CH313014A - Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von porösen Massen auf Bauelemente - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von porösen Massen auf BauelementeInfo
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-
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von porösen Massen auf Bauelemente Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen von porösen Massen auf Bauele mente. Es ist bekannt, poröse Massen in Form von Platten an unversetzte oder versetzte Bau elemente anzubringen. Dabei können die Bau elemente für sich oder zu einem Bauwerk ver setzt geschlossene oder gitterartige Körper bil den. Das Arbeiten mit porösen Platten ist teuer, bedingt Verluste durch Materialabfall, erfordert Fugen, welche allgemein mit ver hältnismässig dichter Masse gefüllt werden müssen, und gestattet selten einen dichten An schluss an die Bauelemente. Bei Bauelementen, die Hohlkörper mit. Einfüllöffnung darstellen, benutzt man bisher poröse Massen in Form von Sehütt- oder Stopfer ut, das sieh schwer einfüllen lässt und nur unvollkommen den fHohlraum besetzt. Demgegenüber geschieht das Aufbringen poröser Massen auf Bauelemente gemäss der Erfindung in der Weise, dass ein mit die Erstarrtung bewirkendem Mittel durchsetzter Schaum an die Bauelemente herangebracht wird. Auf diese Weise lassen sieh fugenlose Grossflächen aus poröser Masse bilden, welche stets satt an den Bauelementen anliegen, Ecken und Spalten werden stets voll ausge füllt. Die Grundstoffe für die porösen Mas sen nehmen nur wenig Raum in Anspruch und sind allerorts unmittelbar einsatzbereit. So lassen sich billig und schnell Isolierungen gegen Sehall, Wärme und Kälte herstellen, gleichgültig, ob zu diesem Zweck ein Über ziehen von Wandungen, ein Ausfachen von Skelett- oder Gitterwerken oder ein Füllen von Hohlräumen vorzunehmen ist. Der er starrte und harte Schaum vermittelt auch einen gasdichten Absehluss. Beispielsweise las sen sich Tür- und Fensterverkleidungen mit wenig Mühe und geringen Kosten zuverlässig dichten und Rohrleitungsgänge und -kanäle in Wänden und Decken vollkommen füllen. Der Schaum kann beim Verfahren gemäss der Erfindung gespritzt werden. Es kann ein Frischschaum benutzt wer den, welcher aus einer Schaummittellösung, einer Harnstoffharzlösung und einem Kataly sator für das Harnstoffharz mit Hilfe von Pressluft gebildet wird. Es wird beispielsweise eine wässrige Lösung eines Vorkondensats aus einer Harnstoffverbindung und Formaldehyd und eine wässrige SchaummitteHösung benutzt, welche einen Katalysator für das Vorkonden- sat enthält. Der Katalysator ist z. B. Phosphor säure oder Oxalsäure. Das Harnstuffharz ist für den aus der Schaummitt.ellösung mit Pressluft gebildeten Schaum das Erstarrungs- m.ittel, durch welches der Schaum volumen- und strukturmüssig unverändert bleibt. Es empfiehlt sich, zunächst die. Schaum mittellösung zu Schaum zu verarbeiten und erst unmittelbar vor dem Verspritzen des Schaumes die Harzlösung als Erstarrungs mittel dem Schaum zuzumischen. Die mit dem erstarrenden Schaum zu be deckenden Körperflächen können zuvor mit einem stark bindenden Haftfilm versehen wer den. Für die Bildung eines Haftfilms kann beispielsweise eine mit Wasser verdünnte Lö sung eines Acrylsäurepolymerisats verwendet werden. Ein solcher Film haftet fest an Holz, Metall, Stein oder Kunststoff und bindet auch den aufgespritzten Schaum fest, selbst wenn der Haftfilm schon getrocknet ist. So lassen sieh schnell und leicht z. B. Gebäude, Wände und Decken mit einer Sehaumschicht überziehen. Bei rahmenartigen Traganordnungen mit einer Rahmenabdeckung kann der Schaum eingespritzt, und, wenn es gewünscht wird, ebenfläclhig geschnitten werden. Der Schaum kann auch in eine rahmen artige Traganordnung mit darin befindlichem Gitterwerk eingebracht werden, so dass nach her ein bewehrter Sehaumkörper vorhanden ist. Das ist beispielsweise für Deckenkonstruk tionen in Gebäuden wichtig. Freiliegender Starrschaum kann mit einer Deckschieht überzogen werden. Die Deck schicht kann aufgespritzt werden. Die zu verspritzende Frisclhsehaummasse kann mit Farbstoff oder feinkörnigem Füll stoff oder mit beidem vermischt verwend et werden. Derartige Zusätze kann auch eine etwa angewandte Überzugsmasse enthalten. Die Erfindung betrifft auch eine Vorrieb- tung zur Durehführunag des im vorstehenden beschriebenen Verfahrens. Diese Vorrichtung weist einen Raum für die Schaumerzeugung und daran anschliessend die Zuleitung für ein Sehaumerstarrungsmittel unmittelbar vor einer Schaumspritzdüse auf. In der Zeichnung ist eine solche Vorrich tung beispielsweise und schematisch darge stellt. Die Vorrichtung wird mit Druckluft be trieben, die beispielsweise von der Druck- luftflasehe 10 geliefert wird. Von der Druck- huftflasehe 70 führt eine Leitung 11 zum Be- hälter 12, in welchem sieh die Lösung eines Erstarrungsmittels für den Schaum befindet, und eine Leitung 13 zum Behälter 14 mit cder Schaummittellösung. Der Behälter 14 ist durch eine Leitung 15 mit dem Raum 16 verbunden, in welchem in bekannter Weise durch Einleiten von Drtuekluft aus der Lei tung 17 die Schaummittellösung in Schaum umgewandelt wird. Zweckmässigerweise ist vor der Spritzdüse 18 eine Mischkammer 19 angeordnet. An diese ist die Leitung 20 für die Lösung des Erstarrungsmittels von demn Behälter l2 kommend angeschlossen, und zwar vorzugs- weise in einem spitzen Winkel zur Schaum- strömungsriehtung. Es empfiehlt sieh, bei 21 für den Eintritt der Erstarrungsmittellösung in die Misehkammer eine Spiralmischdüse an zuordnen. Das in der Misclhkammer 19 gebildete Ge misch tritt durch die Spritzdüse 7 8 aus und kann gegebenenfalls durch eine angeschlossene Spritzlanze oder dergleichen auf eine gewis@e Strecke geleitet werden. Der Raum 76 für die Schaumerzeugung kann mit kugeligen Körpern gefüllt sein, so dass der entstehende Schaum durchweg fein blasig abfliesst. Die Erfindung betrifft auch eine beson dere Anwendung des beschriebenen Verfah rens, und zwar die Anwendung zur Absper rung von Wetterwegen in Bergwerken, z. B. in Steinkohlen-, Braunkohlen-, Schwefelkies- oder Kupferkiesbergwerken. Sogar brennend ie Stollen lassen sieh mit Hilfe des erfindungs:- gemässen Verfahrens zttverlässig abriegeln, da der Schaum wenige -Minuten nach seinem Spritzen erstarrt. ,
Claims (1)
- P ATEM TAN SPR I "CHE I. Verfahren zum Aufbringen von porösen lassen auf Bauelemente, dadurch geheim zeichnet, dass ein mit die Erstarrung, bewir kendem Mittel durchsetzter Schaum an die Bauelemente herangebracht wird.IL Vorrichtung zur Durchführung (los Verfahrens nach Patentaiisprucli I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Raum für die Schau.n- erzeugung und daran anschliessend die Zulei tung für ein Schaumerstarrungsmittel unmit telbar vor einer Sehaumspritzdüse vorgesehen ist. III. Anwendung des Verfahrens nach Pa tentanspruch I zur Absperrung von Wetter- wegrn in Bergwerken. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Verfahren nach Patentansprueh I, da- dadureh gekennzeiehnet, dass der Schaum ge- sprit7zt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Frischschaum benutzt wird, welcher aus einer Sehaummittel- lösung, einer Harnstoffharzlösung und einem Katalysator für das Harnstoffharz gebildet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Harnstoffharzlösung die wässrige Lö sung eines Harnstofformaldehyd-Vorkonden sats benutzt wird und eine wässrige Sehaum- mittellösung, welche einen Katalysator für das Vorkondensat enthält. 4l.Verfahren nach Patentansprueh I und Unteransprueh 2, dadurch gekennzeichnet, dlass zunäehst die Sehaummittellösung zu Schaum verarbeitet wird und erst unmittelbar vor deren Verspritzen die Harzlösung dem Schaum zugemischt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da- durelt gekennzeichnet, dass die mit dem er starrenden Schaum, zu bedeckenden Körper flächen zuvor mit einem stark bindenden Haftfilm bedeckt werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeiehnet, dass zur Bildung des Haftfilms eine mit Was ser verdünnte Lösung eines Aerylsäurepoly- merisats verwendet wird. i.Verfahren nach Patentansprueh I, da- dureh gekennzeichnet, dass der Schaum in eine rahmenartige Traganordnung mit wenig stens einer Rahmenabdeckung eingebracht wird. B. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Schaum in eine rahmenartige Traganordnung mit darin befindlichem Gitterwerk eingebracht wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass freiliegender Starr- schauhm mit einer Deckschicht überzogen wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dafss eine mit Farbstoff vermischte Frischschaummasse verwendet wird. 11.Verfahren nach Patentansprueh I, da durch gekennzeichnet, dass eine mit feinkör nigem Füllstoff vermischte Frischschaum masse verwendet wird. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Spritz düse ein Mischraum vorgesehen ist, in welchen die Leitung für das Sehaumerstarrungsmittel einmündet. 13. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeich net, dass die Leitung für das Schaumerstar- rungsm.ittel in einem spitzen _NVinkel zur Schaums trömungsrichtung in die Misehkam- nier vor der Spritzdüse einmündet. 14.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass die h:rstarrungsmittel- lösung durch eine Spiralmischdüse zum Schaumstrom gelangt. 15. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, da.ss der Raum für die Schaumerzeugung in einem mit kugeligen Körpern gefülltem Durchgangsrohr besteht, welches eine Zuführung für die Schaumlösung und eine Zuführung für die Pressluft auf weist.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1155581B (de) * | 1956-11-16 | 1963-10-10 | Aerocem Ltd | Mit Druckluft betriebene Spritzvorrichtung zum Aufbringen von Moertelmischungen |
-
1954
- 1954-08-19 CH CH313014D patent/CH313014A/de unknown
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