CH392004A - Steuereinrichtung an Aufzügen zum genauen Anhalten der Kabine an einer Haltestelle - Google Patents

Steuereinrichtung an Aufzügen zum genauen Anhalten der Kabine an einer Haltestelle

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CH392004A
CH392004A CH1490761A CH1490761A CH392004A CH 392004 A CH392004 A CH 392004A CH 1490761 A CH1490761 A CH 1490761A CH 1490761 A CH1490761 A CH 1490761A CH 392004 A CH392004 A CH 392004A
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capacitor
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CH1490761A
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Studerus Albert
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Aufzuege Ag Schaffhausen
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B1/00Control systems of elevators in general
    • B66B1/34Details, e.g. call counting devices, data transmission from car to control system, devices giving information to the control system
    • B66B1/36Means for stopping the cars, cages, or skips at predetermined levels
    • B66B1/44Means for stopping the cars, cages, or skips at predetermined levels and for taking account of disturbance factors, e.g. variation of load weight

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Description


  Steuereinrichtung an Aufzügen zum genauen Anhalten der Kabine an einer Haltestelle    Die Erfindung     betrifft    eine Steuereinrichtung an  Aufzügen zum genauen Anhalten der Kabine an einer  Haltestelle, unter Anwendung eines asynchronen An  triebsmotors, der vor dem Erreichen der Haltestelle  unter von der Kabinenbelastung abhängiger Verschie  bung des Schaltpunktes     geschaltet    wird.  



  Mit derartigen Steuereinrichtungen ist es möglich,  auch bei relativ hoher Fahrgeschwindigkeit ein ge  naues Anhalten zu gewährleisten, trotzdem nur ein       Asynchronmotor    verwendet wird und nicht eine  teure     Leonard-Umformergruppe,    die zur Zeit noch  meistens vorgesehen wird, wenn die Fahrgeschwin  digkeit etwa 1,2     m/s    übersteigt. Bei einer bekannten  Steuereinrichtung dieser Art wird ein Seil, das zum  Steuern eines     Stockwerk-Kontaktapparates    dient,  durch die Belastung der Kabine verstellt. Eine solche  Einrichtung ist in mechanischer Hinsicht auf die  Dauer nicht zuverlässig und nicht genügend genau.

    Bei einer anderen bekannten Einrichtung wird ein  von der Drehzahl des Antriebsmotors abhängiger,  hydraulischer Druck erzeugt und zur Verschiebung  eines Kontaktes in bezug auf eine mit einer Kontakt  kurve versehene Scheibe eines Kontaktapparates ver  schoben, was den Nachteil hat, dass für tadellose Ab  dichtung, Entlüftung und Temperaturkompensation  des hydraulischen Systems gesorgt werden muss. Bei  einer anderen Einrichtung wird ausser einem asyn  chronen Hauptmotor noch ein in besonderer Weise  mit demselben verbundener Steuermotor verwendet,  was eine relativ komplizierte und teure Lösung ergibt.

    Die Steuereinrichtung nach der     Erfindung,    welche  diese Nachteile vermeidet, zeichnet sich aus durch  einen Kontakt, der durch an der Kabine und der  Schachtwand angebrachte Schaltmittel in einem vor  bestimmten Abstand von der Haltestelle     geöffnet     oder geschlossen wird, durch eine Tachometer  dynamo, welche eine     Gleichspannung    erzeugt, die der    von der Kabinenbelastung abhängigen     Geschwindib          keit    des Motors proportional ist, durch ein Element,  an dem durch das Öffnen oder Schliessen des genann  ten Kontaktes eine zeitliche veränderliche Spannung  erzeugt wird und     durch    ein Relais,

   das     eine    Ab- oder  Umschaltung des Motors einleitet, wenn es abfällt  oder erregt wird, wobei das Abfallen oder Erregen  des Relais durch die zeitlich veränderliche Spannung  in Funktion der     Tachometerdynamospannung    umso  später bewirkt wird, je kleiner die Tachometer  dynamospannung ist.  



  In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele  des     Erfindungsgegenstandes    dargestellt. Es ist:       Fig.    1 ein Diagramm einer Aufzugssteuerung ohne       Schaltpunktverschiebung,          Fig.    2 ein Diagramm einer Steuerung mit Schalt  punktverschiebung,       Fig.    3 ein Schema einer ersten     Aufzugssteuerein-          richtung,          Fig.    4 ein Diagramm zur     Erläuterung    der Arbeits  weise der Einrichtung nach     Fig.    3,

         Fig.    5 ein Diagramm zur Erläuterung der Arbeits  weise einer Variante der Einrichtung nach     Fig.    3,       Fig.    6 ein Schema einer zweiten Aufzugssteuer  einrichtung und       Fig.    7 ein Diagramm zur Erläuterung der Arbeits  weise der Einrichtung nach     Fig.    5.  



  In     Fig.    1 ist die Geschwindigkeit v einer Aufzugs  kabine in Funktion des zwischen zwei Haltestellen A  und B zurückgelegten Weges s schematisch dar  gestellt. In jedem der dargestellten drei Fälle wird  die Kabine zunächst von der Haltestelle A ausgehend  beschleunigt, worauf sie mit konstanter Geschwindig  keit bis zu einem Schaltpunkt X fährt. Im Schalt  punkt X wird der Aufzugsmotor abgestellt und eine  Bremse     eingeschaltet,    worauf die Kabine an der  Haltestelle B oder in deren Nähe zum Halten kommt.      Wenn der Aufzugsmotor ein     Asynchronmotor    ist, so  hängt seine konstante Geschwindigkeit von der Be  lastung der Kabine ab.

   Fährt die Kabine voll belastet  abwärts oder leer aufwärts (Kurve I), so     istdie    konstante  Geschwindigkeit am grössten und der Bremsweg     XB'     ist grösser als der     Soll-Bremsweg        XB.        Fährt    die Ka  bine mit Halblast abwärts oder aufwärts (Kurve Il),  so hat die konstante Geschwindigkeit einen mittleren  Wert und die Kabine hält genau an der Haltestelle B.  Fährt die Kabine leer abwärts oder voll belastet auf  wärts, so ist die konstante Geschwindigkeit am klein  sten und die Kabine hält schon im Punkt B".

   Selbst  verständlich sind die Kurven     I-III    schematisiert, da  die     Geschwindigkeit    der Kabine in Wirklichkeit nicht  genau linear zu- bzw. abnehmen wird.  



       Fig.    2 zeigt ein der     Fig.    1 ähnliches Diagramm,  wobei aber der Motor nicht immer bei gleichem  Abstand der Kabine von der Haltestelle B abgeschal  tet und die Bremse eingeschaltet wird. Wenn die  Fahrgeschwindigkeit am grössten ist (Kurve 1), hat  der Schaltpunkt     X1    den grössten, bei mittlerer Fahr  geschwindigkeit (Kurve     1I)    einen mittleren und bei  kleinster Fahrgeschwindigkeit (Kurve<B>111)</B> den klein  sten Abstand von der Haltestelle B. Bei richtiger  Verschiebung des Haltepunktes in Funktion der Be  lastung bzw. der Fahrtgeschwindigkeit, wird erreicht,  dass die Kabine in allen     Fällen    genau in der Halte  stelle B anhält.  



  In     Fig.    3 ist ein Schema einer Steuereinrichtung  dargestellt, mit der dieser Zweck erreicht werden  kann. Das Schema     zeigt    nur die zum Verständnis der  Erfindung erforderlichen Stromkreise. Ein Asynchron  motor M ist über eine Schaltvorrichtung     Sch    an ein  Drehstromnetz     (.A        -)    angeschlossen und treibt eine  Aufzugsmaschine<I>A</I> und eine     Tachometerdynamo   <I>T</I>  an. Die Aufzugsmaschine<I>A</I> weist eine Winde     Wd     auf, über die ein Seil S angetrieben wird, an dem  einerseits eine Kabine     Ka    und anderseits ein Gegen  gewicht G hängen.

   Die Schaltvorrichtung     Sch    weist  zwei Schaltspulen     Spl    und     Sp2    auf, in deren Strom  kreisen sich je ein Kontakt     r1    bzw. r2 eines Relais R,  sowie weitere Kontakte     s1    und     s1'    bzw. s2 und s2'  befinden.  



  Der     Stator    des z. B.     mit        Kurzschlussrotor        ver-          sehenen        Asynchronmotors    M ist mit einer zur Erzeu  gung des Drehfeldes dienenden     Drehstromwicklung     versehen, die bei Erregung einer der Schaltspulen     Spl     oder     Sp2    mit dem Drehstromnetz verbunden ist, und  zwar dreht sich der Motor M, je nachdem welche  dieser beiden Spulen     Spl    und     Sp2    erregt wird, so  dass sich die Kabine     Ka    aufwärts oder abwärts be  wegt.

   Es ist ferner eine Bremsvorrichtung bekannter  Art vorgesehen, die bei Abschaltung des Drehstrom  netzes durch die Schaltvorrichtung<I>Sch</I> automatisch  in Tätigkeit tritt.  



  Die     Tachometerdynamo    T liefert eine der Ge  schwindigkeit des Motors M     proportionale    Gleich  spannung, die einem Umschalter U zugeführt ist, der  bei Umkehrung der Drehrichtung des Motors M durch  nicht dargestellte Mittel     betätigt    wird und lediglich    eine     Umpolung    durchführt, so dass am Ausgang  des Umschalters U stets die gleiche Polarität herrscht,  unabhängig davon, ob die Kabine K aufwärts oder  abwärts fährt.

   An den Umschalter U ist ein     Poten-          tiometerP    angeschlossen, an dem eine der Tachometer  dynamospannung proportionale, einstellbare Span  nung abgegriffen wird, die einem     Tiefpassfilter    F zu  geführt wird, der aus dieser Spannung alle Wechsel  stromkomponenten eliminiert, die insbesondere vom  Kollektor der     Tachometerdynamo    herrühren.  



  Dem Relais R wird einerseits die am Ausgang des  Filters F vorhandene, der Motorgeschwindigkeit pro  portionale, geglättete Gleichspannung     u,    und ander  seits eine derselben     entgegengeschaltete    Spannung     u"     zugeführt, die auf nachstehend beschriebene Weise  erhalten wird.  



  An ein Wechselstromnetz     (-)    ist ein Gleich  richter     Gl    angeschlossen, dessen Gleichstrom einem  Stabilisator     Stb    zugeführt wird, der eine von Netz  schwankungen unabhängige Gleichspannung liefert.  Wenn der Kontakt K geschlossen ist, wird der Kon  densator C auf die konstante Ausgangsspannung     u',.     des Stabilisators     Stb    aufgeladen. Zum Kondensator C  sind ein Einstellwiderstand WI und ein Widerstand  W2 mit negativen Temperaturkoeffizienten parallel  geschaltet.

   Wenn der Kontakt K geöffnet wird, so  entlädt sich der Kondensator C über die Widerstände  WI und W2 und die     Kondensatorspannung    hat dann  den abnehmenden Wert     u",..    Die     Kondensatorspan-          nung        u"    welche dem Relais R in Gegenschaltung  zur Spannung     ist    zugeführt wird, verläuft in Funk  tion der Zeit t gemäss einer Kurve, die in     Fig.    4 dar  gestellt ist und die zwei Äste     u',.    und     u",.    aufweist.  



  An der Kabine     Ka    ist ein Anschlag a vorgesehen,  der mit zwei ortsfesten, mit dem Kontakt K mecha  nisch verbundenen Anschlägen<I>A 1</I> und<I>a2</I> zusam  menarbeitet, von denen der eine unterhalb und der  andere oberhalb der Stelle angebracht ist, an der  sich der Kabinenanschlag     @i    befindet, wenn die Ka  bine genau an der Haltestelle B hält. Wenn der An  schlag a von unten kommend den unteren Anschlag       a1    überfährt, wird dadurch der Kontakt K geöffnet  und dasselbe ist der Fall beim Abwärts-Überfahren  des Anschlages a2. Selbstverständlich können an der  Kabine     Ka    und der Schachtwand auch andersartige  Schaltmittel vorgesehen sein, um den Kontakt K zu  öffnen, z. B. magnetische oder photoelektrische  Schaltmittel.  



  Die beschriebene Steuereinrichtung arbeitet wie  folgt:  Zu Beginn einer Aufwärtsfahrt werden durch  nicht dargestellte Mittel die Kontakte     sl    und     sl'     geschlossen und die Kontakte s2 und s2' geöffnet,  so dass unabhängig von der Lage der Kontakte     r1     und r2 die Spule     Spl    erregt und die Spule     Sp2    nicht  erregt wird. Der Motor M dreht sich im Aufwärts  sinne und die Kabine     Wa    wird nach oben gezogen.

    Der Kontakt K ist geschlossen, so dass am Relais R  die Spannung u',. herrscht, die grösser ist als die  höchste Spannung     as",    die dann auftritt, wenn die      Kabine     Ka    leer aufwärts fährt (oder voll belastet  abwärts fährt) und durch die Linie 1 in     Fig.    4 dar  gestellt ist.

   Durch die Differenzspannung     u',        utl     wird das Relais R erregt und schliesst seine beiden  Kontakte     r1    und<I>r2.</I> Bevor der Kabinenanschlag<I>a</I>  den ortsfesten Anschlag     a1    überfährt, wird der Kon  takt     s1'    durch nicht dargestellte Mittel geöffnet, so  dass die Spule     Spl    nur durch das Relais R, bzw.  dessen Kontakt     r1    im erregten Zustande gehalten  wird. Beim     Überfahren    des Anschlages     a1    wird der  Kontakt K geöffnet, also in einem konstanten Schalt  punkt X0.

   Nun entlädt sich der Kondensator C über  die Widerstände<I>W I</I> und<I>W2</I> gemäss einer wohl be  kannten abklingenden     e-Funktion.    Wenn die Span  nungen     u",,    und     utl    einander gleich werden, also  im Punkte     X1,    fällt das Relais R ab und öffnet seine  Kontakte     r1    und r2. Da die Kontakte     s1',    s2, s2'  offen sind, wird keine der beiden Spulen     Spl    und       Sp2    erregt. Die     Drehstromwicklung    des Motors M  wird abgeschaltet und dafür die Bremsung eingeleitet,  so dass diese im Punkt     X1    beginnt.

   Das Relais R ist  ein Präzisionsrelais, das erst bei einer sehr kleinen  Spannung abfällt, die in vorstehendem vernach  lässigt worden ist. Es ist aber für die nachfolgende  Betrachtung gleichgültig, ob der wahre Schaltpunkt  statt in<I>X I</I> etwas weiter vorne, nämlich in<I>X l</I>     ^\    liegt,  da eine entsprechende     Vorverlegung    auch in bezug  auf die Schaltpunkte X2 und X3 stattfindet, die einer  Aufwärtsfahrt bei Halblast bzw. bei Vollast entspre  chen.

   Bei     Halblast-Aufwärtsfahrt        (Kurve    11) ist       lit.>    >     utl,    so dass die Abschaltung in X2 später  als im Falle von Kurve I     erfolgt    und bei     Vollast-Auf-          wärtsfahrt    (Kurve     III)    erfolgt die Abschaltung X3  noch später, wie dies nach     Fig.    2 erforderlich ist, um  genau an der Haltestelle B anzuhalten.

   Theore  tische Betrachtungen und insbesondere auch prak  tische Versuche zeigen, dass die abklingende     e-Funk-          tion    einer     Kondensatorentladung    sehr gut den Be  dingungen entspricht, die sich bei Umrechnung des       Geschwindigkeits-Weg-Diagrammes    nach     Fig.2    in  ein     Geschwindigkeits-Zeit-Diagramm    nach     Fig.4     ergeben.  



  Der Grund, warum der Kondensator C nicht nur  über einen einzigen, einstellbaren Widerstand W1  entladen wird, sondern auch noch über den Wider  stand 2 mit negativem Temperaturkoeffizienten, ist  folgender:  Wenn der Aufzug sehr häufig benützt wird,  erwärmt sich der Motor M, so dass infolge des zu  nehmenden Widerstandswertes der Wicklungen der  Schlupf - bei gleicher Last -     zunimmt,    also die Ge  schwindigkeit abnimmt. Bei gleichbleibender Ent  ladungskurve     u",    hätte dies zur Folge, dass infolge  des niedrigen Verlaufes der Kurven     I-III    die Ab-,       schaltepunkte        X1    X3 in     Fig.    4 weiter rechts liegen  würden.

   Motor M würde also später abgeschaltet  und die Kabine     Ka    würde ein klein wenig über die  Haltestelle B hinaus fahren. Bei der häufigen Be  nützung nimmt nun aber der Widerstandswert des  Widerstandes W2 ab, so dass der Kondensator sich    schneller entlädt, die Kurve     u",    also     steiler    abfällt,  was der Verschiebung der     Punkte        X1-X3    nach rechts  entgegenwirkt.  



  Es sind natürlich zahlreiche Varianten der be  schriebenen     Einrichtung    möglich. Zunächst wird man  in sehr vielen Fällen einen polumschaltbaren     Asyn-          chronmotor    benützen, z. B. einen     4/24-poligen    Mo  tor. Man kann dann den Motor, statt ihn im ver  schobenen Schaltpunkt     X1,    X2 oder X3 abzuschal  ten, auf eine niedrigere Geschwindigkeit umschal  ten, bevor man den Motor ganz abschaltet. Durch  die     Schaltpunktverschiebungerreicht    man dann nicht  nur höhere Anhaltegenauigkeit,     sondern    auch, dass  der bei niedriger Geschwindigkeit     zurückgelegte    Weg  immer nur kurz ist.

   Auf diese Weise kann man Fahr  geschwindigkeiten bis etwa 2,5 m/sec gut beherrschen.  



  Bei noch höheren Geschwindigkeiten oder be  sonders hohen Forderungen an die Anhaltegenauig  keit wird man zweimal eine     Schaltpunktverschiebung     verwenden. Auch in diesem Falle, dessen Wirkungs  weise in     Fig.5    dargestellt ist, wird man im ver  schobenen     Schaltpunkt    XI, X2 oder X3 den Motor  nicht abschalten,     sondern    von der höheren auf die  niedrigere Geschwindigkeit umschalten. Es sei noch  bemerkt, dass in     Fig.5    die Spannung u in Funk  tion des Weges<I>s</I> aufgetragen ist, wobei der Weg<I>s</I>  in erster     Näherung    auch der     Zeit    t entspricht.

   Der  Kondensator wird nach dem der kleinsten Fahr  geschwindigkeit entsprechenden Umschaltpunkt X3  durch nicht dargestellte Mittel gemäss Kurve     u"',    sehr  rasch auf einen niedrigeren konstanten Wert     uiv,     entladen. Eine weitere Entladung des     Konden-          sators    wird dann von einem Punkt     X0'    aus ausgeführt,  gemäss Entladungskurve     uv,    nachdem die Geschwin  digkeit des Motors auf seinen neuen, der höheren  Polzahl entsprechenden Wert gesunken ist und somit  auch die Spannung     utl,        uts    oder     u"    entsprechend  gefallen ist.

   Es ergeben sich nun neue Schaltpunkte       X1',   <I>X2'</I> oder X3', in denen nun der Motor ab  geschaltet und die Bremse eingeschaltet wird. Auf  diese     Weise    kann man auch bei Fahrgeschwindigkeiten  von über 2,5 m/sec sehr rasch und sehr genau auf     die     jeweilige     Haltstelle    kommen.     Selbstverständlich    muss  die     Schaltung    der beschriebenen Funktion entspre  chend abgeändert werden, was aber ohne Schwierig  keiten möglich ist.  



  Es besteht auch die Möglichkeit,     die    Spannungen     u,     und     ut    getrennten Wicklungen eines Relais mit zwei  auf demselben Kern angeordneten Wicklungen zu  zuführen. Diese Ausführung hat aber den Nachteil,       d'ass    sie bei längerem Betrieb die beiden Wicklungen  ungleich stark erwärmen können unter entsprechen  der Änderung ihres Widerstandswertes, so dass sich  in Ermangelung     weiterer    Massnahmen der jeweilige       Abfallpunkt    der Relais R verschiebt, was die Ge  nauigkeit des Anhaltens beeinträchtigt. Man kann  gegebenenfalls die     Kondensatorentladungskurve    mit  tels einer     Pentode    verstärken.

   Statt über die Wider  stände     W1    und W2 kann man den Kondensator auch  über einen einzigen     einstellbaren    Widerstand ent-      laden, vorzugsweise einen solchen mit negativem  Temperaturkoeffizienten.  



  In     Fig.    6 ist das Schema eines zweiten Ausfüh  rungsbeispiels dargestellt, das sich von     demjeriigen     nach     Fig.3    hauptsächlich dadurch unterscheidet,  dass zur     Schaltpunktverschiebung    nicht     eine        Konden-          satorentladung,    sondern eine     Kondensatoraufladung          benützt    wird.  



  Der Motor, die Schaltvorrichtung und die Auf  zugsmaschine sind die gleichen wie im Falle von       Fig.    1 und nicht dargestellt. Der Motor treibt wieder  die     Tachometerdynamo    T an, die über den Umpol  schalter U und das     Tiefpassfilter    F eine der Motor  geschwindigkeit proportionale,     geglättete    Gleich  spannung     u,    liefert.

   Der Kontakt K wird jetzt beim       Überfahren    der     ortsfesten    Anschläge     a1    oder a2  (siehe     Fig.    3) durch den Kabinenanschlag a     nicht    ge  öffnet, sondern geschlossen, so dass dann der Kon  densator C über einen einstellbaren Widerstand W3  aufgeladen wird. Zum Kondensator C sind drei mit  dem Relais R in Serie geschaltete     Zener-Dioden    Z,  z. B.     Vierschicht-Zener-Dioden,    parallel geschaltet.  Jede     Zener-Diode    wird bekanntlich erst bei einem  bestimmten Schwellwert der Spannung z.

   B. etwa  20 V leitend, so dass erst dann ein Strom durch das  Relais R fliessen kann, wenn die Spannung am Kon  densator C das Dreifache des Schwellwertes einer       Zener-Diode    erreicht. Ein Stabilisator und ein Gleich  richter sind nicht vorhanden.  



  In     Fig.    7 ist ein der Schaltung nach     Fig.    6 ent  sprechendes     Spannungs-Wegdiagramm    dargestellt.  Wenn an der Haltestelle A der Motor eingeschaltet  wird,     nimmt    die Geschwindigkeit des Motors rasch  zu und     damit    auch die     Tachodynamospannung        ut,    die  entsprechend den früher betrachteten     Fällen    I,     1I     und     III    wieder mit     ut"        ut2,        ut,        bezeichnet    ist.

    Wenn in dem Schaltpunkt     X0    der Kontakt K ge  schlossen wird, und demzufolge das     Tachodynamo-          meter    T einen Strom liefert, der über den Wider  stand W3 den Kondensator C     auflädt,    fällt die Span  nung     u,    plötzlich ein wenig, wegen des inneren Wi  derstandes des     Tachodynamometers    T selbst.

   Die       Kondensatorspannung        u,    steigt nun, und zwar ge  mäss den Kurven     u"    bzw.     u,2    bzw.     u"    um so rascher,  je höher die an der     Serieschaltung    des     Kondensa-          tors    C und des Widerstandes W3 wirksame Span  nung     url    bzw.     ut.   <I>bzw.</I>     u"    ist.

   Wenn die Spannung     u,     den     Wert        u"    erreicht, der gleich dem Dreifachen  der Schwellenspannung der     Zener-Dioden    Z ist, wer  den letztere leitend, so dass das Relais R erregt wird,  was durch Öffnen seiner in diesem Fall als Ruhe  kontakte ausgebildete Kontakte     r1    und r2 (siehe       Fig.    1)     wiederum    das Ausschalten des Motors und das  Einschalten der Bremse     zur    Folge hat.

   Es ist ersichtlich,  dass dieser Schaltvorgang in den Punkten     X1        bzw.        X2     bzw.     X3    um so später erfolgt, je geringer -die vom       Tachodynamometer    T herrührende Spannung     ut    ist,  wie dies gemäss     Fig.    2 erforderlich ist.  



  Infolge des     Leitendwerdens    der     Zener-Dioden    Z  fällt die Spannung am Kondensator C rasch zusam-         men,    die     Zener-Dioden    Z bleiben aber nun auch  bei viel geringerer Spannung leitend und der von der  Spannung     ut        erzeugte    Strom durch das Relais R  hält letzteres     erregt,    so dass der Motor ausgeschaltet  und die Bremse eingeschaltet bleibt, bis die Kabine  im Punkte B stillsteht und die Spannung     utl    bzw.     ut2     <I>bzw.</I>     1113    demgemäss auf Null fällt.

   Um zu vermeiden,  dass das Relais R bei sehr kleiner Spannung vor dem  Erreichen des Punktes B abfällt, wird es mit Verzö  gerung versehen. Wenn der Aufzug steht, wird durch  andere, nicht dargestellte Schaltmassnahmen ein       Wiedereinschalten    des Motors vermieden. Dies  bezüglich wird noch bemerkt, dass die Art, wie die  Kontakte des Relais mit der Schaltvorrichtung des  Motors verbunden sind, weitgehend variiert werden  kann; es genügt, dass durch das Ansprechen des  Relais R der gewünschte Um- oder     Abschaltvorgang     eingeleitet wird.  



  Man     kann    die Schaltung nach     Fig.    6 auch so ab  wandeln, wie dies erforderlich ist, um bei polumschalt  baren Motoren ein     Abbremsdiagramm    der in     Fig.    5  dargestellten Art zu erzielen. Dazu muss man den  Relaisstrom unterbrechen, so dass das Relais wieder  nicht erregt ist. Dann schliesst man zwei     Zener-          Dioden    Z kurz und lädt den Kondensator mit der  inzwischen gesunkenen Spannung     11t,    wieder auf, bis  die verbleibende     Zener-Diode    Z leitend wird, das  Relais R wieder anspricht und die Abschaltung und  Bremsung, oder allenfalls eine weitere Polumschal  tung bewirkt.  



  Mit den beschriebenen Steuereinrichtungen kann  die Fahrgeschwindigkeit eines Aufzuges mit     Asyn-          chronmotor    ohne Feinabstellung, d. h. ohne Pol  umschaltung, von 0,7 auf 1,2 m/s, diejenige eines  Aufzuges mit Feinabstellung und z. B.     4/36-poligem     Motor von 1,2 auf, 2,5 m/s gesteigert werden. Mit  drei- oder mehrstufig polumschaltbaren Asynchron  motoren kann man sogar Fahrgeschwindigkeiten von  z. B. 4,5 m/s erreichen und trotzdem ein rasches,  exaktes Anhalten erzielen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Steuereinrichtung an Aufzügen zum genauen Anhalten der Kabine an einer Haltestelle, unter An wendung eines asynchronen Antriebsmotors, der vor dem Erreichen der Haltestelle unter von der Kabinen belastung abhängiger Verschiebung des Schaltpunktes geschaltet wird, gekennzeichnet durch einen Kontakt (K), der durch an der Kabine (Ka) und der Schacht wand angebrachte Schaltmittel<I>(a,</I> al, <I>a2)</I> in einem vorbestimmten Abstand von der Haltestelle (B) ge öffnet oder geschlossen wird, durch eine Tacho meterdynamo (T), welche eine Gleichspannung erzeugt, die der von der Kabinenbelastung abhängi gen Geschwindigkeit des Motors (M) proportional ist, durch ein Element (C), an dem durch das Öffnen oder Schliessen des genannten Kontaktes (K)
    eine zeitlich veränderliche Spannung erzeugt wird, und durch ein Relais (R), das eine Ab- oder Umschaltung des Motors (M) einleitet, wenn es abfällt oder erregt wird, wobei das Abfallen oder Erregen des Relais durch die zeitlich veränderliche Spannung in Funk tion der Tachometerdynamospannung um so später bewirkt wird, je kleiner die Tachometerdynamospan- nung ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Steuereinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Element ein Konden sator (C) ist, der durch das Öffnen oder Schliessen des genannten Kontaktes (K) entladen oder geladen wird. 2.
    Steuereinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dem Relais (R) zwei Spannungen (ut bzw. u) zugeführt werden, von denen die eine (ut) der von der Tachometerdynamo (T) gelieferten Gleichspannung proportional ist, während die andere Spannung (u") am Kondensator (CZ) herrscht und letzterer sich nach Öffnen des ge nannten Kontaktes (K) über mindestens einen Wider stand (W1, <I>W2)</I> entlädt,
    und dass das Relais abfällt, wenn die beiden Spannungen einander mindestens angenähert gleich sind (Fig. 3). 3. Steuereinrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das Relais (R) nur eine Wicklung aufweist, und die beiden Spannungen (ut und u,.) in Serie und entgegengesetzt gerichtet dieser Wicklung zugeführt werden, so dass an der selben ihre Differenz wirksam ist.
    4. Steuereinrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass zum Kondensator (C) ein einstellbarer Widerstand (W1) und ein Widerstand (W2) mit negativem Temperaturkoeffizienten par allel geschaltet sind. 5. Steuereinrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der Kondensator (.C) so lange der genannte Kontakt (K) geschlossen ist, auf eine konstante Spannung (u',) aufgeladen ist, die von einem über eine Stabilisierungsschaltung (Stb) aus dem Wechselstromnetz gespeisten Gleichrichter (G1) geliefert wird. 6.
    Steuereinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Relais @R) in Serie mit einer oder mehreren Zener-Dioden (Z) parallel zum Kondensator (C) geschaltet ist, und dass letzte rer bei Schliessen des Kontaktes (R') über einen Wi- derstand. (W3) von einer Spannung (ut) aufgeladen wird, die der von der Tachometerdynamo (T) gelieferten Gleichspannung proportional ist, so dass das Relais erregt wird,
    wenn die Spannung am Kon densator den Spannungswert (uZ) erreicht, bei dem die Zener-Diode oder die Zener-Dioden leitend werden (Fig. 6). 7.
    Steuereinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Tachometerdynamo (T) ein Umpolschalter (U) und ein Tiefpassfilter (F) nachgeschaltet sind, um eine der Tachometerdynamo- spannung proportionale, von der Drehrichtung des Motors unabhängige und von Oberwellen freie Span nung (u") einstellbarer Grösse zu erhalten. B.
    Steuereinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Relais (R), wenn es abfällt oder erregt wird, eine Abschaltung des Asyn- chronmotors (M) und zugleich auch eine Bremsung einleitet. 9. Steuereinrichtung nach Patentanspruch, mit polumschaltbarem Asynchronmotor, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Relais (R), wenn es abfällt oder erregt wird, eine die Drehzahl des Motors ver kleinernde Polumschaltung einleitet. 10.
    Steuereinrichtung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass das Relais nach Wieder herstellung seines ursprünglichen Zustandes noch einmal abfällt oder erregt wird und dabei entweder eine weitere, die Drehzahl des Motors wiederum ver kleinernde Polumschaltung, oder eine Abschaltung und Bremsung einleitet.
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