CH405285A - Verfahren zur Herstellung substituierter Benzol-m-disulfonamide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung substituierter Benzol-m-disulfonamide

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CH405285A
CH405285A CH273065A CH273065A CH405285A CH 405285 A CH405285 A CH 405285A CH 273065 A CH273065 A CH 273065A CH 273065 A CH273065 A CH 273065A CH 405285 A CH405285 A CH 405285A
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CH
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sep
carbon atoms
radical
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disulfonic acid
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CH273065A
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English (en)
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Siedel Walter
Sturm Karl
Original Assignee
Hoechst Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D307/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/15Sulfonamides having sulfur atoms of sulfonamide groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung substituierter   Benzol-mdisulfonamide   
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer substituierter Benzol-m-disulfonamide der allgemeinen Formel
EMI1.1     
 worin R ein Halogenatom oder die Methylgruppe,   Rt    Wasserstoff, ein Halogenatom oder die Methylgruppe,   W    Wasserstoff oder einen niedrigmolekularen Alkylrest und   R3    einen gegebenenfalls durch ein Halogenatom oder eine Hydroxygruppe substituierten Alkylrest mit 2-3 Kohlenstoffatomen, einen Allylrest, einen gegebenenfalls durch Sauerstoff oder Schwefel unterbrochenen Alkylrest mit 1-8 Kohlenstoffatomen, einen Cycloalkylrest mit 3-8 Kohlenstoffatomen, einen Cycloalkylalkylrest mit 4-8 Kohlenstoffatomen, einen Phenylrest oder einen Phenylalkylrest,

   dessen Alkylengruppe bis zu 4 Kohlenstoffatome enthält und gegebenenfalls durch Sauerstoff unterbrochen ist, oder worin R2 und R3 gemeinsam mit dem Stickstoffatom Glieder eines gesättigten, gegebenenfalls durch ein weiteres Heteroatom unterbrochenen Ringes bedeuten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein Benzosulfohalogenid der allgemeinen Formel
EMI1.2     
 worin X für ein Halogenatom steht, mit einem Amin der allgemeinen Formel
EMI1.3     
 umsetzt.



   Als Ausgangsstoffe kommen beispielsweise folgende Verbindungen in Betracht: Toluol-2   ,4-disulfosäure-amid-(2)-chlorid-(4),       1, 3-Xylol-4, 6-disulfosäure-chlorid-(4)-amid-(6), Chlorbenzol-2,4-disulfosäure-amid-(2)-chlorid-(4),    die beiden isomeren   3-Chlortoluol-4,6-disufosäure-      amidchloride    sowie die entsprechenden Fluor- und Brom-analogen dieser Verbindungen.



   Als Reaktionspartner der erwähnten substituierten Benzolsulfohalogenide kommen beispielsweise folgende Amine in Betracht:
Methylamin,   Äthylamin,    Isopropylamin, Allylamin, n-Butylamin, Isobutylamin, 3-Pentylamin, 2   Methyl-pentylamin, n-Oktylamin, Cyclopropylamin, Cyclopentylamin, Cyclohexylamin, Cyclooktylamin, Cyclohexyl-methylamin, Äthanolamin,   ss-Chloräthyl-    amin, S-methyl-cysteamin, 2-Methoxy-äthylamin, 3 Methoxy-n-propylamin, Anilin, Benzylamin,   t3-Phe-    nyläthylamin, Dimethylamin, Diäthylamin, Dipropylamin, Pyrrolidin, Piperidin und Morpholin.



   Die als Ausgangs stoffe dienenden Benzol-sulfohalogenide der angegebenen allgemeinen Formel stellen neue Verbindungen dar, die sich beispielsweise durch Umsetzung von entsprechend substituierten Benzol-disulfohalogeniden mit zwei Äquivalenten Ammoniak gewinnen lassen. Man führt die Reaktion vorteilhaft in der Weise aus, dass man die substituierten Benzol-disulfochloride in der 5- bis   1 0fachen    Menge absolutem Äther oder Tetrahydrofuran bzw. in einem Gemisch aus beiden Lösungsmitteln löst und bei Zimmertemperatur unter intensivem mechanischem Rühren, beispielsweise mit einem Vibromischer, eine 2n- bis 10n-methanolische Ammoniaklösung zutropfen lässt.

   Nach beendeter Umsetzung verdünnt man die Reaktionsmischung mit   Ather    und trennt durch mehrfaches Ausschütteln mit Wasser das bei der Umsetzung entstandene Ammoniumchlorid und gegebenenfalls gebildete Sulfosäure ab.



  Nach dem Trocknen über Natriumsulfat engt man die Lösung zweckmässig unter vermindertem Druck bei Temperaturen unterhalb   25o C    ein, bis das Sulfochlorid zu kristallisieren beginnt.



   Man kann aber auch von entsprechend substituierten m-Aminobenzolsulfonamiden ausgehen und die Aminogruppe durch die   MEEl {WEIN'sche    Diazoreaktion (vgl. Berichte der deutschen Chem. Ges., 90 [1957], 841) in die   Sulfochloridgruppe    überführen, wobei man die gewünschten Ausgangsstoffe in Ausbeuten zwischen 50 und   70'ovo    der Theorie erhält.

   Beispielsweise erhält man das   Toluol-2,4-di-    sulfosäure-amid-(2)-chlorid-(4) und das Chlorbenzol  2,4 - disulfosäure - amid -    (2)-chlorid-(4) entsprechend dem nachstehenden Reaktionsschema:
EMI2.1     


<tb>  <SEP> Cl <SEP> Cl
<tb>  <SEP>  < /SO2C1 <SEP> 2 <SEP> NHs <SEP> 1 <SEP> SO2NH2
<tb>  <SEP> (in <SEP> Äther) <SEP> g) <SEP> +NH4Cl
<tb>  <SEP> Ü
<tb>  <SEP> SO2C1 <SEP> SO2Cl
<tb>  <SEP> (+ <SEP> Isomeres)
<tb>  <SEP> Cl <SEP> C1 <SEP> Cl
<tb>  <SEP> SO2NH2
<tb>  <SEP> SO2NH2 <SEP> H2/Raney <SEP> - <SEP> Ni <SEP> 1 <SEP> SO2NH2 <SEP> 1. <SEP> Diazotierung <SEP> 7\ <SEP> I
<tb> 0/ <SEP> 2. <SEP> # <SEP> /
<tb> /\/ <SEP> (Methanol) <SEP> 2.

   <SEP> SO2/CuCl2} <SEP> ll/
<tb>  <SEP> (Eisessig) <SEP> 1 <SEP> Ii
<tb>  <SEP> Y
<tb>  <SEP> NO2 <SEP> NH2 <SEP> SO2Cl
<tb> 
Bei der Umsetzung verwendet man als säurebindendes Mittel zweckmässig einen   Überschuss    des als Ausgangsstoff eingesetzten Amins. Als Lösungsmittel sind z. B. Wasser, Chloroform, Dioxan, Tetrahydrofuran oder Gemische aus diesen Lösungsmitteln geeignet.



   Nach einer vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens gemäss der Erfindung trägt man in eine Lösung von etwa 2-4 Äquivalenten des betreffenden Amins in ca.   80-90' /0igem    wässrigem Tetrahydrofuran ein Äquivalent des festen Benzol-sulfochlorids der vorstehend angegebenen Formel portionsweise bei Temperaturen von etwa 20-400 C unter Aussenkühlung ein. Sobald eine klare Lösung entstanden ist, giesst man die Reaktionsmischung in angesäuertes Wasser. In den meisten Fällen scheidet sich das gewünschte Endprodukt sofort kristallin ab. Zur Aufarbeitung wird das Rohprodukt aus wässrigem Methanol oder Äthanol, gegebenenfalls unter Zusatz von Kohle, umkristallisiert.



   Nach einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens kann man auch Sulfochlorid und Amin in äquimolarem Verhältnis umsetzen und als säurebindendes Mittel eine tertiäre organische Base, beispielsweise Triäthylamin, Dimethylanilin oder Pyridin, entweder im äquimolaren Verhältnis oder im Überschuss zusetzen. Dabei ist es zweckmässig, den   Überschuss    der tertiären Base im Bereich zwischen 1-3 Äquivalenten, bezogen auf die Ausgangsstoffe, zu halten.



  Anstelle der tertiären organischen Basen können auch anorganische Basen wie Natronlauge bzw. basisch reagierende anorganische Salze, z. B. Natriumbicarbonat, verwendet werden. In diesem Falle lässt man zweckmässig zu äquimolaren Mengen Aminsalz und Sulfochlorid in Tetrahydrofuran, Dioxan oder Aceton als Lösungsmittel unter mechanischem Rühren und Kühlen überschüssige wässrige Natronlauge zutropfen.



   Die Aufarbeitung der Reaktionsprodukte kann in der vorstehend angegebenen Weise vorgenommen werden.  



   Die nach dem Verfahren gemäss der Erfindung erhältlichen Verfahrensprodukte werden in den meisten Fällen bei der Aufbearbeitung in kristalliner Form erhalten, so dass eine weitere Reinigung im allgemeinen überflüssig ist. Gewünschtenfalls können die Verbindungen aus wässrigen Alkoholen, z. B.



  Methanol oder Äthanol, gegebenenfalls unter Zusatz von Kohle, umkristallisiert werden.



   Die Verfahrenserzeugnisse sind wertvolle Arzneimittel und zeichnen sich insbesondere durch eine sehr gute diuretische und saluretische Wirksamkeit aus. Beispielsweise bewirken die neuen Verbindungen im Tierversuch die Ausscheidung von insbesondere Natrium- und Chlorionen in annähernd äquivalentem Verhältnis, während die Kaliumausscheidung nur wenig erhöht wird. Auf Grund dieser natriuretischen Wirkung verursachen die Verfahrensprodukte weder eine Acidose noch eine Alkalose des Zellgewebes und sind infolge ihrer gleichfalls hervorragenden Verträglichkeit z. B. zur Ödemtherapie oder, in Kombination mit anderen hypotensiv wirksamen Verbindungen, zur Dauertherapie der essentiellen Hypertonie geeignet.



   In der nachstehenden Tabelle sind die saluretischen Prüfungsergebnisse einer Reihe von Verfahrenserzeugnissen zusammengestellt: Verbindung: allgemeine Formel
EMI3.1     
 Saluretische Wirkung im Versuch an der Ratte
Dosierung: 50mg/kg per os
Bei Nr.   1)und2):   
25   mg/kg    per os
EMI3.2     


<tb>  <SEP> R5
<tb>  <SEP> R <SEP> Rr <SEP> R2 <SEP> R3 <SEP> \R <SEP> | <SEP> -N71 <SEP> [Na](+) <SEP> [K](+) <SEP> [Clj(-) <SEP> [Ci](-)
<tb>  <SEP> R <SEP> R <SEP> Rz <SEP> RJ <SEP> N <SEP> I
<tb>  <SEP> R2
<tb> 1) <SEP> CH3 <SEP> H <SEP> H <SEP> -CH2-CH2-CHs <SEP> - <SEP> 2,6 <SEP> 1,6 <SEP> 3,7 <SEP> 0,88
<tb> 2) <SEP> C1 <SEP> H <SEP> H-CH2-CH2-CH2-CH3 <SEP> 2,3 <SEP> 1,15 <SEP> 3,05 <SEP> 0,89
<tb>  <SEP> CH3
<tb> 3) <SEP> C1 <SEP> H <SEP> H <SEP> -CH2-CH <SEP> - <SEP> 5,0 <SEP> 2,0 <SEP> 5,6 <SEP> 0,80
<tb>  <SEP> CH3
<tb> 4)

   <SEP> C1 <SEP> H <SEP> H <SEP> -CH2-CH2-S-CHo <SEP> 4, <SEP> 4 <SEP> 2,1 <SEP> 5,2 <SEP> 0,82
<tb>  <SEP> CH3
<tb> 5) <SEP> C1 <SEP> H <SEP> H <SEP> -CH2-CH-C5H7 <SEP> - <SEP> 4,9 <SEP> 2,2 <SEP> 5,3 <SEP> 0,75
<tb> 6) <SEP> C1 <SEP> H <SEP> H <SEP> ¯ <SEP> CH2-7\/\/ <SEP> - <SEP> 3,3 <SEP> 1,9 <SEP> 4,2 <SEP> 0,81
<tb> 7) <SEP> Cl <SEP> H <SEP> H-CH2-CH2-O/ <SEP> 3,1 <SEP> 1,8 <SEP> 4,0 <SEP> 0,82
<tb>  <SEP> CH3
<tb> 8) <SEP> C1 <SEP> H <SEP> - <SEP> - <SEP> -N <SEP> 3,1 <SEP> 2,2 <SEP> 3,7 <SEP> 0,70
<tb>  <SEP> CH3
<tb> 9) <SEP> C1 <SEP> H <SEP> - <SEP> - <SEP> -N <SEP> H <SEP> 3,2 <SEP> 1,8 <SEP> 3,8 <SEP> 0,76
<tb> 
Die diuretische Wirksamkeit der Verfahrens erzeugnisse wird durch den Lipschitzfaktor T/U ausge drückt.

   Dieser Faktor beträgt beispielsweise für die Verbindungen 1-5 folgende Zahlenwerte: 1) 1,6 2) 1,4 3) 1,6 4) 1,4 5) 1,6  
Zur Tabelle seien folgende Erläuterungen gegeben:
1) Der Lipschitz-Faktor T/U dient als Mass für die diuretische Wirkung eines Präparates. Er wurde im Tierversuch z. B. in folgender Weise bestimmt: Zwei Kollektive von je 6 Ratten wurden 24 Stunden auf Durst gesetzt. Dem ersten Kollektiv wurden je 1 g/kg Harnstoff und dem zweiten Kollektiv je   50 mglkg    des Versuchspräparates verabreicht. Anschliessend erhielten die Ratten 5 ccm/100 g physiologische Kochsalzlösung. Die Urinmenge der behandelten Tiere wurde stündlich bestimmt und der Fünf-Stundenwert auf 100 g Körpergewicht der behandelten Ratten umgerechnet.

   Der Lipschitz-Faktor T/U ist nunmehr der Quotient aus der nach Verabreichung von Harnstoff erhaltenen Urinmenge im Nenner und der nach dem Versuchspräparat erhaltenen Urinmenge im Zähler. Je grösser der Faktor ist, um so besser ist die diuretische Wirksamkeit des Versuchspräparates.



   2) Der Ausdruck   [Cl] (-j    bedeutet die vom Testkollektiv innerhalb eines Zeitraumes von 5 Stunden nach Verabreichung des Präparates ausgeschiedene Menge Chlorionen, gemessen in mMol/kg. Entsprechend sind   [Na]'+)    und [K] (+) definiert. Die ausge  schiedenen    Mengen an Natrium-, Kalium- und Chlorionen sowie der Quotient    [Clj(-)       [Na](+)    +   [K](ei    stellen ein Mass für die saluretische Wirksamkeit eines Prüfungspräparates dar. Der Quotient erreicht bei rein saluretisch wirksamen Verbindungen den Wert 1, während er bei reinen sogenannten   Carboanhydraseblockern , die anstelle der Chlorionen überwiegend Hydrogencarbonationen ausscheiden, bei etwa 0,1 liegt.

   Bei den neuen Verfahrensprodukten liegt dieser Wert erheblich über 0,1, nämlich zwischen 0,65 und 1,0. Die Ermittlung der Zahlenwerte erfolgt auf folgende Weise: Als Versuchstiere werden Ratten benutzt, die 24 Stunden lang kein Futter, jedoch Trinkwasser ad libitum erhalten. Im übrigen wird wie bei der Bestimmung des Lipschitz Faktors verfahren und in dem nach 5 Stunden gesammelten Urin die Konzentration der Natrium-, Kalium- und   Chlorionen    bestimmt.



   Die Verfahrensprodukte sind sowohl oral als auch parenteral wirksam. Sie können daher, vermischt mit geeigneten festen oder flüssigen pharmazeutischen Trägerstoffen wieWasser,   pflanzlichenÖlen,    Stärke, Milchzucker, Talkum oder Hilfsstoffen, beispielsweise Stabilisierungs-,   Konservierungs-,    Netzoder Emulgiermitteln, in Form von Tabletten, Dragees, Kapseln, Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen, Verwendung finden. Da die freien Disulfonamide in vielen Fällen nur wenig wasserlöslich sind, kann es vorteilhaft sein, sie in Form ihrer nichttoxischen Alkalisalze, vorzugsweise der Natrium- oder Kaliumsalze, anzuwenden. Die entsprechenden Mo  no- bzw.    Dialkalisalze erhält man in einfacher Weise dadurch, dass man die freien Disulfonamide in 1 oder 2 Äquivalenten wässriger oder alkoholischer Natronlauge bzw.

   Kalilauge löst und die Lösung unter vermindertem Druck eindampft.



  Beispiel   1       Toluol-2 4-disu4osäure-rnnid-(2)-p-chloräthylamid-(4)   
5,4 g   Toluol-2,4-disulfosäure-amid-(2)-chlorid    (4)   (0,02Mol)    werden in 100 ccm Chloroform gelöst. Zu der Lösung werden 2,4 g   ss-Chlor-äthylamin-    hydrochlorid (0,02 Mol) zugegeben und danach bei Zimmertemperatur unter mechanischem Rühren 5,6 ccm Triäthylamin zutropfen gelassen. Nach dem Eindampfen der Reaktionsmischung wird der Rückstand mit Wasser gewaschen und aus Methanol/Wasser umkristallisiert. Das Verfahrensprodukt kristallisiert in kleinen farblosen Nadeln vom Schmelzpunkt 1580 C.



  Beispiel 2:   Chlorbenzol-2 ,4-disulfosäure-amid-(2)-    methylamid-(4)
5 g Chlorbenzol-2,4-disulfosäure-amid-(2)-chlorid (4) (Schmelzpunkt   173-176  C)    werden in kleinen Anteilen unter Eiskühlung in einer Mischung aus 20 ccm   200/obiger    wässriger Methylaminlösung und 20 ccm Tetrahydrofuran gelöst und die erhaltene klare Reaktionsmischung in 100 ccm 2n-Salzsäure eingegossen. Das in Form eines braunen Harzes ausfallende Rohprodukt wird unter Zusatz von Kohle aus Wasser umkristallisiert und bildet farblose Kristallblättchen vom Schmelzpunkt 1760 C.



  Beispiel 3:   Chlorbenzol-2, ,4-disulfosäure-amid-(2)-n-butyl-    amid-(4)
145 g   Chlorbenzol-2,      disulfosäure- amid-    (2)chlorid-(4) (0,5 Mol) vom Schmelzpunkt   173-176     C werden innerhalb 30 Minuten bei 20-300C unter mechanischem Rühren und Kühlen in eine Mischung   von 300 ccm igem wässrigem Tetrahydrofuran    und 146 g n-Butylamin (2 Mol) eingetragen. Dann wird die erhaltene klare Mischung in 3000 ccm   ln-    Salzsäure eingegossen und das kristallin abgeschiedene Disulfonamid aus   50e/Oigem      Äthanol    unter Zusatz von Kohle umkristallisiert.

   Es werden 100 g   (61 0/0    der Theorie) des Verfahrenserzeugnisses in Form von farblosen Blättchen vom Schmelzpunkt
124-1250 C erhalten.



  Beispiel 4:    Chlorbenzol-2 4-disulfosäure-amid-(2)-12-methyl- pentyl7-amid-(4)   
Analog Beispiel 1 werden 5 g   Chlorbenzol-2,4-    disulfosäure-amid-(2)-chlorid-(4) mit einer Mischung aus 10 ccm 2-Methyl-pentyl-amin, 20 ccm Tetrahydrofuran und 5 ccm Wasser umgesetzt und das Reaktionsprodukt aus   Athanol/Wasser    im Verhältnis   2:1    umkristallisiert. Man erhält ein farbloses Pulver vom Schmelzpunkt   120     C.  



  Beispiel 5: Chlorbenzol-2   ,4-disuliosäuremid-(2)-[3-methoxy-       propyl1-amid-(4)   
Bei der Umsetzung analog der in Beispiel 2 angegebenen Weise unter Verwendung von   10 com    3-Methoxypropylamin anstelle des 2-Methyl-pentylamins wird ein öliges Rohprodukt erhalten, das, aus verdünntem Äthanol unter Zusatz von Kohle umkristallisiert, kleine farblose Nadeln vom Schmelzpunkt 1020 C bildet.



  Beispiel 6:   CS110rbenzol-2, ,4-disuljosäure-amid-(2)-dimethyl-    amid-(4)
In eine Mischung von 10 ccm wässriger   50obiger    Dimethylaminlösung und 20 ccm Tetrahydrofuran werden bei   20-300 C    5 g   Chlorbenzol-2,4-disulfo-    säure-amid-(2)-chlorid-(4) in kleinen Anteilen unter Kühlen eingetragen. Beim Eingiessen in 100 ccm 2n Salzsäure scheidet sich das gewünschte Endprodukt sofort kristallin ab, das nach dem Umkristallisieren aus wässrigem Methanol unter Zusatz von Kohle in Form von farblosen Prismen vom Schmelzpunkt
1820C anfällt.



  Beispiel 7:    ToEuol-2 4-disulfosäure-amid-(2)-12-methyl-mercapto-  äthyl]-amid-(4)
5 g Toluol-2, 4-disulfosäure-amid-(2)-chlorid-(4)    werden bei 30-400 C in einer Mischung aus 10 ccm
S-Methyl-cysteamin und 10 ccm Tetrahydrofuran ge löst und die klare Reaktionsmischung in 100 ccm
2n-Salzsäure eingegossen. Das kristallin abgeschie dene Rohprodukt kristallisiert aus   Athanol/Wasser    in farblosen Prismen vom Schmelzpunkt   1620 C.    Die
Ausbeute beträgt 3,8 g.



   Beispiel 8:
Chlorbenzol-2   ,4-disulfosäure-amid-(2)-isobutyl-    amid-(4)
10 g   Chlorbenzol-2,4-disulfosäure-amid-(2)-chlo-    rid-(4) werden portionsweise unter Kühlen (Innen temperatur 20-300 C) in eine Mischung aus 10 g Iso butylamin, 30 ccm Tetrahydrofuran und 10 ccm
Wasser eingetragen. Das klare Reaktionsgemisch wird anschliessend sofort in 200 ccm in Salzsäure eingerührt und das dabei kristallin abgeschiedene
Reaktionsprodukt durch Umkristallisieren aus wäss rigem Äthanol, unter Zusatz von Kohle, gereinigt.



   Man erhält 6,3 g des Verfahrenserzeugnisses in Form kleiner farbloser Nadeln vom Schmelzpunkt 1320 C.



   Beispiel 9:    Chlorb enzol-2    ,4-disulfosäure-amid-(2)-cyclohexyl   am id- (4)   
Durch Umsetzung von 10 g Chlorbenzol-2,4-di sulfosäure-amid-(2)-chlorid-(4) mit einer Lösung von
10 g Cyclohexylamin, entsprechend der in Beispiel 10 angegebenen Vorschrift und Umkristallisieren des zunächst ölig anfallenden Reaktionsproduktes aus Athanol/Wasser erhält man das in der   Überschrift    genannte Verfahrens erzeugnis in einer Ausbeute von 5,8 g. Der Schmelzpunkt liegt bei 1400 C.



  Beispiel 10:    Chlorbenzol-2, 4-disulf osäure-amid-(2)-ss-oxyäthyl- am id- (4)   
10 g   Chlorbenzol-2,4-disulfosäure-amid-(2)-chlo-    rid-(4) werden portionsweise, ohne Aussenkühlung, in 25 ccm   3-Athanolamin    eingetragen. Unter Erwärmung auf zuletzt etwa 800 C entsteht eine klare Lösung. Das beim Ansäuern dieser Reaktionsmischung kristallin abgeschiedene Verfahrensprodukt wird durch Umkristallisieren aus 100 ccm Wasser gereinigt. Man erhält die Verbindung in einer Ausbeute von 4,5 g. Sie bildet farblose Prismen vom Schmelzpunkt 1620 C.



  Beispiel   11 :       Chlorbenzol-2, ,4-disulfosäure-amid-(2 )-y-chlorpropyl-    amid-(4)
5,8 g   Chlorbenzol-2 ,4-disulfosäure-amid-(2)-chlo-    rid-(4) und 2,7 g y-Chlorpropylamin-hydrochlorid werden in 100 ccm Chloroform suspendiert; bei 200 C werden unter mechanischem Rühren 5,6 ccm Triäthylamin zugetropft. Sofort anschliessend wird die Reaktionsmischung eingedampft, der Rückstand mit 1n-Salzsäure verrieben und das ungelöste hellbraune Öl aus   Äthanol/Wasser    unter Zusatz von Kohle umkristallisiert. Man erhält 2,5 g des Produktes in Form von farblosen Prismen vom Schmelzpunkt   122-1240    C.



  Beispiel 12 : Chlorbenzol-2   ,4-disulfosäure-amid-(2)-B-methyl-    mercapto-äthyl-amid-(4)
10 g   Chlorbenzol-2, 4-disulfosäure-amid-(2)-chlo-    rid-(4) werden mit einer Mischung von 16 ccm   S-    Methyl-cysteamin, 20 ccm Wasser und 40 ccm Tetrahydrofuran entsprechend der in Beispiel 10 angegebenen Vorschrift umgesetzt und das kristalline Rohprodukt aus Athanol/Wasser umkristallisiert.



  Ausbeute: 6,2 g. Das Verfahrenserzeugnis kristallisiert in farblosen Prismen vom Schmelzpunkt 1450 C.



  Beispiel 13    Chlorbenzol-2, ,4-disuljosäure-amid-(2)-benzylamid-(4)   
10 g   Chlorbenzol-2,4-disulfosäure-amid-(2)-chlo-    rid-(4) werden entsprechend der in Beispiel 10 angegebenen Vorschrift mit einer Mischung aus 20 ccm Benzylamid, 20 ccm Wasser und 40 ccm Tetrahydrofuran umgesetzt und das erhaltene Rohprodukt aus   ithanol/Wasser    umkristallisiert. Der Schmelzpunkt der Verbindung liegt bei   140-14201C,    die Ausbeute beträgt 9,4 g.



  Beispiel 14 :
Chlorbenzol-2   ,4-disulfosäure-amid-(2)-pyrrolidid-(4)   
10 g   Chlorbenzol-2,4-disulfosäure-amid-(2)-chlo-    rid-(4) werden entsprechend der in Beispiel 10 ange  gebenen Vorschrift mit einer Mischung aus 15 ccm Pyrrolidin, 20 ccm Wasser und 30 ccm Tetrahydrofuran umgesetzt. Man erhält 5,2 g des Produktes, das in farblosen Prismen aus   Athanol/Wasser    kristallisiert. Der Schmelzpunkt liegt bei 1580 C.



  Beispiel 15 :    Toluol-2, ,4-disulfosäure-anlid-(2 )-cyclohexylmethyl- am id- (4)   
6,0 g   Toluol-2,4-disulfosäure-amid-(2)-chlorid    (4) werden bei 20 bis   300 C    in einer Mischung aus 10 g Cyclohexylmethylamin, 20 ccm Tetrahydrofuran und 5 ccm Wasser gelöst. Die so erhaltene Lösung wird dann in 100 ccm 2n-Salzsäure eingerührt. Das kristallin abgeschiedene Reaktionsprodukt wird mit Wasser gewaschen und bei Raumtemperatur getrocknet. Man erhält 8,2 g der Verbindung in Form eines farblosen Pulvers vom Schmelzpunkt 1040 C.



  Beispiel 16:   Toluol-2, 4-disulfosäure-amid-(2)-piperidid-(4)   
6,0 g   Toluol-2,4-disulfosäure-amid-(2)-chlond-    werden durch Umsetzung mit 30 ccm einer   40"/obigen    wässrigen   Piperidiniösung    entsprechend der in Beispiel 17 angegebenen Vorschrift in das entsprechende Sulfonamid übergeführt und das getrocknete Rohprodukt aus Benzol umkristallisiert. Der Schmelzpunkt liegt bei   144-1460    C, die Ausbeute beträgt 6,3 g.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von substituierten Benzol-m-disulfonamiden der allgemeinen Formel EMI6.1 worin R ein Halogenatom oder die Methylgruppe, Ri Wasserstoff, ein Halogenatom oder die Methylgruppe, R Wasserstoff oder einen niedrigmolekularen Alkylrest und R2 einen gegebenenfalls durch ein Halogenatom oder eine Hydroxygruppe substituierten Alkylrest mit 2-3 Kohlenstoffatomen, einen Allylrest, einen gegebenenfalls durch Sauerstoff oder Schwefel unterbrochenen Alkylrest mit 1-8 Kohlenstoffatomen, einen Cycloalkylrest mit 3-8 Kohlenstoffatomen, einen Cycloalkylalkylrest mit 4-8 Kohlenstoffatomen, einen Phenylrest oder einen Phenylalkylrest, dessen Alkylengruppe bis zu 4 Kohlenstoffatome enthält und gegebenenfalls durch Sauerstoff unterbrochen ist,
    oder worin R2 und R3 gemeinsam mit dem Stickstoffatom Glieder eines gesättigten, gegebenenfalls durch ein weiteres Heteroatom unterbrochenen Ringes bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Benzosulfohalogenid der allgemeinen Formel EMI6.2 worin X für ein Halogenatom steht, mit einem Amin der allgemeinen Formel EMI6.3 umsetzt.
    Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft vormals Meister Lucius & Brüning Vertreter: Dr. G. Volkart & Co., Zürich
CH273065A 1959-07-15 1960-07-13 Verfahren zur Herstellung substituierter Benzol-m-disulfonamide CH405285A (de)

Applications Claiming Priority (2)

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