Spannrolle. Es ist bekannt, Spannrollen für Riemen- und Bandantrieb mit Wälzlagern auf einer stillstehenden Achse zu lagern die je nach Belastung entweder an beiden oder nur an einem Ende eingespannt ist. Ein andere An ordnung wird in der deutschen Patentschrift Nr. 643225 beschrieben. Hier ist die Lauf rolle auf einer umlaufenden Welle angeord net, deren Wälzlager in einem Gehäuse unter gebracht sind, welches mittels einer Mutter am Spannrollenhalter befestigt ist. Trotz ihrer lauftechnischen Vorteile wird diese Spann rolle für schwere Antriebe nicht angewandt, weil es dazu besonderer und in ihrer Aus führung teurer Rollenträger bedarf. Zudem liegt ein gewisser Nachteil in ihrer breiten Bauart, herrührend von einer sehr breiten Lagerbasis, die z.
B. die Anwendung dieser Rollen bei Spinnmaschinen mit engen Spin delteilungen oft schwierig macht.
Wenn der Bandfänger, wie es am zweck mässigsten ist, schmal und wenig ausladend gremacht wird, mass er wegen des Einbaues der Spannrolle aus zwei Teilen bestehen. Meist stellt man aber den Bandfänger des billige ren Preises wegen aus einem Stück her und mass dann in Kauf nehmen, dass er die Spannrolle mur wenig umfasst. Um nun aber ablaufende Bänder sicher zu fangen, ist man gezwungen, ihn relativ breit auszuführen.
Ein Nachteil liegt, auch in der Verwen dung grosser Befestigungsmuttern, mit denen (las Gehäuse am Halter befestigt wird. Beim Anziehen dieser Muttern werden auf das Ge häuse grosse Kräfte ausgeübt, so dass es selbst bei leichten Antrieben aus hochwertigem Werkstoff und relativ stark ausgeführt wer den mass.
Mindestens einzelnen dieser Mängel soll durch die nachfolgend beschriebene Ausbil dung der Spannrolle abgeholfen werden. Die erfindungsgemässe Spannrolle, die einseitig an ihrem Halter befestigt ist und eine in zwei Kugelreihen gelagerte Welle aufweist und insbesondere für Bandantriebe von Textil spindeln geeignet ist, zeichnet sich dadurch aus, dass zwei durch Schulterringe gebildete Schräglager, deren Schultern durch ein Halte element, z. B. einen Federring, in ihrer axialen Stellung und ausserdem in bestimm tem Abstand voneinander gehalten werden, in einem Lagergehäuse untergebracht sind, das durch achsparallele Befestigungsmittel mit dem Spannrollenhalter lösbar verbunden ist.
Verschiedene Ausführungsbeispiele sind in den Fig. 1 bis 14 dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen Axialschnitt der Spannrolle, Fig. 2 eine bei dieser Spannrolle verwen dete Abdiclitscheibe, Fig. 3 einen besonders geformten Feder ring, Fig. 4 dessen Querschnitt in grösserem Massstab, Fig. 5 eine Befestigung mit nur einer Mutter im Axialschnitt, Fig. 6 im Axialschnitt eine weitere Aus führungsform für besonders hoch bean spruchte Rollen, Fig.
7 in grösserem Massstab einen Feder ring, der an Stelle von dem nach Fig. 3 tre ten kann.
Fig. 8 zeigt einen U-förmigen Abstands ring zur Festlegung der im Axialschnitt ge zeichneten Spannrollen-Lageraussenringe.
Fig. 9 ist ein Schnitt. nach der Linie A-B der Fig. B.
Fig. 10 zeigt ein Lagergehäuse für eine Spannlagerwelle, in welcher das Halteelement anders ausgebildet ist.
Fig. 11 zeigt eine Ansicht des nach Fig. 10 verwendeten Federringes.
Fig. 12 zeigt eine weitere Variante nach Fis. 10 und Fig. 13 das dabei verwendete zusammen gesetzte Halteelement.
Fig. 14 zeigt eine dritte Variante nach Fig. 10.
Das Lagergehäuse 1 der in Fig. 1 darge stellten Spannrolle ist mittels zweier Schrau ben 2, die symmetrisch und parallel zur Welle angeordnet sind, am Spannrollenhalter 4 befe stigt. Durch diese Anordnung der Schrauben 2 wird das Lagergehäuse durch die von den Be festigungsmitteln ausgeübten Zugkräfte fast nicht beansprucht. Der Spannrollenhalter 4 ist zugleich als Bandfänger ausgebildet und umgreift U-förmig die Bandauflageseite der Laufscheibe 12. Im Lagergehäuse 1 sind zwei schmale und raumsparende, je ein Schräg lager bildende Schulterringe 5 so angeordnet, dass ihre Schultern sich zwischen den beiden Kugelreihen befinden. Diese Anordnung der Schräglager besitzt den wichtigen Vorteil, dass auf relativ engem Raum ein tragfähiges Lager Platz findet, das den auftretenden Be triebsbeanspruchungen gewachsen ist.
Bei den zwischen den Kugelreihen befind lichen Schulter- oder Lageraussenringen ist. auch die Kippfreiheit grösser, als wenn die Aussenringe anders angebracht sind. Ausser dem ist es auf diese Weise möglich, das ganze Lager innerhalb der Laufscheibe 12 unter zubringen. Eine wesentliche Verbilligung bei der Herstellung der Lager kann noch erzielt werden durch gemeinsames Schleifen der bei den zu einem Lager gehörenden Aussenringe im Schwenkverfahren.
Der Abstand zwischen den beiden Aussen ringen und damit das Lagerspiel ist durch die Stärke des Federringes 6 bestimmt. Dieser Ring hat auch die Aufgabe, das Lager in axialer Richtung im Gehäuse festzulegen. So mit werden von diesem Halteelement zwei Funktionen ausgeübt, was eine weitere Ver billigung der Spannrolle ermöglicht.
Das Lagerspiel darf wegen der Betriebs fähigkeit der Rolle ein gewisses Mass nicht überschreiten. Um nun die Stärke des Feder ringes 6 zu bestimmen, werden zweckmässig bei der Montage die Lageraussenringe gegen die Kugelreihen gedrückt und der Abstand der beiden Aussenringe gemessen. Damit kann der zum Einbau kommende Federring aus den in verschiedenen Stärken vorrätigen Rin gen ausgewählt werden. Durch diese Mass nahme kann ausser der Verringerung des Kippspiels auch noch ein Ausgleich der Be arbeitungstoleranzen erzielt werden.
Das relativ schmale und doch tragfähige Lager und die beschriebene Befestigung des Lagergehäuses am Halter erlaubt es, die ge samte Spannrollenanordnung so schmal zu halten dass sie auch bei Spinnmaschinen mit relativ enger Teilung anwendbar ist.
Während die Laufscheibe 12 . der Spann rolle, welche auf dem einen Ende der Welle 3 angebracht ist, die Spannrolle nach vorn ab schliesst, verhindert ein Schutzdeckel 13 das Eindringen von Unreinigkeiten auf der gegenüberliegenden Seite. Darunter ist eine Abdichtscheibe 14 angeordnet, welche z. B. die in Fig. 2 dargestellte Form haben kann. Durch eine elastische Zunre 15 wird die Schmieröffnung- 1.6 und damit der Raum 1.7 abgeschlossen. Infolge des beim Schmieren aufgewendeten Scllmierdrriekes wird dem Schmiermittel der Durchgang zum Lager freigegeben.
Nach Aufhören des Schmier druckes kehrt die Zunf-e wieder in die ab dichtende Ausga-ugslagezurück, Fig. 3 zeigt eine besonders zweckmässige Form des als Halteelement dienenden Feder ringes 6. Er besteht aus wenigstens annä- lernd in Vorm eines Vielecks,\ z. B. eines Quadrates, aneinandergereihten Kreisbögen. D)ei, ursprünglich beispielsweise kreisförmige Querschnitt ist an beiden Seiten abgeflacht (Fig. 4). Der Abstand der beiden so ge schaffenen Flächen des Federringes 6 be stimmt die Breite desselben und legt zusam men mit den beiden Aussenringen 5 das La gerspiel fest. Durch Wahl der entsprechen den Breite erhält man, wie oben näher be schrieben wurde, das gewünschte Spiel.
Die nach aussen ragenden Bogen 10, 27 und 28 des Federringes 6 greifen in die Nut des Lagergehäuses ein und halten dadurch die Lageranordnung in Achsrichtung der Welle fest, die nach innen ragenden Bogen 11. be rühren mnit ihren seitlichen Flächen die Aussenringe der Schräglager 5. Zum Aus bauen der Spannrollenlagerung werden zu nächst die beiden Befestigungsschrauben 2 und die Spannlaufscheibe sowie die Lage rung und die Abdeckscheiben vom Spann rollenhalter 4 abgenommen.
Nach Abziehen der Laufscheibe 12 wird mittels eines zangenartigen Werkzeugs, das mit Greifstiften in die Bohrungen 29 passt, g der Federring 6 an den Stellen 2 7 und 28 zusammengepresst, so dass diese Stellen aus der Nut des Lagergehäuses heraustreten. Nun kann das ganze Lager herausgezogen werden. Bei Wiederzusammensetzung muss allerdings daiauf geaehtet n werden, e dass der Federring 6 wieder mit den beiden äussern Bogen 27 und 28 an den beiden Bohrungen 29 anliegt und damit diese Öffnungen zugleich abschliesst.
Die schmale Gesamtanordnung der Spann rolle wird noch unterstützt durch entspre chende Profilierung der Laufscheibe 12. Der als Bandfänger ausgebildete Spannrollen halter 4 kann nämlich besonders schmal ge halten werden, weil das hakenförmige Ende 30 des Bandfängers in den muldenförmigen Teil, der Laufscheibe eingreift. Dadurch wird zugleich ein besonders sicheres Fangen des Bandes ermöglicht. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist die Spannrolle mit nur einer Schraube 20 am n Spannrollenhalter 42 befestigt. Diese Schraube 20 kann so angeordnet sein, dass sich entweder der Schraubenkopf oder die Mutter im Lagergehäuse 18 befindet.
In die sem Lagergehäuse sind in gleicher Anordnung, wie in Fig. 1 dargestellt, die beiden Schulter ringe 5 untergebracht. Die Schmierung wird hier durch eine Bohrung 23 vorgenommen, welche in der Befestigungsschraube 20 an gebracht ist.
Für schwere Antriebe wird eine Rolle ge mäss Fig. 6 verwendet. Die Lagerung ist hier ähnlich wie in Fig. 1, nur ist die Lagerbasis etwas breiter ausgeführt. Durch die damit verbundene Verbreiterung der Lageraussen ringe erzielt man auch eine breitere Auflage fläche der Lageraussenringe am Lagergehäuse und damit eine wesentliche Verbesserung des Sitzes. Zur Befestigung am Halter 44 dienen hier zwei Stiftschrauben 24, welche vom Spannrollenhalter 44 bis zum Haltering 32 reichen. Zwischen Lagergehäuse 21 und Haltering 32 ist eine Abdeckscheibe 25 an geordnet.
Die langen Stiftschrauben 24 werden vor allem bei Spannrollen angewandt, die grossen Erschütterungen ausgesetzt sind, da sie auf Grund ihrer Länge ein grosses Arbeitsvermö gen besitzen, so dass die aufzunehmenden Kräfte verhältnismässig gering sind. Durch hierfür vorgesehene, z. B. ringförmige Pass- flächen 26 wird eine sichere Anlage am Hal ter 4 erzielt. Als Schutzdeckel für die Lage rung ist zwischen Lagergehäuse 21 und Spannrollenhalter 44 ein Zwischenstück 31 vorgesehen. Ausserdem ist. das Lagergehäuse 21 in einem Stück mit dem Schutzdeckel ausgebildet.
Bei grossem Übermass der Schulterlager- Aussenringe 5 gegenüber dem Lagergehäuse 1 itt es möglich, dass der Federring nach Fig. 3 zwischen den beiden Schultern eingeklemmt wird. Erst durch Erschüttern der Lagerung mittels leichter Stösse oder Schläge überwin det die Federspannung die Reibungskraft und der Federring schnappt in die Nute des Lagergehäuses 1 ein. Bei Ausbildung des Fe derringes gemäss Fig. 7 kann der das Lager in axialer Richtung festhaltende, äussere Teil 34 nicht eingeklemmt werden, weil er etwas schmäler gehalten ist als der Distanzteil 35, welcher den Abstand der beiden Lager be stimmt.
Dieser in grösserem Massstab darge stellte Federring ist so ausgebildet, dass er sich in zusammengepresstem Zustand in das Lagergehäuse 1 einführen lässt und dann auf Grund seiner Vorspannung auseinander-. schnappt. Erreicht wird dies durch Anord nung zweier ineinanderliegender, beispiels weise quadratähnlich geformter Teile, die aus einem Stück bestehen und deren Ecken ab gerundet sind.
Die zwischen den Bogen liegenden Ver bindungsstrecken können auch mehr oder we niger stark einwärts gebogen sein, wie dies bei dem einfachen Federring in Fig. 3 ge zeigt ist. Die Profilform des Ringes ist ent weder kreisförmig mit abgeplatteten Seiten, rechteckig, quadratisch oder auch anders ge staltet. Die Einbuchtung 36 erleichtert das Zusammendrücken des Ringes, weil sie dem Ende 37 des Ringes Platz gibt, wenn der Fe derring zwecks Einbau gespannt. wird. Das andere Ende 38 kann, um einen ausreichen den Federweg zu gewähren, vorteilhaft etwas nach einwärts gebogen sein.
Eine andersartige Festlegung der Lager aussenringe in Richtung der Wellenaechse und des Abstandes der beiden Aussenringe gegen einander zeigen Fig. 8 und 9. Zwisehen die Schulterringe 5 der Wälzlager ist einU-för- miges Halte- und Distanzstück 40 eingescho ben. Damit es seine Lage beibehält, sind des sen Enden 41 nach aussen umgebogen. Natür lich können auch andere Sicherungen gegen Verschieben dieses Teils getroffen sein, wie z. B. federndes Anliegen einer an den beiden Enden des Distanzstückes befindlichen Kerbe an das Lagergehäuse. Die Profilform kann ebenso, wie beim Distanzstück nach Fig. 3 und l erwähnt, verschieden gewählt sein. Auch die Gesamtgestalt des Distanzstückes sowie der ganzen Spannrolle erlaubt vielerlei Abwandlungen.
Uni den Abstand der beiden Schalterringe festzulegen und diese gleichzeitig axial zu sichern, kann auch ein Halteelement nach Fig. 11. verwendet werden. Es besteht aus einem Band, welches in Seitenansicht vor zugsweise die Form nach Fig. 3 aufweist, also ein- und ausgebogene Strecken in quadrat ähnlicher Gesamtanordnung besitzt. Aus dem n Band sind annähernd in Längsrichtung des Bandes verlaufende Zungen 59 ausgestanzt und nach aussen gedrückt. Diese greifen fe dernd in die Nut 58 im Lagergehäuse ein, wie es in Fig. 10 gezeigt ist, während der breite Teil des Bandes sich gegen die Schul terringe 5 lehnt.
Es ist auch möglich, ein Halteelement aus mehreren, zusammengehörigen Teilen zu be nützen, wie es in Fig. 12 bis 14 dargestellt ist. In Fig. 12 und 13 ist ein zweigeteilter Ring 54, 55 für die Festlegung der Distanz zwischen den Schulterringen vorgesehen. Er kann auch nur aus einem oder mehr als zwei Teilen bestehen. Dieser Distanzring wird von einem offenen Ring 53 umfasst, der in axialer Richtung schmäier ist als der Ring 54, 55, wo bei er im eingebauten Zustand einerseits in das Lagergehäuse 50 und anderseits zwischen die Kugellageraussenringe 5l eingreift. Die ser Ring kann kreisrund ausgeführt werden wie in Fig. 13, oder auch eine Form ähnlich der des ringförmigen Elementes nach Fig. 3 erhalten.
Bei einem Presssitz wird bekanntlich auf Grund der zwischen den beiden Teilen herr- sehenden Spannungen der aussen liegende Teil geweitet. und der innen liegende Teil zu sammengepresst-.<U>Wegen</U> dem im Lager benö tigten Spiel, das im vorliegenden Fall in engen Grenzen gehalten werden soll, werden in vorteilhafter Weise die auf Grund des Presssitzes auftretenden Massänderungen in das Lagergehäuse gelegt.
Dies ist vor allem iin Hinblick auf die Ilerstellungstoleranzen notwendig, weil sonst das Lagerspiel zu gro ssen Änderun -en unterworfen wäre. Zweck- inä,ssigerweise \erhält deshalb der Aussenring 51 eine zusätzliche Versteifung, beispielsweise in Forin eines Bundes 60, weil die Wand- stärke des Lagergehäuses 50 nicht beliebig dünn gemacht werden kann.
In Fig. 14 ist noch eine Ausführung ge zeigt, bei welcher der Abstand der Lager- aunlenringe 5 durch einen ringförmigen Teil 36 bestimmt wird. In die in diesem Teil und im Lagergehäuse 5 angebrachten Nuten greift z als zweiter Teil des Halteelementes ein fe- dlernder Ring 57 ein, welcher die axiale Siehe- rung übernimmt. Dieser federnde Ring kann sowohl eine kreisrunde Form als auch Aus- und Einbiegungen besitzen.
Ein besonderer Vorteil der beschriebenen Spannrollen liegt in der relativ schmalen Ausführung, welche durch enge Anordnung der Lagerringe erreicht wird. Zusammen nit dem auf einfache Weise abgepassten La gerspiel ergibt sich dabei eine sehr gute La- Die raumsparende Befestigung des Lagergehäuses am Spannrollenhalter erlaubt auch die Verwendung der Spannrolle bei Tex- tilnmaschinen mit relativ engen Spindel teilungen.
Für gewichtssparende Ausführungen kön nen die Laufscheibe, das Gehäuse und die nicht besonders beanspruchten Teile aus spe- zifisel leichten Werk- oder Kunststoffen her gestellt werden.