CH359113A - Verfahren zum Waschen von Wäsche und Waschmaschine zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Waschen von Wäsche und Waschmaschine zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zum Waschen von Wäsche und Waschmaschine zur Durchführung des Verfahrens Es ist bekannt, Wäsche in Waschmaschinen zu waschen, die bei gewöhnlichem oder schwach erhöh tem Druck arbeiten. Die Waschwirkung erfolgt durch Bewegung der Wäsche in einer Trommel oder mit einer Waschflotte, die über die Wäsche periodisch gegossen wird, schliesslich auch durch starke Wirbel bildung der Waschflotte. Unter Zusatz von chemi schen Waschmitteln verschiedenster Zusammen setzung wird der an der Wäsche haftende Schmutz teils gelockert und dadurch vom Waschgut mecha nisch entfernt, teils wird der Schmutz gelöst. Die Behandlung der Wäsche erfolgt normalerweise bei erhöhten Temperaturen, wobei auch durch dem Waschmittel zugesetzte Netzmittel die Oberflächen spannung des Wassers herabgesetzt wird. Man arbei tet im allgemeinen bei Temperaturen von etwa 60 bis 100". Eine Schaumbildung ist im allgemeinen vorhanden. Die durch erhöhte Temperatur bewirkte Aktivierung des Waschmittels gewährleistet eine gute Waschwirkung. Die Waschzeit kann im allgemeinen mit etwa 40 Minuten und mehr angegeben werden, wobei mehrere Spülperioden vorgesehen werden müs sen, um die Waschmittel aus der damit durchdrun genen Faser zu entfernen. Es wurde nun ein Waschverfahren gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Waschgut in Vakuum von wechselnder Stärke mit einer Wasch flotte von Raumtemperatur behandelt wird, wobei die Waschflotte mit ozonisierter Luft in innigen Kon takt gebracht wird. Trotz der niedrigen Temperatur kann die Waschzeit auf etwa den dritten Teil, das heisst auf etwa 15-20 Minuten verkürzt werden; ein Zusatz von Netzmitteln ist entbehrlich und der Zusatz von chemischen Waschmitteln kann zum mindesten erheblich verringert werden. Ausserdem weist das neue Verfahren folgende Vorteile auf: Neben der Schonung der Faser wird auch die Ausfärbung von Buntwäsche stark herab gesetzt und eine Trennung von Weisswäsche und Buntwäsche ist nicht mehr erforderlich. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass trotz Verwendung von kaltem Wasser (10-20 ) die sau bere Wäsche im gleichen Arbeitsgang sterilisiert wird. Das wird dadurch erreicht, dass das Waschgut bei unterschiedlichem, wechselnden Vakuum, z. B. mit einer Druckdifferenz bis zu etwa 30 mm Hg, behandelt wird, woraus sich eine Durchdringung des Gewebes mit ozonisierter Luft ergibt, die in einem Ultravioiettstrahler gebildet wird. Das Gemisch von Wasser und über UV-Strahler geleiteter Luft durch strömt eine rotierende Waschtrommel. Von der Waschflotte werden an der Oberfläche die mecha nisch entfernten und gelösten Schmutzteilchen laufend abgesaugt. Das Vakuum von wechselnder Stärke kann z. B. durch Steuerung der Dosierung der Luftzufuhr erhal ten werden. Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Aus führungsform einer Waschmaschine zur Durchfüh rung des Verfahrens schematisch dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 die Maschine in senkrechtem Schnitt von der Seite gesehen, Fig. 2 in Vorderansicht. In einem vakuumdichten Behälter 1 ist die Wasch trommel 2 drehbar angeordnet. Auf dem Behälter 1 befindet sich ein Gehäuse 3, das durch einen Schlitz 4 mit dem Behälter 1 in Verbindung steht. An dem Gehäuse 3 ist ein regelbares Lufteinlassventil 5 vor gesehen. Im Innern des Gehäuses 3 sind UV-Strahler 6 vorhanden, die in der Hauptsache Strahlen der Wellenlänge 254 Millimü aussenden, unter Bildung von Ozon. Zur Führung des Luftstromes ist die Waschtrommel 2 von einem kegelstumpfförmigen Mantel 7 abgedeckt; mit einem flexiblen Ring 8 dichtet dieser Mantel gegen den Behälter 1 ab. Die durch den Saugstutzen 10 angesaugte Luft strömt durch das Ventil 5, überstreicht die UV-Strahler 6, wobei sich Ozon bildet. Die ozonisierte Luft strömt aus dem Gehäuse 3 durch den Schlitz 4 in den Vakuumbehälter 1 und gelangt unter den Mantel 7 durch die Waschtrommel 2 zu den Saugstutzen 9 bzw. 10 aus der Maschine. Eine am Umfang der Haube 7 vorgesehene Hebe- oder Schöpfeinrichtung fördert aus der Waschflotte laufend Flüssigkeit in fein verteilter Form in den Bereich des Schlitzes 4, wo die Tröpfchen mit der ozonisierten Luft vermischt werden. Infolge des Vakuums ist die Oberflächenspan nung der Tropfen herabgesetzt; diese nehmen gas förmiges Ozon auf und drücken es im Fallen mecha nisch über die Wäsche. Die ventilgesteuerten Saug stutzen 9 und 10 führen zu einer nicht dargestellten Vakuumpumpe. Der Saugstutzen 10 hält die Wasch flotte in gleichmässiger Höhe und alle auftreibenden Schmutzteile werden von der an dieser Stelle wenig bewegten Waschflotte abgesaugt und aus der Ma schine entfernt. Der Saugstutzen 9 dient zum Ab saugen der Waschflotte, z. B. beim Spülen und An satz einer neuen Charge. Die Luftzufuhr am Ventil 5 wird derart geregelt, dass trotz des angesaugten Luftstromes in der Ma schine ständig ein Vakuum gehalten wird. Die in den Fasern vorhandene Luft dehnt sich bei dem herrschenden Vakuum aus und drückt durch diesen Vorgang bereits so viel Schmutz von der Ober fläche der Faser ab, dass in einem kalten, wenige Minuten dauernden Einweichgang bereits der grösste Teil der Verschmutzung in das waschmittelfreie Ein weichwasser übergegangen ist und beim Stutzen 10 abgesaugt wird. Das in den Wassertropfen enthal tene Ozon, das an sich nur von kurzer Lebensdauer ist, wird dennoch intensiv wirksam. Animalische und pflanzliche Fette werden durch die Einwirkung des ozonisierten Luft-Wassergemisches wasserlöslicher, wobei das vorhandene Vakuum diesen Vorgang erheb lich mechanisch durch mehrfaches Wechseln des Vakuums unterstützt, indem die Zwischenräume und die Faserzellen des Waschgutes abwechselnd sich ausdehnen und zusammenziehen, vergleichbar mit einer starken Pumpwirkung, die dem wechselnden Druck entspricht. Auch die Oberflächenspannung der Flüssigkeit wird dabei herabgesetzt. Schliesslich gehen auch Fette und Öle mineralischer Herkunft in Lösung. Die übrigen Waschgänge werden in gleicher Weise im Vakuum, vorteilhaft nach Zusatz einer geringen Menge eines Waschmittels, durchgeführt. Das Gehäuse 3 verhindert eine unmittelbare Be strahlung der Wäsche mit kurzwelligem Licht, um eine Schädigung des Waschgutes auszuschliessen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Waschen von Wäsche in einer rotierenden Trommel, dadurch gekennzeichnet, dass das Waschgut in Vakuum von wechselnder Stärke mit einer Waschflotte von Raumtemperatur behandelt wird, wobei die Waschflotte mit ozonisierter Luft in innigen Kontakt gebracht wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschflüssigkeit in Tropfen form mit der ozonisierten Luft in Berührung gebracht wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Teile der Waschflotte wiederholt mit der einströmenden ozoni sierten Luft in Verbindung gebracht werden. 3.Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass filtrierte Luft zugeführt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der Oberfläche sich sammelnden Schmutzteilchen laufend abgezogen werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Frischluftzufuhr unter Beibehaltung des Vakuums erfolgt.PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen an eine Vakuumpumpe angeschlossenen Behälter (1) mit Waschtrommel (2), an dem ein Lufteinlassventil (5) und ein Saugstutzen (10) angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 6. Vorrichtung nach Patentanspruch 11, gekenn zeichnet durch ein Gehäuse (3), das durch eine Öffnung (4) mit dem Behälter (1) in Verbindung steht, und dass in dem Gehäuse UV-Strahler (6) angeordnet sind, welche die einströmende Luft ozonisieren. 7.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein sich vom einen Ende der Trommel (2) bis gegen das andere Ende erstreckender, zur Trommel koaxialer, kegelstumpfförmiger Mantel vorgesehen ist, der am Rand mit dem kleineren Durchmesser mit dem einen Ende der Trommel verbunden ist, während er am anderen Ende gegen die Wandung des Behälters (1) durch einen Ring (8) abgedichtet ist, wobei der durch den Mantel und die Trommelwandung gebildete Raum mit dem genannten Gehäuse (3) in Verbindung steht, und dass am Trommelumfang Öffnungen vor gesehen sind, durch welche die ozonisierte Luft aus dem genannten Zwischenraum in die Trommel hinein strömt, während der Austritt der Luft durch die zen trale Öffnung erfolgt,durch die die Wäsche eingefüllt wird und welche sich an dem Ende befindet, an welchem der Mantel befestigt ist. B. Vorrichtung nach Patentanspruch 11 und Unter anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der kegel- stumpfförmige Mantel (7) eine Schöpfvorrichtung zum Heben von Flüssigkeit aus der Flotte aufweist. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Vakuumpumpe ein Stutzen (10) angeschlossen ist, der auf dem Flottenspiegel mündet. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch 11 uncf Unteransprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe des Stutzens (l0) verstellbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE359113X | 1956-06-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH359113A true CH359113A (de) | 1961-12-31 |
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|---|---|---|---|
| CH359113D CH359113A (de) | 1956-06-21 | 1957-06-14 | Verfahren zum Waschen von Wäsche und Waschmaschine zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH359113A (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102018105399B3 (de) | 2018-03-08 | 2019-09-12 | Sing-Hong Stefan Chang | Vorrichtung zur Reinigung und Desinfizierung von Textilien |
| WO2020007398A2 (de) | 2018-07-04 | 2020-01-09 | Chang Sing Hong Stefan | Verfahren und vorrichtung zur reinigung und desinfizierung von gegenständen |
| WO2020249161A1 (de) | 2019-06-10 | 2020-12-17 | Infinity Startup Gmbh | Vorrichtung und verfahren zur reinigung und desinfizierung von gegenständen sowie verwendung der vorrichtung und des verfahrens und damit gereinigte gegenstände |
| DE202020101646U1 (de) | 2020-03-26 | 2021-06-29 | Infinity Startup Gmbh | Vorrichtung zur Reinigung und Desinfizierung von Gegenständen, sowie Anwendung der Vorrichtung und damit gereinigte Gegenstände |
| DE202020103367U1 (de) | 2020-06-09 | 2021-09-10 | Infinity Startup Gmbh | Vorrichtung zur Reinigung und Desinfizierung von Gegenständen, sowie Verwendung der Vorrichtung und damit gereinigte Gegenstände |
| DE102018010294B4 (de) | 2018-03-08 | 2021-09-16 | Infinity Startup Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung und Desinfizierung von Textilien |
-
1957
- 1957-06-14 CH CH359113D patent/CH359113A/de unknown
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|---|---|---|---|---|
| DE102018105399B3 (de) | 2018-03-08 | 2019-09-12 | Sing-Hong Stefan Chang | Vorrichtung zur Reinigung und Desinfizierung von Textilien |
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