CH371401A - Verfahren zum Entkeimen von Wasser und wässerigen Lösungen - Google Patents

Verfahren zum Entkeimen von Wasser und wässerigen Lösungen

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CH371401A
CH371401A CH6304358A CH6304358A CH371401A CH 371401 A CH371401 A CH 371401A CH 6304358 A CH6304358 A CH 6304358A CH 6304358 A CH6304358 A CH 6304358A CH 371401 A CH371401 A CH 371401A
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CH
Switzerland
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chlorine
water
aqueous solutions
ozone
disinfecting
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Application number
CH6304358A
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Hansjoerg Dr Schmassmann
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Ozon Verwertungs Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/72Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation
    • C02F1/78Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation with ozone
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/46Treatment of water, waste water, or sewage by electrochemical methods
    • C02F1/461Treatment of water, waste water, or sewage by electrochemical methods by electrolysis
    • C02F1/467Treatment of water, waste water, or sewage by electrochemical methods by electrolysis by electrochemical disinfection; by electrooxydation or by electroreduction
    • C02F1/4672Treatment of water, waste water, or sewage by electrochemical methods by electrolysis by electrochemical disinfection; by electrooxydation or by electroreduction by electrooxydation
    • C02F1/4674Treatment of water, waste water, or sewage by electrochemical methods by electrolysis by electrochemical disinfection; by electrooxydation or by electroreduction by electrooxydation with halogen or compound of halogens, e.g. chlorine, bromine

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Description


  Verfahren     zum    Entkeimen von Wasser und wässerigen Lösungen    Es sind Verfahren zum Entkeimen von Wasser  oder wässerigen Lösungen:, wie     Meerwasser    bzw. Salz  sole, mittels     Chlor    oder Ozon bekannt. Die Verwen  dung von Chlor als     Entkeimungsmittel    hat je nach  dem Verwendungszweck des damit     behandelten     Wassers     bzw.    der wässerigen Lösung mehr oder we  niger einschneidende Nachteile.

   Bei der     Trinkwasser-          entkeimung        stehen    insbesondere     geruchlich    und ge  schmacklich unangenehme     Begleiterscheinungen    im  Vordergrund, wobei jedoch auch     gesundheitliche     Schädigungen in     Betracht    kommen,     umsomehr    als  Trinkwasser auch als Wasch- und Badewasser sowie  zum Auffüllen von Aquarien und Bewässern von  Fischkästen Verwendung findet, wobei ein zu     grosser     Chlorgehalt je     nach    individuellen     Empfindlichkeiten     zur Bildung von Hautekzemen bzw.

   zu     Vergiftungen     führen     kann.     



  Auf     der    anderen Seite ist die Wirkung von Ozon  als     Entkeimungsmittel    nicht     nachhaltig,    weil das Ozon  bereits kurz nach erfolgter Anwendung im Wasser  zerfällt und daher keine bakterizide Nachwirkung ge  gen     nachträgliche    Neuinfektionen auszuüben vermag.  Eine bakterizide Nachwirkung wird jedoch bei vielen  Anwendungsgebieten von Wasser verlangt,     insbeson-          dere    bei Schwimmbädern.

   Gerade bei diesen machen  sieh jedoch bei zu starkem Chlorgehalt des Wassers  die oben erwähnten Nachteile besonders einschnei  dend fühlbar, indem nicht nur der     Aufenthalt    in die  sem Wasser zur Bildung von Hautekzemen führen  kann, sondern sich     unmittelbar    über dem Wasser  niveau     eine    Atmosphärenzone mit hoher feuchter       Chlorgaskonzentration    bildet, in     welche    der Kopf der  im Wasser schwimmenden Person .hineinragt, so dass  diese nicht nur dem unangenehm starken Chlorge  ruch, sondern auch gesundheitlichen     Schädigungen     durch das Einatmen dieser stark chlorhaltigen Luft  ausgesetzt sind.

      Die vorliegende     Erfindung    bezweckt nun, die  Vorteile sowohl der Chlor- als auch der Ozonbehand  lung von Wasser und wässerigen     Lösungen    auszu  nutzen, ohne     deren        Nachteile    in Kauf zu nehmen  und betrifft ein     Verfahren    zum     Entkeimen    von Was  ser und wässerigen Lösungen, das     gekennzeichnet    :ist       durch    eine kombinierte Behandlung .mit Ozon und  Chlor oder chlorhaltigen     Stoffen.     



  Hierbei kann der Chlorgehalt des Wassers bzw.  der wässerigen     Lösung    so     niedrig    bemessen     sein,    dass  er zur bakteriziden Nachwirkung ohne in     Erschei-          nungtreten        vorgenannter    nachteiliger Begleiterschei  nungen ausreicht, wogegen beim vorangegangenen  Hauptvorgang der     gründlichen        Entkeimung    die ent  sprechend hoch bemessene Ozonbeigabe voll zur  Wirkung kommt.  



  Besondere     Bedeutung    kommt dem     erfindungs-          gemässen    Verfahren bei der Anwendung auf das     Ent-          keimen    von z. B. Meerwasser oder Salzsole     in     Schwimmbädern zu, wobei das Entkeimen     zweck-          mässig    unter Umwälzung des Meerwassers bzw. der       Salzsole    erfolgt und das.

       zum        Entkeimen    benötigte  Chlor     unmittelbar    aus der wässerigen,     natriumchlorid-          haltigen    Lösung durch Elektrolyse erzeugt und     im          Entstehungszustand    zur Wirkung gebracht wird. Es  ist bekannt, dass Chlor in diesem     Zustand    am     wirk-          sams@ten    ist.

   Dasselbe     gilt    für bei der     Auflösung    in  Wasser aktives Chlor abgebende     chlorhaltige        Stoffe.     Infolge der     grösseren    Wirksamkeit dieses Chlors       kann    dessen Konzentration umso kleiner     gehaltem     werden, was umso günstiger ist, als die     geruchlichen,

            geschmacklichen    und     gesundheitlichen        Nachteile    des  Chlors     in    Salzlösungen noch     in    verstärktem     Ausmass     in     Erscheinung        treten    als in Süsswasser.

   Umso     grös-          sere    Bedeutung     kommt    daher dem     erfindungsgemäs-          sen        Entkeimungsverfahren    bei der Behandlung von  Salzsolen im Falle der Verwendung von Chlor in      statu nascendi zu, da es gestattet,     mit    einem     Minimum     an Chlorgehalt eine vollwertige     Entkeimung    und eine  nachhaltige     bakterizide    Wirkung zu erzielen, wobei  zum grösseren     Teil    Ozon und zum     kleineren    Teil  Chlor oder ein     chlorhaltiger    Stoff Verwendung fin  den kann.

   Durch Anwendung des für     Salzsolen    ent  wickelten Verfahrens auf Wasser und wässerige Lö  sungen anderer Art können     auch    bei diesen die bei  der alleinigen Anwendung von Chlor und     chlorhal-          tigen    Stoffen oder bei der     alleinigen    Anwendung von  Ozon nach     bisheriger        Art    je nach dem Verwendungs  zweck auftretenden,     nachteiligen        Begleiterscheinun-          gen        vermieden    werden.  



  Infolge der starken Herabsetzung des     Chlorgehal-          tes    des     behandelten    Wassers     lässt    sich u. a. in     Hallen-          schwimmbädern    der     lästige        Chlorgeruch,    wie er bei       den,    bisherigen     Entkeimungsverfahren    mittels Chlor  entsteht, vermeiden. Ferner ist es     möglich,    zu     Trink-          und    Kurzwecken bestimmtes     Meerwasser    bzw.

   Sole  ohne Inkaufnahme     eines    lästigen     Chlorgeruches    zu  entkeimen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Entkeimen von Wasser und wäs serigen Lösungen, gekennzeichnet durch eine kombi nierte Behandlung mit Ozon und Chlor oder chlor- haltigen Stoffen. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I zum Entkei- men von natriumchloridhaltigen, wässerigen Lösun gen, dadurch gekennzeichnet, dass man aus der wäs serigen Lösung selbst durch Elektrolyse erzeugtes Chlor verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zum grösseren Teil Ozon und zum kleineren Teil Chlor oder ein chlorhaltiger Stoff ver wendet werden. PATENTANSPRUCH II Anwendung des Verfahrens gemäss Patentan spruch I zum Entkeimen des Wassers von Schwimm bädern. UNTERANSPRÜCHE 3. Anwendung gemäss Patentanspruch 1I auf das Entkeimen von Meerwasser oder Salzsole in Schwimmbädern. 4. Anwendung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Entkeimen unter Umwäl zung des Meerwassers oder der Salzsole erfolgt.
CH6304358A 1958-08-19 1958-08-19 Verfahren zum Entkeimen von Wasser und wässerigen Lösungen CH371401A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2511359A1 (fr) * 1981-08-17 1983-02-18 Trailigaz Procede de traitement d'eaux usees par l'ozone
WO2023115677A1 (zh) * 2021-12-20 2023-06-29 北京首钢朗泽科技股份有限公司 一种含碳工业气体工业化蛋白质生产系统

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