CH344993A - Verfahren zur Herstellung von Blausäure - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von BlausäureInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Blausäure Das Schweizer Patent Nr. 342940 betrifft ein Ver fahren zur Herstellung von Blausäure durch Umsetzung von Kohlenoxydgas mit Ammoniakgas in Gegenwart von körnigem bis staubförmigem Kontaktmaterial.
Das Verfahren des genannten Schweizer Patentes ist dadurch gekennzeichnet, dass man das in einem Reaktionsraum, in den unten mindestens ein Einström- und oben mindestens ein Abströmkanal für das Gas mündet, aufgeschichtete Kontaktmaterial durch die in den Reaktionsraum einströmenden Gase nur bis zu einer unterhalb der Einmündung des Abströmkanals reichenden Höhe aufwirbelt, wobei das Kontakt material im Reaktionsraum verbleibt.
Wird für dieses Verfahren ein Kontaktmaterial verwendet, das durch einfache mechanische Teilung gewonnen wurde, so erhält man zum grössten Teil so feinen Staub, dass dieser aus dem Reaktionsgefäss her ausgetragen und nur durch besondere Vorrichtungen aus dem Gas abgetrennt werden kann. Ist das Korn zu grob, so ist für den Schwebezustand eine so hohe Strömungsgeschwindigkeit für das Reaktionsgas er forderlich, dass die Berührungszeit zwischen Kontakt und Reaktionsgas zu kurz wird.
Die vorliegende Erfindung trägt dem Rechnung. Das Verfahren gemäss vorliegender Erfindung zur Her stellung von Blausäure durch Umsetzung von Kohlen oxyd mit Ammoniak in Gegenwart von Kontaktmate rial ist gekennzeichnet durch die Anwendung von sol chem, zu mindestens 80 /o aus Aluminiumoxyd beste hendem Kontaktmaterial, das durch Erschmelzen von Aluminiumsalzen oder Aluminiumsalze enthaltenden Salzgemischen und darauffolgendes rasches Erhitzen der Schmelze auf 500 bis<B>700'</B> gewonnen worden ist.
Besonders zweckmässig ist es, wenn man nach der vorliegenden Erfindung ein solches Aluminiumoxyd verwendet, welches durch Erschmelzen von Aluminium salz unter gleichzeitigem Überleiten eines starken Stickstoffgasstromes über die Schmelze und darauf folgendes rasches Erhitzen der Schmelze auf 500 bis <B>700'</B> gewonnen wird. Durch den Stickstoffgasstrom werden entstehende Gase rasch abgeführt und der Stickstoff tritt in die Schmelze ein. Man erhält so ein sehr leichtes und grossflächiges Kontaktmaterial von genügender Festigkeit.
In besonderen Fällen setzt man der Schmelze zur Erzielung des notwendigen spezifi schen Gewichtes 3 bis 8% Salz anderer, schwererer Metalle zu, wie Cadmium, Thorium, Zink und Ge mischen hiervon.
Wie erwähnt, ist die Gewinnung von Aluminium oxyd durch Schmelzen von Aluminiumsalzen, beson ders durch Erhitzen von Aluminiumnitrat, nicht mehr neu. Insbesondere wird Aluminiumnitrat in bekannter Weise dadurch gewonnen, dass man beim Aufschluss mit Salpetersäure entstehendes Aluminiumsalz durch Erhitzen auf höhere Temperaturen zersetzt. Während ein normales Kontaktmaterial auf Basis gefällten Aluminiumoxydes mit Zuschlag von Cer-Oxyd bei einer Korngrösse von 3 bis 10 mm ein Schüttgewicht von 0,616 besitzt, ist das Schüttgewicht des nach der vorliegenden Erfindung erhaltenen Kontaktmaterials bei gleicher Korngrösse nur 0,177.
Durch Einlegung mehr oder weniger an sich zum Teil für diesen Prozess bekannter Katalysator-Metalloxyde lässt sich dieses niedrige Schüttgewicht variieren.
Durch die Verwendung des erfindungsgemässen Katalysators ist erreicht, dass man die Berührungs dauer und die Verweilzeit zwischen Katalysator und Gasgemisch den jeweiligen Verhältnissen anpassen kann. Während z. B. nach dem Schweizer Patent Nr. 342940 in einer ersten Verfahrensstufe nur eine kurze Berührungsdauer notwendig ist, wird dort bei fortschreitender Veränderung der Konzentration und Zusammensetzung der Gase in den nachfolgenden Stufen eine längere Berührungsdauer notwendig. Dies kann im vorliegenden Falle, ohne Veränderung der Querschnitte der Reaktionsgefässe und damit der Geschwindigkeiten der reagierenden Gase, durch Ver wendung von Kontakten andern Schüttgewichtes er reicht werden.
Die Verwendung des erfindungsgemässen Kontakt materials, gegenüber den Kontakten bekannter Art, besitzt auch den wirtschaftlichen Vorteil, dass man mit einer geringeren Einsatzmenge an dem an sich kost spieligen Kontaktmaterial auskommt, ohne dass der Umsatz bzw. Durchsatz darunter leidet. Insbesondere zeigt es sich, dass beim Anfahren des Kontaktes, im Gegensatz zu den bekannten Kontakten, eine sehr geringe oder gar keine Zersetzung von Ammoniak zu verzeichnen ist, mit der Folge, dass die Ausbeute an Ammoniak wesentlich günstiger ist als bei Verwendung von Kontaktmaterial bekannter Art. Die Zersetzung des Ammoniaks liegt zum Teil unter 1%.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Blausäure durch Umsetzung von Kohlenoxyd mit Ammoniak in Gegen wart von Kontaktmaterial, gekennzeichnet durch die Verwendung von solchem, zu mindestens 80 /o aus Aluminiumoxyd bestehendem Kontaktmaterial, das durch Erschmelzen von Aluminiumsalzen oder Alu miniumsalze enthaltenden Salzgemischen und darauf folgendes rasches Erhitzen der Schmelze auf 500 bis <B>700'</B> gewonnen worden ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Kontaktmaterials, das durch Erschmelzen von Aluminiumsalzen oder Alu miniumsalze enthaltenden Salzgemischen unter Über leiten eines starken Stickstoffgasstromes über die Schmelze und darauffolgendes rasches Erhitzen der Schmelze auf 500 bis<B>700'</B> gewonnen wurde. 2. Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Kontaktmaterials, das durch Schmelzen von Aluminiumsalzen zusammen mit 3 bis 8 /o von Salzen anderer, schwererer Metalle, wie z.B. des Cadmiums, Thoriums, Zinks oder mehrerer solcher Salze, unter Überleiten eines starken Stickstoff gasstromes über die Schmelze und darauffolgendes rasches Erhitzen der Schmelze auf 500 bis<B>700'</B> ge wonnen wurde.
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