Blitzgerät für photographische Zwecke Es sind bereits Blitzgeräte für photo- graphisehe Zwecke bekannt, bei denen die Zündeinrichtung in einem Gehäuse angeord uet und ein Lampenträger sowie ein Re flektor auf dem Deckel dieses Gehäuses sitzen. Wegen der im Verhältnis zum Ge häuse grossen Abmessungen des Reflektors iiiiissen beide Teile zu Transportzwecken ge trennt voneinander verpackt werden.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun eine Bauart, welche ein raumsparendes Un terbringen der beiden Teile und eine ge meinsame Verpackung für Transportzwecke ermöglicht. Die Erfindung betrifft dement sprechend ein Blitzgerät für photographische Zwecke mit in einem Gehäuse angeordneter Zündeinrichtung und auf dem' Gehäuse deckel sitzendem Lampenträger und Reflek tor, dadurch gekennzeichnet, dass der Re flektor mit, dem Gehäusedeckel derart ver bunden ist, dass er bei abgenommener Lampe gegenüber dem Gehäuse wahlweise in eine bezogen auf die Gebrauchslage mindestens -inr;
eirähcrt um 180 geschwenkte Lage über fülirbar ist, in welcher sich das Gehäuse min clestens teilweise Im Innern des Reflektors befindet.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungs- beispiele des Erfindungsgegenstandes.
<U>Fing.</U> 1 zeigt eine Vorderansicht der ersten Ausführungsform in der Gebrauchslage, je- doelr mit. vom Grehäuse abgehobenem Re- dl ekt or. Fig. 2 zeigt in derselben Darstellung das Gerät mit in der Nichtgebrauchslage befind lichem Reflektor.
Fig. 3 zeigt in der Darstellung nach Fig.1, jedoch bei mit dem Gehäuse verbundenem Reflektor und grösserem Massstab einen Mit tellängsschnitt.
Fig. 4 zeigt in der Vorderansicht eine wei tere Ausführungsform mit in der Gebrauchs lage befindlichem Reflektor.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3 ist ein Reflektor 1 mit einem ebenen Fuss 14 versehen, welcher, wie die Fig.1 und 2 zeigen, unmittelbar durch Pressen aus dem den Reflektor bildenden, schalenförmigen Blechkörper hergestellt ist. Der Reflektorfuss 14 liegt in der in Fig. 3 dargestellten Ge brauchslage unmittelbar auf der Oberseite des Deckels 7 eines Gehäuses auf, dessen Ge häusekörper mit 8 bezeichnet ist und in wel chem die Zündeinrichtung angeordnet ist. Der Gehäusekörper 8 besteht aus elektrisch isolierendem Material, wogegen der Deckel 7 aus elektrisch leitendem Material besteht.
Der Reflektorfuss 14 und der Gehäusedeckel 7 weisen .eine mittlere Durehbrechung auf, durch welche ein Hohlzapfen 5 hindurch geführt ist. Der Hohlzapfen 5 ist mit seinem untern Ende in einen Träger 2 aus isolie rendem Material, der mit einer entsprechen den Durchbohrung versehen ist, fest.
einge- presst und weist am obern Teil ein Aussen gewinde 19 auf, welches aus dem Reflektor- iuss 14 herausragt und mit einem Lampen träger 4 in Eingriff steht, welcher als kap- penförmige in seinem Boden eine zentrale Gewindebohrung aufweisende Fassung zur Aufnahme der Blitzlampe 6 ausgebildet ist.
Auf dem Träger ? sitzt ein Stromleiter, dessen freies Ende 11 durch eine Durchbre- chung des Gehäusedeckels 7 hindurchgeführt und als Schaltkontakt ausgebildet ist. Der Stromleiter ist. mit einer Bohrung versehen, durch welche der Hohlzapfen 5 hindurch geführt ist, und bildet zugleich den obern Flansch eines Bügels 3, dessen unterer Flansch am freien Ende einen durch eine Durehbreehung des Gehäusebodens hindurch geführten Gewindezapfen 9 trägt. Auf dem Gewindezapfen 9 ist. eine auf der Aussenseite des Gehäusebodens anliegende Gewinde mutter 10 aufgeschraubt. Die.
Gewindemutter ist am freien Ende flanschförmig gestaltet und bildet dadurch zugleich einen Aufsteck schuh, der sich zum- Einschieben in eine pas sende Nut eines photographischen Gerätes eignet. Diese Nut befindet. sieh vorteilhaft auf der Gehäuseoberseite einer photographi schen Kamera, so dass durch Einschieben des Schuhes 10 in diese Nut das Blitzgerät auf dem Kameragehäuse befestigt werden kann.
Auf dem den obern Flansch des Bügels 3 bildenden Stromleiter ist eine Scheibe 13 aus isolierendem Material aufgesetzt, die eben falls mit einer zentralen Bohrung versehen ist, durch welche der Hohlzapfen 5 hindurch geführt ist, so dass durch Aufschrauben des Lampenträgers 4 auf das Gewinde 19 des Hohlzapfens 5 der Träger 2 unter Zwischen- klemmen des Stromleiters und der Isolier scheibe 13 fest gegenüber dem Gehäusedeckel verankert- ist. Anderseits hält die Gewinde- inutter 10 nach festem Aufschrauben auf dem Zapfen 9 mittels des so am Deckel 7 veran kerten Bügels 3 den Gehäusekörper 8 in fester Anlage am Deckel 7, wodurch ein strammer Verschluss des Gehäuses gesichert ist.
Der Gewindehohlzapfen 5 weist ein Fut ter aus elektrisch isolierendem Material in Form einer Hülse 15 auf, die als zentraler Durchlass für die Stromzufuhrleitung zur Lampe 6 ausgebildet ist. Die Stromzufuhr erfolgt durch eine federnde Metallamelle 17, welche mittels einer Schraube 20 an der -Un terseite des Trägers '21 befestigt ist und de ren eines Ende 12 durch die für den bereits erwähnten Stromleiter vorgesehene Durch brechung des Gehäusedeckels ebenfalls hin durchgeführt ist.
Das Ende 12 ist zugleich als Träger für einen Schalthebel 21 aiis- geb,ildet, der in Fig. 3 nur schematisch in der Offenlage angedeutet ist und durch ein nicht dargestelltes Steuerelement zum stromleiten den Zusammenarbeiten mit dem Schaltkon takt am Stromleiter 11 gebracht werden kann. Als Steurelement dient z.
B. ein nicht dargestellter Bowdenzug, welcher durch den Verschluss einer photographischen Kamera betätigt. werden kann. \Die -Metallamelle 12 ist, wie Pio,.3 schematisch zeigt, mit dem einen Pol einer im Gehäuse befindlichen Anodenbatterie verbunden, deren anderer Pol unter Zwisehensehaltuno, eines Widerstandes mit. dem stromleitenden Bügel 3 und unter Zwischenschaltung eines Kondensators mit dem Gehäusedeckel 7 stromleitend verbunden ist.
Mit der die Stromzuleitung vermittelnden Metallamelle 17 ist. ferner das untere Ende einer als Druckfeder ausgebildeten Sehrau benfeder 16 verbunden, welche in der Isolier- hülse 15 angeordnet ist und deren oberes Ende am rüekwä.rtigen Ende eines axial ver schiebbar in der Hülse 15 gelagerten Kon taktstiftes 18 anliegt, dessen vorderes Ende am zentralen Pol des Lampensockels 6' der Blitzlampe 6 anliegt. Die Feder 16 besteht. aus elektrisch leitendem Metall, so da.ss die Stromzufuhr von der Metallamelle 17 über die Feder 16 und den Kontaktstift 7.8 zur Lampe dadurch gewährleistet ist.
Der andere Pol ist., wie üblich, durch die Lampenfassung 4 gebildet, welche über dem Gewindehohl zapfen 5 mit dem Gehäusedeckel 7 verbunden ist und damit am genannten, im Gehäuse an geordneten Kondensator liegt.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist der Sockel 6' der Lampe 6 im Lampenträger 4 axial tierausziehbar gelagert, jedoch durch einen Riegel 4" in der Gebrauchslage gegen Heraus ziehen gesichert. Der Riegel 4" ist als ein nach innen vorspringender Ansatz eines .Steuergliedes 4' ausgebildet, welches als eine auf dem Lampenträger 4 drehbar gelagerte Hülse ausgebildet ist. Der den Riegel 4" bil dende Ansatz ragt in eine Aussparung der Lampenfassung 4 hinein und befindet sich in seiner Sperrlage in der Bahn eines am Lam pensockel 6' sitzenden radial vorstehenden Zapfens 6".
Ein solcher Zapfen ist bei bajo- nettsehlussartig in die Lampenfassung ein setzbar en Lampen bekannt. Das Steuerglied 4' ist gegen axiales Verschieben durch einen am Unterende nach innen vorspringenden ringförmigen Ansatz gesichert, der unter eine entsprechende Schulter der Lampenfas sung 4 greift. Das Steuerglied 4' kann unter dein Einfluss einer nicht dargestellten Riegel feder stehen, welche es in einer durch einen Anschlag oder dergleichen begrenzten Dreh lage hält, bei welcher sich der Riegel 4" in der Bahn des Zapfens 6" des Lampensockels befindet.
Unter dem Einfluss der Druckfeder 16 wird der Zapfen 6" in kraftschlüssiger Anlage am Riegel 4" gehalten, wobei die Fe der 16 so bemessen und vorgespannt ist, dass bei einer durch Betätigung des Steuergliedes 4' bewirkten Entriegelung ein selbsttätiges axiales Herausschieben der Lampe 6 aus der Lampenfassung 4 erfolgt.
Auf diese Weise kann die Lampe nach Gebrauch ohne Anfas sen von Hand entfernt werden, wobei man natürlich das Gerät derart über eine Unter- lae hält, dass die Lampe beim Herausstossen ohne Schaden zu nehmen aufgefangen wird, damit. der Bedienende sie nicht von Hand an zufassen braucht, was wegen. des heissen Zu standes der Lampe unmittelbar nach Ge brauch derselben nicht ratsam ist.
Soll zii Transportzwecken das Gerät ver packt werden, dann genügt es, nach Heraus nahme der Lampe, durch Anfassen am Steuerglied 4' dieses im Sinne des Lösens des Lampenträgers 4 vom Gewinde 19 des Zap fens 5 7.11 drehen, wobei diese Drehbewegung durch einen Anschlag auf die Lampenfassung 4 übertragen wird. Nach Abnahme der Lam penfassung 4 und des Steuergliedes 4' kann der Reflektor 1 ohne weiteres vom Zapfen 5 abgezogen werden.
Die Anordnung ist nun so getroffen, dass nach Überführen des Reflek tors 1 in eine um 180 geschwenkte Lage in bezug auf die optische Achse des Reflektors, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist, der Reflek torfuss 14 mit seiner Durchbrechung wieder über den Hohlzapfen 5 geschoben werden kann, wobei sich dann das Gehäuse 7, 8 min- destens teilweise im Innern des Reflektors befindet. In dieser Lage wird nun der Lam penträger wieder auf das Gewinde 19 des Zapfens 5 aufgeschraubt und auf diese Weise der Reflektor 6 am Gehäuse befestigt.
In dieser Lage kann .dann das Gerät in platz sparender Weise verpackt werden, ohne dass die einzelnen Teile sich gegeneinander bewe gen und dadurch Beschädigungen verursa chen können.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist der Reflektor 1 um eine quer zur optischen Achse liegende Drehachse schwenkbar mit dem Gehäusedeckel 7 verbunden. Zu diesem Zwecke ist der Reflektor 1 unten mit zwei in einem Abstand voneinander vorstehenden Lageraugen 23 versehen, durch welche zwei koaxiale, aber einander gegenüberliegend am Gehäusedeckel 7 sitzende Lagerzapfen 22 hindurchgeführt sind. Der Reflektor ist un ten mit einer symmetrisch zum Gehäusedeckel 7 und :dem Steuerglied 4' angeordneten Aus sparung 24 versehen, welche ein Hindurch schwenken des Gehäusedeckels nebst dem Lampenträger bzw. Steuerring 4' gestattet.
Auf diese Weise ist. es möglich, nach heraus- genommener Lampe, welcher Zustand in Fig. 4 dargestellt ist, den Reflektor 1 um die durch die Zapfen 22 gebildete Dreh achse zu schwenken und ihn also in eine min destens angenähert um 180 geschwenkte Lage gegenüber der Gebrauchslage relativ zum Gehäuse überzuführen. Durch An schläge kann dafür gesorgt werden, dass hier bei die Schwenkbewegung derart begrenzt ist, dass eine Beschädigung der einzelnen Teile durch unmittelbare Berührung in der geschwenkten Lage nicht eintreten kann.