Verfahren zur Herstellung und zum Beschneiden von hohlen Kunststoffgegenständen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung und zum Beschneiden von hohlen Kunststoffgegenständen aus einem erhitzten, thermoplastischen, hohlen Strang, bei welchem ein Teil dieses Stranges in eine mehrteilige Giessform eingeschlossen und dann durch Einwirkung eines Druckmittels gegen die Wände des Giessformraumes aufgeblasen wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass der in der Giessform eingeschlossene Teil des Stranges vom Rest bei geschlossener Giessform abgeschnitten wird, worauf die Giessform geöffnet und der geformte und beschnittene Gegenstand ausgeworfen wird.
Einen weiteren Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung mit einem Giessformhalter zur Durchführung dieses Verfahrens, die gekennzeichnet ist durch ein Schneideorgan, das in der Ebene liegt, in die das eine Ende des herzustellenden Gegenstandes zu liegen kommt, wobei Mittel vorgesehen sind, um dieses Schneidorgan in dieser Ebene zu verschieben.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Vorrichtung schematisch dargestellt, anhand welcher das Verfahren beispielsweise erläutert wird.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Aufriss einer ersten Vorrichtung mit teilweisem Schnitt, bei geöffneter Giessform,
Fig. 2 einen gleichen Aufriss bei geschlossener Giessform,
Fig. 3 die relative Lage des Giessformhalters und des Blaskopfes beim Einführen desselben,
Fig. 4 das Abschneiden durch Verschieben der Giessform,
Fig. 5 das Auswerfen des abgeschnittenen Teiles des Stranges,
Fig. 6 im grösseren Massstab einen Schnitt durch die Giessform,
Fig. 7 eine Variante zu Fig. 6,
Fig. 8 bis 13 je eine Ausführungsvariante der Schneidemittel,
Fig. 14 ein zweites Ausführungsbeispiel mit geöffneter Giessform,
Fig. 15 einen Aufriss der Vorrichtung nach Fig. 14 in Blasstellung,
Fig. 16 im grösseren Massstab einen Schnitt durch den Vorsprung des Blaskopfes,
Fig. 17 das Auswerfen des fertigen Gegenstandes,
Fig. 18 im grösseren Massstab den abgeschnittenen Teil des Stranges,
Fig.
19 im grösseren Massstab eine Ansicht der Schneideorgane,
Fig. 20 bis 22 je einen Schnitt durch eine Ausführungsvariante des Vorsprunges des Blaskopfes.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung weist eine Düse 10 von an sich bekannter Bauart auf, deren Auslass 11 nach unten gerichtet ist. Aus diesem Auslass 11 wird ein hohler Strang aus Kunststoff A freihängend herausgepresst, der eine Temperatur aufweist, die ein Ausdehnen und ein Fixieren in einer Giessform erlaubt. Die Düse 10 besitzt nicht dargestellte Mittel, um die Temperatur und den Durchmesser des Auslasses 11 derart zu steuern, dass der Strang A parallel und koaxial zur vertikalen Achse des Auslasses 11 steht.
Der Giessformhalter 12 ist in der Höhe verstellbar angeordnet. Er weist eine horizontale Tragplatte 13 auf, die auf den Kolbenstangen zweier hydraulischer Zylinder 14 befestigt ist. In der Mitte der Tragplatte 13 ist eine Öffnung 15 vorgesehen, deren Durchmesser grösser ist als derjenige des Stranges A, so dass das untere Ende dieses Stranges A ohne Schwierigkeit durch diese Öffnung gelangen kann.
Die seitliche Ausdehnung des Endteiles B des Stranges A ist somit durch die Öffnung 15 beschränkt.
Ferner ist eine Anzahl von Giessformteilen 16 vorgesehen, die zusammen einen Giessraum 17 bilden, der dem Umfang des herzustellenden Gegenstandes entspricht. Diese Giessformteile 16 sind auf der Tragplatte 13 verschiebbar angeordnet. Sie sind in Führungen 18 der Tragplatte 13 geführt. Hydraulische Zylinder 19 dienen zur Verschiebung der Giessformteile 16. In Fig. 1 sind zwei Giessformteile 16 dargestellt, man könnte natürlich eine grössere Anzahl solcher Teile vorsehen.
Wenn beispielsweise eine Kunststoff-Flasche mit einem Hals hergestellt werden soll, so bilden die Giessformteile 16 einen Giessraum 17 (Fig. 2), der die entsprechende Form hat. Der Rand des Halses befindet sich aber in der Ebene der Unterseite 20 der Giessformteile 16. Diese bilden einen geschlossenen Raum um den Strang A, wobei ihre Unterseiten 20 gegen die Fläche 21 der Tragplatte 13 angepresst sind.
Beim Zusammenschluss der Giessformteile 16 klemmen und schliessen die Kanten der oberen Seiten dieser Giessformteile 16 den Strang A. Zweckmässig ist der Durchmesser des dem Hals entsprechenden Giessraumteiles grösser als derjenige des Stranges A.
Beim Zusammenschluss der Giessformteile 16 wird somit ein Falten dieses Strangteiles vermieden.
Gleichzeitig mit dem Schliessen der Giessformteile 16 oder unmittelbar anschliessend wird der obere Teil des Stranges A von der Düse 10 getrennt. Zu diesem Zwecke ist ein durch einen nicht dargestellten hydraulischen Zylinder angetriebenes Messer 22 verschiebbar unter der Düse 10, auf der Höhe des Auslasses 11 angeordnet. Das Messer 22 arbeitet mit solcher Geschwindigkeit, dass das Ende des neuen aus dem Auslass 11 herauskommenden Stranges offen bleibt, was bei Wiederholung der Operation von Vorteil ist.
Gleichzeitig mit dem Schneiden oder unmittelbar anschliessend wird der Giessformhalter 12 nach unten bewegt, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die wesentlich höher ist als die Geschwindigkeit des Stranges aus dem Auslass 11. Somit werden die voneinander abgeschnittenen Enden des Stranges getrennt, wobei die Düse 10 kontinuierlich arbeitet und den nächsten Strang herausbringen kann. Das Aufblasen des Stranges A in der Giessform erfolgt in der unteren Lage des Giessformhalters 12.
Zu diesem Zwecke ist ein Blaskopf 25 koaxial mit der Öffnung 15 und in der Höhe verstellbar vorgesehen. Dieser Blaskopf 25 ist auf der Kolbenstange eines hydraulischen Zylinders 26 angeordnet. Das obere Ende 27 des Blaskopfes 25 ist kalottenförmig, es könnte auch z. B. konisch sein. Dieses Ende kommt mit dem unteren Ende des Stranges A in Kontakt und presst es gegen die Wand der Öffnung 15, so dass der Strang A unten geschlossen wird. Der Blaskopf 25 kommt in Kontakt mit diesem Ende des Stranges A, entweder sobald der Giessformhalter 12 seine Abwärtsbewegung anfängt oder wenn diese zu Ende ist.
Das Medium unter Druck, z.B. Druckluft, gelangt über einen axialen Kanal (Fig. 6) in den Giessraum und drückt den Strang A an die Wände der Giessform an. Gleichzeitig wird der Teil B des Stranges A gegen die Wand der Öffnung 15 angepresst, so dass der durch den Blaskopf 25 gebildete Abschluss vollkommen wird.
Die Einwirkung der Druckluft dauert lange genug, um die Wände des Stranges A fest an die Wände des Giessraumes 17 anzupressen. Der grössere Teil dieser Einwirkungszeit dient zur Abkühlung der Kunststoffmasse, da eine verhältnismässig kurze Zeitdauer genügt, um sie gegen die Wand des Giessraumes 17 anzupressen. Am Ende dieser Periode wird der Teil B vom Rest des Stranges bzw. des gegossenen Gegenstandes durch Abschneiden abgetrennt.
Verschiedene Mittel sind zur Durchführung dieses Abschneidens vorgesehen. Gemäss Fig. 6 ist ein Messer 30 in einer Ausnehmung des Giessformhalters 12 angeordnet, dessen Schneidekante 31 sich in der Ebene der Fläche 21 neben der Öffnung 15 befindet.
Die Länge dieser Schneidekante 31 ist mindestens gleich gross wie der Durchmesser der Öffnung 15.
Die hydraulischen Zylinder 19 werden dann derart betätigt, dass die Giessformteile 16 zusammen in bezug auf die Schneidekante 31 seitlich verschoben werden, das heisst im dargestellten Ausführungsbeispiel von links nach rechts. Der Teil B wird somit vom gegossenen Gegenstand C abgetrennt. Da dieser im Giessraum 17 vollkommen gehalten ist, kann diese Operation während des Abkühlens erfolgen, so dass ein gesonderter Verfahrensschritt nicht mehr nötig ist. Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 8 ist ein in der Ebene der Fläche 21 verschiebbar montiertes Messer 32 vorgesehen, das von einem hydraulischen Zylinder 33 betätigt ist. Auch in diesem Fall schneidet das Messer 32 den Teil B bei geschlossener Giessform während des Abkühlens ab.
In Fig. 9 ist eine weitere Variante dargestellt. Als Messer ist eine drehbare Schneidscheibe 35 vorgesehen, deren kreisförmiger Schneidrand in der Ebene der Fläche 21 liegt. An dieser Schneidscheibe 35 ist aussermittig ein Kurbelhebel 36 befestigt, der im Giessformhalter 12 drehbar gelagert ist. Das untere Ende dieses Kurbelhebels 36 ist von einem hydraulischen Zylinder 37 betätigt.
In Fig. 10 ist eine andere Variante dargestellt. Das Messer 40 besteht aus einer Scheibe, die in ihrer Mitte drehbar gelagert ist. Ihre Schneidekante 41 befindet sich in der Ebene der Fläche 21 neben der Öffnung 15. Die geschlossene Giessform wird in bezug auf das sich drehende Messer 40 seitlich verschoben. Anstelle des Schneidrandes 41 könnte man einen Fräsrand vorsehen. Das Messer 40 ist in seiner Mitte an einer Welle 42 befestigt, die im Giessformhalter 12 drehbar gelagert ist. Diese Welle 42 wird unter Zwischenschaltung von Kegelrädern 44 von einem Motor 43 angetrieben. Das Messer 40 schneidet den Teil B ab und bildet gleichzeitig den glatten und flachen Rand des Halses des Gegenstandes C.
Der gute Kontakt zwischen der Giessform und dem Giessformhalter 12 gewährleistet einen konstanten Druck im Giessraum 17. Es ist in gewissen Fällen jedoch wünschenswert, dass der Druck während des Abschneidens des Teiles B nicht sinkt. Es ist besonders wichtig, dass dieser Druck aufrechterhalten wird, weil der gegossene Gegenstand eine gewisse Tendenz zur Verformung infolge der Schneidewirkung aufweist. In Fig. 10 bis 13 sind verschiedene Mittel dargestellt, um ein Aufrechterhalten des gewünschten Druckes zu gewährleisten.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 10 sind im Messer 40 schräge, radiale Kanäle 50 vorgesehen. Sie sind derart geneigt, dass sie während des Schneidens stets mit dem Innern der Giessform kommunizieren.
Unter dem Messer 40 ist im Giessformhalter 12 ein Raum 51 vorgesehen, der mit den Kanälen 50 kommuniziert. Dieser Raum 51 ist über eine Leitung 53 mit der nicht dargestellten Druckmittelquelle verbunden. Das Druckmittel, das über die Kanäle 50 in die Giessform gelangt, kompensiert somit die durch das Schneiden entstehenden Verformungskräfte.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 11 ist ein verschiebbares Messer 32 vorgesehen, das mit Querkanälen 54 versehen ist, so dass das Druckmittel auch während des Schneidens in die Giessform gelangen kann. Die Kanäle 54 sind derart angeordnet, dass sie in der äussersten linken Lage (Fig. 11) des Messers 32 einen Durchtritt des Druckmittels erlauben.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 12 weist das stationäre Messer 30 schräge Kanäle 55 auf, die über eine Leitung 56 mit der Druckmittelquelle kommunizieren. Diese Kanäle 55 sind derart angeordnet, dass stets mindestens ein Kanal den Giessraum 17 mit der Leitung 56 verbindet. Wenn die Giessform, wie dargestellt, infolge der seitlichen Verschiebung mit dem Blaskopf 25 nicht mehr verbunden ist, so wird der Druck über die Leitung 56 aufrechterhalten.
Fig. 13 stellt eine entsprechende Anordnung für das exzentrisch gelagerte Messer 35 dar. Die Mündungen der Kanäle 57 sind längs eines Bogens angeordnet, derart, dass stets mindestens ein Kanal den Giessraum 17 mit der Druckmittelleitung verbindet.
Aus dem Vorstehenden geht hervor, dass unabhängig von der Art des verwendeten Messers der Teil B stets in der Ebene der Fläche 21 des Giessformhalters 12 abgeschnitten wird. Die entsprechende Fläche des Gegenstandes C ist fertig behandelt. Es entstehen keine Giessnähte. Der entgegengesetzte Teil des Gegenstandes C kann auf gleiche Weise abgeschnitten werden. Die entstehenden Rippen sind unerheblich, da sie sich bei Verwendung auf der Unterseite des Gegenstandes C befinden.
Da die Giessformteile 16 um den Strang A, ohne diesen gegen die Wände des Giessraumes 17 zu drükken, geschlossen wurden, entstehen keine Rippen und keine Giessnähte auf dem fertigen Gegenstand. Alle Teile des fertigen Gegenstandes sind aus dem aufgeblasenen Strang A entstanden, der keiner besonderen Kokilleneinwirkung ausgesetzt wurde. Der einzige Teil, der vor dem Aufblasen mit der Giessform in Kontakt kommt, ist der Teil B, der später abgeschnitten wird.
Nach erfolgtem Abschneiden und nach gehöriger Kühlung öffnen sich die Giessformteile 16 wieder und der gegossene Gegenstand C wird, z. B. durch einen seitlichen Luftstrahl, ausgeworfen. Man kann eine besondere Kühlung der Wand der Öffnung 15 vorsehen, so dass keine Gefahr einer Überhitzung des Teiles B entsteht, die ein Kleben dieses Teiles B an der Wand der Öffnung 15 zur Folge hätte. Zu diesem Zwecke werden nicht dargestellte Kanäle im Blaskopf 25 und /oder im Giessformhalter 12 vorgesehen.
Der Giessformhalter 12 und die Giessformteile 16 nehmen dann die in Fig. 1 dargestellte Lage wieder ein. Da die Düse 10 kontinuierlich arbeitet, ist der nächste Strang A bereits herausgekommen. Der beschriebene Zyklus kann wiederholt werden.
Die beschriebene Vorrichtung kann für Gegenstände von sehr verschiedenen Dimensionen verwendet werden. Je nach dem Durchmesser des Stranges A muss die Öffnung 15 kleiner oder grösser sein. Man verwendet daher eine auswechselbare Platte 28 (Fig. 7), die im Giessformhalter 12 montiert ist. Es genügt somit, über einen Satz von Platten 28 mit verschieden grossen Öffnungen 15 zu verfügen.
In gewissen Fällen muss der Teil B zur Bildung einer verhältnismässig dünnen Halswandung in der Schnittebene dienen. In diesem Falle wird die Öffnung 15 ziemlich grösser als der dem Hals entsprechende Teil des Giessraumes 17 gewählt. Wenn das Druckmittel einwirkt, wird die Kunststoffmasse um die Kante der Giessform verdrängt, so dass eine dünnere Stelle 29 entsteht, an welcher das Schneiden leichter erfolgt.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 14, 15 weist eine Düse 10 mit einem Auslass 11 auf. Der Giess formhalter 12 ist auch hier auf den Kolbenstangen von hydraulischen Zylindern 14 befestigt und kann somit auf- und abwärts bewegt werden. In der Mitte des Giessformhalters 12 sind zwei Greifer 60 in der Platte 13 in Führungen verschiebbar angeordnet. Sie können somit gegeneinander oder voneinander weg bewegt werden. Die Greifer 60 sind seitlich durch Zungen 61 geführt. Diese Zungen 61 sind an den Greifern 60 selbst angebracht und gleiten in Nuten 62 (Fig. 17, 19).
Die Greifer 60 bilden eine Öffnung 63, die durch die gebogenen Ränder dieser Greifer begrenzt wird.
Schneidemesser 65 sind in einer zum Giessformhalter 12 parallelen Ebene auf den Greifern 60 verschiebbar angeordnet. Die Kanten 66 dieser Messer sind die Schneidekanten. Sie sind in ihrer Mitte bogenförmig ausgebildet, so dass sie eine Öffnung bilden, wenn die Messer 65 gegeneinander verschoben werden. Die geraden Endteile dieser Schneidekanten 66 liegen dann aneinander (in Fig. 19 in geöffneter Lage sichtbar).
Die Messer 65 sind in Führungen des Giessformhalters 12 angeordnet, die sie in einer Ebene halten, die oberhalb der Greifer 60 liegt. Jedes Messer 65 ist an der Kolbenstange eines hydraulischen Zylinders 67 abnehmbar montiert.
Die Giessformteile 16 entsprechen dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, 2. Im geschlossenen Zustand begrenzen sie einen Giessraum 17, an dessen unterem Ende eine Öffnung 68 vorgesehen ist (Fig. 16). Die Unterseite 20 der Giessformteile 16 liegt direkt auf den Messern 65, die somit zwischen diesen Unterseiten und den Greifern 60 liegen.
Die hydraulischen Zylinder 69 steuern die Bewegung der Greifer 60 und somit die Grösse des Durchmessers der durch diese Greifer 60 gebildeten Öffnung 63. In Fig. 14 sind diese Greifer 60 auseinander, so dass die Öffnung 63 ihren grössten Durchmesser aufweist. Letzterer ist in dieser Stellung grösser als der Durchmesser des Stranges A. Dieser kann somit ohne Schwierigkeiten in die Öffnung 63 gelangen.
Sowohl die Giessformteile 16 wie auch die Greifer 60 können mit Kanälen für ein Kühlmittel versehen werden. Dadurch wird auch das Abkühlen des gegossenen Gegenstandes beeinflusst. Dank dieser an sich bekannten Kühlung wird es möglich, die Vorrichtung sehr schnell arbeiten zu lassen.
Zunächst bewegen die Zylinder 69 die Greifer 60 auseinander, worauf die Zylinder 14 den Giessformhalter 12 nach oben bewegen. Vorgängig oder während der Aufwärtsbewegung, jedoch vor dem Erreichen der obersten Stellung, öffnen die Zylinder 19 die Giessform durch Auseinanderbewegen der Teile 16.
Der Strang A gelangt dann zwischen die Giessformteile 16 und die Greifer 60. Die Zylinder 69 bewegen dann die Greifer 60 gegeneinander, so dass der Strang A an seinem Teil B festgehalten wird. Er bleibt während des Aufblasens koaxial zur vertikalen Achse des Auslasses 11 und symmetrisch in bezug auf die Wände des Giessraumes. Daraufhin werden die Giessformteile 16 bewegt und die Giessform geschlossen. Das Messer 22 trennt den Strang A von der Düse 10, und der Giessformhalter 12 wird nach unten bewegt (Fig. 15).
Der Blaskopf 25 ist koaxial mit dem offenen unteren Ende des Teiles B des Stranges A angeordnet. Er weist einen zylindrischen Vorsprung 70 auf, der zur Bildung der Öffnung des Halses des Gegenstandes dient. Dieser Vorsprung 70 hat einen Durchmesser, der gleich oder kleiner als der Durchmesser des Stranges A ist. Falls dieser Durchmesser ursprünglich grösser ist als derjenige des Vorsprunges 70, so wird er durch den Zusammenschluss der Giessformteile 16 auf den Durchmesser des Vorsprunges 70 reduziert. Dieser Vorsprung 70 könnte gegebenenfalls im Giessformhalter 12 selbst gehalten sein. Es sollten aber in diesem Falle Mittel vorgesehen werden, um ihn in bezug auf die Öffnung der Giessform bewegen zu können.
In Fig. 16 ist dieser Vorsprung 70 im Schnitt dargestellt. Er weist an seinem oberen Ende eine ringförmige Nut 71 auf, womit eine Scherkante 72 gebildet wird. Der Schaft 73 des Vorsprunges 70 ist in einem Gehäuse 74 verschiebbar montiert. Ein hydraulischer Zylinder 75 dient zum Antrieb dieses Vorsprunges 70.
Der Vorsprung 70 gelangt in den Strang A durch sein unteres Ende B, vorzugsweise wenn der Giessformhalter 12 sich in seiner unteren Stellung befindet.
Die Zylinder 14 bewegen den Giessformhalter 12 nach unten, so dass der Vorsprung 70 in die Öffnung 68 gelangt. Das Ganze kommt zum Stillstand, wenn die Scherkante 72 in der Ebene der Unterseite 20 liegt.
Man könnte auch den Vorsprung 70 nach oben bewegen und dann den Giessformhalter 12 nach unten. Die Relativbewegung des Vorsprungs 70 und der Öffnung 68 ist allein massgebend.
Nach erfolgter Einsetzung des Vorsprunges 70 wird über den Kanal 76 des Blaskopfes 25 das Druckmittel in die Giessform eingeführt, und der Strang wird gegen die Wände des Giessraumes 17 angepresst. Das Druckmittel wirkt lange genug ein, um eine vollständige Verformung und ein Fixieren des Stranges zu gewährleisten. Vor Ende dieser Periode wird der untere Teil B vom Rest des Stranges abgeschnitten. Die Messer 65 werden von den Zylindern 67 gegeneinander bewegt. Sie gelangen bis in die Nut 71 und trennen den Teil B ab. Zusammen mit den Scherkanten 72 bilden sie eine Art Schere. Sie bilden einen glatten und flachen Rand für den Hals des Gegenstandes C.
Während des Schneidens wird die Druckmittelzufuhr nicht unterbrochen. Der aufgeblasene Strang bleibt somit gegen die Wand des Giessformraumes angepresst. Gleichzeitig wirkt das Druckmittel als Kühlmittel.
Während die Messer 65 den Teil B abschneiden, bleibt der Endteil des Vorsprunges 70 in der Öffnung 68 und hält den Rand des Halses fest gegen die Wand dieser Öffnung 68. Es kann somit infolge der Schneidkräfte keine Deformation dieses Randes entstehen.
Wenn die Messer in die Wand des Stranges A gelangen, wird das Material ausserhalb der Schneideebene nach unten längs des Schaftes 73 bewegt. Es hat die Form eines kleinen Zylinders oder eines Ringes und kann nach dem Zurückziehen des Vorsprunges 70 in sein Gehäuse 74 entfernt werden. Der obere Rand des Gehäuses 74 drückt dann diesen Teil B heraus (Fig. 18).
Nach der beschriebenen Schneidoperation werden die Giessformteile 16 wieder geöffnet, und der gegossene Gegenstand C wird z. B. mittels Druckluft entfernt.
In Fig. 20 bis 22 ist eine Variante dargestellt. Der Vorsprung 80 weist einen Kopf 81 auf, der, wie oben beschrieben, in den unteren Teil des Stranges A gelangt (Fig. 20). Dann wird über den Kanal 82 Druckmittel in die Giessform eingelassen, und der Strang A wird gegen die Wände des Giessformraumes 17 aufgeblasen.
Erst dann wird der Vorsprung 80 weiter nach oben bewegt, so dass er die Stellung der Fig. 21 ein nimmt. Wie die Relativbewegung von Vorsprung 80 und Giessformhalter 12 erfolgt, ist unerheblich. Der Vorsprung 80 ist jetzt derart angeordnet, dass seine Scherkante 84 in der Ebene der Unterseite 20 der Giessformteile liegt. Dann werden die Messer 65 wie oben beschrieben bewegt. Unterhalb der Scherkante 84 ist jedoch der Vorsprung 80 verjüngt, derart, dass ein freier Raum 85 entsteht. Der abgeschnittene Teil B gelangt auf diesen verjüngten Teil des Vorsprunges 80 und bleibt dort stehen.
Nach dem Entfernen des fertigen Gegenstandes wird auch dieser Teil B vom Vorsprung 80 entfernt.
Zu diesem Zwecke ist eine Anzahl von radial gerichteten Düsen 86 vorgesehen. Diese Düsen 86 öffnen sich unterhalb der Scherkante 84 (Fig. 22). Nach dem Abschneiden des Teiles B werden diese Düsen 86 mit Druckmittel gespiesen. Das Druckmittel dehnt diesen Teil B aus, so dass er einen Ring bildet, der leicht entfernt werden kann, wenn der Blaskopf in das Gehäuse 74 zurückgezogen wird. Gleichzeitig wird dadurch der Kopf des Vorsprunges gekühlt. Da dieser Vorsprung bei der nächsten Operation wieder mit dem Teil B des nächsten Stranges A in Kontakt kommt, wird somit eine unerwünschte Klebewirkung des Materials des Teiles B an dem Kopf oder an der Giessform vermieden.
Falls in bestimmten Fällen der untere Teil des Stranges A verschlossen ist, so wird der Blaskopf mit einer hohlen spitzen Nadel versehen. Man könnte ferner zwecks Begünstigung des Aufblasens einen gewissen Unterdruck in der Giessform herrschen lassen.