CH329952A - Verfahren zur Herstellung von Leuchtstoffen für flimmerfreie Leuchtschirme in Fernsehbildröhren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Leuchtstoffen für flimmerfreie Leuchtschirme in FernsehbildröhrenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Leuchtstoffen für flirnmerfreie Leuchtschirme in Fernsehbildrühren Die Erfindung bei-asst sich mit der Her stellung von Leuchtstoffen: für flimmerfreie Leuchtschirme in Fernsehbildröhren.. Die zur zeit verwendeten Leuchtschirme in Fernseh bildröhren zeigen besonders bei grossen Hellig keiten bei 25 Bildwechseln pro Sekunde ein unerträgliches Flimmern.
Dies hat seine Ur sache darin, dass die Leuchtstoffe eine nicht geeignete Nachleuchtdauer besitzen. Es gibt zwar gelbleuchtende Leuchtstoffe von geeig neter Nachleuchtdauer. Da jedoch angestrebt wird, dass der Leuchtschirm in möglichst weissem Licht leuchtet, werden die Leucht- stoffe aus verschiedenen Komponenten zusam mengesetzt. Für diese Weisslichtmischungen steht die gelbe Komponente, wie bereits oben erwähnt, zur Verfügung, während die blaue Komponente zurzeit noch nicht vorhanden ist.
Auf Grund der Erfindung wird vorge schlagen, einen blau emittierenden Leucht- stoff von geeigneter Nachleuchtdauer für flimmerfreie Leuchtschirme in Fernsehbild röhren dadurch herzustellen, dass in eine ultraviolett emittierende Grundsubstanz ein solcher Aktivator eingebaut wird, welcher die Lichtemission des entstehenden Phosphors ins Blau verschiebt. Als ultraviolett emittierende. Grundsubstanzen kommen besonders Alumi niumoxyd, Calciumphosphat, Bariumsulfat oder Caleium-Magnesitun-Sililat in Frage.
Die Aktivatoren, die in diese Grundsubstan zen eingebaut werden, sind vorzugsweise Ele- mente der seltenen Erden, beispielsweise Sa- marium, Europium, Ytterbium.
Die Überlegungen, die zu der Erfindung geführt haben, seien im folgenden an Hand der beiliegenden Zeichnung näher beschrieben: Mit Hilfe der Fig. 1 kann man sich - den Leuchtmechanismus der Kristall-Phosphore in ihrem Energieschema leicht verständlich ma chen. Ein in das Leitfähigkeitsband 1 infolge einer Energieabsorption gehobenes Elektron kann entweder unter 2v-Emission in ein freies Leuchtzentrum zurückfallen oder in einer Elektronenfalle ( trag ) 2 gefangen werden.
Die Wahrscheinlichkeit für eine Befreiung aus einer Elektronenfalle in das Leitfähig keitsband 1 bei der Temperatur 0 ist gegeben durch -ET/k0 p=s.e wobei s eine Konstante, ET die energetische Tiefe der Elektronenfalle, k die Boltzmann- Konstante und O die absolute Temperatur bedeutet.
Die mittlere Verweilzeit tw der Elektronen in den Fallen ist durch die Temperatur be stimmt und gegeben durch
EMI0001.0046
Das Nachleuchten der Phosphore komm dadurch zustande, dass die in den Fallen gefangenen Elektronen nach und nach durch die Wärmeenergie befreit werden und dann mit den Leuchtzentren rekombinieren können.- Dieses Schema soll gelten sowohl für die Phosphore, deren Abklingverlauf einem hyper- bolischen als auch für solche, deren Abkling- verlauf einem exponentiellen Gesetz unter liegt.
Für die Phosphore der zweiten Gruppe (e ät-Verlauf des Abklingens) müsste dann als Zusatzbedingung eingeführt werden, dass das angeregte Elektron nicht von allen Fallen mit gleicher Wahrscheinlichkeit eingefangen wer den kann, sondern die in der Nähe seines An- regnngsortes liegenden Fallen eine grössere Fangwahrscheinlichkeit besitzen.
EMI0002.0016
Es ist bisher nicht möglich gewesen, einen nachleuchtenden blau emittierenden Phosphor auf der Grundlage der Silikate oder Sulfide herzustellen.
Diese Tatsache könnte daher rühren, dass, wenn bei einem Phosphor der angedeuteten chemischen 'Zusammensetzung der Abstand der Elektronenfallen tief genug ist, um ein Nachleuchten zu bedingen, dann der Abstand Unterkante des Leitfähigkeits- bandes zum Aktivatorterm einer Energie entspricht, welche nicht mehr zur Emission von blauem Licht ausreicht.
Der Abstand der Bänder E (Fig.3) ist durch das Grundkristallgitter gegeben. Wird jetzt ET grösser - längeres Nachleuchten -, so muss Ez (da<B><I>EL</I></B> ='E - ET) kleiner wer den, also die Wellenlänge des emittierten Lichtes nach rot verschoben werden.
Unter Zugrundelegung der vorgetragenen Hypothese lassen sich folgendermassen nach leuchtende, im Blauen emittierende Phos phore herstellen: Als Grundgitter wird eine solche Substanz verwendet, deren Energiebandabstand eine Ultraviolettemission zulässt. Dies--bedeutet, dass für sie der Abstand: Unterkante-Leitfähig- keitsband zum Aktivatorterm Eh-gross ist.
In dieses Grundgitter werden Störstellen oder Störatome so eingebaut, dass die Elektronen- In dem verbotenen Bereich zwischen dem Leitfähigkeitsband 1 und dem besetzten Band 3 wird sowohl der energetische Abstand der Aktivatorterme als auch der des Bodens der Elektronenfallen von dem Band, dem sie zugeordnet sind, gleich gross sein (Fig. 2).
Für einen nachleuchtenden Phosphor ist Voraussetzung, dass die Tiefe der Elektronen fallen gross ist. Eine Abschätzung für Leucht- stoffe zur Herstellung flimmerfreier Schirme ergäbe unter der Annahme einer mittleren Verweilzeit tw von 1/25 sec eine Tiefe der Elektronenfallen von etwa 0,37 eV. fallentiefe ET grösser wird, damit, würde zwar Ez kleiner (die Emission nach längeren Wel lenlängen verschoben), aber es wird erreicht, dass<B>EL</B> dann gerade noch der Energie eines blauen Lichtquantes entspricht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Leucht- stoffes für flimmerfreie Leuchtschirme in Fernsehbildröhren, dadurch gekennzeichnet, dass in eine ultraviolett emittierende Grund substanz ein solcher Aktivator eingebaut wird, welcher die Lichtemission des entstandenen Phosphors ins Blau verschiebt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die ultraviolett emittierende Grundsubstanz Aluminiumoxyd (A1203) ist. 2.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, d'ass die ultraviolett emittierende Grundsubstanz Calciumphosphat (Ca"[P04]2) ist. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass die ultraviolett emittierende Grundsubstanz Bariumsulfat (BaS04) ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die ultraviolett emittierende Grundsubstanz Calciummagne- siumsilikat (Ca2MgSi207) ist. <B>5</B>.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der einzubauende Aktivator ein Element der seltenen Erden, bei spielsweise Samarium, Europium oder Ytter- bium ist.
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