CH337087A - Einrichtung zum automatischen Steuern der Werkzeugzustellung an Schleifmaschinen, insbesondere Innenschleifmaschinen - Google Patents

Einrichtung zum automatischen Steuern der Werkzeugzustellung an Schleifmaschinen, insbesondere Innenschleifmaschinen

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CH337087A
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CH
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Hintz Otto
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Spandau Maschf Geco Pumpentech
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    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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  • Constituent Portions Of Griding Lathes, Driving, Sensing And Control (AREA)
  • Grinding Of Cylindrical And Plane Surfaces (AREA)

Description


  Otto Hintz, Berlin-Spandau (Deutschland), ist als Erfinder genannt worden    Bei automatisch arbeitenden Schleifmaschinen  muss, bedingt durch die oft sehr erheblichen Schwan  kungen in der Schleifzugabe der zu bearbeitenden  Teile, das Schleifwerkzeug durch Betätigung der Zu  stellvorrichtung von Hand bis zur Berührung an das  Werkstück herangeführt werden, wenn nicht erheb  liche Leerlaufzeiten entstehen sollen. Das trifft für  Rundschleifmaschinen zu, die im Einsteckverfahren  arbeiten und bei denen immer wieder beobachtet wer  den kann, dass nachdem das Schleifwerkzeug im  Schnellgang bis dicht vor das Werkstück gefahren  worden ist, je nach den Schwankungen in der Schleif  zugabe eine mehr oder minder lange Zeit verstreicht,  bevor das Schleifwerkzeug bei dem nun einsetzenden  Schleifvorschub zum Schnitt gelangt.

   Derselbe Übel  stand tritt in meist noch erheblich grösserem Masse  bei Innenschleifmaschinen auf, weil erfahrungsgemäss  bei gehärteten Werkstücken, bei denen- Bohrungen  zu schleifen sind, ein besonders grosser Verzug und  damit besonders grosse Schwankungen in der Schleif  zugabe zu verzeichnen sind.  



  Wenn nun der Arbeitsablauf vollautomatisch er  folgen soll, dann muss bei den bisher bekannten Ma  schinen mit in Kauf genommen werden, dass bei  Werkstücken mit kleinerer Schleifzugabe die Ma  schine eine mehr oder minder lange Zeit leerläuft,  bevor die Schleifscheibe zu schneiden beginnt, oder  dass sie bei Werkstücken mit besonders grosser Schleif  zugabe beim Anfahren in die Schleifstellung in das  Werkstück hineinrennt.

   Wenn dieses Hineinrennen  zur Not noch bei Rundschleifmaschinen wegen der  dort verwendeten grossen Schleifscheiben und An  triebsleistungen bei stärkeren Werkstücken mit in  Kauf genommen werden kann, so ist doch dieser  Zustand bei     Innenschleifmaschinen        unerträglich,    da  hier meist kleinere Bohrungen zu schleifen sind und    damit verhältnismässig kleine Schleifscheiben und  schwache Schleifspindeln zur Anwendung gelangen,  die ein solches Hineinrennen in das Material in den  seltensten Fällen vertragen.  



  Diese     Nachteile    bezweckt die Erfindung zu be  seitigen, die sich vor allen Dingen dadurch von den  bisher bekannten Vorrichtungen unterscheidet, dass die  Belastungsänderung des Schleifwerkzeuges, die vom  Leergang bis zur Vollast zu verzeichnen ist, dazu  verwendet wird, um über ein Regelgetriebe den  Schnellgangteil des Zustellgetriebes und den Schleif  vorschub ein- und auszuschalten, damit dieser Schalt  vorgang so erfolgt, dass der Schnellgang in dem  Augenblick aus- und der Schleifvorschub eingeschal  tet wird, wenn die Schleifscheibe das Werkstück be  rührt, und der Schleifvorschub selbsttätig abgeschaltet  wird, wenn die Belastung der Schleifscheibe zu gross  wird, und bei normaler Belastung wieder selbsttätig  eingeschaltet wird.  



  Von der Erfindung sind auf der Zeichnung zwei  Ausführungsbeispiele dargestellt, die im folgenden  anhand der Zeichnung beschrieben sind.    Es zeigen:       Fig.    1 schematisch die gesamte automatische  Steuereinrichtung, die ein Amperemeter als Steuer  organ besitzt, wobei die Figur auch das Regelgetriebe  sowie die     Umschalt-    und Steuerventile im Schnitt  wiedergibt,       Fig.    2 schematisch eine     Vorder-,    eine Seiten- und  eine Rückenansicht eines an sich bekannten Dreh  zahlmessers als Steuerorgan,       Fig.    3 in grösserem Massstab eine Ansicht der  Skalenscheibe,

   die den     Messbereich    des Drehzahl  messers wiedergibt und       Fig.    4 eine Ansicht der zweiten Steuereinrichtung      mit dem Drehzahlmessgerät nach Fig. 2 und 3 als  Steuerorgan.  



  Gleiche Teile sind in allen Figuren mit gleichen  Bezugszeichen bezeichnet.  



  Wie Fig. 1 erkennen lässt, ist die Schleifscheibe 1  einer Innenschleifmaschine auf einer Schleifspindel 2  befestigt, die in einem Schleifspindelblock 3 ge  lagert ist.  



  Der Schleifspindelblock 3 befindet sich auf einem  Zustellschlitten 4, auf dem ausserdem der Antriebs  motor 5 befestigt ist, der über einen Riemen die  Schleifspindel 2 antreibt oder auch mit ihr direkt  gekuppelt sein kann. Der Schleifspindelschlitten 4  ist senkrecht zur Achse der Schleifspindel und des  zu schleifenden, in einem Halter der Maschine ein  gespannten Werkstückes mit Hilfe einer in Rich  tung der Achse 6 verlaufenden Zustellspindel ver  schiebbar, die über eine Mutter, eine Kurve oder auf  ähnliche bekannte Weise die Schleifspindelverschie  bung bewirkt. Für das Einrichten der Maschine ist  im allgemeinen auf der Zustellspindel ein auf der  Zeichnung nicht dargestelltes Handrad vorhanden.

    Der Schleifvorschub     erfolgt    mit Hilfe einer Schalt  klinke 7, die in ein auf der     Zustellspindel    sitzendes  Schaltrad 8 eingreift. Der Schnellgang des Schlittens  4, der zum Heranführen der Schleifscheibe an das  Werkstück und zum Zurückziehen in ihre Ausgangs  stellung dient, wird in dem dargestellten Beispiel  durch einen ebenfalls auf der Zustellspindel ange  ordneten     Flügelkolben    9 bewirkt. Während des Werk  stückwechsels befindet sich der Flügelkolben 9 in  seiner linken Endstellung, so dass also die Schleif  scheibenzustellung durch Rechtsdrehung der Spindel  um die Achse 6 erfolgt.  



  Nach dem Einspannen eines neuen Werkstückes  hat der Elektromotor 5 lediglich die leerlaufende  Schleifspindel 2 anzutreiben. Er hat damit eine ver  hältnismässig kleine Stromaufnahme, die auf einem  Amperemeter 10 angezeigt wird. Das Amperemeter  besitzt zwei längs der Geräteskala einstellbare Kon  takte 11 und 12. Der Kontakt 11 wird so eingestellt,  dass ihn der Zeiger des Amperemeters bei der An  zeige des Leerlaufstromes für den Motor berührt,  wobei er gegenüber seiner dem Leerlaufstromwert  entsprechenden Stellung um einen kleinen Betrag  nach rechts verstellt ist. Dadurch fliesst ein über  einen Transformator 13 auf eine geeignete niedrige  Spannung gebrachter Strom über die Leitung 14 zu  dem Zeiger des Amperemeters und über den Kontakt  11 und die Leitung 15 durch einen Elektromagneten  16 zum Transformator 13.

   Der Elektromagnet 16  zieht an und schliesst dadurch den Kontakt 17, so  dass ein Strom über die Leitungen 18, 19 durch den  Elektromagneten 20 und die Leitung 21 zum Netz  fliesst. Der Elektromagnet 20 schaltet die Zufuhr des  Drucköls, das aus der in der Maschine vorhandenen  und auf der Zeichnung nicht dargestellten Zahn  radpumpe gefördert wird, über die Leitungen 22, 23  und das Ventil 24, dessen Schieber nunmehr in  seiner untern Stellung steht, durch die Leitungen 25,    70 hinter den Flügelkolben 9, der dadurch in Rechts  drehung versetzt wird. Durch geeignete Bemessung  der Querschnitte der Rohrleitung bzw. durch Zwi  schenschaltung einer geeigneten Drosselstelle erhält  der Flügelkolben 9 nunmehr eine geeignete Dreh  geschwindigkeit.

   Dadurch wird die Zustellspindel im  Uhrzeigersinne gedreht und durch die Verschiebung  des Schlittens 4 die Schleifspindel 1 im Schnellgang  an das Werkstück herangeführt, bis das Schleifwerk  zeug mit ihm zum Schnitt kommt. Dadurch tritt  eine stärkere Belastung der Schleifspindel und damit  des Antriebsmotors 5 ein, die sich auf dem Ampere  meter 10 durch eine höhere Stromanzeige bemerkbar  macht. Der Zeiger des Amperemeters bewegt sich  also nach rechts und von dem Kontakt 11 weg. Der  Elektromagnet 16 fällt ab und der Kontakt 17 wird  geöffnet, wodurch der Elektromagnet 20 spannungs  los und der Steuerkolben 24 durch eine Feder 26  in die gezeichnete Mittellage zurückbewegt wird. Da  durch wird die Verbindung zwischen den Drucklei  tungen 23, 25 unterbrochen und damit die Dreh  bewegung des Flügelkolbens 9 abgeschaltet.

   Wenn  der Steuerkolben 24 in der Mittelstellung ist, dann  besteht Verbindung zwischen der Druckleitung 23  und der Leitung 27, die zu dem Umschaltventil 28  führt. Der Kolben des Umschaltventils 28 befindet  sich nach dem Werkstückwechsel in der gezeichneten  obern Stellung, so dass das Drucköl über die Leitung  29 in das hydraulische Getriebe R für die Betätigung  der Schaltklinke 7 eintreten kann. Dabei tritt das  Drucköl in der gezeichneten Stellung des Vorsteuer  kolbens 30 über die Leitung 31 hinter die rechte  Seite des Regelkolbens 32, der dadurch nach links  verschoben wird. Von seiner linken Seite fliesst das  Öl über die Leitung 33 und den Vorsteuerkolben  zum Ablaufrohr 34.

   In der linken der Darstellung  auf der Zeichnung entsprechenden Stellung des Re  gelkolbens 32 tritt     Drucköl    aus der Leitung 22 über  die Leitung 35, 36 und 37 in das Steuergehäuse des  Regelkolbens ein und über die Leitung 38 hinter  die linke Seite des Hauptsteuerkolbens 39. Von der  rechten Seite des Hauptsteuerkolbens 39 kann das  Öl über die Leitung 40, den Regelkolben, die Lei  tung 41 und den Vorsteuerkolben in die Ablauflei  tung 42 austreten. In der gezeichneten rechten Stel  lung des Hauptsteuerkolbens 39 tritt das Drucköl  über die Leitungen 37, 43 und 44 hinter die rechte  Seite des Antriebskolbens 45, der zum Betätigen der  Schaltklinke 7 dient.

   Von der linken Kolbenseite  kann das Öl über die Leitungen 46, 47, 48, 49 und  die Hauptsteuer-, Regel- und     Vorsteuerkolben    in die  Ablaufleitung 34 austreten. Das     links    vom Haupt  steuerkolben 39 vorhandene Drucköl kann in der  rechten     Kolbenendstellung    über die Leitung 50 hinter  die rechte Seite des     Vorsteuerkolbens    30 strömen,  der sich dadurch nach links bewegt, da das Öl auf  der linken Kolbenseite über die Leitungen 51, 52 und  41 in die     Ablaufleitung    42 austreten kann.

   In der  linken Endstellung des     Vorsteuerkolbens    30 fliesst  nunmehr das Drucköl aus der Leitung 29 über Lei-      tun- 33 hinter die linke Seite des Regelkolbens 32,  der sich nach rechts bewegt, weil auf seiner rechten  Seite das Öl über die Leitung 31 zur Ablaufleitung 42  abfliessen kann. In der rechten Endstellung des Regel  kolbens 32 tritt Drucköl über die Leitungen 35, 36  und 37 und über die Leitung 40 hinter die rechte  Seite des Hauptsteuerkolbens 39, der sich nach links  bewegt, da das Öl von seiner linken Seite über die  Leitungen 38, 49 in die Ablaufleitung 34     abfliessen     kann.

   In der linken Endstellung des Hauptsteuer  kolbens 39 fliesst Drucköl aus der Leitung 37, 47 und  46 hinter die linke Seite des Kolbens 45, der sich  nach rechts bewegt, da das Öl auf seiner rechten Seite  über die Leitungen 44, 43, 52, 41 zur Ablaufleitung  42 abfliessen kann. Dadurch dreht die Klinke 7 das  Schaltrad 8 entsprechend ihrer Hubgrösse im Uhr  zeigersinn und verschiebt damit durch Drehung der  Zustellspindel den Schleifspindelschlitten 4 mit der  Schleifscheibe 1 gegen das Werkstück. Da in der  linken Endstellung des Hauptsteuerkolbens 39 das  aus der Leitung 40 zuströmende Drucköl über die  Leitung 51 hinter die linke Seite des Vorsteuerkol  bens 30 treten kann, verschiebt sich dieser wieder  in die gezeichnete rechte Stellung, und der oben be  schriebene Vorgang wiederholt sich.  



  Es erfolgen also in rascher Folge Hübe des Kol  bens 45 und damit entsprechende Drehungen des  Schaltrades 8 und die daraus resultierende Verschie  bung der Schleifscheibe 1 senkrecht zur Werkstück  achse. Die Schleifscheibe wird infolgedessen mehr  und mehr belastet. Die Stromaufnahme des Motors  5 steigt an, bis der Zeiger des Amperemeters 10  den Kontakt 12 berührt. Dadurch wird ein Strom  kreis geschlossen, so dass Strom über die Leitung 14,  den Kontakt 12 und die Leitung 53 durch die  Spule eines Elektromagneten 54 zum Transformator  13 fliesst. Dadurch schliesst sich der Kontakt 55.  Es ist jetzt über den Kontakt 55, die Leitung 56,  den Elektromagneten 57, die Leitungen 58 und 21  und das Netz ein Stromkreis geschlossen. Der Elek  tromagnet 57 zieht also an und verschiebt den Steuer  kolben des Ventils 24 in seine obere Endlage.

   Da  durch wird die Verbindung der Druckleitung 23 zu  den Leitungen 27, 29 unterbrochen, so dass der  Regelkolben 32 kein Drucköl mehr erhält und stehen  bleibt. Das Spiel des Antriebskolbens 45 wird also  unterbrochen und die Schleifscheibe 1 nicht mehr  weiter zugestellt, bis sie sich so weit freigeschnitten  hat, dass durch Absinken der Stromaufnahme des  r Motors 5 der Zeiger des Amperemeters 10 sich nach  links bewegt und den Kontakt 12 wieder öffnet, wo  durch der Elektromagnet 57 des Steuerventils 24  spannungslos wird und der Kolben des Ventils 24  wieder in seine Mittelstellung zurückgeht. Dadurch  s ist wieder die Verbindung zwischen den Drucklei  tungen 23, 27 zum Vorsteuerkolben 30 hergestellt,  so dass das Zustellgetriebe sein Spiel wieder auf  nimmt.  



  Kurz vor Erreichen des Fertigmasses wird bei  <B>3</B> automatisch arbeitenden Innenschleifmaschinen ein         Abrichthub    für die Schleifscheibe zwischengeschaltet  und anschliessend das Werkstück fertiggeschlichtet.  Für diese Umschaltung wird über die Leitung 59  Drucköl auf die obere Seite des Umschaltkolbens 28  zugeleitet. Das Öl kann durch die Leitung 60 von  der Unterseite des Kolbens abfliessen.

   Der Umschalt  kolben 28 bewegt sich daher in     seine    untere     End-          stellung    und unterbricht damit die Verbindung zwi  schen den Druckleitungen 27, 29 zu dem Zustell  getriebe und stellt eine Verbindung zwischen der  Abzweigung 61 von der Druckleitung 22 über ein  Drosselventil 62, die Druckleitung 63, das Umschalt  ventil 28 zur Druckleitung 29 her.  



  Der Regelkolben 32 erhält dadurch eine geringere       Öhnenge    über den     Vorsteuerkolben    30 zugeteilt. Das  Steuergetriebe bewegt sich also mit     einstellbarer,    ge  ringerer Geschwindigkeit, so dass die Hübe des An  triebskolbens 45 für die Schaltklinke 7 in einstell  baren, längeren Abständen nacheinander erfolgen  und damit eine kleinere Verschiebung des Schleif  spindelschlittens 4 und der Schleifspindel 1 in der  Zeiteinheit erfolgt, die im allgemeinen so klein ein  gestellt wird, dass der Antriebsmotor 3 nur noch  gering belastet wird und damit sich eine Steuerung  durch das Amperemeter 10 erübrigt.  



  Damit bei sehr kleiner Schlichtzustellung durch  das starke Abfallen der Stromaufnahme des Motors 5  bei Berührung zwischen dem Zeiger des Ampere  meters 10 und dem Kontakt 11 der Schnellgang  über den Flügelkolben 9 nicht eingeschaltet werden  kann, wird die Druckleitung 25 über das Ventil 28  geführt und in der untern Kolbenstellung des Ventils  für das Schlichten unterbrochen.  



  Beim Erreichen des Fertigmasses soll die Schleif  scheibe sofort vom Werkstück abgehoben werden.  Zu diesem Zweck sind die Druckölleitungen 60 und  64 vorgesehen. Durch     Druckölzufuhr    über die Lei  tung 60 wird der Kolben des Umschaltventils 28 in  seine obere Endstellung verschoben, so dass die ganze  Einrichtung wieder für den nächsten Arbeitsgang  vorbereitet ist. Das Drucköl, das über die Leitung  64 zuströmt, verschiebt den     Umsteuerkolben    65 nach  rechts gegen den Druck einer Feder. Damit wird die  Druckölleitung 66 mit der Leitung 44 verbunden und  der Kolben 45 nach links verschoben. Dabei fliesst  das Öl von der andern Kolbenseite über die Leitun  gen 46, 67 ab. Die Schaltklinke 7 ist damit ausser  Eingriff mit dem Schaltrad B.

   Gleichzeitig kann das  Drucköl aus der Leitung 64 über die Leitung 68  hinter die rechte Seite des     Flügelkolbens    9 treten,  der sich jetzt mit grosser Geschwindigkeit nach links  dreht, weil das Öl von der linken Kolbenseite über  die Leitung 70, das Umschaltventil 28, über die Lei  tung 25 zur Ablaufleitung 69 abfliessen kann. Die  Verbindungen 43 und 47 vom hydraulischen Ge  triebe R zum Kolben 45 sind unterbrochen.  



  Damit befindet sich der Flügelkolben in seiner  Ausgangsstellung. Das Umschaltventil 28 ist eben  falls in seiner Ausgangsstellung. Nach dem Werk  stückwechsel und     Wiedereinfahren    der Maschine in      ihre Arbeitsstellung wird das Drucköl in der Lei  tung 64 abgeschaltet, so dass der Umsteuerkolben 65  in seine linke, gezeichnete Stellung zurückgeht und  nunmehr das Spiel, wie oben beschrieben, erneut  beginnt.  



  Die Ausführung nach Fig. 2-4 entspricht hin  sichtlich der nicht dargestellten Teile derjenigen nach  Fig. 1. Der in der Fig. 4 dargestellte Teil unterschei  det sich dagegen insofern von dem entsprechenden  der Fig. 1, als anstelle des dort verwendeten Ampere  meters 10 nunmehr ein Drehzahlmesser als Steuer  organ benutzt wird.     Ferner    ist auf dem hintern Ende  2' der Schleifspindel 2 eine Schwarz-Weiss-Scheibe 71  angeordnet, die über ein Fernrohr 72 mit Photozelle       anvisiert    und von einem darin befindlichen Schein  werfer 73 angestrahlt wird. Dadurch ergeben sich  auf der Photozelle Lichtschwankungen, deren Fre  quenz jeweils der Drehzahl der Scheibe 71 und da  mit der Schleifspindel 2 entspricht. Diese Frequenzen  werden an einer Skala 74 sichtbar, über die ein  Zeiger 75 gleitet.

   Der Ausschlag dieses Zeigers wird  genau so wie bei dem Amperemeter 10 durch ver  stellbare Kontaktstifte 11, 12 nach beiden Richtungen  begrenzt. Im vorliegenden Falle bewegt sich aber der  Zeiger,     umgekehrt    wie der des Amperemeters, bei  einer Belastungszunahme und damit sinkender Dreh  zahl zur Schleifspindel nach links. Die Kontakte 11,  12 sind also gegenüber der Stellung auf dem Ampere  meter beim Drehzahlmesser vertauscht. Sobald nun  die Schleifscheibe 1 zum Schnitt kommt, sinkt infolge  der dadurch bedingten Belastungszunahme die Dreh  zahl des Antriebsmotors 5. Der Zeiger auf dem Dreh  zahlmesser D bewegt sich dabei nach links und öffnet  den Kontakt 11. Dadurch wird, wie bei der Aus  führung nach Fig. 1 beschrieben, der Schnellgang  des Zustellgetriebes abgeschaltet und der Schleifvor  schub bzw. die Schruppzustellung eingeschaltet.

   Bei  steigender Belastung der Schleifspindel sinkt die  Drehzahl weiter, bis der jetzt links liegende Kontakt  12 vom Zeiger berührt wird und damit, wie bereits  beschrieben, die Zustellung überhaupt abgeschaltet  wird. Diese Zeigerstellung zeigt die Fig. 2. Durch  Freischneiden der Schleifscheibe 1 steigt die Dreh  zahl. Der Zeiger bewegt sich jetzt nach rechts und  schaltet wieder das Zustellgetriebe ein.  



  Die Arbeitsweise ist also bei beiden beschriebenen  Ausführungsbeispielen grundsätzlich dieselbe.  



  In beiden Fällen wird zuerst die Schleifscheibe  selbsttätig im Schnellgang bis an das Werkstück       herangeführt.    Sobald sie zum Schnitt kommt, tritt  infolge der Belastungsänderung eine Änderung der  Drehzahl der Schleifspindel     infolge    einer Änderung  der Belastung des Antriebsmotors auf.  



  Wird die durch die Belastungsänderung der  Schleifscheibe bedingte Änderung der Motorbelastung  verwendet, dann erfolgt die Steuerung über ein an  das Stromnetz angeschlossenes Amperemeter, das  zu diesem Zweck mit den zwei den Ausschlag seines  Zeigers begrenzenden, verstellbaren Kontakten ver  sehen ist, die über die elektromagnetische Steuerung    das hydraulische Regelgetriebe so beeinflussen, dass  dieses wie beschrieben arbeitet.  



  Wird dagegen die durch die Belastungsänderung  der Schleifscheibe bedingte Drehzahländerung des  Antriebsmotors und damit der Schleifspindel ver  wendet, dann dient der Drehzahlmesser zur Beein  flussung der elektromagnetischen Steuerung und da  mit des hydraulischen Regelgetriebes, wobei ein an  sich bekannter photoelektrischer Drehzahlmesser be  nutzt wird. Dieser Drehzahlmesser ist ebenfalls mit  zwei den Ausschlag seines Zeigers nach beiden Seiten  begrenzenden, verstellbaren Kontakten versehen, an  die die elektromagnetische Steuerung für das Regel  getriebe angeschlossen wird.  



  Die beschriebenen Einrichtungen arbeiten nun  völlig selbständig derart, dass nach dem Werkstück  wechsel das Zustellgetriebe für die Schleifscheibe  diese im Schnellgang bewegt, bis er bei Berührung  der Schleifscheibe mit dem Werkstück infolge der  dadurch eintretenden Belastungsänderung mit Hilfe  des Amperemeters oder des Drehzahlmessers abge  schaltet wird.  



  Dann setzt der selbsttätige Schleifvorschub ein,  der so lange erfolgt, bis die Belastung zu hoch wird,  worauf seine selbsttätige Abschaltung stattfindet. Der  Schleifvorschub wird selbsttätig wieder eingeschaltet,  sowie die Belastung wieder unter den eingestellten  Höchstwert abgesunken ist.  



  Ferner ist Vorsorge getroffen, dass nach dem  Schruppschleifen die Schleifscheibe mit einer einstell  baren geringen     Schlichtbeistellung    zum Werkstück  verschoben werden kann, die von der Stromaufnahme  des Antriebsmotors nicht mehr beeinflusst wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zum automatischen Steuern der Werkzeugzustellung an Schleifmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass das Zustellgetriebe (7, 8, 9) für das Schleifwerkzeug (1) über ein hydraulisches Regel getriebe (R) und eine dasselbe beeinflussende elektro magnetische Steuerung mit einem an das Stromnetz des Antriebmotors (5) für das Schleifwerkzeug ange schlossenen Messgerätes (10, D) verbunden ist, das zwei einstellbare Kontakte (11, 12) besitzt zur Be grenzung der Zustellbewegung und des Schleifvor schubes des Werkzeuges (1), von denen der eine (11) zusammen mit dem durch die Belastungsände rung des Schleifwerkzeuges (1), die vom Leergang bis zur Vollast zu verzeichnen ist,
    verstellbaren Zeiger des Messgerätes (10) über die elektromagne tische Steuerung und das davon beeinflusste Regel getriebe (R) den Schnellgangteil (9) des Zustell getriebes (7, 8, 9) und der andere (12) über die glei chen Mittel den Antrieb (7, 8) für den Schleifvor schub ein- und ausschaltet, damit der Schaltvorgang so erfolgt, dass der Schnellgang in dem Augenblick aus- und der Schleifvorschub eingeschaltet wird, wenn die Schleifscheibe das Werkstück berührt, und der Schleifvorschub selbsttätig abgeschaltet wird, wenn die Belastung der Schleifscheibe zu gross wird EMI0005.0000
CH337087D 1953-11-27 1954-11-27 Einrichtung zum automatischen Steuern der Werkzeugzustellung an Schleifmaschinen, insbesondere Innenschleifmaschinen CH337087A (de)

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