CH320549A - Selbständig arbeitende elektrische Schaltvorrichtung unter Verwendung von Kondensator-Ladungen und -Entladungen - Google Patents

Selbständig arbeitende elektrische Schaltvorrichtung unter Verwendung von Kondensator-Ladungen und -Entladungen

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CH320549A
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Inventor
Schulz Otto
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Vierling Oskar
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K17/00Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking
    • H03K17/28Modifications for introducing a time delay before switching

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  • Electric Clocks (AREA)

Description


  Selbständig arbeitende elektrische Schaltvorrichtung unter Verwendung  <B>von Kondensator-Ladungen und -Entladungen</B>    Die vorliegende Erfindung betrifft eine  selbständig arbeitende elektrische Schaltvor  richtung unter Verwendung einer     Aufladung     und Entladung eines     Kondensators.    Sie ist da  durch gekennzeichnet, dass der Kondensator  zwischen     Emitterelektrode    und     Kollektorelek-          trode    einer Kristalltriode liegt. Das zur Steue  rung der Schaltvorgänge dienende Schalt  organ ist in der zur     Emitterelektrode    führen  den Leitung angeordnet.  



  In vielen Gebieten der Technik werden  selbständig arbeitende Schaltvorrichtungen  verwendet     zum    Schalten von Blinksignalen,  Lichteffekten, Auslösen von akustischen Si  gnalen und dergleichen. Sowohl mechanische,  thermische als auch elektrische Schaltvor  richtungen werden für die genannten Zwecke  benutzt.  



  Werden rein mechanische Schaltwerke ver  wendet, so muss der Schaltmechanismus sehr  genau gearbeitet sein, um beispielsweise mit  einer Kontaktfolge von     1/l0    bis zu     1/20    Se  kunde schalten zu können. Zudem ist es ver  hältnismässig schwierig, den Abstand zwi  schen Pause und Kontaktgabe im Verhält  nis 1 :10 oder 10 :1 oder andere Verhältnisse  auf einfache Art einzustellen. Besondere  Schwierigkeiten ergeben sich auch, wenn elek  trische Schaltvorrichtungen mit niedriger  Spannung, z. B. 4 Volt, betrieben werden sol  len. Das Auf- und Umladen von Konden  satoren über Relais ist bei derartig kleinen    Spannungen in der gewünschten Frequenz  folge mit leicht regelbarer Veränderung des  Verhältnisses zwischen Pausenzeit und Kon  taktzeit kaum möglich.  



  Werden auf Wärmewirkung ansprechende  Schaltorgane benutzt, so lassen sich solche  einerseits nicht bei niedrigen Spannungen  anwenden, anderseits kommt der Nachteil der  Trägheit derartiger Elemente hinzu.  



  Wenn eine Schaltvorrichtung mit     Kipp-          schwingröhren    oder Glimmlampen ausgerüstet  wird, kann die     Frequenzfolge    und auch der  Abstand zwischen Pausenzeit und Kontaktzeit  den gewünschten Forderungen entsprechend  eingestellt werden. Derartige Schaltungen  arbeiten jedoch ebenfalls mit höherer Span  nung und haben zudem den Nachteil eines er  heblichen Leistungsverlustes.  



  Die Erfindung, die die angegebenen Schwie  rigkeiten überwindet, betrifft eine selbständig  arbeitende elektrische Schaltvorrichtung unter  Verwendung einer     Aufladung    und Entladung  eines Kondensators, der zwischen dem     Emitter-          kreis    und dem     Kollektorkreis    einer Kristall  triode liegt. Diese Schaltvorrichtung hat den  Vorteil, dass sie bereits bei sehr niedriger  Spannung arbeitet. Es genügt beispielsweise  die Spannung einer     Taschenlampenbatterie.     Zudem ist der Leistungsverbrauch der     Schalt-          v        orrichtung    verhältnismässig gering.

   Die Ver  lustleistung beträgt beispielsweise nur 10       mWatt.    Die Kristalltriode, welche zweckmässig      durch eine     Germaniiuntriode    (Spitzen- oder  Flächentransistor) gebildet wird, dient in der  Schaltung nach der Erfindung als Stromtor.  Es wird daher der besonders starke Knick  der     Ue,        le-Charakteristik    der Kristalltriode  in der Nähe des Nullpunktes ausgenützt.  



  Der Gegenstand der Erfindung ist im fol  genden an dem in den     Fig.    1 und 2 in schema  tischer Weise mit einem Spitzentransistor dar  gestellten Ausführungsbeispiel näher erläu  tert, von denen darstellen:       Fig.    1 eine beispielsweise Schaltungsanord  nung zur Steuerung einer Lichtquelle,       Fig.    2 eine beispielsweise Schaltungsanord  nung zur Erzeugung akustischer Signale.  



  In der     Fig.    1 sind mit E der     Emitter,    mit  B die Basis und mit K der Kollektor der  Kristalltriode bezeichnet. In der     Emitter-          zuleitung    liegt ein zweckmässig regelbarer Wi  derstand     R1,    während der Basiswiderstand  mit R2 bezeichnet ist. Zwischen     Emitter    und  Kollektor befindet sich der Ladekondensator  C. Dieser Kondensator C wird über den Wi  derstand     R1    aufgeladen. Der eine Punkt des  Kondensators liegt fest am Minuspunkt der  Stromquelle, während der andere Punkt des  Kondensators über den Widerstand     R1    am  Pluspunkt der Stromquelle liegt.

   Beim Ein  schalten der Spannungsquelle stellt sich zu  nächst am     Emitter    E ein negatives Potential  gegenüber der Basis B ein, da beim Einschalt  stoss der Kondensator C einen Kurzschluss  darstellt, womit der     Emitter    praktisch mit  dem negativen Pol der Spannungsquelle ver  bunden ist. Nach der     Aufladung    des     Kon-          densators,    das heisst im statischen Gleich  gewichtszustand, wird das Potential am     Emit-          ter    positiv gegenüber der Basis.

   Bei einem  bestimmten positiven Spannungswert des       Emitters    gegenüber der Basis spricht die  Triode an, das heisst die Strecke zwischen       Emitter    und Kollektor wird elektrisch lei  tend, so dass sich der Kondensator über das  in der     Emitterzuführung    liegende Schaltorgan  A entladen kann, dessen Kontakt mit a be  zeichnet ist. Das Schaltorgan A kann ent  weder durch ein Relais oder durch ein Schritt  schaltwerk oder auch durch ein ähnliches Ge-    rät gebildet werden, oder es wird die Span  nungsänderung über eine Schaltung ausge  nützt.  



  Die Schaltungsanordnung nach der     Fig.     dient. zur Steuerung eines Tongenerators, im  vorliegenden Beispiel eines Lautsprechers. Die  einzelnen Elemente sind mit den entsprechen  den Bezugszeichen wie in der     Fig.    1 versehen,  wobei die Bauteile der ersten     Stufe    mit einem  Strich und diejenigen der zweiten Stufe mit  zwei Strichen bezeichnet sind. Die erste Stufe  entspricht schaltungsmässig der Anordnung  nach     Fig.    1. In der zweiten Stufe befindet. sieh  eine weitere Kristalltriode, vorzugsweise eine       Germaniumtriode,    welche in Schwingschal  tung arbeitet.

   Durch Änderung des äussern  Belastungswiderstandes     R1"    oder durch die  Änderung der Werte des in der     Basis-Zulei-          tung    liegenden     RC-Kreises,    welcher aus dem  Kondensator C" und dem Widerstand R2" be  steht, kann die in dieser Schaltung erzeugte  Frequenz geändert werden, so dass auf diese  Weise verschiedene Toneffekte erzeugt werden  können. Mit     a.    ist in der dargestellten Schal  tung der Schaltarm des Schaltorgans     Al,    mit  G der die Frequenz des Tongenerators be  stimmende Schwingkreis bezeichnet. Dieser  Schwingkreis G enthält eine mittels des Kon  taktes     a    veränderbare     Induktivität.     



  Die beschriebene Schaltvorrichtung mit  einer     Germaniumtriode    kann - einschliesslich  der Pausenzeiten und Kontaktzeiten nach  einem beliebigen Programm eingestellt werden.  Durch geeignete Wahl der Grösse des Wider  standes     R1,    des Kondensators C und der Span  nung sind verschiedene Möglichkeiten gegeben.  Beispielsweise beträgt bei einer angelegten  Spannung von 6 Volt, einem Kondensator von  200     ,aF    und einem Widerstand     R1    von 2000  Ohm der Abstand zwischen den einzelnen Si  gnalen 2 Sekunden und das Verhältnis von  Pausenzeit zu Kontaktzeit 5 :1.

   Mit den ge  nannten Werten von C und der Batterie  spannung, bei ebenfalls festbleibendem Wider  stand<U>R.,</U> sind durch Ändern des     Widerstandes          R1    schon weite Einstellbereiche gegeben. Der  Widerstand R2 kann zwischen 0,2 und 5     KQ     je nach angelegter Spannung gewählt. werden.      Die     Frequenzfolge    lässt sich von 0,1 bis zu  einigen Hertz regeln. Das Verhältnis von Pau  senzeit zu Kontaktzeit kann bis zu 10:1 ge  ändert werden.  



  Während der Entladung durch die Schalt  vorrichtung fliesst ein Strom von einigen     mA,     so dass einfache Schaltwerke benutzt werden  können. Ausser dem Arbeitssystem im     Emit-          terkreis    kommen keine weiteren mechanisch       arbeitenden    Teile zur Anwendung. Die Le  bensdauer der     Germaniumtriode    ist praktisch  unbegrenzt. Da auch sonst nur verhältnis  mässig wenig Einbauteile zum Einsatz kom  men, ist das äusserlich sehr klein zu haltende       Cerät    auch sehr betriebssicher.  



  Die beschriebene Schaltvorrichtung kann  in vielen Fällen Anwendung finden, wo     Licht-          oder    Toneffekte ausgelöst werden sollen. Sol  len Toneffekte ausgelöst werden, so wird  zweckmässig zur Erzeugung dieser Töne eine  in Schwingschaltung arbeitende Germanium  triode nach     Fig.2    benutzt. Dieser Schwin  gungserzeuger kann so geschaltet sein, dass  er durch Ändern seiner äussern Belastung oder  durch Ändern seines     Sehwingsystems    in seiner  Frequenz verstimmt wird, so dass bei Benut  zung eines     Schrittschaltwerkes    bei jedem  Schritt des     Sehrittschaltwerkes    ein anderer  Ton abgegeben werden kann.

   Da die selb  ständig arbeitende Schaltvorrichtung mit Kri  stalltriode, insbesondere     Cxermaniumtriode,    so  wohl in der Frequenz als auch im Verhältnis  zwischen Pausenzeit und Kontaktzeit beliebig  einzustellen ist, können beliebige Tonreihen in  beliebiger Folge abgegeben werden. Der Ton  generator mit einer     Germaniumspitzentriode     arbeitet, bei einer Verlustleistung von 0,3 bis  0,4 Watt und gibt hierbei eine Nutzleistung  von etwa 40     mWatt    ab, bei einer Flächen  triode kann man Leistung von mehreren Watt  erhalten. Es lassen sich so andere Nutzleistun  gen bei andern Verlustleistungen einstellen.  



  Die Schaltvorrichtung nach der Erfindung  findet ihre Anwendung bei vielen Steuervor  gängen. Sie kommt in Frage für Blinklicht  anlagen, die z. B. zweckmässig an abgestellten       Kraftwagen,    gefährdeten Verkehrspunkten  und schwierigen Fahrstrecken im Finstern    vorzusehen sind, und für die sich die Schalt  vorrichtung wegen ihrer niedrigen Betriebs  spannung empfiehlt. Wenn eine solche Schal  tung mit einer Kristalltriode bei Kraftwagen  verwendet werden soll, kann die Wagen  batterie zur Speisung benutzt werden. Die  Schaltung lässt sich ohne weiteres erschütte  rungsfest einbauen, so dass sie gegen bei der  Fahrt auftretende Stösse oder dergleichen un  empfindlich ist. Zweckmässig kann bei einem  Kraftwagen die     Rücklichtlampe    als Blinklicht  ausgebildet werden.

   Das Blinklicht kann so  eingestellt werden, dass die Brennzeit sehr  kurz ist. Bei der Verwendung von gut reflek  tierenden Lichtquellen ist mit einer     2-Watt-          Lampe    in     Blinklichtschaltung    eine genügende  Reichweite zu erzielen. Die Lampe verbraucht  bei einer     Lichtblitzfolge    von einer Sekunde  und Blinkzeit von     1/5    Sekunde in 10 Stunden  bei einer Batteriespannung von 6 Volt 0,67  Amperestunden. Eine kleine Batterie mit 15  Amperestunden würde bei Dauerbetrieb also  225 Stunden ausreichen.

   Die beschriebene  Schaltvorrichtung benötigt bei 6 Volt nur 1,5  bis 2     mA,    so dass diese Verluste     vernachlässig-          bar    klein sind. Die     Frequenzkonstanz    der  Schaltvorrichtung erlaubt die Ausübung der  Impulse zum Antrieb einer Uhr. Diese kann  als Schaltuhr ausgeführt sein und z. B.     eitle     stufenweise Schaltung von Maschinen aus  führen.  



  Die Möglichkeit, Licht- oder Toneffekte  auszulösen, gestattet, die Schaltvorrichtung  vorteilhaft für Reklamezwecke zu verwenden.  Daneben kommt die Schaltvorrichtung nach  der Erfindung auch als Zeichengeber für       Telephonanlagen    in Betracht. So ist der Ein  satz als Rufstromerzeuger sehr sinnvoll.  



  Liegt in     Fig.    1 an Stelle des Schaltungs  organs A ein Übertrager im Stromkreis, so  treten an seiner Sekundärseite     Rechteckschwin-          gungen    auf, die für Steuer- und     Messzwecke     verwendet werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Selbständig arbeitende elektrische Schalt vorrichtung unter Verwendung einer Ruf ladung und Entladung eines Kondensators, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensator zwischen dem Emitterkreis und dem Kollek- torkreis einer Kristalltriode liegt und das zur Steuerung der Schaltvorgänge dienende Schaltorgan in der zur Emitterelektrode füh renden Leitung angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Schaltvorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, da.ss als Kristall triode eine Germaniumtriode verwendet wird. 2.
    Schaltvorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Konden sator zwischen Emitterelektrode und irgend einem andern Punkt der Schaltungsanordnung liegt, der ein wenigstens annähernd festes Po tential gegenüber der Kollektorelektrode be sitzt. 3. Schaltvorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalt organ aus einem Relais besteht. 4. Schaltvorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalt organ ein Schrittschaltwerk steuert. 5.
    Schaltvorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, da.ss im Strom kreis der Emitterelektrode der Kristalltriode ein Widerstand liegt. 6. Schaltvorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der zur Basiselektrode der Kristalltriode führenden Leitung ein Widerstand liegt. i. Schaltvorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Emitterzuleitung liegende Widerstand variabel, ist, so dass die von der Vorrichtung abgege bene Frequenz einstellbar ist.
    PATENTANSPRUCH 1I Verwendung einer Schaltvorrichtung nach Patentanspruch I zur Steuerung einer Blink lichtanlage in einem. Kraftfahrzeug.
CH320549D 1953-03-26 1953-03-26 Selbständig arbeitende elektrische Schaltvorrichtung unter Verwendung von Kondensator-Ladungen und -Entladungen CH320549A (de)

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