CH314752A - Verfahren zur Erhöhung des Druckes bei der Verbrennung von in einem einerseits offenen Brennraum absatzweise eingeführtem und mittels Stosswellenzündung entzündetem Gemisch - Google Patents
Verfahren zur Erhöhung des Druckes bei der Verbrennung von in einem einerseits offenen Brennraum absatzweise eingeführtem und mittels Stosswellenzündung entzündetem GemischInfo
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Description
Verfahren zur Erhöhung des Druckes bei der Verbrennung von in einem einerseits offenen Brennraum absatzweise eingeführtem und mittels Stosswellenzündung entzündetem Gemisch Die Erfindung bezieht sieh auf ein Ver fahren zur Erhöhung des Druckes bei der Verbrennung von in einerseits offenen Brenn räumen absatzweise eingeführten und mittels Stosswellenzündung entzündeten Gemischen aus Brennstoff und sauerstoffhaltigem Gas. Der Betrieb einerseits offener Brennräume vollzieht sich im allgemeinen in der Weise, dass nach einer Verbrennung von z. B.
Brenn stoff und Luft die Gassäule, die infolge des bei der Verbrennung entstehenden Druckes zuiii offenen Auslass des BrennraiLmes hin besehleunigt wird, eine frische Ladung- von Brennstoff und Luft in den Brennraum hin einsangt. Diese Ladung kann auch unter Überdruck eingeführt werden..
Wenn der Bren.nra.uni mit einer frischen Gemischladung versehen ist, erfolgt. die Zündung des Gemi sches durch eine vom Auslass des Brennrau- ines her kommende, das Gemisch durchlau fende Stosswelle. Durch die sodann eintre tende angenäherte Gleiehraum-Verbrennung wird der Inhalt des Brennraumes erneut zum :luslass hin beschleunigt und daraufhin wie der eine frische Ladung eingesaugt.
1a hat sieh gezeigt, da.ss der Druekanstieg bei einer derartig periodisch. wiederholten Verbrennung nicht so,günstig ist, wie es nach den theoretiseh gegebenen Bedingungen und nach den praktischen Erfahrungen mit andern Verbrennungsanordnungen, die mit Stosszündung arbeiten, erwartet werden kann. Zündet man z.
B. ein am Ende mit, einer dünnen Papiermembran abgeschlossenes und mit Gemisch gefülltes Rohr vom Rohranfang aus mittels einer Stosswelle, dann sind bis zu vierfach günstigere Wirkungsgrade der Verbrennung festzustellen, als beim periodi schen Betrieb eines Brennraumes.
Dies zeigt sich auch. bei identisch gleichen Abmessungen der Brennräume. Es bestehen somit bei peri odisch betriebenen Brennräumen ungünstige Wirkungsgrade der Verbrennung, welche die technische Ausnutzung derartiger Brenn- räume wesentlich beeinträelitigen.
Die Erfindung bezweckt eine Erhöhung des Druckanstieges bei der Verbrenn img in absatzweise und mittels Stosswellenzündung betriebenen Brennräumen, und sie erreicht dies dadurch, dass jeweils eine gegenüber der Gemischmenge kleinere Menge Gases von unter der Zündtemperatur des Gemisches lie gender Temperatur zwischen die heissen Gase und die Gemisehmenge gelagert wird, damit sich zwischen den Restgasen der vorhergegan genen Verbrennung und dem frisch einge führten Gemisch eine nicht.
zur Verbrennung kommende, kältere Gasmenge befindet. Da durch wird erreicht, dass bei der Einführung des frischen Gemisches keine wesentliche Vor verbrennung von. Teilen dieses Gemisches ein tritt. Eine derartige Vorverbrennung findet dagegen statt, wenn das frische Gemisch mit unmittelbarem Ansc.hluss an die Brenngase der vorhergegangenen Verbrennung einge führt wird.
Durch Versuche wurde festgestellt, dass der Wirkungsgrad der Brennstoffausnutzung in periodisch arbeitenden Brennräumen mit einer Gemischeinführung, bei der das Ge misch an die Brenngase der vorhergegangenen Verbrennung unmittelbar anschliesst, etwas grösser wird bei Vergrösserung der Gemisch menge. Aus den entsprechenden Versuchen mit einem Brennraum ergibt sieh, dass bei einem Betrieb rund dreiviertel der eingesaug ten Gem.isehmenge durch Vorverbrennung wirkungslos gemacht wird.
Nur der Rest der Gemischmenge, also rund ein Viertel, ver brennt mit dem hohen Wirkungsgrad, der bei Stosswellenzündungen praktisch erreicht. wird. Erhöht man die Menge des Gemisches wäh rend des laufenden Betriebes, z. B. durch eine Druckerhöhung der Luft vor dem Einlass der Brennkammer, dann erhöht- sich der Wir kungsgrad. Die theoretisch bedingte, erheb liche Minderang des Gesamtwirkungsgrades dureb den Teil der Gemischmenge, der bei der Einströmung v orverbrennt, bleibt dabei jedoch bestehen.
Die baulichen Mittel für die Durchfüh- iaing des Verfahrens können aus bekannten Bauelementen bestehen, mittels welcher die Zuführung des Brennstoffes unter der Wir kung der wechselnden Drücke find Geschwin digkeiten gesteuert wird.
Es hat sieh als zweckmässig erwiesen, die Gemischbildung durch Einführung des Brennstoffe- in sauerstoffhaltiges Gas, im Zu sammenhang mit der gesamten Gaseinführang absatzweise und derart zu steuern, dass die Brennstoffeinführung am Einlass des Brenn- raumes und nach der gesteuerten Einströ mung nielit an der Verbrennung teilnehmen der Gase vorgenommen wird.
In den Pig. 1 und 2 ist ein Ausführungs- beispiel für die Steuerung der Lufteinfüh rung in den Brennraum dargestellt, und zwar in Fig. 1 während der Phase der Einströ mung der an der Verbrennung, nicht. teilneh menden Luft, in Fig. 2 während der Brenn stoffeinspritzung. An dem die Brennkammer begrenzenden Rohrende 1 sind an den Seitenwänden Luft schlitze \? angebraelit, die durch federnde Klappen 3 verschliessbar sind.
Die RohrrVick- wand ist in der Mitte durch eine Membran .1 abgeschlossen, mit der die Kolbenstange 5 fest verbunden ist, diese trägt den durchbroche nen Steuerkolben 6, der in dem Zylinder 7 gleitet und dabei die Einführungsöffnungen der Brennstoffdüsen 9 weeliselweise ver schliesst und freigibt. Durch die Brennstoff zufuhrleitung ä wird der Zylinder 7 mit. Brennstoff gefüllt.
Die Einrichtung wird durch die wechseln den Drücke im Innern des Rohres 1 wie folgt gesteuert Bei Unterdruck öffnen sich sogleich die Klappenventile 3 und lassen Luft aus der Um gebung einströmen. Gleichzeitig wölbt, sieh wie aus Fig. 2 ersichtlich, die Membran .I nach innen, die Kolbenstange 5 wird nach links verschoben und der steuernde Rand des Kolbens 6 gibt nach einem gewissen, durch seine Stellung konstruktiv vorgegebenen, zeit lichen Abstand die Einlassöffnungen der Brennstoffdüsen 9 frei,
so dass erst dann Brennstoff in die Brennkammer einströmen kann. Bei dem nun folgenden Druckausgleich zwischen Rohrinnerem\ -Lind Umgebung sind die Klappen 3 geschlossen, die Membran kehrt in ihre Nulla-e zurück, die Gas- und Brenn stoffeinströmung in die Brennkammer ist. unterbrochen.
Die in Richtung zum offenen Rohrende ausströmenden Verbrennungsgase erzeugen in der Brennkammer einen -Unter druck, worauf sich das Spiel der Ventile wie . derholt.
Die Isolierung des frischen Gemisches ge gen die Gase der vorhergegangenen Verbren nung wird in der Regel in genügendem Masse erreicht, wenn die Menge des an .der Verbren nung nicht teilnehmenden Gases kleiner ist als die eingeführte Gemischmenge. Die Menge des an der Verbrennung nicht teilnehmenden Gases in der Brennkammer darf nicht zu gross gewählt werden, weil sonst die Ausnutzung des Volumens der Brennkammer durch die Energieträger unwirtschaftlich verringert wird, so dass vorteilhaft eine verhältnismässig sehr kleine Menge solchen Gases anzustreben ist.
Der Mischvorgang, der sich aus Versuchen mit periodisch arbeitenden Brennräumen der gekennzeichneten Art schliessen lässt, erweist, dal@ im allgemeinen ein günstiges Verhältnis der Mengen von an der Verbrennung nicht teilnehmendem Gas zu Gemisch dann erreicht wird, wenn- das vor jeder Gemischeinführung eingeführte Volumen von Gas weniger als ein Viertel, des Inhaltes des Brennraumes beträgt.
Anstatt dass an der Verbrennung nicht teil nehmende Gas vor der Gemischeinströmung in den Brennraum eintreten zu lassen, kann das Gas auch jeweils im Anschluss an die Gemisch einführung in den Brennraum geleitet wer den. Dabei tritt aber in der Regel eine uner wünschte Schwä,chimg der Druckausbildung bei der Verbrennung ein, und ausserdem eine ,tuv orteilhafte Vermischung und Ei-värmung dieses Gases.
Es ist deshalb im allgemeinen günsti;er, das an der Verbrennung nicht teil nehmende Gas ummittelbar vor der Gemisch- einströmun.g in den Brennraum einzuführen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Erhöhung des Druckes bei der Verbrennung von in einen einerseits offe nen Brennraum absatzweise eingeführtem und mittels Stosswellenzündung entzündetem Ge- misch, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine gegenüber der Gemischmenge kleinere Menge Gases von unter der Zündtemperatur. des Gemisches liegender Temperatur zwischen die heissen Gase und die Gemischmenge ge lagert wird, damit sich zwischen .den Rest gasen der vorhergehenden Verbrennung und dem frisch eingeführten Gemisch eine nicht zur Verbrennung kommende, kältere Gas menge befindet. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gemisehbil- dung .durch Einführung des Brennstoffes in sauerstoffhaltiges Gas im Zusammenhang mit der gesamten Gaseinführung absatzweise und derart gesteuert wird, dass die Brenn- stoffeinführung am Einlass des Brennraumes und nach der gesteuerten Einströmung einer nicht an der Verbrennung teilnehmenden CTasmenge vorgenommen wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen der nicht an der Verbren nung teilnehmenden Gasmenge bei jeder Ver brennungsperiode weniger als ein Viertel des Inhaltes des Brennraumes, beträgt.
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
| CH314752D CH314752A (de) | 1953-03-13 | 1953-03-13 | Verfahren zur Erhöhung des Druckes bei der Verbrennung von in einem einerseits offenen Brennraum absatzweise eingeführtem und mittels Stosswellenzündung entzündetem Gemisch |
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1953
- 1953-03-13 CH CH314752D patent/CH314752A/de unknown
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