CH334104A - Anordnung zur selbsttätigen Regelung der Blindleistung - Google Patents
Anordnung zur selbsttätigen Regelung der BlindleistungInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02J—CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
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Description
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Anordnung zur selbsttätigen Regelung der Blindleistung Für die automatische Blindleistungsrege- lung sind bereits verschiedene Anordniuigen bekanntgeworden, u. a. gibt es einen Blindleistungsregler, der mit Hilfe von vier Fer- raris-11lotoren zwei Differentialgetriebe derart beeinflusst, dass bei Überschreitung einer bestimmten induktiven oderkapazitivenBlind- leistung Kontakte betätigt werden, die ihrerseits die Erregung einer Blindstrommaschine steuern.
Die Drehzahl der Ferraris-lblotoren wird dabei über eine komplizierte Brückenanordnung, die u. a. vier Spannungswandler aufweist, von der Phasenlage des Netzstromes zur Netzspannung abhängig gemacht., Diese Regelanordnung bedarf eines untragbar hohen mechanischen und elektrischen Aufwandes.
Erfindungsgemäss wird daher eine Anordnung zur selbsttätigen Regelung der Blindleistung vorgeschlagen, die ein Blindleistungs- messwerk mit Kontaktvorrichtung aufweist, das über ein motorisch angetriebenes Scüritt- sehaltwerk das Zu- oder Abschalten von Blindwiderständen steuert, wobei das Schrittschalt- werk undloder das Blindleistungsmesswerk mit einer solchen Zeitverzögerung arbeitet, dass kurzzeitige Blindlaststösse keine Zu- bzw. Abschaltung der Blindwiderstände hervorrufen.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel der Erfindung das schematische Schaltbild eines Blindleistungsreglers. Die Phasenlage zwischen Strom und Spannung des zu überwachenden Netzes wird in dieser Anord- nung mit Hilfe des Blindleistungszählers 1 gemessen, der über die Leistungen 21 bis 27 und die Vorwiderstände 3 in bekannter Weise mit. dem zu überwachenden Netz verbunden ist.
Dieses Blindleistungsmesswerk 1 trägt auf seiner Welle zwei nicht dargestellte Ringschaltröhren, deren Kontaktanordnung 4 bei einer Verdrehung der ylesswerkswelle je nach Drehrichtung einen der beiden Synchronmotoren 5 oder 6 einschaltet, falls der Kontakt cl in Arbeitsstellung steht. Diese Syn- ehronmotoren haben entgegengesetzte Laufrichtung und beeinflussen direkt die mit ihnen fest gekuppelte, schematisch dargestellte Nockenschalteinrichtung 7, die so aufgebaut ist, dass nacheinander zwölf Kontakte betätigt werden, welche ihrerseits nicht dargestellte Blindwiderstandsschütze auslösen.
Wird beispielsweise bei induktiver Blindlast durch das Blindleistingsmesswerk der Synchronmotor 6 eingeschaltet, so wird die Welle des Noekensehaltwerkes in der Weise verdreht, dass ein Kontakt nach dem andern geschlossen wird und -damit ein Blindwider- standss.chütz nach dem andern anzieht. Durch diese Schütze werden so lange Kondensatoren zugeschaltet, bis die Blindlast kompensiert ist. Schältet dagegen das Blindleistungsmess- werk bei kapazitiver Blindlast den Synchronmotor 5 ein, so wird ein Kontakt nach dem andern geöffnet und die Schütze fallen ab.
Die Anzahl der jeweils zu öffnenden oder
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zu schliessenden Kontakte wird dadurch bestimmt, ob die Grösse der zug'eschalteten Blindwiderstände ausreicht, um die Blindlast rn kompensieren. Sobald dies der Fall ist, geht das Blindleistungsmesswerk 1 in die Mittelstellung, so dass also beide Synchronmotoren stillstehen und erst dann wieder eine Zu- oder Abschaltung stattfindet, wenn sieh die Belastung des Netzes ändert.
Da das Noekenschaltwerk durch einen der beiden relativ langsam laufenden Synchronmotoren angetrieben wird, vergeht von einem Schaltvorgang bis zum andern eine gewisse Zeit, die ausreichend ist, um den Blindlei- stimgsregler nicht bei kurzzeitigen Blindlast- stössen ansprechen zu lassen.
Bleibt während des Betriebes die Netzspannung aus, dann fällt das Nullspannilngs- relais C ab. Damit öffnet. sich ein nicht dargestellter Kontakt, der die Stromzuführung zu den Blindwiderstandsschützen unterbricht, so dass sämtliche Schütze abfallen und die Blindwiderstände abgeschaltet werden. Ausserdem nehmen bei Netzspannungsausfall die Kontakte ei und e2 des Nullspannungsrelais C die gezeichnete Ruhestellung ein.
Wenn die Netzspannung wieder auftritt, wird ztuiäcllst der Synchronmotor 5 über den Ruhekontakt c1 zum Anlaufen gebracht, wodurch das Schrittsehaltwerk 7 in die Nullstellung geführt wird. Sobald diese Nullstellung erreicht ist und damit sämtliche Kontakte des Schrittsehaltwerkes geöffnet sind, betätigt der Synchronmotor 5 den Endkontakt f, durch welchen der Motor abgeschaltet und das Nullspannungsrelais C wieder an Spannung gelegt wird. Damit werden gleichzeitig die Kontakte ei und c2 -in Arbeitsstellung gebracht.
Der Kontakt c2 lässt das Nullspannimgsrelais auch dann noch im angezogenen Zustand verbleiben, wenn durch Anlauf des Motors 6 der Endkontakt f in die gezeichnete Lage ge-. bracht wird. Sobald durch das Anziehen des Nullspannungsrelais C der Kontakt ei in die Arbeitslage gebracht ist, liegt damit auch die Kontakteinrichtung des Blindleistungsmess- werkes wieder an Spannung, und die gesamte Regelanordnung ist von neuem betriebsbereit.
Ist die induktive Blindlast so gross, dass nach und nach sämtliche Blindwidenstandsschütze zugeschaltet werden. müssen, so wird die Zuschaltung auf der letzten Stufe durch den Endkontakt e begrenzt., dessen Auslösung den Synchronmotor 6 stromlos macht und zum Stillstand bringt.
Durch entsprechende Vorkehrungen am Blindleistungsmesswerk kann die Ansprech- leistung der Anordnung für das Zu- oder Abschalten von Blindwiderständen auf glei- ehe oder auch auf ungleiche Werte eingestellt werden.
Sollten nicht sämtliche Kondensatorschütze mit Blindwiderständen besetzt sein, so kann man das Zuschalten auf der letztbesetzten Stufe dadurch beenden, dass der Endkontakt e entsprechend eingestellt wird. Durch Anbrin- gung eines auf Überspannung ansprechenden Relais kann die gesamte Regeleinrichtung vor einer Schädigung durch allzu hohe Spannungen bewahrt werden. Beim Ansprechen dieses nicht dargestellten Überspannungsrelais wird ein Kontakt geöffnet, der die Konden- satorschütze stromlos macht.
Die Abschaltung sämtlicher Blindwiderstandsgruppen bei Netzspannungsausfall oder auch bei Überspannungen kann verzögert geschehen, indem als Nullspannungs- oder als Überspannungsrelais einstellbare Zeitrelais verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anordnung zur selbsttätigen Regelung der Blindleistung, dadurch gekennzeichnet, dass ein Blindleistungsmesswerk mit Kontaktvorrichtung über ein motorisch angetriebenes Schrittschaltwerk das Zu- bzw. Abschalten von Blindwiderständen steuert, wobei das Schrittschaltwerk und(oder das Blindleistungs- messwerk mit einer solchen Zeitverzögerung arbeitet, dass kurzzeitige Blindlaststösse keine Zu- bzw. Abschaltung der Blindwiderstände hervorrufen. UNTERANSPRÜCHE 1.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei grossen bleiben- <Desc/Clms Page number 3> den Blindlaständerungen die Zu- oder Ab- sehaltung der Blindleistungsgruppen in Abständen geschieht, und zwar so lange, bis die gewünschte Phasenlage zwischen Netzstrom und Netzspannung erreicht ist. 2.Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach vorangegangener Netzabschaltung und damit verbundener Abschaltung der Blindwiderstandsgruppen die Wiedereinschaltung derselben erst dann erfolgen kann, wenn das die Blindwiderstandsschütze betätigende Schrittschaltwerk in die Nullstellung zurückgedreht worden ist. 3.Anordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch Vorkehren, dass die Ansprechleistung des Leistungsmesswerkes mit Kontaktvorrichtung für das Zu- und Abschalten auf gleiche oder auch verschiedene Werte eingestellt werden kann. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei nicht voll besetztem Schrittschaltwerk bzw.Blindwiderstandsschütze die Zuschaltung auf der letztbesetzten Stufe beendet wird, indem ein einstellbarer Endkontakt die Stromversorgung des in Zuschaltrichtung laufenden Synchron- motors unterbricht. 5. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Netzspannungs- ausfall sämtliche Blindwiderstandsgruppen abgeschaltet werden. 6.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beim Auftreten von Überspannungen alle Blindwiderstandsgruppen abgeschaltet werden. 7. Anordnung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass diese Abschaltungen verzögert geschehen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE334104X | 1954-05-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH334104A true CH334104A (de) | 1958-11-15 |
Family
ID=6214211
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH334104D CH334104A (de) | 1954-05-28 | 1955-05-23 | Anordnung zur selbsttätigen Regelung der Blindleistung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH334104A (de) |
-
1955
- 1955-05-23 CH CH334104D patent/CH334104A/de unknown
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