Differentialschutzanordnung für Stromrichter. Zur Vermeidang der nachteiligen Wirkun gen von Rückzündungen bei Stromrichtern, insbesondere bei Kontaktumformern, ist es be kannt, eine den zugeführten Wechselstrom mit dein vom Stromrichter abgegebenen Gleich strom vergleichende Einrichtung zu verwen den, welche im Riielmündungsfall. eine Schutz- vorriehtung auslöst.
In Fig. <B>1</B> ist eine derartige Differential- sehutzanordnung schematisch dargestellt. Es ist dabei als Beispiel ein gegen Rüekzünd-Lm- gen zu schützender, nur symbolisch darge stellter Kontaldumforiner K gewählt.
Der von ihm abgegebene Gleichstrom<B>J,</B> wird in einem Differentialringwandler R mit einem zwei- teil Gleichstrom J" verglichen, der mittels einer Doppelweg-Gleichrichteranordnung <B><I>G</I></B> aus den Sekundärströmen von Stromwand lern SW gebildet wird, die in die Wechsel- stromzuleitungen <B><I>U,</I></B><I> V,</I> 'W des Kontaktum formers K eingefügt sind.
Bei einer Störung des Durehilutungsgleichgewichtes im Ring- wandler R, die z.B. bei einer Rüekzündung dadurch eintritt, dass der aus den Wechsel strömen der Phasen TT, <I>V, W</I> gewonnene Gleichstrom Jv sehr schnell ansteigt, wäh rend der Belastungsgleiehstrom Jg abzufal len beginnt,
wird der Ringkern des Wand- lers ummagnetisiert und ein Stromstoss iA in der Aus18sewicklung <B>A</B> erzeugt, der den Kurzschliesser Sch zum Abfallen bringt. Der Kurzschliesser, der beispielsweise durch die Haltewicklung H bei normalem Betrieb in geöffnetem Zustand gehalten wird, über brückt dann die Schaltkontakte des UmTor- mers K und schützt sie dadurch vor dem Verbrennen, so dass die Abschalt-Luig der Störung in geeigneter Weise, z.
B. dureh den Hauptsehalter, ohne<B>-</B> besondere An sprüche an die Schnelligkeit der Abschal tung erfolgen kann.
Wegen des Erfordernisses der Gleich- richterschaltung <B>G</B> und der- Stromwandler S-W kommt die Schutzschaltung nach Fig.1- vorzugsweise für Grossstromrichter in Frage. Der Aufwand ist aber für Stromriehter klei nerer und mittlerer Leistung nicht mehr tragbar. Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Schutzschaltung zu schaffen, bei der die Stromwandler und die Hilfsgleichrichteranordnung vermieden wer den.
Die Erfindung betrifft ebenfalls eine Differentialschutzanordnung für Stromrieh- ter, insbesondere für Kontaktumformer, bei dein eine dem zugeführten Wechselstrom mit dem abgegebenen Gleichstrom vergleichende Einrichtung die Sehutzwirkung für den Stromrichter auslöst. Erfindungsgemäss bil den die zu vergleichenden Ströme unmittelbar die Durchflutung von geschlossenen magneti schen Kreisen, auf denen die Auslösewick- lungen für die Schutzeinrichtung angebracht sind.
An Hand der Fig. 2 bis 14 wird die Erfin dung nachfolgend näher beschrieben. In Fig. 2 und<B>3</B> ist ein Beispiel für die grundsätzliche Anordnung einer Schutzein richtung nach der Erfindung für einen drei- phasigen Anschluss schematisch dargestellt-. Durch drei Ringkerne RI, R2 und R3 aus Magnetwerkstoff mit vorzugsweise annähernd rechteckiger Hystereseschleile, z.
B. aus einer Nickeleisen- oder einer Siliciumeisen-Legie- rung, ist der eine der beiden Gleichstrom leiter geführt, so dass alle drei Kerne vom Belastungsgleichstrom Jg durchflutet werden.
Ferner ist durch jeden Kerii <B>je</B> einer der drei Wechselstromleiter U, <I>V, W</I> gplührt, Ausser dem tragen alle -drei Kerne noch Auslösewick- 1-Lmgen <B>A"</B> A2, As, die beispielsweise in Reihe geschaltet und mit der Auslösespule der Sehutzeinrichtung verbunden sind.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung sei zunächst an Hand der dreiphasigen Stern- punktschaltung eines Kontakt-Limformers nach Fig. 4 erläutert. Die nicht näher dargestellte Reihenschaltung jeder einzelnen Kontaktein richtung mit einer zugehörigen, an sieh be kannten Schaltdrossel ist dabei durch das Symbol<B>je</B> eines Ventils Ki, <I>K2,</I> Ks ersetzt, um gleichzeitig die normale Stromrichtung durch den Kontaktumformer zum Aus & uck zu bringen. Kl, <I>K2,</I> Ks können aber auch andere Stromriähter, z. B.
Entladungsgleich richter, sein. Tr ist ein an das Wechselstrom netz<I>R,</I> S, <I>T</I> angeschlossener Transformator. Die Ströme der Sekundärphasen<B>JU,</B><I>V,</I> 'W des selben werden durch die Ventile KI,<I>K2,</I> Ks gleichgerichtet.
L stellt die Belastung des Stromrieliters dar und <B>D</B> eine Drossel zur Glättung des Belastangsgleichstromes Jg. Rl, R.2, Rs sind die in Fig. 2 und <B>3</B> darge stellten Ringkerne.
In Fig. <B>5</B> ist der Verlauf der Ströme il, i2 und is, welche durch -die Ventile KI, K2, Ks der einzelnen Phasen TJ, <I>V,</I> 'W (Fig. 4) flie ssen, in Kurvenforin dargestellt. Im normalen, ungestörten Betrieb bildet sich am Ende eines jeden Stroinübertragungszeitabschnittes in folge der Wirk-ungder erwähnten Schaltdros sel eine Stufe St sehr kleinen Stromes aus, während deren die Kontakteinrichtung ohne Ftinkenbildung geöffnet werden kann.
Nach der Kontaktöffnung ist der Stromfluss in der betreffenden Phase bis zum Wiedereinschal- ten in der nächsten Periode -unterbrochen.
Der Rückzündungsfall ist nun dadurch ge kennzeichnet, dass aus irgendeinem Störungs grund der Strom nach Ablauf der Stufe nicht unterbrochen ist, sondern sich<B>-</B> etwa über einen, zwischen den Kontaktflächen brennend den Liehtbogen <B>-</B> als Rückstrom fortsetzt. Wenn als Beispiel eine Rückzündling nach Ablauf der Stufe des Stromes il angenommen wird, so würde dieses der Rückstroin ilp, sein.
Dieser Rückstrom wird geliefert von der Folgephase, im, Beispiel also von der Phase L', so dass der Vorwärtsstrom dieser Phase über den normalen Wert i2<B>=J,</B> hinaus spiegelbild lich zum Rückstrom i,R nach der Kurve i2R weiter ansteigt.'Die Ströme ill, -Lind i2R kön nen dabei sehr schnell auf hohe Beträge an wachsen, da i2 jetzt nicht mehr, wie im unge störten Betrieb, durch den Widerstand des äussern Belastungskreises begrenzt wird, son dern nur noch,durch die Spannungsabfälle im Stromwendekreis.
In Fig. <B>6</B> sind -unter Zugrundelegung einer idealisierten rechteckigen Hystereseschleife die Vorgänge im R.ingkern R2 dargestellt. Im ungestörten Betrieb wird der Kern dauernd -durch den abgegebenen Gleichstrom<B>J,</B> in negativer Richtung gesättigt gehalten.
Zu den Zeiten, in denen der Stromfluss der Phase 2 -unterbrochen ist, entspricht die Feldstärke der senkrechten Linie, ig <B>= 0,</B> und der Zu- standsp-ankt auf der Hystereseschleile ist -B,. Während des Arbeitsabschnittes der Phase 2 ist i2=J,
. Infolge der entgegengesetzt gerieh- teten Durchflutung in dem magnetisc'h ge- sehlossenen Kreis des Ringkernes hebt also der Wechselstrom die Gleiehstromdurchflutung gerade auf, und der Zustandspunkt ist auf den Remanenzpunkt -B, verschoben. Dieser Vorgang wiederholt sich in jeder Periode.
Der dauernde Wechsel zwischen -B, und -B, ist, wenn gutes Eisen verwendet wird, prak tisch mit keiner Flitssänderung verbunden, so 'dass die auf dem Kern vorhandene Auslöse- wicklung stroinlos bleibt.
Sobald jedoch im Rückzündungsfall der Strom i2 auf i2R anwächst, während der Gleichstrom<B>J,</B> im ersten Augenblick noch als unveränderlich angesehen werden kann und dann abnimmt und dadurch den Durchflu- tungsübersehuss des,Stromes i2R noch vergrö ssert, wird der Kern nachdem gestrichelt her vorgehobenen Verlauf der Hystereseschleif# ummagnetisiert.
Hier-durch entsteht in der Auslösewi#klung eine EMK, die einen Aus- lösestrom von solcher Höhe zur Folge hat, dass dieser Strom die Summe der Durchflutungen wieder praktisch zu Null ergänzt.
Die andern beiden Ringkerne R, -und R3 sind bei Beginn der Rückzündung durch den Gleichstrom ebenfalls gesättigt. Die Wirkung des Stromes i,R im Kern R, wirkt nun zusätz lich in sättigender Richtung, und ferner hat in beiden Kernen RI Und R3 der die Auslöse- wicklungen <B>A,</B> und A,3 durchfliessende Aus- lösestrom iA eine sättigungsversteifende Rich tung.
Indiesen beiden Kernen R, und R,3 wird daher keine Spannung erzeugt, die das An steigen des Auslösestromes hindern könnte. Es erfolgt auch durch den ansteigenden Aus- lösestrom iA keine Ummagnetisierung dieser Kerne, sondern es tritt lediglich ein der Luft- induktivität der Auslösewieklungen entspre chender Spannungsabfall auf.
Somit ist die Einrichtung nach den Fig. 2 bis 4 befähigt, die bekannte Schutzschaltung von #Stromrich- tern nach Fig. <B>1</B> in vorteilhafter Weise unter Vermeidung von besondern Stromwandlern und Gleichrichtern zu ersetzen.
Damit unabhängig von vorausgegangenen Magnetisierungsvorgängen der vorzugsweise als Rinkkerne ausgeführten geschlossenen magnetischen Kreise die richtige Sättigungs- riehtung beim Einschalten des Stromrieliters stets gewährleistet ist, kann es vorteilhaft sein, den Kernen eine schwache Gleichstrom- Vormagnetisierung in Richtung des ansteigen den Rückstromes,<B>d.</B> h.
also in Richtung des Stromes<B>J,</B> im Gleiehstromleiter, zu erteilen, so dass im ungestörten Betrieb #die Gleich- stromdurchilutung etwas überwiegt. Zur Er zeugung dieser Vormagnetisierung kann eine Hilfswicklung auf den Kernen vorgesehen sein, die entweder von dem Strom einer klei nen Gleichstromquelle oder auch vom Grund- laststrom des Stromrieliters durchflossen sein kann.
Letzteres ist auell in, den Fällen mög lich, wo der Grundlaststrom bei Überschrei tung einer gewissen äussern Mindestbelastung abgeschaltet wird. Wenn nämlich der Kern zu Beginn erst einmal richtig polarisiert wor den ist, so kann auch nach Aufhören der Vor- magnetisierung nur eine Störung ihn aus die ser Polarität wieder herausbringen.
Anstatt die Auslösewicklungen <B>A"<I>A2, As</I></B> der drei Ringkerne RI, R2, R3 (Fig. 2 bis 4) in Reihe zu schalten, können die einzelnen Auslösewicklungen auel-i getrennt auf die Schutzeinrichtung wirken; es braucht nur der für diese vorgesehene Auslöser mit drei ge- trenntenWieklungen versehen zu sein.
In Fig. 4 sind in# diesem Falle für Aden Kurzschliesser Sch ausser der Haltewieklung H drei getrennte Steuerwicklungen anzuordnen. An die Stelle des Kurzschliessers Sch kann auch jede andere Schutzeinrichtung treten, die einen verzöge rungsfreien Schutz des Stromrichters beim Auftreten einer Rückzündung gewährleistet.
In Fig. <B>7</B> und<B>8</B> ist eine andere Gruppie rung der Ringkerne RI" <I>R2,</I> Rs in Seitenan- sieht und Draufsicht >dargestellt, bei der -die den geraden Gleichstromleiter umgebenden Ringkerne Rl, R2, R3 gegeneinander so ver setzt angeordnet sind, dass die Wechselstrom leiter TJ, <I>V,</I> W ohne Kröpfung ebenfalls geracl- linig durch die ihnen zugeordneten Kerne hindurchgeführt werden können.
Vorzugs weise eignen sich zum Aufbau der neuen Dif- ferentialschutzanordnung sogenannte Ring- bandkerne, die aus dünn gewalzten, ringför- inig aufgewiekelten Bändern aus Magnetwerk stoff bestehen. Die geschlossenen magnetischen Kreise können 'aber auch eine andere Form und einen andern Aufbau aufweisen.
Im folgenden sei dargelegt, wie sich die neue Schutzeinriehtung verhält, wenn sie bei einer Stromrichterbrückenschaltuno, benutzt wird.<B>In</B> Fig. <B>9</B> ist eine solche dreiphasige. Brückenschalt-Ling in ihrer einfachsten Form dargestellt. Gleiche Bezugszeichen verweisen auf gleiche Teile wie in Fig. 4.
Die Sekundär- phasen'U, <I>V, W</I> des Transformators Tr sind Über die Verzweigungspunkte<B>0,</B><I>P,</I> Q mit den Stromrichtereinheiten Kl, <I>K2,</I> Ks einerseits und W.2, K% anderseits verbunden, deren Durchlassricht-Ling durch die Ventilsymbole angedeutet ist.
In Fig. <B>10</B> sinddie zugehörigen:Stromkur- ven dargestellt. Wird beispielsweise eine der Fig. 4 entsprechende Schutzeinrichtung an der Stelle C der Fig. <B>9</B> in die Sekundärphasen des Transformators Tr eingefügt, so sind zwei Fälle zu unterscheiden. Findet die Rückzürt- Jung am Ende der Sinfe eines positiven Strontübertragungszeitabschnittes, z.
B. il+, statt, so verläuft der Vorgang in der oben beschriebenen Weise, und der Auslöseimpuls in der zugeordneten. Auslösewieklung setzt sofort mit Beginn der Rückzündung ein. Er eignet sich die Rückzündung dagegen am Schluss der Stufe eines negativenStromilber- tragungszeitabschnittes, z. B. il-, so bringt der sofort einsetzende weitere Anstieg des Vorwärtsstromes i.2R keinen Nutzen, da er die Sättigung des zugehörigen magnetischen Krei ses -bzw. des Kernes noch versteift.
Der Aus- löseimpuls muss vielmehr jetzt durch den Kern R, der Phase<B>1</B> erzeugt werden. Dazu ist aber erforderlich, dass der Strom i,R zu nächst einmal auf den Betrag des jeweiligen Gleichstromes Jg anwächst, um die Gleich- stromdurchilutung des Kernes aufzuheben.
Erst der darüber hinausgehende weitere An stieg bewirkt dann eine Ummagnetisierung des Kernes und die Induzierung ein-es Aus- löseimpulses. Es geht in -diesem Falle also die Zeit verloren, die der Strom i,R zum Anwaell- sen auf den Betrag J, benötigt, bevor der Auslöseimpuls einsetzt. Ferner haben die<B>be-</B> treffenden Stromrichtereinheiten, z.
B. die Umformerkontakte, einen um den Betrag il vergrösserten Strom zu führen, wodurch das Ausmass des Rückzündungsschadens anwächst. Bei der Einfügung des netten Differential- Rückzündungsschutzes an der Stelle<B>C</B> der Fig. <B>9</B> werden daher nicht in jedem Falle die gleichen Vorteile erzielt, wie bei seiner An wendung -bei der Sternpunktsellaltung gemäss Fig. 4.
Es wird deshalb "", Einschaltung an der Stelle<B>G</B> der Fig. <B>9</B> hauptsächlich nur bei Stromrichtern geringerer Leistung anwendbar sein, wo die genannte Auslöseverzögerung und der erhöhte Strom noch keine allzu grossen Nachteile mit sieh bringt.
Ein gleichwertiger Schutz wie bei der oben an Hand der Fig. 4 beschriebenen drei- phasigen Sternpunktschaltung ergibt sich, wenn<B>je</B> eine dreiphasige Differentialschutz- anordnung an den Punkten<B>E</B> und<B>F</B> der Brüekenschaltung nach Fig. <B>9</B> angebracht wird; denn jede der beiden Hälften der Brücke stellt für sich eine dreiphasige Stern- panktschaltung dar.
Es sind somii zwei Differentialschutzanordnungen, beispielsweise nach Fig. 2 und<B>3</B> oder<B>7</B> und<B>8,</B> und dement sprechend sechs Kerne erforderlich.
Eine in beiden Richtungen der Ströme gleich schnell wirkende Anordnung ist jedoch bei Verwendung von sechs Kernen auch an der Stelle<B>C</B> möglich, wenn in jeder der drei Phasen U, V, <I>W</I> ein Kernpaar so angeordnet ist, dass, wie es in Fig. <B>11</B> für die Phase TT angedeutet ist, die Wechselstromdurchilutun- gen der bei-den Kerne RI., und Rlb jedes einzelnen Kernpaares verschiedene Riehtun- gen haben,
indem der Wechselstromleiter TJ mit verschiedenem Wicklungssinn durch diese Kerne hindurchgeführt ist. Es tritt dann ent sprechend demVorhergesagten bei einer Rück zündung entweder in der einen Auslösewick- lung (Aja) oder in der dazu in Reihe liegen den andern Auslösewieklung <B>(Alb)</B> ein Span nungsimpuls auf, der in der beschriebenen Weise die Schutzanordnung beeinflusst.
Eine gleichwertige Anordnung, bei der jedoch die Verdoppelung des Kernaufwandes vermieden ist, ergibt sich als bevorzugte Aus- führ-Lmgsform dadurch, dass gemäss Fig. 12 die magnetischen Kreise bzw. Kerne sämtlich vom Gleichstrom durchflutet werden und jeder der Kerne ausserdem mit den beiden von<B>je</B> einem Verzweigungspunkt ausgehenden Leitungen mit entgegengesetztem Wicklungssinn verket tet ist. In Fig. 12 ist der der Phase 'U zuge ordnete Kern R, mit dem den Gleichstrom<B>J,</B> führenden Leiter dargestellt.
Die zugehörige Brüekenleitung zwischen den Punkten<B>E</B> und <B>F</B> ist in Form einer Windung um den Kern gelegt, an deren Mittelanzapfung <B>0</B> die Pha senleitung<B>U</B> des Transformators Tr ange schlossen ist. Der Punkt<B>0</B> ist somit der Ver zweigungspunkt der Brücke.
Diese Anord nung erfüllt mit einer nur geringfügigen, durch die Unterbringung des zweiten Wech selstromleiters bedingten Vergrösserung des Ringkerndurchmessers hinsichtlich Auslöse- gesehwindigkeit und Höhe des Kontaktstro mes im Auslösezeitpunkt bei der dreiphasigen Stromrichterbrückenschalt-Ling nach Fig. <B>9</B> die gleichen Bedingungen wie die Schutzanord nung nach Fig. 4 bei der dort dargestellten dreiphasigen Sternpunktschaltung.
Die neue Differentialschutzanordnung lässt sich sinngemäss auch für andere Phasenzahlen und für andere Gleiehriellterschalti--tngen ver wenden. Sie ist nicht nur auf die Anwendung bei Kontaktumformern beschränkt, sondern kann mit den gleidhen Vorteilen des unver- zögerten Einsetzens des Auslöseimpulses schon bei beginnendem Rückstrom auch auf andere Gleichrichterarten übertragen werden. Sie kann z.
B. bei gittergesteuerten Quecksilber- dampfgleiehriehtern dazu benutzt werden, das Schnellrelais für die Gittersperrung auszulö sen. Die Anordnung von<B>je</B> einem Kern in jeder Phase gestattet dabei sogar eine selek tive Auslösung von Sehutzapparaten, die nur auf die einzelne Phase wirken.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der vor- beschriebenen Differentialschutzanordnung besteht darin, dass die Durebflutungen der Magnetkreise von Wicklungen mit mehreren Windungen gebildet werden. Damit kann gegenüber der einfachen Hindurchführung der Leitungen durch die Magnetkreise der Querschnitt der Magnetkerne bei gleicher Wirkung entsprechend kleiner gemacht wer den. Die Windungszahlen für die wechsel- stromseitigen Wicklungen einerseits und die Gleichstromwicklungen anderseits müssen im wesentlichen gleich sein.
Zur Sicherung des richtigen Magnetisierungszustandes im unge störten Betriebszustand können die Windungs- zahlen so aufeinander abgestimmt werden, dass die reine Gleichstromdureliflutung im Nor malbetrieb etwas überwiegt bzw. dass die Windungszahl der wechselstromseitigen Wick lungen der Magnetkreise geringer ist.
Für jeden Magnetkern kann eine beson dere Gleichstromwicklung vorgesehen sein. Die erforderliche Gleichstromdurchfli Ltung kann aber auch durch eine mehreren bzw. allen Magnetkernen gemeinsame Gleichstrom wicklung erzeugt werden.
Auch die Auslösewicklungen, können mit mehreren Windungen ausgestattet sein. In den bisher beschriebenen Ausführungsbeispie len nach den Fig. 2, 4,<B>11</B> und 12 ist für jeden Magnetkern eine besondere Auslösespule vor gesehen. Demgegenüber verdient eine gemein same Auslösespule für mehrere bzw. für alle Magnetkerne gerade in der Weiterbildung mit mehreren Windungen der die DureMlutungen der Magnetkreise bildendeii Wicklungen und mit entsprechend verringertem Magnetkern- querschnitt den Vorzug.
Damit nämlich der Vorteil des geringeren Magnetkernquerschnit- tes gewahrt bleibt, muss die Windungszahl der Auslösewicklung im entsprechenden Verhält nis vermehrt werden. Dadurch wird aber der Wirkwiderstand dieser Wicklungen u.<B>U.</B> -tin- zulässig hoch, wenn sieh auf jedem Kern eine besondere Auslösespule befindet.
Ein wesent- lieher Anteil dieses hohen Widerstandes ent fällt auf die zahlreichen Stirnverbindungen. Zweckmässigerweise wird daher -an Stelle meh rerer besonderer Auslösewicklungen, die nur mit<B>j</B>e einem Kern verkettet und in- Reihe ge schaltet sind, eine einzige, allen Kernen ge meinsame Auslösewieldung verwendet. Damit fallen die sonst in den Zwischenräumen zwi- sehen den Magnetkernen gelegenen Stirnver bindungen weg.
Die dafür hinzukommenden Leiterteile von Kern zu Kern sind aber wesentlich kürzer, zumal wenn die Wechsel- stromwicklungen so gestaltet sind, dass die Kerne eng beieinander liegen, wenn also die Wicklungen beispielsweise aus Flachkupfer mit nebeneinander gelegten Windungen be stehen. In der Zeichnung ist ein entsprechendes Ausführ-Lmgsbeispiel in Fig. <B>13</B> im Schnitt und in Fig. 14 in der Draufsicht dargestellt.
Die Schnittdarstell-LLug der Fig. <B>13</B> entspricht der in Fig. 14#eingetragenen Schnittlinie A-B. Zu der Anordnung gehören drei Ringkerne <B>11,</B> 12j <B>13</B> mit<B>je</B> einer aus zwei Windungen bestehenden Wechselstromwicklung 14 bzw. <B>15</B> bzw. <B>16.</B> Die Wicklung 14 auf Kern<B>11</B> und die Wieklung <B>15</B> auf Kern 12 sind in Fig. <B>13</B> der besseren übersieht wegen nicht mit dar gestellt.
Sie sind ebenso wie die Wicklung<B>16</B> vorzugsweise aus Flachmetall, z. B. Flach kupfer, damit eine möglichst gedrängte Bau form entsteht. Mit Kabelschuhen<B>17</B> und<B>18</B> sind die Wechselstromzaleitungen <B>19</B> und 20 an die Wieklung <B>16</B> angeschlossen. Die An- seblüsse -der Wicklungen 14 und<B>15</B> sind ebenso ausgeführt.
Die Gleichstromwield-Luig 22 hat gleichfalls zwei WindLingen. Von ihr werden alle drei Kerne<B>11,</B> 12,<B>13</B> gemeinsam umschlungen, ebenso von der gemeinsamen Auslösewickluing 21, die nun besonders wegen der erwähnten gedrängten Bauform eine ver- hältnismä#ig geringe Drahtlänge hat.
Dem entsprechend ist ihr Widerstand geringer als der Gesamtwiderstand von drei hintereinan- dergeschalteten einzelnen Auslösewicklungen -Luld kann auf diese Weise unter der zulässigen I-Ibehstgrenze gehalten werden.