Vorrichtung an Kipperfahrzeugen zum Aus- und Zurückschwenken der Ladebrücke Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an Kip- perfahrzeugen, zum Aus- und Zurückschwenken der Ladebrücke, bei denen die Ladebrücke im letzten Abschnitt der Ausschwenkung gegen eine nachgiebig zur Wirkung kommende Rückstellkraft ausge schwenkt wird, die die Zurückholung der Ladebrücke zumindest bis zum Wirksamwerden des Eigenge wichtes der Ladebrücke für diese Bewegung gewähr leistet.
Bei Kipperfahrzeugen, deren Ladebrücken bis etwa 450 ausschwenkbar sind, erübrigt es sich in der Regel eine besondere Rückstellkraft für das Zurück holen der ausgeschwenkten Ladebrücke vorzusehen, weil hier ein genügendes<B>-</B> im Sinne der Rückholung wirkendes<B>-</B> Drehmoment schon durch das Eigen- "ewicht der Ladebrücke erzeugt wird.
Schwierigkei ten ergeben sich jedoch bei neueren Kipperkonstruk- tionen, weil bei der heute bevorzugten Ausschwen- kung bis zu<B>60</B> und mehr Grad Neigung zur Verti kalen der Schwerpunkt der Ladebrücke meist schon bis über deren Schwenkachse gelangt und somit durch das Eigengewicht kein ausreichendes Rückhol- moment mehr erzeugt wird.
Zur Vermeidung des vorgenannten Mangels wurde bereits vorgeschlagen, an derjenigen Seiten kante des Kipperfahrzeuges, wo die Ausschwenkung der Ladebrücke erfolgt, mindestens einen, etwa waagerecht nach aus,sen gerichteten Puffer anzuord nen, der während des letzten Bereiches der Aus, schwenkbewegung der Ladebrücke durch Teile der selben gegen eine Rückstellkraft nachgiebig zur senkrechten Längsmittelebene des Fahrzeuges hin verschoben wird. Für die Rückstellkraft des Puffers sind eine oder mehrere die Pufferstange umgebende kräftige Schraubenfedern, vorgesehen, die innerhalb eines eigenen Gehäuses gelagert sind.
Bei grösseren Abmessungen der Ladebrücke sind mindestens zwei solcher Puffer üblich, damit eine ausreichende Rück- stellkraft sichergestellt wird.
Handelt es sich dabei um ein Kipperfahrzeug, dessen Ladebrücke nach beiden Seiten des Fahrzeu ges kippbar ist, sind also, vier solcher Puffer mit<B>je</B> einer kräftigen Schraubenfeder und einem Federge häuse erforderlich. Zu. diesem Aufwand kommt schliesslich noch die Notwendigkeit einer regelmäs- sigen Schmierung und Wartung der in den Feder gehäusen gelagerten Federn.
Die Erfindung bezweckt, die vorgenannten Män gel zu beheben und die zur Erzeugung der Rückstell- kraft erforderlichen Mittel und ihre Anordnung so zu vereinfachen und zu verbessern, dass z. B. nur wenige Teile erforderlich sind, die wenig Platz be anspruchen und überdies auch möglichst wartungsfrei sein können.
Erfindungsgemäss dient zur Erzeugung der Rück- stellkraft ein Torsionsstab. Ein solcher Torsionsstab kann ohne nennenswerten Platzbedarf so steif aus gebildet sein, dass er die erforderliche Rückstellkraft auch bei grossen Ladebrücken ohne weiteres erzeu gen kann.
Es kann ein einziger Torsionsstab genü gen, der sich zur Lösung der hier vorliegenden Auf gabe auch deshalb besonders eignet, weil der Winkel bereich, in welchem die Rückstellkraft erforderlich ist, nur verhältnismässig klein sein und somit dem zulässigen Verdrehwinkel des Torsionsstabes unmit telbar entsprechen kann.
Gemäss einer beispielsweisen Ausführungsform der Erfindung ragt der einerseits über einen Vier- kantansatz in einer entsprechenden Ausnehmung der Betätigungswelle der Hebevorrichtung für das Aus schwenken der Ladebrücke festgelegte Torsionsstab am anderen Ende der Welle aus dieser heraus und wirkt mittels eines dortigen, quer zum Torsionsstab verlaufenden Hebelarmes mit einem festen Anschlag des Fahrzeugrahmens des Kipperfahrzeuges zusam men.
Dabei können die Lage des Anschlages und die Lage des mit diesem zusammenwirkenden Hebel armes leicht so aufeinander abstimmbar sein, dass der Hebelarin während des ersten Teiles der Aus- schwenkung der Ladebrücke frei drehbar ist und erst im letzten Ausschwenkbereich der Ladebrücke gegen den Anschlag anliegt,
so dass die in diesem Bereich erfolgende letzte Ausschwenkung <B>-</B> mit der nunmehr einsetzenden Verdrehun <B>g</B> des Torsionssta- bes <B>-</B> gegen die nachgiebig zur Wirkung kommende Rückstellkraft bewirkt wird.
In der Zeichnung ist von der Erfindung eine beispielsweise Ausführungsform veranschaulicht<B>;</B> es zeiaen: Fig. <B>1</B> die Vorrichtung an einem Kipperfahrzeug zum Aus- und Zurückschwenken der Ladebrücke, in einer schematisch gehaltenen Seitenansicht<B>;</B> Fig. 2 dieselbe Vorrichtung in einem waagerechten Schnitt nach der Linie II-II der Fig. <B>1.</B>
Die zu einem Kipperfahrzeug gehörige Lade brücke<B>1</B> ist mittels einem am (nicht besonders dar gestellten) Fahrzeugrahmen auf übliche Weise ge lagerten Lagerbolzen 2 nach hinten (rechts in Fig. <B>1)</B> ausschwenkbar und weist vor dieser Lagerstelle an ihren unteren seitlichen Längsträgern<B>3</B> zwei in einer gemeinsamen waagerechten Querebene angeordnete Lagerstellen 4 auf. An diesen Lagerstellen ist über entsprechende Lagerbolzen<B>5,</B> die eine waagerecht verlaufende Achse bilden,<B>je</B> eine schwenkbare und zur Hebevorrichtunor zum Ausschwenken der Lade brücke<B>1</B> gehörige Stütze<B>6</B> angelenkt, die von der Ladebrücke<B>1</B> etwa vertikal nach unten ragt.
Beide Stützen<B>6</B> sind an ihren unteren Enden mittels Lager zapfen<B>7</B> je am freien Ende eines Schwenkhebels<B>8</B> angelenkt, wobei beide Schwenkhebel<B>8</B> an einer Be tätigungswelle<B>9</B> der Hebevorrichtung befestigt sind. Diese Betätigungswelle<B>9</B> erstreckt sich waagerecht quer zum Fahrzeug bzw. der Ladebrücke und ist an ihren beiden Enden über<B>je</B> eine Lagerstelle<B>10</B> an Uängsträgern des Fahrzeugrahmens verdrehbar gela gert.
Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, ist die Betätigungswelle<B>9</B> hohl ausgebildet, in dem die Welle eine über den grössten Teil ihrer Länge sich erstreckende axiale Bohrung<B>11</B> aufweist, die im Bereich des einen Endes der Welle in eine Vierkant- ausnehmuno, 12 übergeht.
In dieser Vierkantausneh- mung 12 sitzt ein die Betätigungswelle <B>9</B> in ihrer ganzen Länge durchsetzender Torsionsstab <B>13</B> mit seinem einen, als Vierkant entsprechender Abmes sung ausgebildeten Ende 14, der am anderen Ende aus der Betätigungswelle<B>9</B> herausragt und dort<B>-</B> unter Bildung eines Hebelarmes<B>15 -</B> rechtwinklig abgehoben ist. Im Bereich seines aus der Betätigungs welle<B>9</B> herausragenden Endes ist der Torsionsstab <B>13</B> in der Welle mittels einer selbstschmierenden Büchse<B>16</B> gelagert, die zugleich zur Abdichtung des Innenraumes der Hohlwelle nach aussen dient.
Im Mittelbereich der Betätigungswelle<B>9</B> ist auf dieser ein weiterer Hebel<B>17</B> befestigt, an dessen freiem Ende über einen Lagerbolzen<B>18</B> eine Kol benstange<B>19</B> angelenkt ist, die in einen Druckzylin der 20 der Hebevo#rrichtung hineinragt und an ihrem dortigen Ende einen Betätigungskolben 21 trägt, der im Druckzylinder 20 in üblicher Weise durch ein Druckmittel im Sinne einer Auswärtsbewegung der Kolbenstange<B>19</B> verschiebbar ist. Der Druckzylinder 20 selbst ist an seinem nicht von der Kolbenstange <B>19</B> durchsetzten Ende mittels eines weiteren Lager bolzens 22 am Fahrzeugrahmen um eine parallel zur Betätigungswelle<B>9</B> verlaufende Achse schwenkbar gelagert.
Am Fahrzeugrahmen befindet sich schliesslich etwa unterhalb der Welle<B>9</B> und damit des Torsions- stabes <B>13 -</B> noch ein Anschlag<B>23,</B> der mit dem vom Torsionsstab <B>13</B> gebildeten äusseren Hebelarm <B>15</B> lediglich im Bereich des letzten Teils der Aus- schwenkbewegung der Ladebrücke<B>1</B> (in einem Ver- drehbereich der Betätigungswelle von etwa<B>150)</B> als Anschlag zusammenwirkt, während der Hebelarin <B>15</B> im übrigen Drehbereich der Betätigungswelle<B>9</B> frei drehbar ist.
Die beschriebenen Hebevorrichtung zum Aus schwenken, und Torsionsstabanordnung zur Erzeu- t, Cruna el der Rückstellkraft für das mindestens anfäng- liehe Zurückschwenken der Ladebrücke arbeiten fol gendermassen<B>:
</B> Bei der dargestellten Lage der Ladebrücke<B>1</B> in ihrer auf das Fahrzeuggestell abgesenkten Normal stellung ragt der vom Torsionsstab <B>13</B> gebildete, mit diesem fest verbundene Hebelarm<B>15</B> etwa waage recht nach hinten, und der mit der Kolbenstange<B>19</B> verbundene Kolben 21 befindet sich in seiner hin tersten Lage im Druckzylinder 20.
Wird nun<B>-</B> zur Ausschwenkung der Ladebrücke<B>1</B> für das Kippen <B>-</B> die Kolbenstange<B>19</B> mittels einem auf deren Kol ben 21 wirksamen Druckmittel in Richtung des Pfei les 24 aus dem Druckzylinder 20 herausbewegt, so dreht sich dabei die Betätigungswelle<B>9</B> (nach Fig. <B>1)</B> im Uhrzeigersinn, wobei zugleich die Schwenkhebel <B>8 -</B> ebenfalls im Uhrzeigersinn <B>-</B> nach oben ge schwenkt und die an diesen angelenkten Stützen<B>6</B> nach oben bewegt werden.
Diese Aufwärtsbewegung der Stützen<B>6</B> bewirkt die Ausschwenkung der Lade brücke<B>1</B> nach hinten um ihren Lagerbolzen 2.
Etwa nach einer halben Umdrehung der Betäti gungswelle<B>9</B> gelangt der Hebelarm<B>15</B> des Torsions- stabes <B>13</B> zur Anlage am Anschlag<B>23,</B> wodurch der Torsionsstab <B>13</B> bei der restlichen Auswärtsbewe--une der Kolbenstange<B>19</B> aus dem Druckzylinder 20 ela stisch verdreht wird und dadurch eine Rückstellkraft erzeugt, die mit der zunehmenden weiteren Aus# schwenkung der Ladebrücke (bis zu einem maxima len Kippwinkel von etwa 65")
zunimmt und beim letzten Abschnitt der Ladebrücke-Ausschwenkung nachgiebig zur Wirkung kommt. Diese Rückstellkraft sichert die selbsttätige schnelle Rückholung der La debrücke<B>1</B> nach Entspannung des den Kolben 21 betätigenden Druckmittels bis zum Wirksamwerden des Eigengewichts der Ladebrücke für diese Bewe- gung selbst dann, wenn der Schwerpunkt der ausge schwenkten Ladebrücke bis über den Lagerbolzen 2 oder darüber hinausgelangen und somit zur selbsttä tigen Zurückholung keine Gewichtskomponente der Ladebrücke mehr zur Verfügung stehen sollte.
Die beschriebene Vorrichtung zeichnet sich durch eine besonders einfache und trotzdem sicher wir kende Ausbildung der die Rückstellkraft für die an fängliche Zurückschwenkung liefernden Mittel aus. Abgesehen davon, dass der verwendete Torsionsstab <B>13</B> bei nur geringem Platzbedarf so steif ausgebildet werden kann, dass.
ein einziger Torsionsstab selbst bei grossen Ladebrücken die erforderliche Rückstell- kraft liefern kann, ist die beschriebene Anordnung auch praktisch wartungsfrei, da der Torsionsstab <B>13</B> über den grössten Teil seiner Länge in der hohl aus geführten Betätigungswelle<B>9</B> durch die selbstschmie rende Buchse<B>16</B> geschützt liegt und auch die Buchse <B>16</B> keiner besonderen Wartung bedarf.
Es ist z. B. nicht erforderlich, dass die Lade brücke lediglich nach hinten ausschwenkbar am Fahrzeugrahmen gelagert ist. Eine nur geringfügig abgewandelte Hebevorrichtung, bei der die Betäti gungswelle mit dem Torsionsstab in Längsrichtung des Fahrzeuges und der Druckzylinder quer zu dieser Richtung angeordnet sind, lässt ohne weiteres eine seitliche Kippbewegung der Ladebrücke zu. Statt des dargestellten Hebelsystems könnte die Hebevorrich tung auch mit einem anderen, z. B. einem Scheren- systein ausgebildet sein.