Flyerflügelkopf. Die Erfindung betrifft einen Flyerflügel- kopf, der zur Erhöhung der Luntenfestigkeit bestimmt ist.
Erfindungsgemäss ist der Flyerflügelkopf gekennzeichnet durch Abweichungen von der Kreisform in der obern zentralen Einlauf öffnung. Der Zweck ist, eine Intensivierung der Drehungsübertragung auf die vom Aus zylinderpaar kommende Lunte zu erzielen.
Die Stirnfläche des Flügelkopfes wird bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung völlig eben ausgebildet. Die Einlauföffnung ist vorzugsweise quadratisch ausgebildet, aber kann gegebenenfalls auch eine andere Poly- gonforrn besitzen.
In der Einlaufbohrung können zum Bei spiel auch mehrere Polygonstufen etagenartig übereinander angeordnet sein, wobei die ver schiedenen Stufen verschiedene Polygonfor men (zum Beispiel untere Stufe Quadrat, obere Stufe Seehseck oder umgekehrt) be sitzen können.
Vorzugsweise ist das obere Ende des Flü gelkopfes durch einen Luntenführungsring gebildet, der aus einem auswechselbaren, ins besondere aus Kunststoff gepressten, Teil be steht.
Der Luntenführungsring dieses Ausfüh rungsbeispiels ist zweckmässig so gestaltet, dass er den Kopf eines normal ausgebildeten Flyerflügels kappenartig übergreifen kann. Der Luntenführungsring kann zum Beispiel auch mittels eines elastischen Ringes, insbe sondere eines Gummischlauchstückes, auf den Flügelkopf aufgezogen sein.
Gemäss einem weiteren Ausführungsbei spiel der Erfindung ist der Flyerflügelkopf bzw. der Luntenführungsring mit einem über die Ebene der zentralen Fadeneinlauföffnung nach oben vorspringenden Ringwulst versehen, der zweckmässig nach Höhe und Durchmesser so gewählt ist, dass die einlaufende Lunte so wohl auf dem Ringwulst als auch in den Ecken des Polygons zur Anlage kommt. Ein besonders ruhiger Lauf ergibt sieh, wenn der Ringwulst aus Metall besteht.
Das obere Ende der vorzugsweise quadra tischen Lunteniführungsbohrumg ist vorteil haft. durch entsprechende Abschrägung oder Abrundung um etwa 20% erweitert.
Gemäss einem weiteren Ausführungsbei- spiel der Erfindung werden, diese durch die Erweiterung des obern Endes der Führungs bohrung sich ergebenden Absehrägungen bzw. Abrundungsflächen mit. vorzugsweise etwa Millimeterabstand besitzenden Kerben ver sehen.
Zur Erleichterung der Herstellung des Presswerkzeuges für den: Flyerflügelaufsatz können diese Kerben durch kerbenbildende Erhebungen geschaffen werden, derart, dass die betreffenden Pressflächen des Merkzeuges entsprechende Erhebungen besitzen. Derartige Kerben in dem obern Teil der Führungsfläche haben sich besonders bei grobtitrigen Spinn fasern, zum Beispiel Zellwolle, bewährt. Die Erfindung ist in der Zeichnung bei spielsweise und schematisch veranschaulicht.
Es bedeuten: Fig.1 Schemabild zur Veranschaulichung der allgemeinen Anordnung des Flyers, Fig. 2 Axialschnitt einer Ausführungsform des Aufsatzes, Fig. 3 Draufsicht hierzu, Fig.4 und 5 Draufsichten weiterer Aus führungsformen, Fig.6 bis 9 Axialschnitte weiterer Aus führungsformen, Fig. 10 Draufsicht zu Fig. 9, Fig.11 Axialschnitt einer weiteren Aus führungsform, Fig.12 Draufsicht hierzu, Fig.13 Axialschnitt einer weiteren Aus führungsform, Fig.14 Draufsicht hierzu, Fig.15 Axialschnitt einer weiteren Aus führungsform und Fig.16 Draufsicht hierzu.
Gemäss Fig.1 läuft die Lunte 1 bzw. 1' von dem Auszylinder 2 und dem Riffelzylin der 3 in die Fadeneinlaufbohrung 4 bzw. 4' des Flyerkopfes 5 bzw. 5' der vordern bzw. der hintern Reihe ein und aus der Fadenauslauf bohrung 6 bzw. 6' aus. Es handelt sich nun darum, die Drehungsübertragung auf das freie Luntenstück 1 bzw. 1' in der Faden einlaufbohrung 4 bzw. 4' zu verbessern. Zu diesem Zwecke ist gemäss Fig. 2 und 3 ein Luntenführungsring bzw. ein Aufsatz 7 bzw. 7' vorgesehen, welcher ans Kunststoff, zum Beispiel Phenolformaldehyd-Kondensations produkten, gepresst ist und durch einen ela stischen Ring in Form eines Schlauches 8 mit seinem Tragteil verbunden wird.
Zu diesem Zweck ist der Schlauch 8 über ein konisches Halsstück 9 des auswechselbaren Einlaufauf satzes 7 geschoben, während der untere Teil des Schlauches 8 über den Tragteil gestreift wird. Dieser Tragbeil kann in ganz normaler Weise gestaltet sein, bedarf also keiner be sonderen Herrichtung zur Aufbringung des Fadeneinlaufaufsatzes 7. Letzterer ist in der insbesondere aus Fig. 3 ersichtlichen Weise mit einer quadratischen. Vierkantbohrung 10 ver- sehen, deren Ecken entsprechend dem Durch messer der Lunte abgerundet sind; sie bildet somit. eine obere zentrale Einlaufsöffnung, die Abweichungen von der Kreisform besitzt.
Fig. 1 verdeutlicht gleiehzeitig das Ver hältnis zwischen Stapellänge und drehungs freiem Luntenstück hinter der Auszylinder- Klemmstelle. Die drehungsfreie Luntenlänge ist. mit L1 bezeichnet und soll kleiner sein als die Stapellänge Ls, um eine gute Zugübertra gung an dieser Stelle ohne Gefahr von Faden brüchen sicherzustellen.
Durch kinematogra phische Aufnahme, insbesondere Zeitlupen aufnahme der Lunte, kann man genau fest stellen, wie weit die Drehung in Richtung ge gen die Auszylinder vorgetragen wird, und man kann danach die Gestaltung des Einlaufauf satzes wählen, derart, dass einerseits eine aus reichende Drehung bzw. Üeberdrehung erzielt wird, anderseits eine unnötige grosse Über drehung, welche sich nicht mehr gleichmässig auflösen würde, vermieden wird. Gemäss Fig. 2 ist die obere Stirnfläche des Luntenführungs ringes 7 und damit des Flyerflügelkopfes eben.
Fig. 4 zeigt einen Fadeneinlaufaufsatz mit sechseckiger Form der Einlauföffnung, Fig. 5 einen Aufsatz, bei dem der Umschlingungs bogen an den Ecken des Sechsecks dureh nach innen konvexe Ausbildung der Seiten vergrö- ss ert ist. Wahlweise kann der Luntenführungsring bzw. Aufsatz 7 auf dem Flyerflügelkopf 5 mittels einer hülsenförmigen Verlängerun- ge halten werden, die auf dem leicht konisch nach oben verjüngten Tragteil mittels eines Kleb mittels 12 befestigt wird, wie in Fig. 6 dar gestellt.
Gemäss Fig. 7 kann die Befestigung aueh durch einen Sprengring 13 erfolgen, der in innere und äussere Nuten der Hülse 11 und des Tragteils eingreift.. Fig. 8 zeigt. einen auf dem Kopf 5 :durch Gewinde 14 befestigten Aufsatzring 7.
In allen diesen Fällen über greift der Lunt.enführungsring 7 seinen Trag teil: Eine gute und möglichst. genau zentrisehe Befestigung des Luntenführungsringes 7 auf dem Flverflügelkopf ist von wesentlicher Be- deutung für den ruhigen Lauf der Lunte und die gute Wirkung der Vorrichtung.
Der Luntenlauf kann weiter beruhigt wer den durch Vorsehung eines besonderen, über die Ebene der Einlauföffnung nach oben vorspringenden Ringwulstes 16, wie in Fig. 9 und 10 dargestellt, dessen Höhe so gewählt ist, dass einerseits die Lunte 1 gleichmässig unterstützt wird, um zu verhindern, dass diese schlägt und Flug entsteht, und anderseits optimales Zusammenwirken derselben mit den Ecken der polygonalen Bohrung sichergestellt ist. Der Ringwulst kann aus Metall bestehen.
Die Fig. 11 und 12 zeigen eine zweistufige Poly Bonbohrung mit einem untern quadrati schen Loch 10' von geringerer Grösse und einem obern, quadratischen Loch 10'' von grösserer Weite, welches um 45 verdreht zum ersten Quadrat angeordnet ist; es sind also in der Einlaufbohrung mehrere Polygonstufen übereinander angeordnet.
Fig. 13 und 14 zeigen einen Aufsatz 7 mit zusätzlichen konischen Nuten 15 in den Sei tenflächen des Quadrates und Fig. 15 und 16 zeigen einen Aufsatz 7 mit konischen Eck- nuten 17. Die die Einlauföffnung bildende Einlaufbohrung ist gegen das obere Ende erweitert und die sich dadurch ergebende Al- schrägungsfläche ist mit Kerben versehen.