CH370682A - Verfahren zum Zerschneiden von kontinuierlich sich aufwickelnden Wattebahnen und Einrichtung zur Ausübung desselben - Google Patents
Verfahren zum Zerschneiden von kontinuierlich sich aufwickelnden Wattebahnen und Einrichtung zur Ausübung desselbenInfo
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Description
Verfahren zum Zerschneiden von kontinuierlich sich aufwickelnden Wattebahnen und Einrichtung zur Ausübung desselben Schmale Watterollen stellt man in der Weise her, dass eine breite, durch einen Kalander geführte Wattebahn vor oder nach Passieren des letzteren in Längsrichtung unterteilt und in mehreren schmalen Bahnen aufgewickelt wird. Das Zerschneiden einer breiten und mehr als 10 cm dicken Rolle in schmale Rollen, sei es durch hin- und hergehende oder rotie rende Messer, war bisher nicht möglich.
Die Messer würden nämlich stark erhitzt und durch die Hitze einwirkung würde ein sehr unsauberer Schnitt er zeugt und eine Verbrennung der Schnittflächen her vorgerufen. Das handelsübliche Aufwickeln in ca. 10 bis 30 cm breite Rollen ist daher heute bei der Wattebahnbearbeitung üblich. Diese Methode ist nicht nur sehr zeitraubend und weniger leistungs fähig, sondern die erhaltenen Rollen bekommen bei der Einzelaufwicklung häufig unregelmässige, resp. ungerade Stirnflächen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zum Zerschneiden von kontinuierlich sich aufwickelnden Wattebahnen und eine Einrich tung zur Ausübung desselben.
Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die Wattebahn unmittelbar nach der beidseitigen Glättung ihrer Oberflächen nach dem Passieren eines beheizten Prägekalanders wäh rend des Aufrollvorganges schichtweise durch inter- mittierend gegen die Aufwicklungsrolle angedrückte Messer zerschnitten wird.
Eine zur Ausübung des Verfahrens geeignete Ein richtung zeichnet sich dadurch aus, dass im Bereich der Aufwicklungsrolle in einem senkrecht zur Achse der letzteren verstellbaren Träger rotierende Messer vorgesehen sind, die zwecks Herbeiführung eines Durchschnittes je einer Schicht der in kontinuier licher Aufwicklung begriffenen Wattebahn in Inter vallen gegen den Umfang der Aufwicklungsrolle ge drückt werden können.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Aus führungsform des Erfindungsgegenstandes schema tisch dargestellt und zwar zeigt Fig. 1 einen Seitenriss der Einrichtung, und Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig. 1.
Mit 1 ist eine an sich bekannte Karde und mit 2 der Prägekalander derselben bezeichnet. In die Walze 2a des Kalanders ist in üblicher Weise eine elektrische Heizung eingebaut, mit welcher die erstere im Betrieb auf einer konstanten Temperatur von ca. 1200 bis 1300 C gehalten wird. Die der be heizten Walze<I>2a</I> anliegende Walze <I>2b</I> steht mit der ersteren durch Zahnräder 2e,<I>2d</I> in Drehverbindung, wobei das Zahnrad 2c durch ein Antriebsrad 4 eines Elektromotors 3 angetrieben ist.
Zum Aufwickeln. der von der Karde 1 kommenden, vliesartigen Watte bahn 5 dient eine Walze 6', deren Achse 7 mit ihren Enden je in einer schiefen Führungsnut 8 zweier stirnseitiger Führungsscheiben 11 verschiebbar ist. Die Walze 6' mit der darauf gewickelten Wattebahn 5 wird im nachfolgenden Aufwicklungsrolle 6 ge nannt.
Die Achse 7 der Walze 6' kann sich, während sie mit ihrem Umfang gegen die beheizte Walze 2a abrollt, in den Führungsnuten 8 parallel zu sich selber verstellen. Die stirnseitigen Führungsscheiben 11 sind auf am Maschinengestell befestigten Kon solen 9 montiert, wobei die Führungsscheibe 11 der einen Seite durch Schrauben 12 axial verstellbar ist, zwecks Einstellung des Scheibenabstandes auf die Breite der Wattebahn 5.
Zum Zerschneiden der Wattebahn 5 auf der Aufwickelrolle 6 während des Aufrollvorganges dienen die rotierenden Messerscheiben 13a, welche in gleichmässigen Abständen voneinander auf der Messerwalze 13 angeordnet sind.
Die Messerwalze 13 ist linksseitig (Fig. 1) in einem Lagerhebelgestell 14 drehbar gelagert, das mittels Achszapfen 15 im Maschinengestell 10 in der Vertikalebene, also senk recht zur Achse der Aufwicklungsrolle 6 verschwenk- bar gelagert ist. Ein auf dem Lagerhebelgestell 14 angeordneter Elektromotor 19 treibt mittels eines Transmissionsriemens 16 oder einer Kette über ent sprechende Antriebsräder 17, 18, die Walze 13 an.
Das Lagerhebelgestell 14 ist an einem Griffbügel 20 entgegen der Wirkung von andemendes am Lager hebel angeordneten Gegengewichten 21 im Sinne des Pfeiles a herabschwenkbar. Durch Niederdrücken des Griffbügels 20 werden die Messer 13 gegen den Umfang der Aufwicklungsrolle 6 angedrückt.
Die Aufwicklungsrolle 6 wird durch die Kalan- derwalze 2a in dem durch die eingezeichneten Pfeile angedeuteten Drehsinn angetrieben. Die Walze 13 wird durch den Elektromotor 19 mit viel grösserer Drehgeschwindigkeit als die Aufwicklungsrolle 6 angetrieben.
Die Gegengewichte 21 sind rechtsseitig (Fig. 1) am Lagerhebelgestell 14 verschiebbar an geordnet und halten letzteres in der in Fig. 1 ge zeichneten Ruhelage bzw. Nichtgebrauchsstellung. Jeweils nach der Aufwicklung einer ca. 15 mm dicken Schicht auf die Aufwicklungsrolle 6 wird der Griffbügel 20 niedergezogen und die Messerscheiben werden auf die Oberfläche der ersteren angedrückt, wobei eine Durchschneidung dieser obersten Schicht stattfindet.
Alsdann lässt man den Griffbügel 20 los, worauf sich das Lagerhebelgestell 14 in die in Fig. 1 gezeichnete Ausgangslage zurückbewegt, wobei die Messer 13a ausserhalb des Bereiches der Auf wicklungsrolle zu liegen kommen.
Wenn sich nach einer Wickeldauer von ca. 5-6 Minuten über der bereits geschnittenen Schicht eine neue Wickelschicht von ca. 15 mm Dicke gebildet hat, wird diese wie derum in der vorgenannten Weise um eine weitere Stufe durchschnitten. Durch das intermittierende Ein wirkenlassen der rotierenden Messer wird der Band wickel stufen- und schrittweise, sukzessiv von innen nach aussen, in übereinstimmung mit dem An wachsen desselben in bestimmten Intervallen durch schnitten, zwecks,
Bildung von einzelnen schmalen Wickeln. Die vom Kalander kommende soeben auf gewickelte Wattebahn 5 ist noch warm und in Zu sammenwirkung mit den rotierenden Messern 13a und dem Einschneiden auf jeweils nur begrenzte Tiefe wird ein sehr sauberer Schnitt erzielt. Die ge schnittenen Stirnflächen sind absolut gerade bzw. glatt, und beim Schneiden können durch Hitzeein wirkungen keine Wattebeschädigungen eintreten. Der Schneidvorgang wird durch die relative Bewegung der Aufwickelrolle und der rotierenden Messer zu sätzlich günstig beeinflusst.
Indem das Schneiden unmittelbar nach beidseitiger Glättung der Ober- flächen der vliesartigen Wattebahn auf dem be heizten Prägekalander und während des Aufwickel- vorganges auf der Aufwicklungsrolle 6 intermittie- rend und in bestimmten Intervallen in Stufen statt findet, wird erreicht, dass Aufwicklungsrollen von einem Durchmesser von ca.
100 cm und mehr relativ schnell und sauber zerschnitten werden kön nen, ohne ein Zusammenbacken der Seitenränder zu riskieren.
Mittels der beschriebenen Einrichtung ist die Möglichkeit geboten, mit der ersten Wattebahn 5 noch eine zweite Wattebahn im gleichen Wickelvor gang auf die Aufwicklungsrolle 6 aufzuwickeln, und dabei den Wickel während des Aufwicklungsvor- ganges zu zerschneiden. Zu diesem Zwecke ist in die Führungsnuten 8 der Führungsscheiben 11 ein fach eine zweite Vliesbandrolle 5a mit ihren Achs enden 5b eingeschoben.
Das Vliesband von der Rolle 5a wird über eine Umlenkrolle 5c, welche ebenfalls in den Führungsnuten 8 gelagert ist, auf die Aufwicklungsrolle 6 aufgewickelt. Diese zweite Wattebahn kann eine von der ersten Wattevliesbahn verschiedene Beschaffenheit aufweisen.
Selbstredend kann das Lagerhebelgestell 14 an statt von Hand auch automatisch in bestimmten In tervallen verschwenkbar sein, um die rotierenden Messer 13a in der beschriebenen Art in Arbeits- und Nichtgebrauchsstellung zu bringen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Zerschneiden von kontinuier lich sich aufwickelnden Wattebahnen, insbesondere Vliesen, in Längsrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Wattebahn unmittelbar nach der beidsei tigen Glättung ihrer Oberflächen nach dem Passieren eines beheizten Prägekalanders während des Auf- rollvorganges schichtweise durch intermittierend ge gen die Aufwicklungsrolle angedrückte Messer zer schnitten wird.II. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Aufwicklungsrolle (6) in einem senk recht zur Achse der letzteren verstellbaren Träger rotierende Messer (13a) vorgesehen sind, die zwecks Herbeiführung eines Durchschnittes je einer Schicht der in kontinuierlicher Aufwicklug begriffenen Watte bahn in Intervallen gegen den Umfang der Aufwick- lungsrolle gedrückt werden können. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die rotierenden Messer durch ein auf dem Träger angeordnetes Antriebsorgan an getrieben sind, wobei Messer und Aufwicklungsrolle an ihrem Umfang relative Bewegungen zueinander ausführen. 2. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die rotierenden Messer (13a) auf einer Walze (13) angeordnet sind, welche auf dem einen Schwenkarm eines kippbaren, den Träger bildenden Hebelgestelles (14) gelagert ist, während auf dem andern Schwenkarm das Antriebsorgan (19) vorgesehen ist. 3.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Hebelgestell (14) das Bestreben hat, die rotierenden Messer von der Aufwicklungsrolle weg in Ruhestellung zu bewegen. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufwicklungsrolle (6) in geneigten Führungsnuten (8) zweier stirnseitiger Führungsscheiben (11) mittels in diese eingreifender Achsenden (7) parallel zu sich selber verstellbar la gert, wobei die eine Führungsscheibe in ihrem Ab stand von der anderen verstellbar ist. 5.Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in die Führungsnuten (8) der beiden stirnseitigen Füh rungsscheiben (11) neben der Aufwicklungsrolle eine zweite Rolle eingelegt ist und von dieser gemein sam mit der Wattebahn (5) eine zweite Wattebahn auf die Aufwicklungsrolle (6) aufgewickelt werden kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7595159A CH370682A (de) | 1959-07-17 | 1959-07-17 | Verfahren zum Zerschneiden von kontinuierlich sich aufwickelnden Wattebahnen und Einrichtung zur Ausübung desselben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH7595159A CH370682A (de) | 1959-07-17 | 1959-07-17 | Verfahren zum Zerschneiden von kontinuierlich sich aufwickelnden Wattebahnen und Einrichtung zur Ausübung desselben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH370682A true CH370682A (de) | 1963-07-15 |
Family
ID=4534570
Family Applications (1)
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| CH7595159A CH370682A (de) | 1959-07-17 | 1959-07-17 | Verfahren zum Zerschneiden von kontinuierlich sich aufwickelnden Wattebahnen und Einrichtung zur Ausübung desselben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH370682A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3636685A1 (de) * | 1986-04-28 | 1987-10-29 | Windmoeller & Hoelscher | Vorrichtung zum wickeln von mehreren durch laengsschneiden einer breiten materialbahn gebildeten schmalen materialbahnen zu vorratsrollen |
| EP0243748A3 (en) * | 1986-04-28 | 1988-08-10 | Windmoller & Holscher | Device for winding up several small webs after longitudinally slitting a large web |
-
1959
- 1959-07-17 CH CH7595159A patent/CH370682A/de unknown
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|---|---|---|---|---|
| DE3636685A1 (de) * | 1986-04-28 | 1987-10-29 | Windmoeller & Hoelscher | Vorrichtung zum wickeln von mehreren durch laengsschneiden einer breiten materialbahn gebildeten schmalen materialbahnen zu vorratsrollen |
| EP0243748A3 (en) * | 1986-04-28 | 1988-08-10 | Windmoller & Holscher | Device for winding up several small webs after longitudinally slitting a large web |
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