Lochkarte, insbesondere zur Steuerung von Signalanlagen Es ist naheliegend, Signalanlagen, insbesondere solche zur Anzeige der Abfahrt von Zügen und Flug zeugen, welche nach einem immer wiederkehrenden Fahrplan geschehen muss, mit Lochkarten zu steuern. Es hat sich nun gezeigt, dass insbesondere bei der Anzeige von Fl-ugkursen bestimmte Angaben, wie z. B. die Abflugzeit oder der Flugsteig bei einem be stimmten Kurs im Laufe der Tage relativ oft wech seln. Trotz des Umstandes, dass der grösste Teil der anzuzeigenden Angaben gleich bleibt, ist es dann notwendig, immer wieder neue Karten zu beschaffen, was mit verschiedenen Umtrieben verbunden ist.
Bei Anwendung der Erfindung ist es nun trotz der Verwendung von Lochkarten möglich, das Be dürfnis zur Steuerung einer Anzeigeanlage zwecks Anzeige von teilweise veränderlichen Informationen mit wenig Umtrieben zu befriedigen. Sie betrifft eine Lochkarte, welche sich insbesondere für die Steue rung von Signalanlagen eignet. Diese Lochkarte ist dadurch gekennzeichnet, dass an einer Grundkarte mindestens eine dazu parallele, mehrere Gruppen von Löchern aufweisende Zusatzkarte bewegbar gelagert ist.
Im Bereich dieser Zusatzkarte befindet sich eine bestimmte Lochgruppe der Grundkarte, wobei die Verhältnisse so gewählt sind, dass durch die Bewegung der Zusatzkarte in verschiedene Stellungen Löcher ihrer verschiedenen Lochgruppen nacheinander mit einem Teil derjenigen Löcher in Deckung gebracht werden, welche der genannten Lochgruppe der Grundkarte angehören.
In der Folge wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Es handelt sich dabei um eine Lochkarte zur Steuerung einer Anlage zur Anzeige von Fl-ugkursen auf einem Flugplatz. Diese Karte enthält in Form von Löchern Angaben über Flug gesellschaft, Kursnummer, Ziel, Weg und Abflugzeit in Stunden und Minuten (von<B>5</B> zu<B>5).</B> Alle ausser der letzten Angabe sind unveränderlich und am Kopf der Karte in normaler Schrift wiederholt.
Das der Ab- flugzeit entsprechende Lochbild ist dag, ,egen verstell- bar, und die eingestellte Zeit ist ebenfalls am Kopf der Karte in normaler Schrift sichtbar.
Die Fig. <B>1</B> zeigt diese Lochkarte in der Drauf sicht, und Fig. 2 zeigt den Schnitt A-A derselben Karte, wobei der Massstab in der Richtung der Dicke der Karte gegenüber demjenigen in der Richtung der Breite vergrössert ist, damit der Aufbau der Karte besser dargestellt werden kann.
Die Fig. <B>3</B> und 4 sind Detaildarstellungen von drehbaren Scheiben, welche als Zusatzkarten in der Lochkarte gemäss den Fig. <B>1</B> und 2 enthalten sind.
Die Lochkarte besteht aus einer Grundkarte<B>1,</B> welche, wie aus Fig. 2 ersichtlich, aus einem Blech rohr<B>15</B> von sehr flacher Form gebildet ist. Von die ser hohlen Grundkarte werden zwei parallel zur Hauptausdehnungsrichtung der Grundkarte angeord nete Zusatzkarten 2 und<B>3</B> umschlo#ssen, welche als drehbare Scheiben ausgeführt sind. Die Lochkarte ist dazu bestimmt, in eine nicht dargestellte Abtastein- richtung eingeführt und dort auf mechanische oder optische Weise abgetastet zu werden, wobei dann die abgetasteten Werte an einer Sigenalanlage angezeigt werden.
Die Buchstaben und die 24 veränderbaren Stundenwerte der Abflugzeit sind in einem Fünfer code, die Ziffern und die 12 veränderbaren Minuten werte dagegen in einem Vierercode festgehalten, das heisst es sind pro Zeichen fü.nf bzw. vier bestimmte Stellen vorhanden, an welchen durch Anbringen oder Weglassen eines Loches gemäss dem Code in bekann ter Weise die verschiedenen Zeichen gebildet werden.
Die Grundkarte<B>1</B> gemäss Fig. <B>1</B> zeigt Lochgrtip- pen <B>6</B> in Form von Zeilen, ferner die anders angeord neten Lochgruppen 4 und<B>5.</B> Die Zeilen sind ihrer- seits zu Zeilengruppen zusammen,- gefasst, welche gan- zen Wörtern entsprechen. Diese Zeilengruppen ent sprechen den festen Bezeichnungen, welche am Kopf der Karte in Klarschrift angebracht sind.
Dabei ent spricht die Zeilengruppe<B>7</B> dem Wort Casablanca , <B>8</B> dem Wort AFAT> (Fluggesellschaft),<B>9</B> der Zahl <B>2023</B> (Kursnummer) und<B>10</B> dem Wort Bordeaux . Die Aufzeichnungen sind auf der linken Seite der Karte in der Richtung von oben nach unten und auf der rechten Seite in der Richtung von unten nach oben angebracht. Die Lochgruppen 4 und<B>5</B> entspre chen den einzustellenden Werten für Stunde und Minuten der Abflugzeit.
Die aus Fig. <B>1</B> ersichtlichen Löcher der Grund karte<B>1</B> sind durchgehend in den beiden Wandungen des Rohres<B>15</B> angebracht. Die Anzahl der Löcher der beiden Lochgruppen 4 und<B>5</B> entspricht<B>je</B> der Höchstzahl der für den betreffenden Code möglichen Löcher,<B>je</B> vermehrt um ein weiteres Loch, dessen Aufgabe später erläutert wird.
Durch die als Scheiben ausgebildeten Zusatzkar ten 2 und<B>3</B> wird jeweils in später zu erläuternder Weise ein Teil der den Lochgruppen 4 und<B>5</B> an gehörenden Löcher verdeckt. Die beiden Zusatz karten sind derart angeordnet, dass sich ausserhalb des Bereiches der Lochgruppen 4 -und<B>5</B> ihre Pro jektionen auf die Grundkarte überschneiden, wodurch eine wesentliche Platzeinsparung möglich ist. Die Lagerung der Scheiben erfolgt mit Hilfe von Naben <B>13</B> an Achsen 14, welche ihrerseits mit Nieten 12 an den Wandungen der Grundkarte befestigt sind. Diese Naben<B>13</B> sind dabei derart unsymmetrisch ausgebil det, dass die Scheiben 2 und<B>3</B> in verschiedenen Ebe nen liegen.
Infolgedessen werden die Scheiben im Bereich, in welchem sie sich überschneiden, nicht verformt und sind leicht drehbar. Wenn man berück sichtigt, dass, wie bereits erwähnt, in der Fig. 2 der Massstab in Richtung der Dicke der Karte bedeutend grösser gewählt wurde als in der Richtung der Breite, so ist es klar, dass die Wandungen der Grundkarte und die Scheiben gleichwohl so nahe beieinanderlie- gen, dass genügend Reibung vorhanden ist, um die Scheiben in der eingestellten Stellung festzuhalten. Der Rand der Grundkarte ist an den Stellen<B>23</B> etwas zurückgesetzt, und die Wandung des die Grundkarte bildenden Rohres<B>15</B> ist dort unterbrochen.
In diesen Zurücksetzungen stehen die Scheiben 2 und<B>3</B> vor, ragen jedoch nicht über den äusseren Rand der Grundkarte hinaus. Die Scheiben sind aussen gezähnt, so dass sie leicht von Hand gedreht werden können. Wie erwähnt, kann die Scheibe 2 in 24 und die Scheibe<B>3</B> in 12 verschiedene Stellungen gestellt wer den. Jede der Scheiben trägt, wie aus den Fig. <B>3</B> und 4 ersichtlich, an ihrem äusseren Rand Zahlen<B>18,</B> welche, wie auf Fig. <B>1</B> ersichtlich, in Fenstern<B>11</B> er scheinen und die Stellung der Scheiben anzeigen.
Wie aus den Fig. <B>3</B> und 4 ersichtlich, weist ausser dem jede der Scheiben 2 und<B>3</B> Löcher in einer charakteristischen Anordnung auf. Von diesen Lö chern befinden sich in jeder Stellung der Scheibe einige in Deckung mit den aus den Löchern 21 und <B>16</B> gebildeten Lochgruppen 4 und<B>5.'</B> Diejchigen Löcher jeder Scheibe, welche jeweils gleichzeitig mit den Löchern der Gruppe 4 bzw. <B>5</B> zur Deckung ge bracht werden können, bilden zusammen ebenfalls eine Gruppe. Auf den Fig. <B>3</B> und 4 sind die Löcher <U>Je</U> eines Beispieles 22 einer solchen Gruppe und die zur selben Gruppe gehörenden nicht durchbrochenen Stellen mit Kreuzen bezeichnet.
Die Anordnung die ser Kreuze entspricht dabei dem um einen bestimm ten Winkel gedrehten Bild der Lochgruppe 4 bzw. <B>5.</B> Das gesamte Lochbild jeder Scheibe besteht aus so vielen solcher Gruppen, als die Scheibe Stellungen aufweist. Innerhalb dieser Gruppen sind die Löcher entsprechend des Codes zur Markierung der Abflug zeiten angeordnet. Durch die offengelassenen bzw. verdeckten Löcher der Gruppen 4 bzw. <B>5</B> werden nun zuhanden der nicht dargestellten Abtasteinrichtung diejenigen Zahlen markiert, welche den in den Fen stern<B>11</B> angezeigten Zahlen entsprechen.
Zu dieser Markierung werden<B>-</B> wie bereits eingangs kurz er wähnt<B>-</B> nicht sämtliche Löcher der auf den Scheiben befindlichen Lochgruppen benötigt, sondern nur die den Löchern 21 der Grundkarte entsprechenden. Ausser diesen Codelöchern weist jede der Lochgrup pen 22 einer Scheibe ein Loch<B>17</B> auf, das in der entsprechenden Stellung mit dem der Lochgruppe 4 bzw. <B>5</B> der Grund#karte angehörigen Loch<B>16</B> zur Deckung gebracht wird. Somit wird in jeder Stellung der Scheiben 2 und<B>3</B> eines der Löcher<B>17</B> mit dem zugehörigen Loch<B>16</B> zur Deckung gebracht. Diese Löcher<B>16</B> und<B>17</B> tragen daher nicht zur Kenn zeichnung der Stellung der Scheiben bei.
Sie dienen zur Feineinstellung der Scheiben in ihre jeweiligen Stellungen, indem bei der Abtastung der Karte durch die nicht dargestellte Abtasteinrichtu#ng in jedes der Löcher<B>16</B> ein konischer Dorn geschoben wird, wo durch die Scheiben, sofern sie gegenüber ihrer Soll- lage leicht verschoben sind, genau eingestellt werden. Die Abtasteinrichtung ist ausserdem so gebaut, dass nicht abgetastet werden kann, wenn die genannten Dorne nicht in die Löcher<B>16</B> eindringen können, das heisst, wenn die Scheiben 2 und<B>3</B> überhaupt nicht in definierten Stellungen stehen.
Dadurch werden fehler hafte Anzeigen, welche durch ungenaue Einstellung der Scheiben entstehen könnten, vermieden. Man wählt vorzugsweise die Löcher<B>17</B> gleich gross, die übrigen Löcher der Scheiben jedoch etwas grösser als die Löcher der Grundkarte. Auf diese Weise erfolgt die Feineinstellung genau, währenddem anderseits kleine Ungenauigkeiten im Lochbild der Karten und in der Lagerung der Scheiben ausgeglichen werden.
Für die Wahl des Bildes der Lochgruppen 4 und <B>5</B> ist einerseits die Notwendigkeit, dass die Abtast- organe der nicht dargestellten Abtasteinrichtung einen bestimmten minimalen Abstand voneinander aufwei sen müssen, und anderseits die Forderung nach mög lichst kleinen Scheiben massgebend. Zudem sollten die Löcher derart auf den Scheiben verteilt sein, dass die Scheiben eine gewisse Festigkeit behalten. Diese An forderungen können am besten erfüllt werden, wenn diese Löcher mindestens zum Teil auf einer archi medischen Spirale<B>19</B> angeordnet werden, das heisst auf einer Spirale, in welcher der Abstand eines Punk tes vom Zentrum proportional zum durchlaufenen Drehwinkel ist.
Von der Lochgruppe 4 sind fünf, von der Lochgruppe<B>5</B> vier der Löcher auf einer sol chen Spirale angeordnet. Die Winkel 20 zwischen den Löchern entsprechen dabei der Teilung der Scheibe in bezug auf ihre verschiedenen Stellungen. Unter diesen Voraussetzungen sind die Löcher in den Schei ben auf radial verlaufenden, Linien angeordnet, wobei jedoch die Löcher auf einer Linie nicht derselben Gruppe 22 angehören. Um Platz zu sparen, ist es bei dieser Anordnung möglich, die radialen Abstände zwischen den verschiedenen Löchern etwas kleiner zu wählen als den Durchmesser der Löcher und jeweils auf derselben Radiallinie sich befindliche benachbarte Löcher miteinander zu verbinden.
Es entstehen dann die auf den Fig. <B>3</B> und 4 ersichtlichen länglichen Löcher.
Dank der Anordnung mindestens eines Teiles der abzutastenden Stellen auf einer Spirale<B>19</B> und der Anordnung der Scheiben in einer Weise, dass siesich überschneiden, ist es trotz Einhaltung eines genügen den Abstandes der abzutastenden Löcher möglich, sowohl ein Minimum an Scheibengrösse als auch an Platzbedarf für den verstellbaren Teil der Karte zu erreichen.
Die Erfindung ist natürlich nicht an die beispiels weise beschriebene Ausführungsform gebunden. Ins besondere können als Zusatzkarten Schieber anstelle von Scheiben verwendet werden.