CH400461A - Verbandmaterial und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Verbandmaterial und Verfahren zu dessen Herstellung

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CH400461A
CH400461A CH1133660A CH1133660A CH400461A CH 400461 A CH400461 A CH 400461A CH 1133660 A CH1133660 A CH 1133660A CH 1133660 A CH1133660 A CH 1133660A CH 400461 A CH400461 A CH 400461A
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    • A61L15/16Bandages, dressings or absorbent pads for physiological fluids such as urine or blood, e.g. sanitary towels, tampons
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Description


  
 



  Verbandmaterial und Verfahren zu dessen Herstellung
Die vorliegende   Erfindung    bezieht sich auf ein Verbandmaterial, welches faserige und/oder annähernd nichtfaserige, aus Eischalenhaut hergestellte oder abgeleitete Partikel enthält, und auf ein Verfahren zu dessen Herstellung.   itn      folgenden      sind    verschiedene Ausführungsarten des erfindungsgemässen   Verbandmaterials-      und      Verfahrens    näher beschrieben.



   Das erfindungsgemässe Verbandmaterial ist dadurch   gekennzeichnet,    dass es   zerkleinerte    Eischalenhaut enthält, deren Gesamtoberfläche grösser ist als die Oberfläche der unzerkleinerten Eischalenhaut vom selben Gewicht.



   Das enfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung eines solchen   Verbandmaterials    ist dadurch ge  kennzeichnet,    dass man gekochte oder ungekochte Eischalenhaut zu   einem    pulverförmigen oder faserigen Material   zerkleinert    und auf, ein gewobenes oder ungewobenes   Flächengebilde    aufbringt   oder    das faserige   Material    zu   einem    formfesten Filz   verarbeitet.   



   Gemäss einer Ausführungsart des vorliegenden Verfahrens wird Eischalenhaut gewaschen, getrocknet und in sehr   kleine    Partikel zerteilt. Dies geschieht mit Vorteil in   einer    hochtourigen   Homogenis, ierappa-    ratur.   Ausgezeichnete      Resultate      wurden      mit    einem Homogenisator vom Typ   Vir Tis   erzielt, dessen Messer mit einer Geschwindigkeit bis zu etwa 45 000   Touren/min    rotieren können. Es können jedoch auch andere   Vor. richtungen    verwendet werden.



  Die üblichen, im Haushalt   zur      Herstellung    von Dispersionen und zum Zerkleinern und Emulgieren von Nahrungsmitteln verwendeten Mixer geben ebenfalls befriedgende Resultate, insbesondere wenn die Messer zuvor geschärft werden. Jede   andere    Vorrichtung lässt sich   ebenfalls      verwenden,    sofern   sie    dazu geeignet ist, die Eischalenhaut in fein zerteilte Form zu   versetzen,    welche faserige oder   annahernd nicht-    faserige Teilchen ergibt, je   nach    der verwendeten Apparatur und den gewählten Verfahrensbedingun- gen.

   So   können    beispielsweise getrocknete Eischalenhäute in feinste Partikel von hauptsächlich nicht- faseriger Form verwandelt werden, indem man   -die      getrockneten    Eischalenhäute   in der    Kugelmühle vermahlt.

   Getrocknete   Eischalenhäute    können. aber auch in feinste Partikel von hauptsächlich   nicht-    faseriger Form zerkleinert werden,   wenn      man    die getrockneten Eischalenhäute der   Einwirkung    eines hochtourigen Homogenisators aussetzt, wobei die Hautstücke in Luft oder   anderen    geeigneten Gasen oder in einer Flüssigkeit, welche   die    getrocknete Haut infolge des Durchtränkens nicht oder nicht merklich erweicht, suspendiert werden.

   Derartige Flüssigkeiten sind z.B. wasserfreies Methyläthylketon, 1,4-Dioxan, Benzthiazol, Pyridin und viele andere.   Anderseits      können    Partikel von   hauptsäch-    lich faseriger Form   erhalten      werden,    wenn die im Homogenisator verwendeten   Flüssigkeiten    solcher Art sind, dass sie von den getrockneten   Eischalen-    häuten leicht aufgesogen werden und' bewirken, dass die getrocknete Haut ihre   Sprödigkeit      verliert    und biegsam und welch   wird.      Derartige      Flüssigkeiten    sind z. B.

   Wasser, wässrige Lösungen, Methylalkohol, Eisessig, geschmolzene Phenolkristalle, Formamid, Propionsäure, Milchsäure, Chlorphenole und Kresole. Zahlreiche.   andere    nichtwässrige Flüssigkeiten, welche die getrocknete Eischalenhaut erweichen   und    aufquellen, können ebenfalls benützt werden. -
Im allgemeinen sind diejenigen Flüssigkeiten, welche die getrockneten Eischalenhäute erweichen und aufquellen und sie dadurch   in    einen Zustand versetzen, in welchem sie durch Schneiden, Reissen oder ähnliche Zerkleinerungsoperationen, wie z.

   B. in einem Homogenisator, in ein hauptsächlich aus getrennten Eischalenhautfaserteilchen bestehendes Produkt   umgewanfdelt    werden, wasserlöslich oder   mit      Wasser   mischbar    und weisen einen stark polaren Charakter auf. Mit einigen Ausnahmen, wie z. B.



  Eisessig, welcher ein Spezialfall ist, besitzen diese stark polaren   Substanzen    eine hohe Dielektrizitätskonstante. Die stark polaren Flüssigkeiten werden von der getrockneten Eischalenhaut aufgesogen und die Menge, in welcher eine solche Flüssigkeit aufgesogen wird,   scheint    ein Masts ZU   sein    für das Ausmass der   Bildung    oder der Ausbeute an   getrennten    Eischalenhautfaserteilchen nach der Homogenisierang oder der Zerkleinerung im   Homogenisatof.   



  Einige Flüssigkeiten, welche durch   getrocknete    Eischalenhäute nur sehr schlecht aufgesogen werden, werden in Gegenwart einer verhältnismässig kleinen Menge Wasser gut aufgenommen. Es ist zu   beachten,    dass zahlreiche nichtwässrige Materialien in   Fonn    wässriger   Lösungen,    Gemische oder Suspensionen verwendet werden können. Ein weiteres Kennzeichen von zahlreichen der nichtwässrigen Flüssigkeiten, welche wirksame Weichmacher für getrocknete Eischalenhaut sind, ist, dass sie   ausgezeichnete    wasser  stoffbindende    Eigenschaften aufweisen.

   Selbstverständlich gibt es   zahlreiche      andere    nichtwässrige Flüssigkeiten,   welche    das   Aufweichen    und aufquel-   len    von getrockneten Eischalenhäuten und bei der   Homogenisierung    ihre   Umwandlung    hauptsächlich in einzelne Fasern bewirken. Es ist ferner klar, dass das Aufweichen und Aufquellen von getrockneten   Eischalenhäuten    erzielt werden kann durch Einwir- kung von Dämpfen der weichmachenden und aufquellenden Mitte. Beispielsweise kann, im einfachsten Fall, getrocknete Eischalenhaut mit Wasserdampf behandelt werden.

   Vorzugsweise wird jedoch ein   flüssiges    Medium und insbesondere ein wässriges Medium für die   Zerkleinerung    von Eischalenhäuten in faserige Partikel bevorzugt.



   Gemäss einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wurde gefunden, dass, wenn Teile von Eischalenhaut durch hochgradige Homogenisierung oder andere mechanische Zerkleinerungswirkung in wässriger   Umgebung    oder in einem   Zustand,    in welchem die Häute mit Wasser getränkt sind und aufge  quollen    und weich, wie sie im frischen Ei   sind,    zerkleinert wird, das resultierende Produkt   haupt-    sächlich faserförmig wird und   die      einzelnen    Fasern in feuchtem   Zustand      einen      Durchmesser    aufweisen, welcher ziemlich konstant und in feuchtem Zustand gemessen,

   in der   Grössenordaung    von etwa 4 Mikron und meistens   zwischen    4 bis 7   Mikron    ist.



   Nach der Homogenisierung oder   Zerkleinerung    der Eischalenhaut können die fein   zerkleinerten    Teilchen, sowohl diejenigen von hauptsächlich   nicht-    faseriger Form wie auch diejenigen mit   haupts'äch-    lich Faserform, leicht von der verwendeten   Suspen    sionsflüssigkeit getrennt   werden.    Dies kann durch Filtration,   Zentrifugieren,    Verdampfen. der   Suspen    sionsflüssigkeit oder jede andere bekannte Methode zur   Trennung    von Feststoffen und Flüssigkeiten erfolgen.

   Der   eventuell    anhaftende   Rückstand    von Suspensionsflüssigkeit kann sodann durch Waschen der Eischalenhautpartikel mit geeigneten Lösungs mitteln entfernt und diese letzberen wiederum durch Filtrieren,   Zentsifugieren,      Verdampfen    oder derglei-    chm    abgetrennt werden. Es ist dabei mit Vorteil dar auf zu achten,   die    zerkleinerte oder homogenisierte Hautmasse nicht zusammenzudrücken, da dies zur Bildung   harter    Aggregate beim Trocknen führen kann.

   Das erhaltene trockene, feste Material besteht aus   Aggregaten    von kleinen Teilchen der   zerkleiner-    ten Eischalenhaut.   Die    Teilchen.   können    zur Hauptsache von nichtfaseriger Form sein oder können zur Hauptsache   aus    Fasern bestehen, je   nach    dem zu ihrer Herstellung gewählten Verfahren.

   Diese trokkene, Teilchenaggregate   können    leicht zu getrennten Teilchen   aufgeteilt    werden,   indem    man sie in Abwesenheit von jeder Suspensionsflüssigkeit im Homogenisator   behandelt,    wobei die   Aggregatteile    in Luft oder anderen geeigneten   Gasen    durch   hochtourige    Homogenisation   aufgeteilt    werden. Die trockene, flockige Masse aus Eischalenhautfasern oder die trockene Masse aus   getrennten    in Luft oder Gas dispergierten, hauptsächlich   nichfaserigen    Teilchen (je nach der zur Herstellung verwendeten Ausführungsform) wird nun aus dem Homogenisator entfernt.

   Im   folgenden    wird zur Vereinfachung für die beiden erhältlichen Typen die Bezeichnung   flokkige Fasermasse   für die erstere und   Pulverform  . für die zweite Form verwendet. Die Aufteilung der trockenen Aggregate   beider    Formen im Homogenisator oder anderen hochtourigen   Vorrichtungen    er  fordert    nur eine kurze Bearbeitungszeit bei hoher   Geschwindigkeit    Eine   längere    Behandlung der Pro  dukte    bei hohen   Geschwindigkeiten    in solchen Vorrichtungen kann zur Erwärmung und zur Schädigung des Produktes führen.



   Die   flocklge    Fasermasse und die Pulverform der zerteilten Eischalenhautsubstanz können   jede    für sich getrennt   oder    gemischt zur Herstellung der erfindungsgemässen Verbandmaterialien verwendet werden. Hierzu werden sie, einzeln oder gemischt, als   Überzug    auf   Baumwollgaze,    Papier, gewobene oder ungewobene Stoffe, perforierte und unperforierte   Kunststoffolien    oder andere   gewünschte    Unterlagen eine oder beidseitig aufgebracht. Auf   Wunsch    kann das Eischalenhautprodukt auf   der    überzogenen   Grund, fläche    mit   geeigneten      Klebstoffen,    die z. B.



     Pektin,    Gelatine, Stärke und/oder Stärkederivate, pflanzliche Gummi, lösliche Kunstharze und der  gleichen    unschädliche,   klebende    Materialien enthalten, verklebt werden.



   Gemäss einer weiteren Ausführungsform kann ein Filz oder ein verfilztes Blatt hergestellt werden, in welchem die getrennten Eischalenhautfasern aus gekochten oder ungekochten Eischalenhäuten miteinander verfilzen, wenn sie nach den für die Herstellung von Papierpulpe-Filzen oder Papierblättern üblichen.

     Methoden    abgesetzt   werden.    Hierfür ist es von Vorteil, wenn   die    im Eischalenhautmaterial vorhandenen getrennten Eischalenhautfasern eine genügende Durchschnittslänge aufweisen, um einen gu  ten Filz aus der Suspension von Eischalenhautfaser-   teilchen    zu   bilden.    Bei der   Herstellung    der wässrigen Suspension von   Eiis, chalenhautfaserteiloh, en,    beispiels- weise in   einem    Homogenisator   vom    Typ   Vir Tis 45   können die Fasern eventuell langsam kürzer werden, so dass eine grössere Menge an äusserst feinen Partikeln entsteht.

   Es wird daher vorgezogen, das Zerkleinern, Homogenisieren oder zu Brei Verarbeiten derart durchzuführen, dass das Eischalen-   hautmaterial    hauptsächlich zu einer   Suspension    von Fasern oder einem Faserbrei zerkleinert wird, in   welcher      ode.r    welchem die Hautfasern   vorwiegend    in freier Form vorhanden sind. Sehr gute Erfolge werden erzielt, wenn die Einzelfasern eine Länge von 20 bis 600 Mikron, bei einem Durchschnitt von etwa 60 bis 300 Mikron, sowie einen durchschnittlichen Durchmesser von 4 bis 7 Mikron, in feuchtem Zustand gemessen, aufweisen.



   Die als Ausgangsmaterial für die vorliegende Erfindung dienende Eischalenhaut kann von der Eischmale in jeder geeigeten Weise getrennt werden. Dies kann beispielsweise rein mechanisch erfolgen, z. B. durch Arollen und Abziehen der Häute von der ge  waschenden      Eisichale    nach dem Entfernen von Eigelb und Eiweiss aus dem   frischen    oder ungekochten Ei.



  Auch   gekochte    Eischalenhäute können durch Abziehen von   den.    gewaschenen Eischalen, welche beispielsweise   zum    Kochen in siedendes Wasser gelegt wurden, getrennt werden. In   beiden    Fällen ist eis vorteilhaft, das   Abtrennen      der    Haut von   der    Eischale derart durchzuführen, dass man die Haut am   Rand      fas'st    und sie vom   kal'khaltigen    Teil der   Eischale    abrollt oder abzieht.



   Anstelle rein mechanischer Hilfsmittel zur Abtrennung der Häute von den Eischalen kann auch eine Kombination von chemischen und mechanischen Mitteln verwendet   werden.    Eine geeignete Methode   besteht    z. B. darin, mit   Wasser    gewaschene, sehr klein   gehackte    Eischalen, an   welchen    die Häute noch haften, in einer Schüssel oder dergleichen mit   dem    mehrfachen Gewicht einer verdünnten Säure, z.

   B. einer 0,25 bis   4 0/o igen    wässrigen Lösung einer Mineralsäure, wie Salzsäure oder einer 2 bis 15%igen wässrigen Lösung   organischer      Säuren,    wie Ameisensäure, Essigsäure, Milchsäure oder Propionsäure, während einer Zeit von einer bis   mehreren    Stunden zu   rühren,    bis die Häute von der   Unterlage    gelöst werden und von den Eischalenstückchen abfallen. Die Häute können sodann durch Waschen mit Wasser   oder    wässrigen Lösungen im   Gegenstrom    und anschliessendes Dekantieren, von den Eischalenstückchen getrennt werden.

   Falls noch immer ein klein er Anteil an Schalenstückchen   mit      einigen    Hautstückchen vereinigt bleibt, können die Hautstüoke gesammelt, mit Wasser im   Gegenstrom    gewaschen, nach Ablassen des Wassers   während    1 bis 4 Stunden mit einer kleinen Menge der Säurelösung gerührt und durch Abtennen der Säurelösung und mehrmaliges Waschen im   Gegenstrom    und   Abdekantie-    ren von Stückchen   abgesetzter    Schale gewonnen werden.



   Die Trennung der Haut von der   Schale    kann mit Kohlensäure, durchgeführt werden, d. h. mit einer wässrigen Lösung von Kohlendioxyd under Druck, doch   ist      diese    Methode zeitraubend. Die   benötigte    Zeit kann herabgesetzt werden durch rühren der Schalenstücke und   Zusatz      eines      Kationonaustau-    schers, z. B. einer vernetzten Polystyrol-poylsulfon- säure in freier Säure- oder Wasserstofform, wobei die Schalenstücke unter   CO2 -Druck    mit   einer      Lösung    von Kohlendioxyd in Wasser gemischt werden.

   In diesen Fällen werden   die      abgetrennten    Häute   schliesslich    mit   Wasser    oder wässrigen Lösungen im Gegenstrom   gewaschen      und    dekantiert   und    die unaufgelösten Schalenstücke sowie   die    Kationenaustauschharzpartikel mit geeigneten Sieben voneinan- der getrennt. Das Harz kann sodann mit Mineral- .säuren, vorzugsweise   Salzsäure,    in seine freie Säureoder Wasserstofform zurückgeführt werden und ist dann wieder gebrauchsbereit.



   Bei der   Abtrennung    der Haut vom kalkhaltigen Teil der Schale mittels   verdünnten      Säunen    ist   die      Trennung    praktisch beendet, lange bevor der mineralische Teil der Schale ganz aufgelöst ist. Es wurde beobachtet, dass die Menge an mineralischen Stoffen, welche   während    der zur   Abtrennung    der Haut erforderlichen Zeit aufgelöst wurde, bei gekochten   Eischalen    viel   grö.sser      ist    als bei ungekochten, obwohl die Dauer der Säureeinwirkung praktisch dieselbe ist.



     Offensichtlich    wurde die Schale   beim      Kochen    in einen Zustand versetzt,   in      welchem      idie    Auflösung der mineralischen Stoffe durch   verdünnte    Säuren beschleunigt wird.



   Die abgetrennten, gebrauchten, organischen   Säurelösungen    können   beispielsweise    bequem   rege-    neriert werden, indem man sie   durch    eine Säule eines geeigneten Kationenaustauschharzes   in    Säure oder Wasserstofform leitet, und die Kationenausrauschharze   ihrerseits    lassen   sich      durch    Mineralsäurelösungen, z. B. verdünnter Salzsäure, in ihre Säreform zurückführen.

   Eine vorgängige Abtrennung des Hauptanteils an gelösten Kalzium aus der gebrauchten Säure durch   Zusatz    von   Schwefelsäure    in einer Menge, welche nicht ganz zum   Binden allen    vorhandenen Kalziums genügt, und anschliessende Trennung des gefällten Kalziumsulfats durch Dekantieren und Filtrieren erhöht die Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit der weiteren   Regenerierung    des verdünnten Säurefiltrates   durch      Behandlung      mit    Kationenaustauschharzen in Wasserstofform.



   Eine weitere   wirksame    Methode zur Trennung der Häute von den Eischalen ist im folgenden beschrieben : Etwa 37 g mit Wasser   gewaschene,    an den Häuten haftende   Eischalen    werden gehackt und zusammen mit   1200 mol      Ge/oiger      Essigsäure    in ein säurefestes, z. B. emailliertes Stahldruckgefäss verbracht. Die Luft im Gefäss wird   durch    Kohlen  dioxydgas ersetzt   und    sodann während einer Stunde ein Druck von 450 bis 500 psi Kohlendioxyd im Gefäss gehalten.   Das    Kohlendioxyd wird sodann entfernt und das Gefäss unter Vakuum gesetzt.

   Das Vakuum wird unterbrochen,   wieder    angesetzt und wiederum   unterbrochen.    Dann wird das Gefäss ge öffnet und der Inhalt   in    einen Kessel gegeben und gerührt, wobei alle entwickelten Gase entweichen können. Die von den Eischalen abgetrennten Häute werden durch   Dekantieren    entfernt.   Nach      mehrm.ali-    gem Waschen mit Wasser und   Dekantieren    sind praktisch   alle    Häute von den Schalen und alle Schalenteilchen von den Häuten entfernt.



   Die Eischalenhäute werden nach der Entfernung von den Eischalen mit Vorteil in Wasser oder wässrigen Medien gewaschen. Zur leichteren Aufbewahrung und   Handhabung    ist es wünschenswert, sie je nach der für die spätere Homogenisierung oder Zerkleinerung   gewünschten      physikalischen    Form ganz oder teilweise zu trocknen. Wenn die Häute   zerkleinert,    homogenisient oder zu Brei verarbeitet   werden    sollen, z. B. in   einem    wässrigen Medium zur Erzielung von hauptsächlich faserigen Eischalenhaut  partikeln    kann eine teilweise   Entfernung    des in den gewaschenen Häuten   vorhandenen    Wassers durch einfaches Pressen der Häute zwischen absorbierenden Oberflächen, z. B.

   Fliesspapier, erfolgen. In dieser Form enthalten die     fliesspapierstrockenen      Eischalenhäute etwa 30 Gew.% Hautmaterial, wobei der Rest aus   Wasser    besteht, und können unter Kühlen oder Frieren bis zur späteren Verwendung im erfindungsgemässen Verfahren aufbewahrt werden. Anderseits   können    die aus dem Wasser gezogenen Häute an der Luft oder im Vakuum getrocknet werden und die derart erhaltenen trockenen Häute lassen sich bei Raumtemperatur während längerer Zeit, d. h.   annähernd    unbegrenzt lange   ohne      Zersetzung      aufbewahren.    Sie können in dieser Form für die anschliessende Zerkleinerung oder Homogenisierung   verwendet    werden.

   Werden jedoch trokkene Häute für die Zerkleinerung oder   Homogeni-    sierung in flüssigen   Medien,    welche durch die trokkene Haut aufgesogen werden   und    sie hierbei er  weicht,    verwendet, so ist es zur Erzielung   bester    Resultate empfehlenswert,   die    trockenen Häute lange genug in Berührung mit dem flüssigen Medium zu belassen, um mit der Flüssigkeit gesättigt und erweicht zu werden, bevor die mechanische Zerklei  nemng,    Homogenisierung oder Breibereitung um Homogenisator oder einer anderen geeigneten Vorrichtung einsetzt.

   Für eine Zerkleinerung oder Homogenisierung in flüssigen Medie, welche durch die Haut nicht merklich aufgesogen wird und/oder sie nicht erweicht, kann die Zerkleinerung oder   Home    genisierung in der betreffenden Vorrichtung einsetzen, sobald die getrockneten   Hautstücke    und das im wesentlichen unabsorbierbare flüssige   Suspensions-    medium im Homogenisator   mi, teinande. r    vermischt   sind.   



  Beispiel 1:
Etwa 1,25 g luftgetrocknete, sehr grob zerkleinerte Stücke ungekochter Eischalenhaut werden im Gefäss eines geeigneten Homogenisators mit 170 ml   wasserfreiem    Methyläthylketon   (2-Butanon)    versetzt.



  Es erfolgt kein sichtbares Erweichen der Hautstückchen, was auf keine oder höchstens eine sehr geringe Aufnahme von Flüssigkeit durch die Haut   hinweist.   



  Der Homogenisator wird   sodann    mit   steigender    Geschwindigkeit betrieben und schliesslich während 12 Minuten mit 45 000   T/min,      wobei    das Gefäss mit   einem      Eis-Wasser-Bad    gekühlt   wird.    Die   Hautstücke      zerfallen    rasch und nach 12 Minuten sieht die gerührte   Flüssigkeit    aus wie Milch. Sie setzt sich jedoch rasch ab und ergibt ein Sediment eines farb  losem    Pulvers und eine trübe überstehende Schicht von Methyläthylketon. Das Sediment scheint aus etwa gleichen Teilen von Hautstücken und Faserstücken zu bestehen.

   Nach dem Filtrieren, Aus  waschen    des Methyläthylketons   mit    trockenem Aceton oder Verdampfenlassen des Methyläthylketons aus dem gesammelten zerkleinerten Hautmaterial, erhält man ein ausgezeichnetes Feststoffmaterial mit grosser   Oberfläche    im Vergleich zum Gewicht. Das Schüttgewicht des luftdispergierten Materials beträgt 0,14 g/cm3.



  Beispiel   2   
5 g   fliesspaper-trockene  , mechanisch. abgetrennte Eischalenhäute (entsprechend etwa 1,5 g luftgetrocknete Häute), welche vor dem Trocknen im Fliesspapier mit Wasser gewaschen wurde, werden in   dünne    Streifen von etwa 4,76 bis 6,35 mm Breite und 6,35 bis 19,05 mm Länge geschnitten und im Gefäss eines geeigneten   Homogenisators    mit 170 ml   destilliertem      Wasser    versetzt. Der Homo  geniisator    wird zunächst etwa 1 bis 3 Minuten bei niederer   Geschwindigkeit    betrieben und anschliessend während 13 Minuten bei voller Geschwindigkeit (45 000 T/min).

   Die erhaltene Fasersuspension wird in eine Siebbüchse aus rostfreiem Stahl ge  gossen,    deren Boden aus einem   rostfreien    Drahtgitter mit 200 Öffnungen pro linearem Zoll besteht. Die Büchse wird mit Vorteil horizontal gehalten   und    das Wasser durch   das    Sieb ausfliessen gelassen.

   Die erhaltene verfilzte Masse von Eischalenhautfasern wird sodann mittels Vakuum abgesaugt und eine Aluminiumdeckplate auf das Blatt gepresst, um die   Entfernung    des   Wassers    zu   erleichtern.    Nach Entfernen der Deckplatte und Unterbrechung des Vakuums werden sorgfältig 10 ml einer   10 /oigen    wässrigen   Lösung    von Glycerin über das   Filzblatt    gegossen und das Vakuum wieder angesetzt, wobei mit der Deckplatte soviel Flüssigkeit. als möglich ausgetrieben wird. 

   Das Vakuum wird nun   abgestellt,    die Deckplatte jedoch auf dem Filz   belassen    und die Büchse umgekehrt auf   einen    konischen Behälter ge  stell, t,    so dass das Gewicht der   Siebbüchse    mit Inhalt durch den Druck des Randes am oberen. Ende des    Behälters    gegen die Deckplatte getragen wird. Man lässt über Nacht stehen, damit das Wasser durch die   Sieböffnungen    verdampfen kann und   entfernt    dann die Deckplatte. Auf dieser   ruht    ein trockenes Blatt aus   verfilzen    Eischalenhäuten, das leicht. abgehoben werden kann und eine Oberfläche von 103,225   cm2    aufweist.



   Das vorzugsweise verwendete Glycerin dient hier   ds      Befeuchter,    um übermässige   Sprödigkeit    oder Austrocknen des Eischalenhautfaserfilzes zu verhindern. Anstelle von Glycerin 1können andere Be  fe. uchter,    im allgemeinen aliphatische Polyole, verwendet werden, z. B. Sorbitol, Propylenglykol usw.



  Der   Befeuchter    kann in jeder geeigneten   Phase    des Verfahrens zugesetzt werden.



   In diesem Beispiel kann die Eischalenfasersus- pension in Wasser mit einer wässrigen Suspension   fein    zerkleinerter Fasern aus   Baumwolle,    Cellulose, Oxycellulose,   α-Cellulose,    regenerierter Cellulose, Seide, Kunstseide, Wolle, Nylon oder anderen synthetischen und natürlichen Fasern vermischt werden. Das   erhaltene    Blatt ist   bezüglich    der Faserarten zusammengesetzt, jedoch   sind      beide    Blattseiten gleich.

   Blätter mit   ungleichen    Seiten können erhalten werden, indem man in der Siebbüchse wie oben beschrieben, zuerst eine Schicht aus dem einen Fasermaterial entwickelt und über   dieser      eine    weitere Schicht aus einem anderen Fasermaterial. Eines der Eischalenhautfasern enthaltenden Blätter kann auf   Wunsch      aus    einer Suspension von Eischalenhautfasern   vermischt    mit anderen Fasern hergestellt werden durch Verwendung einer das Fasergemisch enthaltenden   Suspension    in der beschriebenen Weise.



  Die erhaltenen Filzblätter eignen sich sehr gut als Verbandmaterial.



  Beispiel 3:
1,5 g luftgetrocknete, mechanisch abgetrennte Ei schalenhaut wird mit 170 ml destilliertem Wasser in das Gefäss eines Homogenisators gegeben. Nachdem das Hautmaterial sich mit Wasser voll. gesogen hat, so dass praktisch ein Gleichgewicht mit dem Wasser besteht, wird der Homogenisator zuerst bei niederer    Geschwindigkeit,    wie in Beispiel 2, und dann wäh rend 13 Minuten bei voller Geschwindigkeit betrie ben, um die Haut in einen Faserbrei zu verwandeln.



   Dieser Faserbrei wird zu ungefähr gleichen Teilen auf zwei Zentrifugenflasche verteilt. Diese Flaschen werden gut geschüttelt und anschliessend während ca. 10   Minuten    zentrifugiert und die   überstehende   
Flüssigkeit   dekantiert.    Die Rückstände werden in einer Flasche vereint, indem man den   einen    Rück stand mit 70 bis 100 ml Aceton in die andere Fla sche wäscht ; die letztere wird geschüttelt, um den
Rückstand zu suspendieren, dann etwa 10 Minuten zentrifugiert und die Flüssigkeit wiederum dekan tiert. Dann wird der Rückstand in   etwa    100   ml    Ace ton suspendiert und auf einer   Büchner-Nutsche      ohne   
Filterpapier gesammelt.

   Das Aceton lässt man ab tropfen, und das restliche Aceton verdampfen, wobei   die    Nutsche mit   einem    Tuch abgedeckt wird, um Staubzutritt zu verhindern. Das acetonfreie, trockene Eischalenhautfaser-Aggregat wird   sodann    von Hand in kleine Stücke gebrochen., ohne Flüssigkeit in   einen    Homogenisator gegeben   und nach    einigen Minuten Betrieb bei geringer   Geschwindigkeit    zwecks Aufteilen der Aggregate, nur   während      einiger    Sekunden bei voller Tourenzahl, betrieben, woraulhin das Eischalenhautfaser-Aggregat vollständig   getrennt    und die   entstandenen      getrennten    Fasern dispergiert wer  den,

      um ein weisses, äusserst   leichtilockiges    Produkt zu bilden, dessen Schüttgewicht etwa 0,0195 g/cm3 beträgt. Bei Verwendung   dieses    Verfahrens beträgt das Schüttgewicht des   Produktes      im      allgemeinen    etwa 0,01 bis- 0,08   g/cm3.    Es ist mit   Vorteil    darauf zu achten, die Homogenisienphase an der Luft nicht zu lange zu gestalten, da die zwischen der Eischalenhaut und Teilen des Homogenisator   aukretende    Reibung zur Versengung eines Teiles des Produktes führen kann, wodurch ein   unangenehmier    Geruch entstcht.

   Im   allgemeinen    genügt eine   Behandlung    von 5   bis    15   Sekunden    bei   hoher    Geschwindigkeit zur Erzielung   der      gewünschten    Resultate.   Statt    die   Auf-    teilung in Luft   diurchzuführen,    kann dies in   jedem    gewünschten gasförmigen   Mediiun    geschehen, z. B.   gasförmigem    Stickstoff, Helium, Argon, Kohlen  dioxyd      und    dergleichen.



     Anstelle    von Aceton können   andere    mit Wasser   mischbare    organische   Lösungsmittel      verwendet    werden,   welche    vorzugsweise ein   niedrigeres    spezifisches
Gewicht als Wasser aufweisen, wie z. B. Methylalkohol,   Äthyl alkohol      und    Methyläthylketon. Zahl  reiche      dieser    Stoffe wirken nicht nur als Entwässe- rungsmedium und   beschleunigen      die      Entfernung    der   Feuchtigkeit,    sondern sie üben   .ausserdem    :eine sterilisierende Wirkung auf die Eischalenhautfasern aus.



  Ferner   können    Suspensionen von faserigem Eischalenhautmaterial in solchen Wasse/org. Lösungsmittel  Medien    filtriert werden   anstelle    der   Zentrifugierung,    und dies ist eine bequemere Methode zur Verarbeitung grösserer Ansätze.

   Statt das Wasser oder andere Suspensionsmittel wie beschrieben von   der    Eischalenhautfaser-Suspension zu   entfernen,    kann die durch Homogenisierung der Eischalenhautstücke erhaltende Suspension bequem von   Wasser    oder anderen    Suspen.sioniflüssigkeiten    befreit   werden    durch übliche Trocknung, insbesondere Sprühtrocknung, wie sie für die Gewinnung wänmelabiler   Feststoffe      aus    wässrigen und anderen Suspensionen oder Lösungen verwendet werden. Die   durch    Sprühtrocknung gewonnenen trockenen Eischalenhautfaser-Aggregate können sodann in der oben beschriebenen Weise in ein äusserst leichtflockiges produkt umgewandelt werden.



   Ferner kann auch das pulverförmige Eischalen hautprodukt, welches wie oben beschrieben in einer
Suspension in Flüssigkeit.   erhalten      werden    kann, ebenfalls mit derartigen Trocknungsverfahren ge wonnen und die zusammenhängenden   Pulver, teilchen     in der oben beschriebenen Weise   aufgetrennt    werden.



   In der folgenden Tabelle sind die Resultate verschiedener Versuche über die   Zerliteinerung    von Eischalenhaut unter Verwendung verschiedener organischer Suspensionsflüssigkeiten, im Homogenisator angegeben. Die grob   gehackten      Häute    wurden vor der Zerkleinerung bis zu einigen Minuten in der Suspensionsflüssigkeit stehen gelassen und das Gemisch sodann der   Ein. wirkung    eines   Homogenisators    bei   45000 T/min    ausgesetzt. Die   Homogenisierung    er  folgte    im   kleinen    Gefäss mit 80 ml   Flüssigkeit      und    der angegegebenen Menge luftgetrockneter Haut.

   Die   Temperatur    wurde durch ein   Wasserbad    oder ein Eisbad um das Gefäss refuliert und der Inhalt auf diese Weise auf Temperaturen nicht über 500 C ge  halten.   



  Gewicht der luft- Zerkleinerungs
Suspensionsflüssigkeit Beschreibung des erhaltenen Produktes getrockneten Hautteile dauer   
1. Formamid, von Haut 0,75 g 5 Min. Hauptsächlich getrennte Fasern. Einigen agglo leicht aufgesogen merierte oder aggregierte Massen aus getrenn-    ten Fasern. Keine Hauptteile sichtbar.



   Faserlänge :
Max. 170 Mikron
Min. 24 Mikron
Durchschnitt 67   Mikron   
Faserdurchmesser (feucht) 3 bis 7 Mikron.   



   2. Geschmolzenes wasser- 0,75 g 3 Min. Fast alles fasern, meist frieie Einzelfasern, freies Phenol. Reaktion einigen zu Agglomeraten oder Aggregaten ver bei 45 C ausgeführt. filzt. Keine Reste von Originalhaut.



   Smp. Phenl = 41 Fasermasse in Mikron :    bis 420. Max. Länge 218    Aufgesogen.    Min. Länge 37
Durchschnitts-Länge 60
Durchmesser (feucht) 3 bis 7   
3. Wasserfreies Formamid, 0,75 g 3 Min. Nur Fasern, keine Reste der Originalhaut. von Haut leicht Meist getrennte Einzelfasern, aber einige Ag-    aufgesogen. glomerate oder Aggregate.



     Fasermasse    in   Mikron:       Max.    Länge 290
Min. Länge 30
Durchschnitts-Länge 62    Durchmesser    (feucht) 3 bis 7   
4. Eisessig, von Haut 0,75 g 2,5 Min. Nur getrennte Fasern mit wenigen verfilzten leicht aufgesogen. Agglomeraten. Fasermasse in Mikron :   
Max. Länge 387
Min. Länge 43
Durchschnitts-Länge 100
Durchmesser   (feuch.t)    3 bis 7
5. Mercaptoessigsäure 98 % 0,75 g 3,5 Min: Fast ausschliesslich getrennte Fasern. Einige
Aufgesogen. Agglomerate von getrennten Fasern. Faser masse in Mikron :
Max. Länge 265
Min.   Länge    36
Durchschnitts-Länge 84
Durchmesser (feucht) 3 bis 7    6. Mercaptocssigsäure 80 % 0,75 g 3,5 Min.

   Fast ausschliesslich getrennte Fasern, ganz in Wasser, aufgesogen. wenige kleine Agglomerationen. Fasermasse in   
Mikron:
Max. Länge 290
Min. Länge 36
Durchschnitts-Länge 90
Durchmesser (feucht) 3 bis 7  
7. ssMercaptopropionsäure 0,75 g 3,5 Min. Vorwiegend getrennte   Fasern.    Rest agglome
99 %. Langsame rierte getrennte Fasern, kleine Hautpartikel
Erweichung. Ziemlich und gelegentlich kleine Hautstücke. Agglome gut aufgesogen. rate und Stücke Grösse 242 X 121 Mikron,
Min. 90 X 50 Mikron. Fasermasse in Mikron :
Max. Länge 195
Min. Länge 22
Durchschnitts-Länge 98
Durchmesser   (feuclit)    3 bis 7
8, Wasserfreies Pyridin, 0,75 g 3,5 Min. Hauptsächlich   kleine      Partikel,      einige    Faser
Nicht aufgesogen. stücke, oft zusammenhaftend.

   Einige Haut stücke der Grösse :    gross25 x 19 Mikron'    klein 16 X 13 Mikron
Faserstücke (feucht) 6 X 16 Mikron
9. 2,4-pentadion, 0,75 g 3,5 Min. Hauptsächlich Pulver. Einige gebrochene Stück nicht aufgesogen. chen und Fasern. Teilchengrösse des Pulvers in Mikron : gross 47 X 53, klein 19 X 38,
Faserstücke feucht 6 X 16.



  10. Chloroform USP, 0,75 g 6 Min. Hauptsäschlich   Pniver.      Partikel    sind   dch-    nicht aufgesogen. schnittlich wesentlich kleiner als in 8 und 9, wahrscheinlich als Folge der höheren Dichte von Chloroform, Zahlereiche kleine Partikel
12X 12 Mikron oder   weniger.    Durchschnitt- liche Partike 14 X 14 Mikron. Gröstes Haut stück 120 X 84 Mikron, Einige Fasern, längste
132 Mikron, übrige 12 bis 36 Mikron, Durch messer   (feucht)    7 Mikron.



   Die aus den   Versuchen    1 bis 7   erhaltenen    Eischalenhautprodukte können gut verwendet werden zur Herstellung der   flockigen    Faserbreiform und der oben beschriebenen Blätter. So können die Produkte gemäss Versuchen 1 bis 7 abfiltriert und dann (a) in   Wasser    suspendiert und wie beschrieben zu Blättern   verarbeitet    werden   oder    (b) mit   Aceton    gewaschen, luftgetrocknet und zu einer flockigen Faserbreiform von niederem Schüttgewicht zertrennt werden.



   Die in den Versuchen 8, 9 und 10 erhaltenen Produkte sind   geeignet    für die Herstellung der pulverförmigen Eischalenhautproduke in der oben beschriebenen Weise.



   Die nach   Versuchen    8, 9 und 10   erhaltenen    Produkte können abfiltriert, mit Aceton von anhaften- der Suspensionsflüssigkeit befreit,   luftgetrocknet    und zertrennt und im Homogenisator luftdispergiert werden, wobei die Pulverform der Eischalenhaut erhalten   wird.   



   Die Eischalenhautfilze oder Blätter und die losen Eischalenthautprodukte   sowohl    in   flockiger    Faserbreiform wie in Pulverform, welche   nach    dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellt und zu Ver  bantdmaterial      verarbeitet    werden, wirken   als      Sdhutz-    schicht für Wunden   und    dergleichen, insbesondere für Stellern, an   welchen    die Haut   verletzt    oder entfernt wurde.

   Aus der   beschädigten    Hautstelle ausfliessende Körperflüssigkeiten können sich mit den Partikeln des Eischalenhautproduktes innig verbinden und   eine    verstärkte Kruste   mit    beachtlichem mechanischem Schutzvermögen bilden.



   Obwohl bevorzugt wird, ungekochte Eischalenmembrane für die Herstellung der erfindungsgemässen Verbandmaterialien zu verwenden, können auch gekochte oder teilweise gekochte Eischalenhäute in derselben Weise wie die   ungekochten    Eischalenhäute   behandelt    werden, wobei lose   Eischalenhautpro-    dukte wie auch verfilzte oder unverfilzte Faserblätter oder andere im wesentlichen zweidimensionale Gebilde, wie vorstehend beschrieben; erhalten werden.



   Es   wurde    ferner gefunden, dass.   der    Eischalen- hautfaserbrei vor dem Trocknen oder wässrige Suspensionen der Eischalenhautfasern oder wässrige   Suspensionen    pulverförmiger. Hautpartikel, die wie oben beschrieben hergestellt wurden, in wässrigem Medium mit vorzugsweise   gereinigten    Enzymen pro  teolytischen    Charakters, wie   Papain,      Ficnn,    Pepsin, Trypsin und mit Trypsin   verwandte    Enzyme, Bromelin und   andere      proteolytische      Enzyme      pflanzlicher    und/oder tierischer Herkunft behandelt werden können, um eine teilweise Digestion des Eischalenhautmaterials zu erzielen.

   Ferner kann das fertige Produikt   aktiv.      proteolytische    Enzyme enthalten.



   Aus den oben   beschriebenen    losen Eischalenhautprodukten lassen sich ferner durch Oxydation  und ebenso   durch    Reduktion   brauchbare    Produkte herstellen, wobei die Disulfidbindungen modifiziert   werden.    Oxydationen   können    z. B. mit   Wasserstoff-    superoxyd, Harnstoffperoxyd, Peressigsäure und Perameisensäure unter Bildung von Oxydationszwischenprodukten der Disulfidbindungen und   Cystein-      säuregruppen    durchgeführt   werden.    Solche   Säuire-    gruppen können z.

   B. mit basischen Aminosäuren wie Lysin, Arginin,   Histidin    und Methionin sowie mit basischen Peptiden umgesetzt werden.   Reduk-    tionen können z. B. mit Mercaptoessigsäure, Mercaptopropionsäure, eine aktive Thiolgruppe enthal  wenden    Verbindungen und ihren löslichen Salzen durchgeführt worden, um die Disulfidgruppen   m      Thiolgruppen      umzuwandeln.    Die reduzierten Produkte lassen sich leicht mit proteolytischen Enzymenteilweise digerieren und ergeben sehr nützliche und gut verträgliche Verbandmaterialien.



   Die erfindungsgemässen Eischalenhautprodukte   können    in Blattform wie   auch    in loser Partikelform, vorzugsweise vor ihrer endgültigen   Verpackung,    sterilisiert werden. Dies kann auf   bekannte    Weise erfolgen, z. B. durch Behandeln mit gasförmigem   Äthy-    lenoxyd oder Propylenoxyd oder Gemischen von jedem dieser Gase mit anderen   Gasen,    z. B. Gemischen von   Athylenoxydgas    und   CO2-Gas,    vorzugs- weise unter Druck und bei leicht erhöhter   Tempera-    tur, z. B. 40 bis 750 C. Die Sterilisation kann auch mit   t, 3-Propiolacton    oder in gewissen   Fällen    mit feuchter oder trockener Hitze erfolgen.

   Je nach der zu ihrer   Herstellung    verwendeten Ausführungsform des erfindungsgemässen   Verfahrens    können die Produkte jedoch bereits einen praktisch   genügenden    Grad an Sterilität aufweisen ohne   besondere      Sterill-    sationsbehandlung zu benötigen.



   Die erfindungsgemässen Verbandmaterialien können mit geeigneten Heilmitteln, z. B. Antibiotika und dergleichen versehen werden, doch   fällt    diese Wei  terverarbeitung    nicht mehr unter den Schutzbereich des vorliegenden Patentes.



   Als   Ausgangs. material    für die vorliegende Erfindung dienen in erster Linie Häute von Hühnereierschalen, doch sind auch die Häute anderer Eierschalen von wilden Vögeln oder Hausvögeln, z. B. von   Enten,      verwendbar.    Die   oben      beschriebenen    Beispiele wurden mit Hühnereischalenhäuten durchgeführt, da diese am einfachsten zu   beschaffen      sind.      

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verbandmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass es zerkleinerte Eischalenhaut enthält, deren Gesamt- oberfläche grösser ist als die Oberfläche der unzerkleinerten Eischalenhaut vom selben Gewicht.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verbandmaterial nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es getrocknete, pulverförmige, hauptsächlich nichtfaserige Eischalenhaut enthält.
    2. Verbandmaterial nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es einen getrockneten Faserfil z aus Eischalenhautfasern aufweist.
    3. Verbandmaterial nach Patentanspruch I und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Faserfilz aus Eischalenhautfasern auf einer Unterlage aus einem gewobenen oder ungewobenen Flächengebilde aufweist.
    4. Verbandmaterial nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Schicht aus verfilztem Fasermaterial aufweist, welche ein hauptsächlich nichtfaseriges, pulverförmiges Eischalenhaut produkt auf einer Unterlage aus einem gewobenen oder ungewobenen Flächengebilde trägt.
    5. Verbandmaterial nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es getrocknete, getrennte Eischalenhautfasern enthält.
    PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung eines Verbandmaterials nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeich- nest, dass man gekochte oder ungekochte Eischalenhaut zu einem Pulver. fö ; rmigen oder faserigen Material zerkleinert und auf ein gewobenes oder ungewobenes Flächengebilde, aufbringt oder das faserige Material zu einem formfesten Filz verarbeitet.
    UNTERANSPRÜCHE 6. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Eischalenhaut vorwiegend zu einem Faserbrei verarbeitet und getrocknet wird.
    7. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Eischalenhaut vorwiegend zu einem nichtfaserigen Pulver verarbeitet wird.
    8. Verfahren nach Patentanspruch II und Unter anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man die Eischalenhaut mechanisch zu einem vorwiegend nichtfaserigen Pulver verkleinert, mit einem Faserbrei vermischt, das Gemisch zu einem Filz oder Blatt verarbeitet und dieses Produkt trocknet.
    9. Verfahren nach Patentanspruch II und Unter- anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man die Eischalenhaut mechanisch zu einem vorwiegend fasenigen Brie zerkleinert, diesen Brei zu Filzen oder Blättern verarbeitet und dieses Produkt. trocknet.
    10. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man Eischalenhaut der Einwirkung eines weichmachenden und quellenden Mediums sowie rasch rotierender Messer unterwirft, um die Haut zu einer vorwiegend faserigen Fasersuspension zu zerkleinern, diese Suspension zu einem Filz oder Blatt verarbeitet und dieses Produkt trocknet.
    11. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man Eischalenhaut mechanisch zu einem vorwiegend nichtfaserigen Pulver zerkleinert, dieses. Pulver zusammen mit einer verfilzten Lage eines Faserbreis auf eine Unterlage aus einem gewobenen oder ungewobenen Flächengebilde aufbringt und trocknet
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