CH389291A - Elektromagnetisches Antriebssystem in Kleinstausführung für mechanische Zähler - Google Patents

Elektromagnetisches Antriebssystem in Kleinstausführung für mechanische Zähler

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CH389291A
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CH269861A
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Kralitschek Bruno
Lerner Karl-Ernst
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Zentralinstitut Fuer Kernphysi
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    • G06M1/00Design features of general application
    • G06M1/04Design features of general application for driving the stage of lowest order
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Description


  Elektromagnetisches Antriebssystem in     Kleinstausführung    für mechanische Zähler    Zum Antrieb eines Zählers oder Anzeigegerätes  ist ein Schrittmotor erforderlich, d. h. ein Motor, der  einen ihm zugeführten Spannungsimpuls in eine Dreh  bewegung mit genau festgelegtem und begrenztem  Drehwinkel umsetzt. Bei einer Folge von statistisch       verteilten    Impulsen soll jeder Einzelimpuls dem glei  chen Drehwinkel der Motorachse entsprechen, gleich  gültig, in welchem zeitlichen Abstand die Impulse  aufeinanderfolgen. Ausserdem soll ein Einzelimpuls  tatsächlich nur einen Schritt verursachen, die Motor  achse muss also nach der Bewegung um den vor  geschriebenen Drehwinkel sofort zum Stillstand  kommen.  



  Zur Erreichung dieser Forderungen sind bereits  verschiedene Systeme bekannt. Die mechanische Be  wegungsumwandlung ist einmal möglich durch     tan-          gentiale        Fortschaltung    eines Steigrades (Klinke und  Sperrad), zum anderen durch radialen Eingriff eines  Schaltankers in ein Ankerrad. Es sind auch Sperr  vorrichtungen bekannt, z. B. im     Uhrenbau,    die eine  Achse bzw. ein Zahnrad nur Schrittweise     fortschalten     lassen.  



  Zum Antrieb der Leitspindeln eines     Sichtanzeige-          Zählgerätes    für kernphysikalische Zwecke wird ein  elektromagnetischer Schrittmotor benötigt, der es  gestattet, die erforderlichen Zählfrequenzen (z. B.  100 Hz) mindestens zu erreichen, möglichst aber zu  überschreiten, der dabei aber in seinen äusseren Ab  messungen sehr klein zu halten ist. Als maximale  Breite sollen 18 mm nicht überschritten werden Das  abzugebende Drehmoment soll zum Antrieb einer  Spindel ausreichen. Die     benötigte    Leistung soll die  mit einer normalen Doppeltriode bzw. Transistoren  erreichbare nicht überschreiten.

   Diese     Foderungen     lassen sich aber nicht     mit    den bekannten Systemen  erreichen, zumal eine derart grosse Beanspruchung  des Materials von     Klinke    und Sperrad auftritt, dass    die durch Verschleiss gegebene Grenze der Leistungs  fähigkeit und Zählgenauigkeit bereits nach einigen  Stunden Dauerbetrieb erreicht ist.  



  Diese Nachteile des bekannten Systems können  dadurch vermieden werden, dass erfindungsgemäss  durch Kombination eines     Drehankersystems,    dessen  Erregerspule in einem von einem Eingangssignal ge  schalteten Stromkreis liegt, mit einem Getriebe  system     mit    radialem Eingriff eines Schaltankers in  ein Ankerrad die bewegten Teile im gesamten An  triebssystem derart klein ausgebildet sind, dass eine  Schaltfrequenz von über 100 Hz erreicht wird, ohne  dass sich nach 107 Zählschritten ein störender Ver  schleiss bemerkbar macht.  



  Zur Anwendung kam hier das     Drehankerprinzip     aus folgenden Gründen: Erstens bot sich damit eine  günstige konstruktive Lösungsmöglichkeit, zweitens  ist der Wirkungsgrad der elektromechanischen  Leistungsumwandlung gut, da der     Anfangsluftspalt     am Anker relativ klein gehalten werden kann. Die  Kombination beider Systems erlaubt es, die in Be  wegung befindlichen Massen wünschenswert klein zu  gestalten, ohne ein Mindestmass an Sicherheit in  bezug auf Verschleiss unterschreiten zu müssen. Dies  ist eine der wichtigsten Forderungen bei Erreichung  hoher Zählfrequenzen.

   Eine grosse bewegte Masse  bedingt eine grosse Impulsbreite, was die erreichbare  grösstmögliche     Zählfrequenz    sehr bald begrenzen  würde, da ja mit steigendem Auflösungsvermögen die  Impulsbreite abnimmt. Oberhalb einer bestimmten  Frequenz wird also die Breite des Antriebsimpulses       nicht    mehr völlig ausreichen, um die Massenträgheit  des Antriebssystems zu überwinden, so dass der zum       Fortschalten    des Rades notwendige Weg in der kur  zen Zeit nicht mehr völlig vom Anker zurückgelegt  wird. Es ist zwar möglich, durch Erhöhung der An  triebsleistung eine Beschleunigung zu erreichen. Hier-      bei sind aber bei den zur Verwendung kommenden  Antriebsmitteln (Röhren, Transistoren) Grenzen ge  setzt.

   Anderseits kann man die bewegten Teile nicht  unter ein Mindestmass verkleinern, beim Magnet  anker besteht die Gefahr der Sättigung, bei den me  chanischen Teilen wird höherer Verschleiss und damit  eine     Lebensdauerverkürzung    die Folge sein.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des  Erfindungsgegenstandes dargestellt und nachfolgend  näher beschrieben. Es zeigen:       Fig.    1 einen Schrittmotor mit     Zahn/Klinken-          Schaltwerk    mit radialem Eingriff und       Fig.2    eine Treiberstufe     (Univibrator)    zum An  trieb des Schrittmotors.  



  Wird in     Fig.    1 der Erregerspule 11 ein Spannungs  impuls     zugeführt,    so wird der Schwinganker 8 von  den Polschuhen 10 angezogen, macht also eine Dreh  bewegung. Der mit diesem starr gekoppelte Antriebs  anker 3 wird mit seinem Sperrzahn 5 auf die Flanke  eines Zahnes des Ankerrades 6 gezogen, wobei sich  dieses um eine halbe Teilung weiterdreht. Gleich  zeitig wird die     Rückstellfeder    2 gespannt. Nach Ab  lauf der- Impulszeit wird der Antriebsanker mit  Schwinganker 8 durch die in der     Rückstellfeder    2  gespeicherte Kraft wieder in seine Ausgangslage zu  rückgezogen.

   Dabei tritt der obere Sperrzahn 4 des  Antriebsankers 3 in das Ankerrad 6 ein und bewegt  dieses, nunmehr auf der Flanke eines Zahnes glei  tend, wieder um     1/2    Teilung     vorwärts.    Es entspricht  somit einem Impuls eine Drehung des Ankerrades 6  um eine volle Teilung. Im dargestellten Beispiel, bei  einem Rad mit zehn Zähnen, ist also der Drehwinkel       (p    = 36 . Da bei dieser Anordnung immer mindestens  ein Zahn des Schaltankers in einer Zahnlücke steht,    ist ein     Durchschleudern    der getriebenen Achse 7 des  Ankerrades 6, auch bei hohen Zählfrequenzen, aus  geschlossen.  



  Wichtig bei der Justierung des Antriebes ist die  Stellung von Schwinganker 8 und Antriebsanker 3  zueinander. Wenn der obere Sperrzahn 4 des An  triebsankers 3 im Ankerrad 6 eingetaucht ist, sollen  die Kanten des Schwingankers 8 genau gegenüber  den entsprechenden Kanten der Polschuhe 10 stehen.  Der günstigste Wirkungsgrad wird an der     Vorspan-          nung    der     Rückstellfeder    2 eingestellt. Weitere     Justier-          arbeiten    sind nicht erforderlich. Mit 1 ist ein ver  stellbares     Widerlager    für die     Rückstellfeder    2 und  mit 9 die Achse des Antriebsankers dargestellt.  



  In     Fig.2    zeigen 12 den Schrittmotor, dessen  Erregerspule im Anodenkreis liegt, während 13 den  Nullkontakt und 17 den Signaleingang darstellt. Mit  14 ist die Betriebsspannung, mit 15 die Hilfsspannung  für die Nullstellung und mit 16 die Sperrspannung  bezeichnet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Elektromagnetisches Antriebssystem in Kleinst- ausführung für mechanische Zähler, dadurch ge kennzeichnet, dass durch Kombination eines Dreh ankersystems, dessen Erregerspule in einem von einem Eingangssignal geschalteten Stromkreis liegt, mit einem Getriebesystem mit radialem Eingriff eines Schaltankers in ein Ankerrad die bewegten Teile im gesamten Antriebssystem derart klein ausgebildet sind, dass eine Schaltfrequenz von über 100 Hz erreichbar ist, ohne dass sich nach<B>107</B> Zählschritten ein störender Verschleiss bemerkbar macht.
CH269861A 1960-03-11 1961-03-07 Elektromagnetisches Antriebssystem in Kleinstausführung für mechanische Zähler CH389291A (de)

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