CH348673A - Drückverfahren und Drückvorrichtung zur Erzeugung hohler Gegenstände aus Metallblech - Google Patents
Drückverfahren und Drückvorrichtung zur Erzeugung hohler Gegenstände aus MetallblechInfo
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Description
Druckverfahren und Druckvorrichtung zur Erzeugung hohler Gegenstände aus Metallblech Die Erfindung bezieht sich auf ein Druckverfahren und eine Druckvorrichtung zur Erzeugung hohler Gegenstände aus Metallblech. Die bisher üblichen Druckverfahren bestanden darin, dass die zu verfor menden Metallrondellen auf einer Druckbank ein gespannt und in Drehung versetzt wurden, worauf die Verformung entweder mit dem Handstahl von Hand, durch hebelförmige Druckvorrichtungen oder durch eine in den Kreuzsupport der Druckbank einge spannte Druckrolle erfolgte.
Diese Herstellungsverfahren sind sehr zeitraubend und verlangen eine gewisse manuelle Geschicklichkeit. Durch die vorliegende Erfindung ist eine Be schleunigung des Herstellungsprozesses möglich undzu- gleich kann der Druckvorgang den Verformungs- eigenschaften der zu verarbeitenden Metalle besser angepasst werden und ist von der Geschicklichkeit des Arbeiters weniger abhängig. Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht darin, dass das Blech durch mindestens eine um ihre Achse umlaufende und in einer Ebene quer zur Ebene des zu verformenden Bleches bewegte Druckrolle während ihrer Umlauf bewegung verformt wird.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durch führung des Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine Mehrzahl je um ihre Rotationsachse drehbar gelagerter Druckrollen, welche auf oder mit einer Vorrichtung zwangläufig umlaufen, welche Vor richtung mit einer Einrichtung zur örtlichen Ver schiebung ihres Drehpunktes versehen ist.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung des Druckvorganges.
Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch die Druckvorrich tung.
Fig. 3 ist ein Grundriss der Druckvorrichtung. Fig.4 eine perspektivische Ansicht der Drück- und Laufrollen teilweise im Schnitt.
Fig.5 ist ein Detail der Führurigs- und Lauf schienen im Schnitt. In Fig. 1 ist der Druckvorgang schematisch dar gestellt. Gegen die Stirnfläche der Druckform 1 liegt die Metallrondelle 2 an und wird durch einen Halter 3 fest gegen diese Druckform 1 gepresst.
Die Rondellenverformung erfolgt durch um laufende Druckrollen 4, die auf einer Umlaufvor richtung montiert sind. Die Umlaufbewegung der Druckrollen erfolgt in Richtung des Pfeiles A, wobei die äussersten Punkte dieser Druckrollen die Um laufkurve 5 beschreiben. Die gesamte Umlaufvor richtung lässt sich um den Drehpunkt 6, beispiels weise um den Kreuzsupport einer Druckbank schwen ken, wie dies vom Pfeil B angedeutet wird. Während des Umlaufes der Druckrollen lehnen sich diese gegen die Rondelle 2 an und verformen sie in der vorge sehenen Richtung.
Bei der jeweiligen Berührung der Druckrollen mit der rotierenden Rondelle dreht sich jede Druck rolle 4 jeweils um ihre Drehachse 7.
Damit die Druckrolle das Material über die ganze Länge der Druckform fortschreitend anzu- pressen in der Lage ist, wurde der Drehpunkt 6 der Vorrichtung verstellbar angeordnet. Im Verlaufe der Druckoperation wird die Vorrichtung stetig ver- schwenkt und zudem der Drehpunkt 6 verschoben, was durch die Pfeile D angedeutet wird, bis schliess lich die Umlaufkurve der Druckrollen die Lage gemäss der Linie 5' aufweist und sich der Drehpunkt an die Stelle 6' verschoben hat.
Die Kraft C kann dabei so wohl durch das mittels Elektromotor bewirkte Ver- schwenken der Vorrichtung in Richtung B als auch durch den Kreuzsupport, auf dem die Vorrichtung beispielsweise montiert sein kann, aufgebracht werden. Nach der Verformung kann der derart hergestellte Hohlkörper von der Drückform abgezogen werden, worauf sich der Vorgang wiederholen lässt. Anstelle zylindrischer Hohlkörper lassen sich - je nach der verwendeten Drückform - auch Hohlkörper anderer Form herstellen, namentlich kegelstumpfförmige und halbkugelförmige, wobei das Herstellungsverfahren im Prinzip das gleiche bleibt.
In den Fig. 2 und 3 ist eine Umlaufvorrichtung mit konstruktiven Einzelheiten dargestellt. Der Motor 8 treibt über eine Kupplung 9 ein Schneckengetriebe, das in seinem Gehäuse 10 eingebaut ist. Mit diesem Schneckengetriebe ist eine Kettenradwelle 11 ver bunden, die ihrerseits mit den Kettenrädern 12 und 13 verkeilt ist. Motor und Getriebe sind auf einem zusammengeschweissten, kastenartigen Gehäuse 14 verbunden und zusammen mit der Vorrichtung ver- schwenkbar. Das Gehäuse trägt ebenfalls die Lager büchsen 15 und 16 der Kettenradwelle 11.
Mit diesen Kettenrädern wirkt je eine Rollenkette 19 zusammen, die in Fig.4 in perspektivischer Darstellung gezeigt ist. Die Kettenradwelle 20 mit den Kettenrädern 17 und 18 ist in radialer Richtung beweglich gelagert und wirkt mit einer als Kettenspanner dienenden Feder 21 zusammen, deren Druck mit der Stellschraube 22 verändert werden kann. Auf der Grundplatte 32 und auf der Deckplatte 31 des Gehäuses 14 sind Laufschienen 24 und 26 an geordnet. Sie sind auf den beiden Platten zueinander parallel angeordnet, haben eine ovale Form und bilden je eine endlose Schleife.
Die Lauffläche 24' wirkt mit der Zylinderrolle 25 zusammen, welche mit dem Rollengestell 29 verbunden ist. Die Laufschiene 26 ist mit einem Ansatz versehen, welcher eine schräge Lauffläche 26' aufweist, die mit einer Kegelrolle 27 zusammenwirkt. Die Zylinderrolle und die Kegelrolle sind auf einer gemeinsamen Achse 33 drehbar ge lagert. Diese Achse liegt mit einem Btmdansatz auf einer Auflagefläche des Rollengestelles 29 auf und wird durch eine Befestigungsmutter drehfest in diesem gehalten.
Die Lauffläche 24' der zylindrischen Rolle 25 und die Lauffläche der Kegelrolle 27 sind in bezug auf die Drehachse 33 auf verschiedenen Seiten an geordnet, so dass Zylinderrollen und Kegelrollen beim Umlauf der Drückrollen in entgegengesetztem Dreh sinn rotieren.
In Fig. 4 sind Zylinder- und Kegelrollen im Schnitt dargestellt. Die Achse 33 und die Drehachse 7 der Drückrolle 4 stehen zueinander senkrecht. Die Drehachse 7 der Drückrolle 4 ihrerseits liegt in einer Parallelebene zur Umlaufebene der Drückrollen.
In Fig.5 ist die Ausbildung der Lauf- und Füh rungsschienen auf dem Teilstück C, laut Fig.3, im Detail dargestellt. Ausser den Laufschienen 24 und 26 ist noch eine zusätzliche Führungsschiene 28 für die Rollenkette 19 vorhanden, die der Abstützung der Rollenkette dient. Mit der Grundplatte 32 ist ein Lagerzapfen 30 verbunden, um welchen die ganze Umlaufvorrichtung geschwenkt werden kann. Dieser Lagerzapfen wirkt mit einer entsprechenden Bohrung im Kreuzsupport der Drückbank zusammen.
Mit diesem Kreuz support lassen sich durch Handbetätigung die üblichen Längs- und Querbewegungen ausführen, wie dies in Fig. 1 durch die Kreuzpfeile D angedeutet ist.
Dadurch können die Drückrollen kontinuierlich entlang der Drückform geführt werden, bis die Ver formung der Metallrondelle vollständig beendigt ist. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Verwendung der Umlaufvorrichtung zusammen mit dem Kreuz support eine Drückbank beschränkt. Es liesse sich für die Verstellung des Drehpunktes ebensogut eine andere Vorrichtung verwenden, welche entsprechende Längs- und Querbewegungen auf irgendwelche an sich bekannte Weise ausführen. Hierzu wären namentlich auch hydraulische Einrichtungen geeignet.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte Aus führungsform beschränkt. Insbesondere liesse sich auch eine Vorrichtung ausführen, bei der die Drück- rollen eine beliebige endlose Kurve (Spezialfall Kreis) beschreiben würden. Ferner liesse sich eine Drück- vorrichtung denken, bei welcher die je um ihre Drehachse rotierbaren Drückrollen starr auf einer runden, drehbaren Vorrichtung angeordnet sind.
Auch hier müsste der Drehpunkt der Vorrichtung gegenüber der Drückform verstellbar ausgebildet sein, was in ähnlicher Weise, wie bereits oben beschrieben, erfolgen könnte. Zweckmässigerweise rotiert hierbei die Vorrichtung um eine zentrale Welle, welche mit einem motorischen Antrieb zusammenwirkt.
Diese um eine zentrale Welle rotierende Vor richtung kann jedoch nur verwendet werden, wenn der herzustellende Drückteil dies arbeitstechnisch erlaubt (Material, Blechstärke, Verformungsgrad usw.). Im andern Falle müssen kurvenförmige Vorrichtun gen, zum Beispiel wie in Fig. 1 dargestellt, gewählt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Drückverfahren zur Erzeugung hohler Gegen stände aus Metallblech, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech durch mindestens eine um ihre Achse um laufende und in einer Ebene quer zur Ebene des zu verformenden Bleches bewegte Drückrolle während ihrer Umlaufbewegung verformt wird. Il. Drückvorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl je um ihre Rotationsachse drehbar ge lagerter Drückrollen, welche auf oder mit einer Vor richtung zwangläufig umlaufen, welche Vorrichtung mit einer Einrichtung zur örtlichen Verschiebung ihres Drehpunktes versehen ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Drückvorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Drückrollen bei ihrem Umlauf auf der Vorrichtung eine nierenförmige Kurve beschreiben. 2. Druckvorrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Druckrollen entlang einer endlosen, auf der Vorrichtung befestigten Bahn umlaufen und die Vorrichtung um einen beweglichen Drehpunkt verschwenkbar ausgebildet ist. 3. Druckvorrichtung nach Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahn aus zwei oberen und zwei unteren Laufschienen von ovaler Form besteht. 4.Druckvorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Drückrollenumlauf mittels eines motorischen Antriebes erfolgt. 5. Druckvorrichtung nach Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Vor richtung der Motor samt Untersetzungsgetriebe ver bunden und zusammen mit der Vorrichtung ver- schwenkbar ist. 6. Druckvorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachsen der Druckrollen in einer Par allelebene zur Umlaufebene der Druckrollen liegen.7. Druckvorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehzapfen der Vorrichtung auf dem Kreuz support einer Druckbank befestigt ist. B. Druckvorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckrollen drehbar je auf einem Rollen gestell befestigt sind, das durch mindestens zwei Lauf rollen auf den Laufschienen abgestützt und geführt ist, wobei die Achsen der Laufrollen senkrecht zu den Drückrollen-Drehachsen stehen. 9.Druckvorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollengestelle mittels mindestens einer end losen Kette verbunden sind. 10. Druckvorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 9, gekennzeichnet durch zwei voneinander distanzierte parallele Rollenketten, von denen jede mit einem Kettenräderpaar zusammen wirkt. 11.Druckvorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 1 bis 10, gekennzeichnet durch zwei Kettenradwellen, von denen die eine in radialer Rich tung beweglich gelagert ist und zwecks Spannung der Kette mit einer Feder zusammenwirkt und die andere Kettenradwelle direkt mit dem Antriebsgetriebe ver bunden ist. 12.Druckvorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Rollengestell mit mindestens zwei zylin drischen Laufrollen und mindestens zwei dazu koaxial angeordneten Kegelrollen versehen ist und die Lauf flächen der Laufschienen derart angeordnet sind, dass Zylinderlaufrollen und Kegelrollen beim Umlauf ver schiedenen Drehsinn haben. 13.Druckvorrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Druckrollen, die je um ihre Drehachsen rotierbar sind, starr auf einer kreis runden, drehbaren Vorrichtung angeordnet sind, wo bei deren Drehpunkt gegenüber der Druckform ver stellbar ausgebildet ist. 14. Druckvorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung um eine zentrale Welle rotiert, welche mit einem motorischen Antrieb zusammenwirkt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH348673T | 1956-10-12 |
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| CH348673A true CH348673A (de) | 1960-09-15 |
Family
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|---|---|---|---|
| CH348673D CH348673A (de) | 1956-10-12 | 1956-10-12 | Drückverfahren und Drückvorrichtung zur Erzeugung hohler Gegenstände aus Metallblech |
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| CH (1) | CH348673A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3969917A (en) * | 1973-04-03 | 1976-07-20 | Frederick David Waterfall | Heat treatment pots |
-
1956
- 1956-10-12 CH CH348673D patent/CH348673A/de unknown
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