CH300693A - Isolier-Eisenkern für Hochspannungen. - Google Patents
Isolier-Eisenkern für Hochspannungen.Info
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Description
Isolier-Eisenkern für Hochspannungen. Die Erzeugung sehr hoher Wechselspan nungen von zum Beispiel von über 100,000 V mit Hilfe von Transformatoren erfordert zwi schen:
Eisenkern bzw. Niederspannungswick- lung einerseits und: Hochspannungswicklung anderseits die Verwendung von Isolierzylin- dern, die je nach 'Spannung ausserordentlich grosse Dimensionen annehmen: und unter Um ständen ausserordentlich hohen dielektrischen Beanspruchungen ausgesetzt sind.
Es. ist. be kannt, dass bei hohen; 'Spannungen die Dimen sionen der Isolierzylinder sowohl in axialer als auch in radialer Richtung mehr als linear mit der Spannung ansteigen. Die Schwierig keiten der Beherrschung der dielekt.rischen Verluste im Material, der Korona- und Gleit- erscheinungen wachsen so stank an, dass oft eine übermässige Dimensionierung der Isolie rung notwendig wird. Dies bedeutet einen grossen Platzbedarf und wegen dem Aufwand an hochwertigem, teurem Isoliermaterial eine teure Konstruktion.
Der erfindungsgemässe Isolier-Eisenkern mit hoher Spannungsfestigkeit vermeidet diese Nachteile. Er gestattet, jede der verschiedenen Hochspannungsspulen mit dem anliegenden Eisenkernteil so zu verbinden, dass zwischen Spule und ihm keine oder keine grossen Pö- tentialdifferenzen herrschen und, der Isolier zylinder weggelassen oder sehr dünnwandig gehalten werden kann.
Daher bildet für sehr hohe Spannungen der Isolier-Eisenkern einen wesentlichen Fortschritt in technischer, kon struktiver und wirtschaftlicher Hinsicht.
In, der beiliegenden Zeichnung ist der Er findungsgegenstand beispielsweise dargestellt; es zeigen: Fig. 1 einen Teil des Isolier-Eisenkerns in Seitenansicht, F'ig. 2 eine Draufsicht zu Fig. 1 -und Fg. 3 einen bewickelten offenen Isolier Eisenkern in Ansicht.
Der Isolier-Eisenkern gemäss den Fig.1 und 2 ist folgendermassen aufgebaut Er besteht im- wesentlichen aus, ferro- ma@gnetisch leitenden Elementen:
E, zum Bei spiel aus silizierten Eisenblechstreifen. Diese Elemente heäen zwischen einer- oder mehre ren Schichten eines Dielektrikums D, zum Beispiel dünnen Schichten aus Hartpapier- Ieoliermaterial oder aus Pressen, ölgetränk- tem Papier, Micaprodukte, Giessharz usw.
Dank der ,geringen Dicke der isolierenden Schichten D und der grossen ZPberlappungs- fläche F'u der Elemente ist der magnetische Widerstand für den magnetischen graftfluss (in Fig. 1 mit Pfeilen bezeichnet) relativ ge ring.
Während in der Elementmitte die Kraft- liniendichte sehr hoch ist (10 000 bis 20, 000 Gauss), beträgt sie im Dielektrikum nur einige 100 Gauss. Das Einzelelement E kann natür lich in mehrere Bleche unterteilt sein.
Je ge- ringer die Zahl der Bleche und je dünner die selben sind., je geringer die Dicke des Dielek- trikums und je grösser die Überlappungsfläche der Elemente I', ist, desto kleiner wird die Magnetisierungsleistung für die Isolierspalte . Bei den praktisch ausgeführten Isolierkernen zeigte sich,
dass die Magnetisierungsleistung für .die Isolierspalte selbst kleiner ist als die Magnet-isierungsleistung für die Eisenbleche E. Daher ist die totale Magnetisierungsleistung nur unwesentlich grösser als bei normalen Eisenkernen von Transformatoren von glei chem Eisenquerschnitt und! gleicher Eisen- kernsättigung.
Um die gegenseitige Lage \der Elemente zu fixieren: und iun dem ganzem Kern einen mechanischen Halt -zu geben, sind Kontakt bolzen KB und; Isolierbolzen JB vorgesehen. Dieselben, sind in Löcher,der Elemente E ein gesetzt.
Die Kontaktbolzen KB bewirken eine elektrische Verbindung der Bleche gleicher Ordnungszahlen 1@a, lb, lc usw. bzw. 2a, 2b, 2c usw., das heisst der Bleche gleichen elek- trisehen und magnetischen Potentials.
Die Bleche =einer Etage 1, 3, 5, bis ('2m;-1) Ele mente sind in gleichmässigen Abständen-über die gesamte Länge des Eisenkerns verteilt, desgleichen .die Elemente '2, 4, 6 bis (2m,) :der nächsten Etage. Die magnetischen Kraftflüsse in den verschiedenen Etagen sind parallel ge schaltet. Die resultierende aller Kraftflüsse bildet -den gesamten. Kraftfluss des Isolier kernes, der im wesentlichen in Richtung der Kernachse läuft.
'Zwischen Anfanig lax, <I>1b,</I> lc usw. und Ende (2m,), a, (!2n,), b, (2n), c 11Sw. kann eine elek trische Gleich- oder Wechselspannung U,-2n angelegt werden. Diese Spannung setzt. sich zusammen aus den einzelnen Teilspannungen .
U1-2 -}- U2-3 -I- u3.4... -f- Ute n_ 1) -2 n welche normalerweise gleiche Grösse und Phase haben.
Zwischen einem geradzahligen und einem un- geradzahligen Element, zum Beispiel! zwischen la und 2a, wird, ein Kondensator C1-2 gebil det, dessen Kapazität C in; bekannter Weise von der Dicke des Dielektrikums D, der Fläche Fü und der Dielektrizitätskonstanten abhängt.
Alle Kapazitäten C1_2, C2-3 usw. bis C(2n_1)-2n sind seriegeschaltet. Die gesamte Kapazität des Isolierkernes-kann somit in: üblicher Weise be rechnet werden. Bei gleicher Ausführung aller Elemente und der Dielektrika ist die Span- nungsverteilung längs des Isolierkernes gleich mässig und damit auch die .Spannungsbean spruchung der Dielektrika zwischen den ein zelnen Elementen.
Versuche ergaben, dass Iso- lierkerne .gebaut werden können, die unter Öl effektive Wechselspannungen von über 200 kV pro m Isolierkerulänge und Gleichspannun gen von. weit über 500 kV pro m Isolierkern- länge aushalten.
Der Eigenfüllfaktor, das heisst der effek tive nützliche Eisenquerschnitt, im Verhält nis zum totalen Isolierkernquerschnitt liegt in der Grössenordnung von 0,3 bis 0,45. Er ist demnach kleiner als derjenige von normalen Eisenkernen. Dies spielt jedoch keine so grosse Rolle bei Eisenkernen offener Bauart, bei denen der magnetische Kraftfluss sich durch die Luft schliesst. Bei solchen offenen Kernen ist es im Gegenteil im Interesse geringer Magnetiszerungsleistung notwendig,
den Füll- faldor des Eisenkernes künstlich zu verrin gern.
Der relativ geringe: Eisenfüll@faktor des Isolierkernes hat zwar eine grosse Wendungs länge der Spulen zur Folge. Da aber die Hoch spannungswicklungen bei vorliegender Kon struktion an jeder Stelle fast dasselbe Poten tial haben wie die anliegenden Teile des Kernes (Potentialsteuerung), wird die Wand stärke des Isolierzylinders sehr klein, und daher wird die Wind'ungslänge der Spulen trotzdem nicht oder nicht: wesentlich grösser als bei normalen Konstruldionen mit dick wandigen Isolierzylindern.
In einem offenen Isolierkern gemäss Fig. 3 ist am obern und am untern Ende dies Isolierkernes je ein Querjoch, zum Beispiel aus Eisenblechen 'bestehend, angebracht, wel che Joche den besseren Rückschluss des Kraftflusses durch die Luft ermöglichen und die aufzuwendende Magnetisierungsblindlei- stung stark vermindern.
Die Primärwiek- Jung P ist am untern Ende des Isolierkernes angeordnet. Die Sekundär(Hochspannungs-)- wicklungen S sind in einzelnen Gruppen auf der gesamten Länge des Isolierkernes ver teilt. Dieselben können in Serie geschaltet werden, wobei die unterste Sekundärspule Erdpotential und die oberste Hochspannungs potential hat. Gemäss dem früher Gesagten können 'die Kontaktbolzen <I>KB</I> mit den Wick lungen S verbunden werden zwecks Poten tialsteuerung.
In vielen Fällen ist eine solche Verbindung jedoch nicht nötig, weil sich durch die Kapazitäten und Ableitwiderstände wie auch durch- eventuell parallel geschaltete Glimmstrecken von selbst ein gleichmässiges Spannungsgefälle über die gesamte Isolier- kernlänge einstellt. Bei Anordnung der Pri märwicklung an einem Ende des Isolier- kernes gemäss Fis.
2 würde besonders bei schlanken, das heisst langen Isolierkernen ge ringen Querschnittes, die Plussdichte in Kernrichtung rasch abfallen, so dass die Spannungserzeugung nicht in allen Sekun- därspulen S. die gleiche wäre.
Theorie und Messungen zeigen, dass eine kapazitive Be- lastang der Sekuüdlärwicklungen mitmägneti- sierend wirkt, wodurch sich eine Verminde" rung der primär aufzubringenden Magneti- sierungsleistung und eine bessere Kraftfluss- konstanz über den gesamten Eisenkern hin weg ergibt.
Für die kapazitive Belastung der Sekund:ärwicklun:g genügt unter Umständen schon die vorstehend erwähnte Kapazität des Isolierkernes. Eventuell; können Kondensato- ren C, wie in Fig. 3 angedeutet, an geeignet dimensionierte ertiärwicklungen T für die Zwecke der Phasenkompensation bzw. der MitmagmetisierLUig und. .der Flusskonstanz an geschlossen sein.
Um auch grössere Wirkleistungen ohne grossen (Streu-) Spannungsabfall auf der Hochspannungsseite abnehmen zu können und um eine Verzerrung der Kurvenform der Wechselspannung durch die kapazitive Be lastung zu vermeiden, können, wie in Fig. 3 gezeigt>, Schüb-Erregerwicklungen TI und T2 vorgesehen sein,
welche bei geeigneten Win- dungszahlen und Dimensionierungen einen räumlich weitgehend konstanten Kraft.fluss auf der gesamten aktiven Isolierkernlänge erzwingen.
An .Stelle :des Aufbaues des Isolierkernes aus die Einzelelemente bildenden Blechen gemäss den Fig. 1 und 2 können: auch Eisen drähte, welche allseitig mit einer Isolier schicht umgeben sind, in ähnlicher Weise aufgebaut und zu einem Isolierkern vereinigt sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Isolier-Eisenkern für Hochspannungen, zu sammengesetzt aus ferromagnetis:chleitenden Elementen, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente einander überlappend versetzt an geordnet und voneinander elektrisch isoliert sind, so dass die,magnetischen Kraftflüsse im Eisenkern von einem Element zum andern in senkrechter Mehtung zur Achse cles Eisen kernes durch das Dielektrikumzwischen den Elementen hindurchtreten. UNTERANSPRÜCHE: 1. Eisenkern nach Patentanspruch, da- durch :gekennzeichnet, dass die ferromagne- tisch leitenden Elemente aus Blechstreifen be stehen, welche in mindestens zwei Lagen ein ander überlappend versetzt zueinander ange ordnet sind, wobei die genannten Lagen durch das Dielektrikum voneinander getrennt sind.2. Eisenkern nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass olle ferromagne- tisch. leitenden Elemente isolierte Drahtstücke sind, welche einander überlappend und: ver setzt zueinander angeordnet sind-.3. Eisenkern nach und Unteranspruch 1, diadurch gekennzeichnet, dass die in einer Ebene senkrecht zur Achs richtung des Eisenkernes liegenden Blech= streifendurch einen Kontaktbolzen miteinan- dIer verbunden und durch mindestens einen zusätzlich angeordneten,elektrisch isolierten Bolzen in ihrer Lage im Eisenkern fixiert sind. 4. Eisenkern nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und ,3, dadurch gekenn- zeichnet, @dass das Dielektrikum zwischen den Elementen zweier Lagen aus mindestens einer Lage Hartpapier besteht, welche Hartpapier lage mindestens die Breite des Eisenkernes und dessen Länge aufweist. . 5.Eisenkern. nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, drass das Dielektrikum zwischen zwei Lagen aus mindestens einer Schicht ölgetränk- ten Papiers besteht, welche mindestens die Breite des Eisenkernes urid dessen Länge aufweist. 6. Eisenkern nach Patentanspruch und Unteransprüehen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass das Dielektrikum mindestens teilweise aus Giessharz besteht. 7.Eisenkern nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass derselbe als Kondensator für Gleich- und Wechselspannungen ausgebildet ist, welcher mehrere seriegeschaltete Kon- densatorelemente aufweist, wobei die erwähn- ten, Kontaktbolzen als Klemmen für den Kon densator untd als Potentialteiler dienen.B. Eisenkern nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 3 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass derselbe stabförmig und offen ist, wobei für den besseren Kraftfluss- schluss durch die Luft je am obern und, am untern Ende des offenen Eisenkernes Joch teile angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH300693T | 1951-08-13 |
Publications (1)
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|---|---|
| CH300693A true CH300693A (de) | 1954-08-15 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH300693D CH300693A (de) | 1951-08-13 | 1951-08-13 | Isolier-Eisenkern für Hochspannungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH300693A (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1099635B (de) * | 1955-12-28 | 1961-02-16 | Bbc Brown Boveri & Cie | Stromwandler fuer Hoechstspannungsanlagen |
| DE1159088B (de) * | 1960-04-26 | 1963-12-12 | Siemens Ag | Saettigungsdrosselspule, insbesondere fuer Antriebe mit stromrichtergespeisten Gleichstrommaschinen |
| DE1230491B (de) * | 1960-05-18 | 1966-12-15 | Gen Electric | Transformator, Drosselspule oder dergleichen Induktionsgeraet |
| DE1271252B (de) * | 1957-03-22 | 1968-06-27 | High Voltage Engineering Corp | Einrichtung zur Umwandlung der Energie eines magnetischen Wechselfeldes in elektrische Leistung hoher Spannung |
| DE1513874B1 (de) * | 1957-03-22 | 1970-09-24 | High Voltage Engineering Corp | Einrichtung zum Erzeugen einer hohen Gleichspannung |
-
1951
- 1951-08-13 CH CH300693D patent/CH300693A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1099635B (de) * | 1955-12-28 | 1961-02-16 | Bbc Brown Boveri & Cie | Stromwandler fuer Hoechstspannungsanlagen |
| DE1271252B (de) * | 1957-03-22 | 1968-06-27 | High Voltage Engineering Corp | Einrichtung zur Umwandlung der Energie eines magnetischen Wechselfeldes in elektrische Leistung hoher Spannung |
| DE1513874B1 (de) * | 1957-03-22 | 1970-09-24 | High Voltage Engineering Corp | Einrichtung zum Erzeugen einer hohen Gleichspannung |
| DE1159088B (de) * | 1960-04-26 | 1963-12-12 | Siemens Ag | Saettigungsdrosselspule, insbesondere fuer Antriebe mit stromrichtergespeisten Gleichstrommaschinen |
| DE1230491B (de) * | 1960-05-18 | 1966-12-15 | Gen Electric | Transformator, Drosselspule oder dergleichen Induktionsgeraet |
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