CH326951A - Verfahren zur Reinigung von Lactamen - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von LactamenInfo
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Description
Verfahren zur Reinigung von Laetamen Die l:rfindung#bezieht sich auf ein Ver- fabren zur Reinigung von verunreinigten Lactainen.
Lactame, die man beispielsweise über die Beekmannsehe Umlagerung cyclischer Ket- o:cime oder über die Depolymerisation von aus Lactamen hergestellten Polyamiden, oder aber durch Auswaschung von monomeren Anteilen aus solchen Polymerisaten gewonnen bat, enthalten bekanntlich Verunreinigungen, die sieh, sogar durch wiederholtes Destillieren, nielit voll und ganz beseitigen lassen.
Diese Verunreinigungen rufen, insbesondere durch Einwirkung des Lichtes und der Luft, Ver färbungen des Laetams hervor. Derartige Lae- tanie eignen sieh nicht für die Herstellung von Polymeren, indem die Verunreinigungen dieser Laetame auch in den Polymeren, die ans diesen Laetamen hergestellt. werden, Ver färbungen aufkommen lassen, so dass die Mög lichkeit vorliegt, dass sich die Polymere nicht. mehr für die Herstellung von Fäden, Fasern, Folien und sonstigen Formprodukten als ver wendbar erweisen.
Bekanntlich kann man Lactame durch Va- kunindest.illation, die unter Beigabe von Stof fen erfolgt, die alkalisch oder sauer reagieren und eine oxydierende oder reduzierende Wir kung aufweisen, reinigen. Diese Reinigungs methode spricht aber nicht sehr an, weil in folge der damit. verbundenen partiellen Zer- setzung des Lactams erhebliche Lactamver- luste auftreten.
In dem Schweiz. Patent Nr.322249 der Anmelderin ist ein Verfahren beschrieben worden, womit bezweckt wird, diese Schwie rigkeiten zu umgehen. Gemäss besagtem Ver fahren wird das verunreinigte Lactam in einem indifferenten organischen Lösungsmit tel gelöst und darauf in der homogenen Flüs sigkeitsphase einer oxydierenden Behandlung unterzogen. Die Verunreinigungen des Lac- tams kann man dann in verschiedenartiger Weise, unter anderem durch Destillation, be seitigen.
Es wurde nunmehr festgestellt, dass schon allein das Vorhandensein von nur weni gen Tropfen einer wässrigen Phase eine er liebliche Steigerung der Lactamverluste her vorzurufen vermag. Als Oxydationsmittel kann man beispielsweise K14Tn04 anwenden. Die Behandlung mit dem Oxydationsmittel kann man mit einer vorherigen oder nach- trägliehen reduzierenden Behandlung verbin den.
Dem Schweiz. Patent Nr. 322620 der An- melderin ist zu entnehmen, dass die obige Reinigungsmethode zweckmässig mit einer Be handlung kombiniert werden kann, bei der man die wässrige Lösung über Ionenaustau- scher leitet. Besagte Behandlung kann wei terhin nach Wahl mit einer vorherigen oder nachträglichen Behandlung mit kapillarakti- v en Adsorptionsmitteln verbunden werden. Auf diese Weise kann man eine: Destillation des Lactams vermeiden.
Es wurde nunmehr gefunden, dass man Lactame auch dadurch reinigen kann, dass man sie in wässriger Lösung mit einer gerin gen Menge KMn04 behandelt und man dar auf, nach Beseitigung des gebildeten Braun steins, das so erhaltene Produkt gemäss einer der bekannten Methoden aufarbeitet. Es konnte festgestellt werden, dass bei erwähnter Behandlung von wässrigen Laetamlösungen vor allem die darin vorhandenen Verunreini gungen oxydiert werden; letztere werden da bei in Produkte übergeführt, die sich leicht. entfernen lassen. Man wählt die Menge des Kin04 Zusatzes möglichst gering, damit Lac- tamverluste vermieden werden.
Die Menge des zuzusetzenden Kaliumpermanganats stellt sieh entsprechend der vorhandenen Menge Verun- reinigung auf zum Beispiel 0,05-1%, be- zogen auf die Menge zu reinigenden Lactams.
Weiterhin konnte festgestellt erden, dass günstigste Ergebnisse erzielt werden, wenn man obige Reinigungsmethode auf Lösungen anwendet, die einen Lactamgehalt von 10 bis 20% aufweisen, aber auch ausserhalb der hiermit angegebenen Grenzen lässt sich die Erfindung mit Erfolg verwenden. Wendet man sie auf stark konzentrierte Lösungen an, beispielsweise auf solche mit einem Laetarn- gehalt über 50 0/0; so ist erfahrungsgemäss mit. höheren Lactamverlusten zu rechnen.
Die Temperatur für diese Behandlung kann man verschieden hoch wählen. Bei Zim mertemperatur vollzieht sich die Oxydation ziemlich träge; bei Siedehitze aber ist die Be handlung in sehr kurzer Zeit. beendet. Vorzugs weise wird mit einer leicht gesteigerten Tem peratur gearbeitet, beispielsweise mit einer Temperatur zwischen 30 und 50 C.
Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Reinigung von Laetamen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine wässrige Lactamlösung, deren Lactam- gehalt niedriger ist als 50 0/0, einer oxydativen Behandlung mit weniger als 1% KMn04,
be- zogen auf die 3fenge des zu reinigenden Lae- tams, unterzieht. und nach Beseitigung des gebildeten Braunsteins darauf ans der so be handelten Lösung die Verunreinigungen ent fernt.
<I>Beispiel 1</I> I0%igem, eaprolaetamhaltigem 3V aschwas- ser, dessen Menge sich auf 2 Liter beläuft, welches Wasehwasser einer auf gekörnte Poly mere des Caprolaetams angewendeten Aus- wasehung entstammte, wurde, nachdem die in dem -\\ aschwasser vorhandenen wasserunlös- liehen. Oligomere durch Abfiltrierung besei tigt worden waren, 0,
2 g KMn04 (in bezug auf das Laetam: 0,10/0) langsam in Form einer gesättigten Lösung zugesetzt.. Anschlie ssend wurde die Lösung während einer halben Stunde, bei -10 C gerührt. Nach Abfiltrierung des ausgefloekten Braunsteins wurde sodann die Lösung nacheinander über Aktivkohle, einen Kationenaustauscher (z. B. Dowex 50 , eingetragene Harke), einen Anionenaustau- seher (z.
B. Dowex 2 , eingetragene 'Marke) geleitet und dureh ein PH-Korrektionsfilter hindurchgeleitet; es wurde dann durch Ent fernung des Wassers durch Abdampfen bei herabgesetztem Druck ein reinweisses Lactarn gewonnen, welches sieh auch bei längerem Aufbewahren nicht verfärbte. Das Polvmeri- sationsprodukt, das aus dem in dieser .Weise gewonnenen Laetam hergestellt wurde, war von vorzüglieher Qualität.
Beispiel Es wurde eine Extraktionsbehandlung mit Wasser auf 750 g benzolische, 20%ige Capro- lactamlösung, welche man durch Anwendung einer Extraktionsbehandlung mit Benzol auf eine 80%ige, wä.ssrige.. Rohcaprolactamlösung erhalten hatte, angewandt.
Die so erhaltene, z. B. 20%ige, wässrige Caprolaetamlösung wurde darauf noch zweimal einer Extraktions behandlung mit jeweils 100 em3 Reinbenzol unterzogen; das Benzol wurde sodann ent fernt und die letzten Spuren Benzol durch Vakuumerwärmung der verbliebenen wässri- gen Schicht, bis nahezu 30 C beseitigt.
Der so behandelten wässrigen Lösung wurde sodann 0,3 g K31n04 (0,2 0% in bezug auf das Lactam) als gesättigte Lösung zu gesetzt; das so erhaltene Gemisch Amrde wäh rend einer halben Stunde auf eine Tempera tur von 40 C gehalten. Nachdem der Braun stein durch Abfiltrierung beseitigt worden war, wurde darauf die Lösung in der Weise, wie im Beispiel 1. angegeben, weiter verarbei tet.
Das so gewonnene Caprolaetam war rein weiss, das Polymer, welches aus ihm durch Polymerisation hergestellt. -wurde, war von eielineter Qualität und neigte nicht zum <B>i</B> ausge7 Verfärben. <I>Beispiel. 3</I> Es wurde eine Roheaprolactamlösung in der Weise, wie in Beispiel 2 angegeben, be handelt. Nach Beseitigung des gebildeten Braunsteins wurde die in besagter Weise mit. K31n04 behandelte Lösung im Vakuum bis zur Trockne eingedampft.
Das so gewonnene ("aprolaetam wurde alsdann anschliessend un- ter Beigabe von 0,5 % NaOH destilliert. Das Produkt dieser Destillation war von sehr guter Qualität. Die Caprolactamausbe:ute war jedoch infolge Destillationsverlusten geringer als im Falle des Beispiels 2.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Reinigung von Laetamen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine wäss- rige Laetamlösung, deren Lactamgehalt nied- riger ist, als 50%, einer oxydativen Behand- lung mit weniger als 1% KMn04,bezogen auf die Menge des zu reinigenden Lactams, unter zieht und nach Beseitigung des gebildeten Braunsteins aus der so behandelten Lösung die Verunreinigungen entfernt. UNTERAINTSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die oxydative Behandlung auf eine wässrige, 10- bis 20%ige Laetamlösung anwendet.2. Verfahren gemäss Patentanspruch., da durch gekennzeichnet, da.ss man die oxydative Behandlung bei einer Temperatur zwischen 30 und 50 C durchführt. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man, nachdem man den gebildeten Braunstein beseitigt hat, die wä.ssrige Lösung über Ionenaustauscher leitet. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die, Lösung vor der Überleitung über den Ionenaustauscher einer Behandlung mit einem kapillaraktiven Stoff unterwirft. 5.Verfahren gemäss Patentanspruch lind Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet., dass man die Lösung nach der Überleitung über den Ionenaustauscher einer Behandlung mit einem kapillaraktiven Stoff unterwirft.
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