CH370347A - Verfahren zur Behandlung von Tabak und Mittel zur Durchführung desselben - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Tabak und Mittel zur Durchführung desselben

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CH370347A
CH370347A CH4627657A CH4627657A CH370347A CH 370347 A CH370347 A CH 370347A CH 4627657 A CH4627657 A CH 4627657A CH 4627657 A CH4627657 A CH 4627657A CH 370347 A CH370347 A CH 370347A
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Description


  Verfahren zur Behandlung von Tabak und     Mittel    zur Durchführung desselben    Die vorliegende Erfindung betrifft ein     Verfahren     zur Behandlung von Tabak, das dadurch gekenn  zeichnet ist, dass dem Tabak ein oder mehrere Alu  miniumsalze zugesetzt werden.  



  Die Behandlung kann an ganz oder teilweise ge  trockneten, eventuell fermentierten Tabakblättern  sowie an daraus hergestellten Halbfabrikaten oder  fertigen Tabakwaren vorgenommen werden.  



  Das Mittel zur     Durchführung    des Verfahrens     ist     dadurch gekennzeichnet, dass .es ausser einem oder  mehreren     Aluminiumsalzen    ein     Alkalimetall-,    ein  Kalzium- und/oder ein     Magnesiumsalz    enthält.  



  Das Verfahren bezweckt, eine Verbesserung so  wohl der Glimmfähigkeit des Tabaks als auch der  Eigenschaften der Tabakasche, insbesondere der  Helligkeit und der Konsistenz der Asche zu erzielen,  ohne     dass    der Geschmack des Tabakrauches dabei  unvorteilhaft beeinflusst wird. In vielen Fällen wird  sogar eine Verbesserung des Geschmackes erreicht.  



  Es ist bekannt, dass die     Glimmfähigkeit    des Ta  baks durch Zusatz gewisser     Kaliumsalze    verbessert  werden kann, und dass man durch     Zusatz    von Kal  zium- oder     Magnesiumsalzen    eine     weissere    Asche er  zielen kann. Es ist weiterhin bekannt, dass durch  einen kombinierten     Zusatz    von     Kaliumsalzen    und  Kalzium- oder     Magnesiumsalzen,    deren Mengenver  hältnis in Anpassung an die einzelnen Tabakarten  variiert werden kann, sowohl eine Verbesserung der       Glimmfähigkeit    als auch eine weissere Asche erzielt  werden können.  



  Die bisher bekannten Verfahren dieser Art ha  ben jedoch verschiedene Mängel, indem sie selten zu  einer weissen Asche führen, ohne     dass    gleichzeitig  die Glimmfähigkeit des Tabaks oder die Konsistenz  der Asche, insbesondere deren Festigkeit, oder aber  der Geschmack des Tabakrauches beeinträchtigt  wird.    Durch die vorliegende     Erfindung        können    diese  Mängel vermieden werden.

   Es hat sich     nämlich    ge  zeigt, dass .ein Zusatz von     Aluminiumsalzen    zum  Tabak eine Asche grösserer     Weisse    ergibt, und     dass     die Wirkung der Aluminiumsalze bedeutend besser  ist als die durch Zusatz der gleichen Mengen von       Kalzium-    oder     Magnesiumsalzen    erzielte Wirkung.

    Es hat sich weiter gezeigt,     dass    ein Zusatz von     Alu-          miniumsalzen    in Verbindung mit einem Zusatz von       Kaliumsalzen    sowohl eine Asche grösserer Weisse  als auch eine verbesserte Glimmfähigkeit des Tabaks  ergibt.

       Schliesslich    hat es sich herausgestellt, dass  durch Zusatz eines oder mehrerer     Aluminiumsalze     in Verbindung mit einem oder mehreren     Kalzium-          oder        Magnesiumsalzen    eine weitere     Verbesserung    der       Reinheit    des weissen Farbtones der Asche     erreicht     werden kann, ohne dass die dem Tabak zugeführte       Gesamtsalzmenge    erhöht wird,

   und dass durch wei  teren Zusatz eines oder mehrerer     Kaliumsalze    zu  einer Kombination letztgenannter Art ausserdem  eine Verbesserung der     Glimmeigenschaft    des Tabaks  erzielt werden kann.  



  Die Wirkung des Zusatzes der die Asche ver  bessernden     Metallsalze    auf den Geschmack kann       sehr    unterschiedlich     sein.    Das beste Ergebnis     wird     man in vielen Fällen mit den     Aluminiumsalzen    errei  chen, aber auch hier kann man durch Kombinationen  von Salzen verschiedener Metalle in vielen Fällen  erreichen, dass der natürliche Geschmack des Tabaks  sogar verbessert wird. Diese Geschmacksverbesse  rung kann durch Zusatz nur eines     einzelnen    Metall  salzes nicht erreicht werden.  



  Es hat sich gezeigt,     dass        ausser    den     Kaliumsalzen     auch Salze der übrigen     Alkalimetalle,    z. B. Natrium  und     Lithium,    gleichzeitig die     Glimmfähigkeit    des Ta  baks verbessern und zu verschiedenen Änderungen  der Geschmacksqualität führen, so dass man oft mit      Vorteil die     Kaliumsalze    in den Mischungen ganz oder  teilweise durch Natrium- und     Lithiumsalze    ersetzen  kann, durch die sowohl eine Verbesserung der  Glimmfähigkeit des Tabaks     als    auch der Eigenschaf  ten der Asche erreicht werden sollen.  



  Es ist bekannt, dass insbesondere die Salze der  niedrigeren Glieder organischer Säuren zur Verbes  serung der Eigenschaften     des    Tabaks geeignet sind.  In diesem Zusammenhang hat es sich gezeigt, dass  in vielen Fällen besonders gute Ergebnisse erzielbar  sind, wenn man Salze oder Salzmischungen zusetzt,  die     allein    oder     zusammen    mit anderen     Metallen     Aluminium enthalten und im übrigen     ganz    oder teil  weise aus     Formiaten    bestehen.  



  Hinsichtlich der Salze anorganischer Säuren wur  den bisher die Nitrate meistens als anwendbar an  gesehen, wogegen die Chloride nach der bisher gül  tigen Auffassung möglichst zu     vermeiden    waren, da  diese nach der bisher gültigen Meinung die     Glimm-          fähigkeit    und den Geschmack des Tabaks ungünstig       beeinflussen.    Umfassende Versuche haben jedoch be  wiesen, dass die letzte Behauptung nicht unbedingt  richtig ist, da kleinere Mengen von Chloriden oder  anderen Halogeniden, z. B. Bromiden, in Verbin  dung mit Salzen anderer Säuren im Gegenteil sowohl  den Geschmack des Tabaks als auch die Eigenschaf  ten der Asche, beispielsweise deren Festigkeit vor  teilhaft beeinflussen, ohne die Glimmfähigkeit herab  zusetzen.

   Diese Erkenntnis gilt für alle vorstehend  genannten Metalle, somit auch für diejenigen Salz  mischungen, die jede für sich oder zusammen ledig  lich     Kalzium,    Magnesium oder     Alkalimetalle    ent  halten. Selbst allein für sich angewandt, haben sich       gewisse        Halogenide,    wie z. B. basische     Aluminium-          chloride    in besonderen Fällen als zweckmässig er  wiesen.  



  Es hat sich weiterhin gezeigt,     dass    es für ein gu  tes Ergebnis der vorliegenden Behandlungsweise,  nicht zuletzt in geschmacklicher Hinsicht, von Be  deutung ist, dass die dem Tabak zugesetzten Salze  die natürliche     Wasserstoffionenkonzentration    des  Tabaks nicht allzu sehr ändern, insbesondere emp  fiehlt es sich, die Zusätze dem Tabak nicht in Form  zu sauer reagierender Lösungen zuzusetzen. Aus die  sem Grund wird man normale Aluminiumsalze, wie  z. B. das Nitrat, das     Chlorid    und das     Formiat    nur in  verhältnismässig kleiner und für jede     einzelne    Ta  baksorte ziemlich genau bemessener Dosierung ver  wenden können.

   Hierdurch wird die     praktische    An  wendung der genannten Stoffe     erschwert.    Eine weit  grössere Anwendbarkeit wird dadurch erreicht,     dass     man entweder mehr oder     weniger    basische Alumi  niumsalze verwendet oder     normale        oder    schwach  basische Aluminiumsalze mit anderen Salzen mit  einer geeigneten     Pufferwirkung,    wie z. B. Kalium-,       Kalzium-    oder     Magnesiumformiat    kombiniert.

   Ver  suche haben ergeben, dass die     Wasserstoffionenkon-          zentration    der verwandten Salzlösung vorteilhaft  einem     pH-Wert    von mindestens 4 entspricht.    Aber selbst die letztgenannte Massnahme genügt  nicht bei allen Tabaken, um das bestmögliche Ergeb  nis der Behandlungsweise zu gewährleisten. Dies be  ruht darauf, dass     insbesondere    die organischen     Salze     aller vorstehend genannten Metalle, auch wenn diese  an sich neutral reagieren, bei der Erhitzung während  des Verbrennens des Tabaks flüchtige, mehr oder  weniger sauer reagierende Spaltprodukte abgeben, die  die natürliche     Wasserstoffionenkonzentration    des  Tabaks in ungünstiger Richtung verschieben können.

    Es hat sich gezeigt, dass man diesem Umstand sehr  wirksam entgegentreten kann, wenn man ausser den  genannten Salzen dem Tabak Stoffe, z. B.     Amide,     zusetzt, die selbst neutral oder     annähernd    neutral  reagieren, beim Erhitzen jedoch     flüchtige,    alkalisch  reagierende Spaltprodukte, wie z. B. Ammoniak, ab  geben. Es hat sich herausgestellt, dass u. a. Harn  stoff für diesen Zweck besonders gut geeignet ist.  



  Alle die oben beschriebenen     Vorteile    und Eigen  arten des vorliegenden     Verfahrens    treten nicht nur  dann auf, wenn man, wie dies in der Zigarren- und       Zigarillofabrikation    oft der Fall ist, dem Tabak ledig  lich Stoffe zur Verbesserung der Glimmeigenschaften  und der Eigenschaften der Asche bei bestmöglichem  Geschmacksergebnis zuzusetzen wünscht, sondern  können auch dann erzielt werden, wenn man aus  fabrikationsmässigen oder anderen Gründen gleich  zeitig gezwungen ist, dem Tabak Stoffe ganz anderer  Art,

   beispielsweise die nachfolgend     erwähnten        Be-          feuchtungsmittel    oder insbesondere bei der Zigaret  ten- und     Pfeifentabakfabrikation        verwandte    Stoffe,  die wie z. B. Zucker, Lakritze, ätherische Öle oder  ähnliche Stoffe hauptsächlich dazu dienen, dem -Ta  bak einen ganz besonderen Geschmack zu geben,  oder aber solche Stoffe     zuzusetzen,    die wie Glyzerin  und     Aethylglykol    den Zweck haben, die fertige Ta  bakware gegen zu starkes     Eintrocknen    zu     schützen,     die aber auch den Geschmack des Tabaks mehr oder  weniger beeinflussen.  



  Die Salze werden dem Tabak vorteilhaft in Form  einer Lösung mit einem     pH-Wert    von mindestens 4  zugeführt.  



  Das     erfindungsgemässe        Verfahren    wird beispiels  weise so durchgeführt, dass dem Tabak in an sich  bekannter Weise durch Eintauchen, Aufspritzen oder  durch Hindurchführen des Tabaks zwischen ange  feuchteten Walzen oder ähnlichen Behandlungsorga  nen eine wässrige Lösung eines geeigneten Alu  miniumsalzes, z. B. Aluminiumnitrat,     -chlorid    oder       -formiat    zugesetzt wird, wobei man die Konzentra  tion der genannten Lösung so einstellt, dass der  Tabak eine 0,25-10 % des Tabakeigengewichtes ent  sprechende Menge des betreffenden Salzes auf  nimmt.  



  Man kann auch den Tabak in an sich bekannter  Weise mit einer     wässrigen    Lösung normalen oder  basischen Aluminiumnitrats,     -chlorids    oder     -formiats     und eines oder mehrerer     Alkaliformiate    anfeuchten,  wobei das gegenseitige Mengenverhältnis des Alumi  niumsalzes zu den     Alkalimetallsalzen    dem Bedarf der      einzelnen Tabaksorten entsprechend variiert wird,  beispielsweise 1 : 1 sein kann, indem die Konzentra  tion der Lösung so     eingestellt    wird, dass der Tabak  eine 0,5-15 % seines     Eigengewichtes        entsprechende     Menge der gesamten Salzmenge aufnimmt.  



  Man kann auch den Tabak     mit    einer wässrigen  Lösung von     Aluminiumformiat,        Magnesiumnitrat,          Kaliumformiat,        Natriumchlorid    und Harnstoff in  einem gegenseitigen Mengenverhältnis von beispiels  weise 4:2:4: 1 : 1 befeuchten,     wobei    der Tabak  eine 0,5-20 % seines Eigengewichtes entsprechende  Gesamtmenge von     festem    Stoff aufnimmt.  



  Damit die genannten Salze im Tabak gleichmäs  sig verteilt werden, ist es oft     zweckmässig,    den be  treffenden Lösungen     beispielsweise    0,25-1     Promille     eines     kapillaraktiven    Mittels,     beispie:ls-weise    eines     Po-          lymethylenoxyds    oder einer     quaternären    Ammonium  base, zuzusetzen. In gewissen     Fällen,    in denen es  darauf ankommt, eine besonders schnelle     Durch-          feuchtung    des Tabaks zu erreichen, wie z.

   B. bei der  maschinellen Behandlung der Deckblätter fertig ge  rollter Zigarren oder Zigarillos, wird es     zweckmäs-          sig    sein, der wässrigen     Salzlösung        beispielsweise    10  bis 30 % eines niederen Alkohols zuzusetzen.  



  Es können übrigens entweder die     ganzen    Tabak  blätter oder der geschnittene oder geriebene Tabak,  entweder für sich oder insbesondere bei     Zigaretten-          und        Pfeifentabak    gleichzeitig mit andern Stoffen wie  Zucker, Lakritz, Glyzerin, ätherische Öle oder     ähn-          liche    Stoffe mit den genannten Lösungen     befeuchtet     werden.  



  Schliesslich kann man die fertigverarbeiteten Ta  bakwaren einer Befeuchtung in der beschriebenen  Weise unterziehen oder     insbesondere    bei Zigarren  und Zigarillos die Tabakware     in    an sich     bekannter     Weise mit einem trockenen oder nassen Puder pu  dern, dem ein oder mehrere der erwähnten Salze und  andere Stoffe, beispielsweise in einem der     oben    an  gegebenen     Mengenverhältnisse,        zugesetzt        sind.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Behandlung von Tabak, dadurch gekennzeichnet, dass dem Tabak ein oder mehrere Aluminiumsalze zugesetzt werden. II. Mittel zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es ausser einem oder mehreren Aluminiumsalzen ein Alkalimetall-, ein Kalzium- und/oder ein Magnesium salz enthält. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Tabak ausserdem ein Alkali metallsalz zugesetzt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ta bak weiterhin ein Kalziumsalz zugesetzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und den Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Tabak weiterhin ein Magnesiumsalz zu gesetzt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und den Un teransprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zugesetzten Salze mindestens teilweise For- miate sind.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I und den Un teransprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Salze mindestens teilweise Halogenide sind. 6. Verfahren nach Patentanspruch I und den Un teransprüchen 1, 2, 3, 4 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die Salze dem Tabak in gelöster Form und mit einer einem pH-Wert von mindestens 4 ent sprechenden Wasserstoffionenkonzentration zugeführt werden. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Un teransprüchen 1, 2, 3, 4, 5 und 6, dadurch gekenn zeichnet, dass dem Tabak ausserdem Stoffe zugesetzt werden, die beim Erhitzen flüchtige, alkalisch rea gierende Verbindungen abgeben. B. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ta bak Harnstoff zugesetzt wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Tabak ausserdem Befeuch- tungsmittel zugesetzt werden. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dem Tabak ausserdem Aroma stoffe zugesetzt werden. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dem Tabak ausserdem Feucht- haltemittel zugesetzt werden.
CH4627657A 1956-06-01 1957-05-18 Verfahren zur Behandlung von Tabak und Mittel zur Durchführung desselben CH370347A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN106867673A (zh) * 2017-01-07 2017-06-20 云南中烟工业有限责任公司 一种过热水蒸汽蒸馏提取烟草精油的装置和方法

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CN106867673A (zh) * 2017-01-07 2017-06-20 云南中烟工业有限责任公司 一种过热水蒸汽蒸馏提取烟草精油的装置和方法

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