CH313181A - Maschine zur Bearbeitung von Papierstoff - Google Patents

Maschine zur Bearbeitung von Papierstoff

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CH313181A
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21DTREATMENT OF THE MATERIALS BEFORE PASSING TO THE PAPER-MAKING MACHINE
    • D21D1/00Methods of beating or refining; Beaters of the Hollander type
    • D21D1/20Methods of refining
    • D21D1/34Other mills or refiners

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  • Paper (AREA)
  • Crushing And Pulverization Processes (AREA)

Description


  Maschine zur Bearbeitung von Papierstoff    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf  eine Maschine zur Bearbeitung von Papier  stoff.  



  Die erfindungsgemässe Maschine ist da  durch gekennzeichnet,     dass    ein Grundwerk  mit einer Arbeitsfläche mit im Abstand von  einander angeordneten Rippen und ein ko  axial zum Grundwerk angeordneter Rotor mit  Messern vorgesehen sind, welche Messer eine       Leitkante,    einen Rücken sowie einen sieh  längs der Leitkante erstreckenden Fuss auf  weisen, welcher mit den Rippen in Berührung  kommt, während der Rücken in bezug auf den  Fuss zurüelkv ersetzt ist, das Ganze derart, dass  hinter dem Fuss, zwischen dem Grundwerk  und dem Messerrücken ein freier Raum vor  handen ist.  



  In der beiliegenden Zeichnung ist ein Aus  führungsbeispiel der erfindungsgemässen     Ma-          sehine    dargestellt. Es zeigen:  Fig. 1 eine Ansicht der Maschine von  oben,  Fig. 2 einen Vertikalschnitt nach der Linie  2-3 der Fig. 1,  Fing. 3 eine vergrösserte Ansicht des Rotors  und des Grundwerkes,  Fig. 4 einen Vertikalschnitt nach der  Linie 4-4 der Fig. 2,  Fig. 5 einen Schnitt nach Linie 5-5 der  Fig. 4,  Fig. 6 eine Vorderansicht des Messers,    Fig. 7, 8 und 9 Schnitte durch das Messer  nach den Linien 7-7, 8-8 und 9-9 der  Fig. 6,  Fig. 10, 11 und 12 Schnitte durch eine  geänderte     Ausführungsform    des Messers,  Fig. 13 einen Schnitt nach der Linie  13-13 der Fig. 2.  



  Der Rotor 2 (Fig. 1-4) wird durch die  Welle 6 angetrieben. Die innern Enden 7 der  Messer 3 sind mit dem Rotor 2 mittels des  Ringes 8 und der Bolzen 9 fest verbunden.  Die Messer ragen nach aussen und berühren  die Rippen 5 des Grundwerkes 1. Die     Leit-          kanten    der Messer 3 kreuzen sieh mit den  Rippen und Rillen des Grundwerkes in einem  Winkel von 10 bis 30 .  



  Aus     Fig.    7, 8, 9     ist    ersichtlich,     dlass    die  untere Fläche jedes Messers bei 10 eine Ver  tiefung aufweist, so dass nur ein verhältnis  mässig schmaler Fuss 11 mit den Rippen 5  des Grundwerkes 1 in Berührung kommt. Die  obere Fläche 12 des Messers bildet in der  Nähe der vorwärts bewegten Kante 13 mit der  untern Fläche des Fusses 11 einen spitzen       Winkel    von vorzugsweise weniger als 45 .  Wird die Fläche 12 gehärtet, so wird das  Messer praktisch selbstschärfend sein. Der  übrige Teil 14 der Oberfläche ist glatt und  gekrümmt und bildet mit der untern Fläche  10 den Rücken 15 des     Messers.    Das Messer ist.

    gegen die Spitze hin     verjüngt,    so dass sich,  wie in     Fig.    7, 8, 9 gezeigt, Querschnitte von  allmählich abnehmender Grösse ergeben. In      allen Teilen ist jedoch die Breite des Messers  erheblich grösser als dessen Dieke.  



  In Fig. 10, 11 und 12 ist eine andere Aus  führungsform eines Messers gezeigt. Die Mes  ser beider Formen verursachen bei ihrer Rela  tiv     bewegeng    zum Grundwerk eine hydrau  lische Reaktion. Einerseits wird ein Gebiet  verminderten Druckes im Raum 16 ( Fig. 8 )  zwischen der Fläche 10 und dem Grundwerk  geschaffen, wodurch die beiden Flächen gegen  einander     gezogen    werden und eine     nachgiebige     Berührung zwischen Messer und Grundwerk  hergestellt wird. Anderseits verursacht die  Bewegung des Messers durch die Papiermasse  einen abwärtsgeriehteten Druck. Der ver  minderte Druck auf der untern Seite und der  erhöhte Druck auf der obern Seite des Mes  sers wirken namentlich auf die Messerspitze.  die sich im Betrieb mit einer verhältnismässig  hohen Geschwindigkeit von z.

   B. 7.5 m/see.  und mehr bewegt. Zweckmässig wird insbeson  dere die äussere Spitze des Messers nicht starr,  sondern biegsam ausgebildet.  



  Der Rotor 2 ist im Lagergehäuse fest an  geordnet, aber das Grundwerk ist gegenüber  dem Rotor axial beweglich. Das Grundwerk  ist auf drei Stangen 17 montiert, die ihrer  seits in Büchsen 18 geführt sind. Die Stangen  17 sind mit dem Ring 19 verbunden, welcher  seinerseits mit den Kolben von drei hydrau  lischen Zylindern 20 verbunden ist. Diese Zy  linder sind über ein Rohr 21 mit einem einge  bauten Druekregler 22 an eine hydraulische  Druekquelle angeschlossen. Durch Betätigung  des Reglers 22 wird die Bewegung der Kol  ben gesteuert. Zwischen dem Grundwerk und  dem Gehäuse ist eine Dichtung 23 aus Kaut  schuk eingelegt.

   Der die Messer 3 gegen das  Grundwerk 1 pressende Druck kann durch  Regelung des Druckes in den Zylindern 20  vergrössert oder vermindert werden.     #enn     recht scharfe Messer     verwendet    werden und  ein leichter oder mässiger Druck angewandt  wird, wenn also beispielsweise nur die be  schriebenen hydraulischen Reaktionen ausge  nutzt werden, oder diese Reaktionen durch  einen mässigen zusätzlichen Druck von den  Zylindern 20 ergänzt werden, wird im allge-    meinen die Hy dratisierung und Fibrillierung  der behandelten Fasern überwiegen und das  Schneiden der Fasern auf ein Minimum redu  ziert. Werden jedoch die Drucke erheblich  vergrössert, so wird bei Verwendung der glei  chen Messer die Schneidwirkung überwiegen.

    Selbstverständlich wird die Verwendung von  schärferen Messern bei deichbleibendem Druclk  die Sehnittwirkung vergrössern.  



  Die Art der Faserveredlung wird auch  stark durch den Abstand zwischen den einzel  nen Rippen des Grundwerkes beeinflusst. Je  weiter der Abstand zwischen     aafeinanderfol-          genden    Rippen ist, um so grösser ist der Weg.  den ein Messer zwischen aufeinanderfolgend en  Berührungen zurüeklegen muss und um so  grösser ist die Gelegenheit für das Messer,  Fasern aufzunehmen.  



  Eingehende Versuche mit     einer    Maschine  der beschriebenen Art, unter verschiedenen  Bedingungen haben gezeigt, dass gete Re  sultate hinsichtlich der erreichten Festigkeit  (Zugfestigkeit, Mullentest) in Verbindung  mit einem aussergewöhnlich geringen     Rösch-          verlustund    einer sehr kleinen Einbusse an       Reissfestigkeit,    bei     Verwendung    eines Grund  werkes mit sehr eng     angeordneten    Rippen er  zielt werden können.

   Wird mit einem Rippen  abstand von etwa     7.2        mm    oder weniger -e  arbeitet, so wird ein gewöhnlicher Stoff in  einer Konzentration von etwa     4-6111o    vom  Messer in Form von     nur    wenigen Fasern auf  genommen, die praktisch eine einzige-     Faser-          sehicht    bilden. Bei Verwendung eines grösse  ren Rippenabstandes     wird    dagegen sehr wahr  seheinlich auf dem. Messer ein Faserkissen an  gesammelt.

   Es scheint, dass bei der Aufnahme  von     wenigen    Fasern die nachfolgende Berüh  rung mit einer Rippe zur Folge hat, dass die  einzelnen Fasern über die Kanten des     Messee     geschleppt. werden,     wodurch    die     ZV        andringen     und Enden jeder Faser zerrissen     und    ausge  franst werden. Anderseits führt die Ansamm  lung eines     Faserkissens    sehr wahrscheinlich  dazu, dass ein Teil der Fasern gegen Aus  fransen     geschützt    wird.

   Jedenfalls konnte     be-          obaehtet    werden, dass bei einer     Vergrösserung     des     Rippenabstandes    ein höherer     Verlust    an      Reissfestigkeit eintritt und die Entwicklung  der Zugstärke sowie des Mullenwertes     lang-          saner    erfolgt. Es ist daher zweckmässig, den       Abstand        zwischen    den Rippen auf etwa  l2,5 mm oder weniger zu beschränken.  



  Besonders gute Ergebnisse wurden erreicht  mit einem Grundwerk, in welchem der Rip  penabstand bzw. die     Rillenbreite    4,7 mm  (Fig. 7---12j und die Rillentiefe 6,35 mm be  trug. Die Breite der Rippen variierte von  4,7 mm am innern Ende bis 6,35 mn am  eiissern Ende. Jedoch scheint weder die Tiefe  der Rillen noch die Breite der Rippen wichtig  zu sein, da die Art der auf die Fasern     aus-          meiibten    Wirkung sehr wahrscheinlich     aus-          sehliesslich    von der Rillenbreite bzw. dem  Rippenabstand abhängig ist.  



  Im Raum 16 besteht unter den Messern  eine sehr starke Turbulenz, die eine kombi  nierte mechanische und hydraulische     Defibri-          nierung    bewirkt. Diese wird vergrössert durch  das Turbulenzgebiet unmittelbar hinter dem  Rücken 15 jedes Messers, in dem eine hydrau  lische Defibrinierung zu erwarten ist.  



  Das Gehäuse der Maschine besitzt eine  angenähert zylindrische Grundform, indem  eine flache Seitenwand 27 tangential zu einem  gekrümmten Wandteil 29 verläuft, der in  einen gekrümmten Wandteil 30 von etwas  fprösserem Radius übergeht, welcher seinerseits  unter Bildung einer Ecke mit dem erstgenann  ten flachen Wandteil verbunden ist.  



  Der Ständer 25 des Motors und die     hydrau-          lisehen    Zylinder 20 sind an einer nahe der  genannten Ecke an der Wand 27 angebrachten  Platte 26 befestigt, und zwar in der Weise,  dass das Grundwerk und die Messer dem  Inhalt des Gehäuses frei ausgesetzt sind.  



  Um eine zweeknässige Zirkulation des be  handelten Materials im Gehäuse zu erreichen,  ist der Rotor teilweise von einem Leitblech 32  umgeben, welches vorzugsweise     sehneckenför-          nig    gestaltet ist zum Abfangen und Umleiten  des von einem Rotorteil abgeschleuderten Ma  terials, damit dieses sieh in Riehtung des vom  andern Rotorteil abgeschleuderten Materials  bewegt. Dadurch wird die durch Pfeile in  Fig. 1 und 2 angedeutete Stoffzirkulation er-    zielt. Es kann sich auch ein Teil des Materials  senkrecht aüfwärts bewegen, es wird aber  durch die Lenkplatte 33 aufgehalten und um  geleitet; auch werden auf diese Weise auf der  Oberfläche schwimmende Stoffteile wieder  untergetaucht.

   Der untere Teil 34 des     Leit-          bleches    32 ist mit Öffnungen 35 (Fig. 13)  zum     Abziehen    des fertig veredelten Stoffes  versehen. Der äussere Teil des Gehäuses 32 ist  von einem Mantel 36 umgeben, welcher mit  einem Sumpf 37 und einem Auslass 38 ver  sehen ist.  



  Die den Stoff umwälzende Wirkung des  Rotors kann durch die Anordnung einer An  zahl einstellbarer Schaufeln 39 auf einem am  Rotor     befestigten    Ring 8 erhöht werden. Diese  Schaufeln sind, wie in Fig. 3 gezeigt, nicht  radial angeordnet, um die Schleuderwirkung  der Messer zu erhöhen. Zu demselben Zweck  kann auch auf der Welle 6 eine Schaufell 40  montiert sein, die insbesondere dazu dient,  Ansammlungen von Stoff um die Achse des  Rotors zu verhindern. Solche Schaufeln be  wirken eine Defibrinierung von nicht.     defibri-          niertem    Ausgangsmaterial, haben aber keinen  nennenswerten Einfluss auf das Fibrilfieren  oder Schneiden der Fasern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Maschine zur Bearbeitung von Papier stoff, dadiireh gekennzeichnet, dass ein C'srund- werk mit. einer Arbeitsfläche mit im Abstand von einander angeordneten Rippen und ein koaxial zum Grundwerk angeordneter Rotor mit Messern vorgesehen: sind, welche Messer eine Leitkante, einen Rücken sowie einen sich längs der Leitkante erstreckenden Fuss auf.
    weisen, welcher mit den Rippen in Berührung kommt., während der Rücken in bezug auf den Fuss zurückversetzt ist, das Gänze derart, da.ss hinter dein Fuss, zwischen dem Grund werk und dem Messerrücken ein freier Raum vorhanden ist. UNTERAIITSPRÜCHE 1. Maschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die äussern Messer enden biegsam und nicht auf den Rotor abge stützt sind, so da.ss sie durch hydraulische Reaktion gebogen werden und einen nach giebigen Druck auf das Grundwerk ausüben können. 2.
    Maschine naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet dass die die Leitkante des Messers bildenden Flächen sich in einem Winkel von weniger als 4ö schneiden. 3. Maschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Grundwerk und Rotor axial relativ zueinander verstellbar sind. 4. Maschine nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundwerk eine ring förmige Arbeitsfläche aufweist. 5. Maschine nacl Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um die Messer des Rotors mit einem einstellbaren Druck an das Grundwerk anzu- drüicken. 6. Maschine naclh Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Rippen der Arbeitsfläche des Grundwerkes radial verlau fen. 7.
    Maschine nael Unteranspruch 6, da- dureh gekennzeiehnet, dass der Abstand zwi schen zwei aufeinanderfolgenden Rippen weni ger als 12,7 mm beträgt. B. Maschine naeh Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass das Grundwerk an der Wandung eines zur Aufnahme von rohem, nicht defibriniertem Holzstoff bestimmten Ge häuses montiert ist und dass die Arbeitsflächen des Gruncdwerkes und die Messer dem Inhalt des Gehäuses frei ausgesetzt sind. 9. Maschine nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass der Rotor mit Schaufeln versehen ist, zwecks Erhöhung des vom Rotor verursachten Ausschleuderns des verarbeiteten Stoffes. 10.
    Maschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Messer eine glatte obere Fläche aufweisen, die vom Fuss zu dem über der untern Fläche cles Fusses liegenden Messerrücken gekrümmt. ist.
CH313181D 1952-09-17 1952-09-17 Maschine zur Bearbeitung von Papierstoff CH313181A (de)

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