CH375019A - Verfahren zur Herstellung von reinem Threonin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von reinem Threonin

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CH375019A
CH375019A CH101263A CH101263A CH375019A CH 375019 A CH375019 A CH 375019A CH 101263 A CH101263 A CH 101263A CH 101263 A CH101263 A CH 101263A CH 375019 A CH375019 A CH 375019A
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threonine
pure
copper
chelate
chelates
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Application number
CH101263A
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English (en)
Inventor
Miyamae Takashi
Shimokoshi Masao
Original Assignee
Ajinomoto Kk
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C227/00Preparation of compounds containing amino and carboxyl groups bound to the same carbon skeleton
    • C07C227/14Preparation of compounds containing amino and carboxyl groups bound to the same carbon skeleton from compounds containing already amino and carboxyl groups or derivatives thereof
    • C07C227/16Preparation of compounds containing amino and carboxyl groups bound to the same carbon skeleton from compounds containing already amino and carboxyl groups or derivatives thereof by reactions not involving the amino or carboxyl groups

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von reinem Threonin
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von reinem Threonin, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man Glycin in das Kupfersalz überführt, 1 Mol dieses Salzes mit 4 Mol Acetaldehyd unter Bildung von Threonin- und Allothreonin-Aldehyd-Kupferchelat behandelt, worauf man die so gebildeten Chelate unter Ausnutzung des Löslichkeitsunterschiedes trennt und das   Threonin    chelat unter Bildung von reinem Threonin zersetzt.



   Von vielen Verfahren zur Synthese von Threonin, das neuerdings als sehr wichtig für Ernährungszwecke angesehen wird, sind wenige als handelsmässig durchführbar anzusehen. Eines derselben ist ein Verfahren, das von Glycin ausgeht [M. Sato, K. Okawa  &    S. Akabori,    Bulletin of the Chemical Society of Japan, 30, 937 (1957)], und ein anderes verwendet Acetessigsäure als Rohmaterial, K. Pfister III,   CA.    Bobinson, A. C. Shabica  &  M. Tichler, J. A. C. S., 70, 2297 (1948), 71, 1105 (1949); Y. Izumi  &  S. Konishi, Nihon Kagaku Kaishi, 74, 957 (1953).



  Da bei letzterem Verfahren mehr DL-Allothreonin als DL-Threonin selber gewonnen wird, wird das erstere üblicherweise in das letztere durch Oxazolininversion umgewandelt, wobei die Ausbeute von reinem DL-Threonin niedrig ist infolge der geringen Wirkungsweise der Oxazolininversion und der Schwierigkeit, das DL-Threonin von verunreinigendem Glycin zu reinigen. Obgleich diese von Glycin ausgehende Methode mehr DL-Threonin ergibt als DL-Allothreonin, ist das Verhältnis des letzteren zu dem ersteren in dem Kristallinprodukt höchstens   1:1,8;    dieses Verhältnis steigt nicht über 1: 2,4, selbst bei wiederholter Rekristallisation.



   Es wurde nun gefunden, dass man die genannten Schwierigkeiten überwinden kann, wenn man das Glycin zunächst in das Kupfersalz überführt und dann mit einem Aldehyd behandelt.



   Wenn man 1 Mol des Kupfersalzes mit 2 Mol Acetaldehyd umsetzt, bilden sich Threonin und Allothreonin im Verhältnis   2 : 1.    Verwendet man aber 4 Mol des Aldehyds, so entstehen Threonin- und Allothreonin-Acetaldehyd-Kupferchelate. Diese Chelate weisen eine verschiedene Löslichkeit auf und können aufgrund derselben getrennt werden. Durch Zersetzung des Threonin-Aldehyd-Kupferchelats erhält man reines Threonin in guter Ausbeute.



   Um Threonin aus der Chelatform in freiem Zustand zu gewinnen, wird letztere z. B. mit Säuren, Schwefelwasserstoff oder dergleichen zersetzt. Die Entfernung von Kupfer kann in üblicher Weise durchgeführt werden. Wenn z. B. die Lösung durch eine mit einem stark sauren Ionenaustauschharz gefüllte Kolonne geleitet wird, werden Kupfer und Threonin adsorbiert, und wenn Ammoniakwasser durch die Kolonne geführt wird, wird das Threonin vollständig herausgelöst.



   Beispiel
Zu einem Gemisch von   400 mol    Wasser, 115 g Kupferglycinat und 12 g   Natriumhydroxyd    wurden innerhalb von 7 Minuten unter Rühren bei   500. C    150   ml    Acetaldehyd zugefügt. Die gebildeten Chelate wurden unter Ausnutzung der   Löslichkeitsunter-    schiede getrennt. Die. DL-Threonin-Acetaldehyd Kupferchelat-Kristalle, die sich während einer Zeit von etwa 45 Minuten bildeten, wurden abfiltriert und gewaschen.

   Das verbliebene Threonin-Chelat wurde in einer wässrigen Lösung auf einen pH von 2 eingestellt mit 3n Schwefelsäurelösung zersetzt und die Lösung durch eine Kolonne von  Diaion SK 1  (ein Handelsname für stark saure Ionenaustauschharze, hergestellt von der Mitsubishi Chemical Industry Ltd.) zwecks Adsorption von DL-Threonin mit darauf niedergeschlagenem Kupfer geleitet. Nach Auswaschen des Harzes mit Wasser wurde das adsorbierte     

Claims (1)

  1. Threonin vollständig mit 2n wässrigem Ammoniak herausgelöst. Die Lösung wurde im Vakuum verdampft und der Rückstand aus wässrigem Methanol rekristallisiert. Man erhielt 39 g DL-Threoninkristalle mit einem Reinheitsgrad von 99, 8 /FO PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von reinem Threonin, dadurch gekennzeichnet, dass man Glycin in das Kupfersalz überführt, 1 Mol dieses Salzes mit 4 Mol Acetaldehyd unter Bildung von Threonin- und AUothreonin-Aldehyd-Kupferchelat behandelt, worauf man die so gebildeten Chelate unter Ausnutzung der Löslichkeitsunterschiede trennt und das Threonin chelat unter Bildung von reinem Threonin zersetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung mit dem Aldehyd bei 50 C stattfindet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zersetzung des Chelats durch Ansäuern bewirkt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das reine Threonin mit Hilfe eines sauren Ionenaustauschharzes gewinnt.
CH101263A 1958-10-09 1959-09-29 Verfahren zur Herstellung von reinem Threonin CH375019A (de)

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