CH344993A - Verfahren zur Herstellung von Blausäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Blausäure

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CH344993A
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CH
Switzerland
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melt
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aluminum salts
salts
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Hermann Dr Kronacher
Dichtl Walter
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Sueddeutsche Kalkstickstoff
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/02Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide
    • C01C3/0208Preparation in gaseous phase
    • C01C3/0229Preparation in gaseous phase from hydrocarbons and ammonia in the absence of oxygen, e.g. HMA-process
    • C01C3/0233Preparation in gaseous phase from hydrocarbons and ammonia in the absence of oxygen, e.g. HMA-process making use of fluidised beds, e.g. the Shawinigan-process

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Description


      Verfahren    zur Herstellung von Blausäure    Das Schweizer Patent Nr. 342940 betrifft ein Ver  fahren zur Herstellung von Blausäure durch Umsetzung  von Kohlenoxydgas mit     Ammoniakgas    in Gegenwart  von körnigem bis staubförmigem Kontaktmaterial.  



  Das Verfahren des genannten Schweizer Patentes  ist dadurch gekennzeichnet, dass man das in einem  Reaktionsraum, in den unten mindestens ein     Einström-          und    oben mindestens ein     Abströmkanal    für das Gas  mündet, aufgeschichtete Kontaktmaterial durch die in  den Reaktionsraum einströmenden Gase nur bis zu  einer unterhalb der Einmündung des     Abströmkanals     reichenden Höhe aufwirbelt, wobei das Kontakt  material im Reaktionsraum verbleibt.  



  Wird für dieses Verfahren ein Kontaktmaterial  verwendet, das durch einfache mechanische Teilung  gewonnen wurde, so erhält man zum grössten Teil so  feinen Staub, dass dieser aus dem Reaktionsgefäss her  ausgetragen und nur durch besondere Vorrichtungen  aus dem Gas abgetrennt werden kann. Ist das Korn zu  grob, so ist für den Schwebezustand eine so hohe  Strömungsgeschwindigkeit für das Reaktionsgas er  forderlich, dass die Berührungszeit zwischen Kontakt  und Reaktionsgas zu kurz wird.  



  Die vorliegende Erfindung trägt dem Rechnung.  Das Verfahren gemäss vorliegender Erfindung zur Her  stellung von Blausäure durch Umsetzung von Kohlen  oxyd mit Ammoniak in Gegenwart von Kontaktmate  rial ist gekennzeichnet durch die Anwendung von sol  chem, zu mindestens     80 /o    aus Aluminiumoxyd beste  hendem Kontaktmaterial, das durch Erschmelzen von  Aluminiumsalzen oder Aluminiumsalze enthaltenden  Salzgemischen und darauffolgendes rasches Erhitzen  der Schmelze auf 500 bis<B>700'</B> gewonnen worden ist.  



  Besonders zweckmässig ist es, wenn man nach der  vorliegenden Erfindung ein solches Aluminiumoxyd  verwendet, welches durch Erschmelzen von Aluminium  salz unter gleichzeitigem Überleiten eines starken         Stickstoffgasstromes    über die Schmelze und darauf  folgendes rasches Erhitzen der Schmelze auf 500 bis  <B>700'</B> gewonnen wird. Durch den     Stickstoffgasstrom     werden entstehende Gase rasch abgeführt und der  Stickstoff tritt in die Schmelze ein. Man erhält so ein  sehr leichtes und     grossflächiges    Kontaktmaterial von  genügender Festigkeit.

   In besonderen Fällen setzt man  der Schmelze zur Erzielung des notwendigen spezifi  schen Gewichtes 3 bis 8% Salz anderer, schwererer  Metalle zu, wie Cadmium,     Thorium,    Zink und Ge  mischen hiervon.  



  Wie erwähnt, ist die Gewinnung von Aluminium  oxyd durch Schmelzen von Aluminiumsalzen, beson  ders durch Erhitzen von Aluminiumnitrat, nicht mehr  neu. Insbesondere wird Aluminiumnitrat in bekannter  Weise dadurch gewonnen, dass man beim Aufschluss  mit Salpetersäure entstehendes Aluminiumsalz durch  Erhitzen auf höhere Temperaturen zersetzt. Während  ein normales Kontaktmaterial auf Basis gefällten       Aluminiumoxydes    mit Zuschlag von     Cer-Oxyd    bei  einer Korngrösse von 3 bis 10 mm ein Schüttgewicht  von 0,616 besitzt, ist das Schüttgewicht des nach der  vorliegenden Erfindung erhaltenen Kontaktmaterials  bei gleicher Korngrösse nur 0,177.

   Durch     Einlegung     mehr oder weniger an sich zum Teil für diesen Prozess  bekannter     Katalysator-Metalloxyde    lässt sich dieses  niedrige Schüttgewicht variieren.  



  Durch die Verwendung des erfindungsgemässen  Katalysators ist erreicht, dass man die Berührungs  dauer und die     Verweilzeit    zwischen Katalysator und  Gasgemisch den jeweiligen Verhältnissen anpassen  kann. Während z. B. nach dem Schweizer Patent  Nr. 342940 in einer ersten Verfahrensstufe nur eine  kurze Berührungsdauer notwendig ist, wird dort bei  fortschreitender Veränderung der Konzentration und  Zusammensetzung der Gase in den nachfolgenden  Stufen eine längere Berührungsdauer notwendig. Dies      kann im vorliegenden Falle, ohne Veränderung der       Querschnitte    der Reaktionsgefässe und damit der       Geschwindigkeiten    der     reagierenden    Gase, durch Ver  wendung von Kontakten andern Schüttgewichtes er  reicht werden.  



  Die Verwendung des erfindungsgemässen Kontakt  materials, gegenüber den Kontakten bekannter Art,  besitzt auch den wirtschaftlichen Vorteil, dass man mit  einer geringeren Einsatzmenge an dem an sich kost  spieligen Kontaktmaterial auskommt, ohne dass der  Umsatz bzw. Durchsatz darunter leidet. Insbesondere  zeigt es sich, dass beim Anfahren des Kontaktes, im  Gegensatz zu den bekannten Kontakten, eine sehr  geringe oder gar keine Zersetzung von Ammoniak zu  verzeichnen ist, mit der Folge, dass die Ausbeute an  Ammoniak wesentlich günstiger ist als bei Verwendung  von Kontaktmaterial bekannter Art. Die Zersetzung  des Ammoniaks liegt zum Teil unter 1%.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Blausäure durch Umsetzung von Kohlenoxyd mit Ammoniak in Gegen wart von Kontaktmaterial, gekennzeichnet durch die Verwendung von solchem, zu mindestens 80 /o aus Aluminiumoxyd bestehendem Kontaktmaterial, das durch Erschmelzen von Aluminiumsalzen oder Alu miniumsalze enthaltenden Salzgemischen und darauf folgendes rasches Erhitzen der Schmelze auf 500 bis <B>700'</B> gewonnen worden ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Kontaktmaterials, das durch Erschmelzen von Aluminiumsalzen oder Alu miniumsalze enthaltenden Salzgemischen unter Über leiten eines starken Stickstoffgasstromes über die Schmelze und darauffolgendes rasches Erhitzen der Schmelze auf 500 bis<B>700'</B> gewonnen wurde. 2. Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Kontaktmaterials, das durch Schmelzen von Aluminiumsalzen zusammen mit 3 bis 8 /o von Salzen anderer, schwererer Metalle, wie z.
    B. des Cadmiums, Thoriums, Zinks oder mehrerer solcher Salze, unter Überleiten eines starken Stickstoff gasstromes über die Schmelze und darauffolgendes rasches Erhitzen der Schmelze auf 500 bis<B>700'</B> ge wonnen wurde.
CH344993D 1955-12-19 1955-12-19 Verfahren zur Herstellung von Blausäure CH344993A (de)

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