidet. Zunächst ist der Balg 9a als elastischer Faltenbalg dargestellt, während der Balg 9 keine Faltenreihe aufweist. Ferner besteht das Druckstück aus einer Ringscheibe 42a, die mittels einer Schraube 50 fest auf dem Stössel 40a befestigt ist. Anstelle des elastischen Lippenventils 17 ist als Eintrittsventil ein Kugel-Rück schiagventil 1 7a vorgesehen. Als Austrittsventil ist wieder ein Kugel-Rückschlagventil 24a, 27a vorgesehen, das aber nicht in einem transversalen Stut zen des Deckels 6a, sondern longituninal angeordnet ist, ebenso wie das Ventil 17a. Ein Flansch 8a des Balges 9o ist wieder zwischen einem zylindrischen Gehäuse 3a und dem Deckel 6a eingeklemmt und dient als Dichtung. Das zylindrische Gehäuse 3a kann auf beliebige Weise auf einer mit Ausnahme der Teile 40a, 42a und 50 nicht dargestellten Antriebsvorrichtung befestigt sein. Diese Antriebsvorrichtung kann ebenso ausgebildet sein wie die Antriebsvorrichtung 2 nach Fig. 1. Selbstverständlich sind aber auch Varianten möglich. Insbesondere kann man zwischen dem Dosierkopf la und der Antriebsvorrichtung noch eine Mischkammer vorsehen, an die einerseits die vom Austrittsventil 24a, 27a kommende Leitung 22a und anderseits eine Frischwasserleitung angeschlossen ist, so dass die dosierte Flüssigkeit mit dem Frischwasser verdünnt wird und erst das Gemisch dem Verbraucher, z.B. einer Wäsche- oder Geschirrwaschmaschine zugeführt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Dosierapparat für Flüssigkeiten, gekennzeichnet durch einen Dosierkopf (1, la) welcher einen elastischen Balg (9, 9a) aufweist, der mit einer elektromagnetischen Antriebsvorrichtung (2) in Wirkungsverbindung steht, so dass er bei Erregung dieser Vorrichtung (2) komprimiert wird und sich bei Nichterregung derselben wieder ausdehnt, und der zusammen mit einem Rückschlag-Eintrittsventil (17, 1 7a) und einem Rückschlag-Austrittsventil (24, 27; 24a, 27a) eine Pumpe für die zu dosierende Flüssigkeit bildet.UNTERANSPRÜCHE 1. Dosierapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Dosierkopf (1, la) ein zylindrisches Gehäuse (3, 3a) aufweist, in welchem der Balg (9, 9a) angeordnet ist, und dass ein zugleich als Dichtung dienender Flansch (8, 8a) des Balges zwischen diesem Gehäuse und einem Deckel (6, 6a) eingeklemmt ist, der mit den beiden Rückschlagventilen (17 und 24, 27 und 17a und 24a, 27a) versehen ist.2. Dosierapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die elektromagnetische Antriebsvorrichtung (2) einen Anker (38) aufweist, leder über einen Stössel (40, 40a) und ein Druckstück (42, 42a) mit dem elastischen Balg (9, 9a) in Wir kungsverbindung steht.3. Dosierapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Dosierkopf und der Antriebsvorrichtung eine Mischkammer vorgesehen ist, um die von der Pumpe geförderte, dosierte Flüssigkeit mit leiner anderen Flüssigkeit zu mischen.4. Dosierapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein einstellbarer Anschlag (43) vorgesehen ist, mit dem die elastische Ausdehnung des Balges (9) begrenzt werden kann, um die Volumenänderung des Balges zwischen seinen Endlagen und damit die jeweils bei einer Erregung der elektromagnetischen Antriebsvorrichtung (2) geförderte Flüssigkeitsdosis einstellen zu können.5. Dosierapparat nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag durch eine Regulierschraube (43) gebildet ist, und dass eine mit derselben in Wirkungsverbindung stehende Skala (47) zur Anzeige der eingestellten Flüssigkeitsdosis vorgesehen ist.6. Dosierapparat nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere austauschbare Druck , stücke (42, 420) von verschiedenem Durchmesser vorgesehen sind.7. Dosierapparat nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckstücke kappenartig ausgebildet sind und lose auf Idem freien Ende des Stössels (40) sitzen.8. Dosierapparat nach Patentanspruoh, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückschlag-Eintrittsventil ein Lippenventil (17) ist.9. Dosierapparat nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Idas zylindrische Gehäuse (3) unmittelbar auf einem Magnetjoch (5)1 aufgeschraubt ist, das mittels einer lelektromagnetischen Wicklung (31') erregbar ist und mit einem T-förmigen Anker (38) zusammenarbeitet.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DED0026220 | 1963-01-28 |
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| CH86264A CH412366A (de) | 1963-01-28 | 1964-01-24 | Dosierapparat für Flüssigkeiten, insbesondere flüssige Waschmittel |
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9107797U1 (de) * | 1991-06-25 | 1991-10-17 | Schneider, Friedhelm, 5226 Reichshof | Dosiergerät mit Membrankolben |
| DE4241073C1 (de) * | 1992-12-05 | 1994-06-01 | Satzinger Gmbh & Co | Apparat für die dosierte Abgabe von einem Fluid, insbesondere von einem Schmiermittelfluid |
| DE19523816A1 (de) * | 1995-06-29 | 1997-01-02 | Dagma Gmbh & Co | Dosiervorrichtung mit Feder-Rückstellung |
-
1964
- 1964-01-24 CH CH86264A patent/CH412366A/de unknown
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