Brennstoff Zufuhr- und -Steuereinrichtung einer Gasturbinenanlage. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist. eine Brennstoff-Zufuhr- und -Steuereinrich tung einer Gasturbinenanlage. Die Erfindung bezieht sieh auf solche Einrichtungen, bei wel chen eine dem Luftdruck ausgesetzte Druck anspreclivorriehtung dazu bestimmt. ist, die Brennstoffdruckdifferenz in einer Brennstoff mengen-Einstellvorrichtung auf einem vorbe stimmten Wert zu halten, der annähernd pro portional dem Luftdruck ist, wobei der Quer schnitt einer Durchflussöffnung der Brenn sto.ffmengen-Einstellvorrichtung zur Verände rung des Brennstoffdurchflusses beliebig ein stellbar ist.
Der Ausdruck Luftdruck schliesst in diesem Fall sowohl den Atmosphä rendruck der Umgebung (das heisst statischen Druck) als auch einen durch den Flugzustand eines Flugzeuges und/oder den dureh die Strö mungsverhältnisse im Lufteinlass des Kom- pressors der Gasturbinenanlage veränderten Druck der Umgebung ein.
So kann zum Bei spiel die Druckanspreehv orrichtung mit. einer Stelle des Flugzeuges verbunden sein, an der statiseher Druck herrscht, oder mit einer Stelle im Lufteinlass des Kompressors, an welcher statiselier Druck oder der Gesamtdruek herrscht, oder mit einer Staupunktstelle des Flugzeuges.
Eine bekannte Ausführung einer Brenn- stoff-Zufiilir- und -Steuereinrichtung der ge nannten Art, besitzt eine Pumpe mit bei glei- eher Drehzahl variabler Fördermenge, wobei letztere dureh einen, Kolben und Zylinder aufweisenden Servomotor steuerbar ist, wobei dieser Servomotor einem Druck eines Hilfs fluidums ausgesetzt ist, das einer Fluidum- druekquelle entnommen ist, und welcher Servo motor seinerseits mittels eines Abflussv entils steuerbar ist.
Das Abflussventil ist mittels eines Betätigungshebels betät.igbar, der drei Belastungen ausgesetzt ist. Die erste Belastung wird mittels einer Vakuumdose auf den Hebel übertragen, deren Aussenseite dem Luftdruck ausgesetzt ist, so, dass die Belastung mit ab nehmendem Luftdruck annähernd propor tional diesem Druck zunimmt. Die zweite Be lastung wird im gleichen Sinne wirkend mit tels einer druckempfindlichen Vorrichtung auf den Hebel übertragen, welehe Vorrichtung auf die zu steuernde Brennstoffdrtickdiffe- renz anspricht.
Die dritte Belastung wird den zwei erstgenannten Belastungen entgegenge setzt wirkend mittels einer Feder auf den Hebel übertragen. Dabei bleibt die Summe der als Folge der Belastungen der Vakuumdose und der zu steuernden Brennstoffdi-Lickdiffe- renz am Hebel auftretenden Momente annä hernd gleich dein entgegengesetzt, wirkenden Moment als Folge der Federbelastung. Demzu folge nimmt der Wert der Brennstoffdruck differenz annähernd proportional mit. der Ab nahme des Luftdruckes, welchem die Vakuum dose ausgesetzt ist, ab.
Die vorliegende Erfindung sieht eine an dere Ausbildung der Brennstoffmengen-Ein- stellvorrichtung bei einer Brennstoff-Zufuhr- und -Steuereinrichtung der genannten Art vor, was die Erreichung gewisser wünschbarer Betriebscharakteristiken der Gasturbinenan- lage ermöglicht.
Gemäss vorliegender Erfindung besitzt die Brennstoffmengen-Einstellvorrichtung ein er stes Durchlassventil mit wahlweise einstell barem Querschnitt, das derart ausgebildet ist, dass bei jedem gewählten Querschnitt der Druckabfall in diesem Ventil annähernd pro portional dem Quadrat, der Brennstoffdtircli- flussmen-e ist.
Ferner besitzt sie ein zweites Durchlass- vent.il, das - hpdrauliseh in Serie zum ersten Ventil angeordnet ist und derart, ausgebildet ist, dass der Druckabfall. in diesem Ventil an nähernd proportional der durchfliessenden Brennstoffmenge ist. Durch diese Anordnung und. Ausbildung der Durchflussmengen-Ein- stellvorrichtung ist die durch die genannte Druckansprechvorrichtung gesteuerte Druck differenz gleich der Summe der Druckabfälle im ersten und zweiten Ventil.
Bei den bekannten Einrichtungen ist die gesteuerte Brennstoffdruckdifferenz nur gleich dem Druckabfall der wahlweise verstell baren Querschnittsöffnung; demzufolge wird in diesem Fall eine unerivänschte Strörnungs- charakteristik erreicht. Diese besteht im allge meinen darin, dass der Anlage in grossen Flug höhen ein Überschuss an Brennstoff zugeführt wird, bei einer gegebenen Einstellung des v er änderliehen Öffnungsquerschnittes.
Die erfindungsgemässe Ausbildung der Einrichtung dagegen ermöglielit eine solche Br ennstoffmerigen- Druckabfall-Clra rakteristik für die Mengen-Einstellv orrichtung, dass bei einer bestimmten Einstellung des ersten Ven tils die Brennstoffzufuhr zur Anlage den Be triebsbedingungen der letzteren eher ent spricht.
Das Durchlassventil, das eine solche Charak teristik besitzt, da.ss der Druehabfall annä hernd proportional der durchströmenden Brennstoffmenge ist, wird im folgenden als Linearströmungsventil bezeichnet. Zweck mässig besitzt dieses einen konischen Ventil körper von solchen Abmessungen, dass er zu- stimmen mit. einer Ventilöffnum, und mit einer den Ventilkörper belastenden Feder einen Öffnungsqtiersehnitt begrenzt, der die gewünsehte lineare Charakteristik ergibt.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in beiliegender Zeiehnung bei-, spielsweise näher dargestellt; es zeigt.: Fi-.1 schematisch eine Gasturbinenanlage mit ihrer Brennstoff-Zufuhr- und -Steuerein richtung,
Fig. 2 in -@rössererri -Massstab diese Zufuhr und Steuer einriehtun g und Fig. 3 und .1 graphische Darstellungen der irkun- der Einrielrtung.
In Fi-.1 ist eine Gasturbinenanla\;e ge zeigt, die als Flugzeug-Strahltriebwerk ausge bildet ist und einen Azialkonrpressor 10 sowie eine Verbrennungseinrieht.ung mit mehreren Brennikammern 11 besitzt, die mit dem Aus lass des Kompressors 10 verbunden sind, um komprimierte Luft in diese Brennkammern zu fördern.
Ferner ist eine Turbine 1? zum An trieb des Kompressors 10, die zur Aufnahme der Heissgase aus den Brennkanrniern 11 mit diesen verbunden ist., und eine -'-#b-asleitung 13 vorgesehen. Ein mit einer Schubdüse ver- sehenes Strahlrohr (nicht gezeichnet) ist an das Ende der Abgasleitung 13 angeschlossen.
Beim Betrieb der Anlage wird in den Brennkammern 11 Brennstoff verbrannt, inn die den letzteren zugeführte Luft zu erhitzen, wobei der Brennstoff den Brenrikarrrrriern mit tels Einspritzv orrielrtungen 1-1 zugeführt wird, die an ein gemeinsames V erteilrohr 15 der Brennstoff-Zufuhr- und -Steriei-eiiirielrtung der Anlage angeschlossen sind.
Die Brennstoff-Z-Lifuhr- und -Steuerein richtung der Anlage ist in den Fig. 1 und dargestellt und besitzt. eine von (ler Anlage selbst antreibbare Brerrnstoffpulrrl)e 16, die im vorliegenden Fall eine Pumpe mit bei glei- cher Drehzahl variabler Fördernrerrge ist, und die Brennstoff über eine @augleit.un@ 17 aus einem nichtgezeichneten Brennstofftank an saugt und unter Druck über eine Speiselei tung 18,
die all das Verteilrohr <B>15</B> arrgeschlos- senr ist, zu den Breriristoffeinspritzvorrichttin- gen 14 fördert. In der Brennstoffspeiseleitung IS sind eine Brennstoff-Durehflussmengen-Einstellv orrich- tung 19 und ein Abstellhahn 20 angeordnet. Der Abstellhahn 20 ist. vollständig offen, wenn die Anlage in Betrieb ist, und ganz ge schlossen, wenn die Anlage ausser Betrieb ist.
Die Zufuhr- und Steuereinrichtung besitzt auch eine Drtiekdifferenzsteuervorrichtung 21, welche dazu bestimmt ist, die Differenz zwi schen den Drücken in der Speiseleitung 18 unmittelbar stromaufwärts und unmittelbar stromabwärts der 11engen-Einstellvorriehtung 19 auf einem vorbestimmten Wert zu halten, der annähernd proportional dem Luftdruck ist.
Die Brennstoffpumpe 16, deren Förder menge, wie bereits erwähnt, bei gleichbleiben der Drehzahl variabel ist, besitzt einen Pum penrotor 23, der eine Anzahl schräg zur Achse verlaufender Bohrungen aufweist, fer ner mehrere Kolben 24 in den Bohrungen des Pumpenrotors 23, einen Schrägscheiben mechanismus 26, der mit den äussern Endtei- len der Kolben zusammenwirkt, so da.ss beim Drehen des Pumpenrotors 23 die Kolben 24 in den Rotorbohrungen durch den Schräg scheibenmeehanismus ?6 entgegen der Wir- kung von Federn 25 hin und her bewegt werden.
Der Hub der Pumpenkolben 24 und dem zufolge die Brennstofförderung der Pumpe 16 werden durch die Neigung des Schrägscheiben mechanismus zur Drehaelise des Pumpenrotors 23 gesteuert, wobei ein Servomotor zur Ein stellung des Neigungswinkels des Schrägschei- benmechanismus vorgesehen ist.
Der Servo motor besitzt. einen Kolben '?7, der in einem in zwei Kammern 28 und 29 unterteilten Zy linder arbeitet, und eine in der Kammer 29 angeordnete Feder 30 zwecks Belastung des Kolbens 27 im Sinne eines Vergrösserns der Neigung des Schrägseheibenmeehanismus und demzufolge einer Zunahme des Hubes der Pumpenkolben 24 und der Brennstofförderung der Pumpe 16. Die Kammer 28 ist durch eine Leitung 28a mit dem Brennstoffauslass 18a der Pumpe 16 verbunden, so dass der in der Kammer 28 herrschende Druck gleich dem Brennstofförderdruek ist.
Auch die Kammer 29 ist durch die Leitung 28a. mit dem Pumpen auslass 18a verbunden, wobei jedoch zusätzlich ein verengter Einlass 31 in den Raum 29 vor gesehen ist.
Ferner ist eine Anzapfleitung 44 und ein Anzapfkanal 32 an die Kammer 29 angeschlos sen. Es ist ersichtlich, dass, wenn kein Brenn stoff aus der Kammer 29 abgezapft wird, dann infolge der Gleichheit der Fluiddrüeke in den Kammern 28 und 29 der Kolben 27 nach links gemäss der Zeichnung gedrückt wird, um den Schrägscheibenmechanismus in die dem Maxi malhub der Pumpenkolben 24 entsprechende Lage zu bewegen. Der Anzapfkanal 32 steht mit einem Drehzahlbegrenzungsregler in Ver bindung,
der ein Halbkugel-Ventilelement 33 besitzt zur Steuerung des Fluidausflusses aus der Kammer 29 durch den Kanal 32. Das Halbkugel-Ventilelement 33 ist in einem dreh bar gelagerten Hebel 36 angeordnet., der durch eine Feder 37 in einer solchen Richtung be lastet ist, dass das Ventilelement 33 den Aus 1ass des Kanals 32 zu schliessen sucht. Der ab gezapfte Brennstoff strömt durch den Kanal 32 in eine Kammer 34 und anschliessend durch eine Leitung 35 zur Saugseite der Brennstoff pumpe 16 zurück.
Die Kammer 34 ist von einer weiteren Kammer 42 durch eine biegsame Membran 39 getrennt, die einen Stift 38 trägt, der in ge wissen Betriebszuständen der Pumpe 16 mit dem Hebel 36 in Eingriff kommt, um diesen im Sinne des Anhebens des Ventilelementes 33 zu v erschwenken. An der Membran ist eine Zugfeder 40 angebracht mit einem einstell baren Anschlag 41, wobei die Feder 40 ver sucht, den Arm 38 ausser Eingriff mit dem I3ebe1 36 zu halten.
Die Kammer 42 steht zu folge der Wirkung einer im Rotor 23 an geordneten Zentrifugalpumpe unter Druck, welche Pumpe eine zentrale Axialbohrung 43 besitzt, die einerends mit der Saugseite der Pumpe 16 und anderseits mit mehreren annä hernd radialen Bohrungen 43a verbunden ist, die in die Kammer 42 münden.
Wenn die Maschinendrehzahl und damit die Drehzahl des Pumpenrotors 23 zunimmt, erhöht sich der Druck in der Kammer 42, und die Anordnung ist derart, dass, wenn die Ma- schinendrehzahl ihren höchstzulässigen Wert erreicht, die Fluiddruckbelastung auf der Membran 39 genügt, uni die Wirkung der Feder 40 aufzuheben und dem Arm 38 zu ge statten, mit dem Hebel 36 in Eingriff zu kommen, um Hilfsfluidum ans der Kammer 29 abzuzapfen, was eine Herabsetzung des Druckes in der Kammer 29 und demzufolge eine Verkleinerung des Pumpenhubes zur Folge hat.
Der Ausfluss von Hilfsfluidum aus der Kammer 29 durch die Leitung 44 wird durch die Dnickdifferenzsteuervorrichtung 21 ge steuert, so dass die Differenz der Brennstoff drücke in der Speiseleitung 18 unmittelbar stromaufwärts und unmittelbar stromabwärts der Einstellvorrichtung 19 annähernd propor tional dem Luftdruck ist.
Die Druckdifferenzsteuervorrichtung 21 be sitzt ein Halbkugel-Ventilelement 45, das an einem Hebel 46 angeordnet ist, der von einer biegsamen Membran 47 getragen -wird, die zwei Kammern 48 und 49 der Steuervorrich- tung voneinander trennt. Das durch die Lei tung 44 strömende Hilfsfluidum gelangt unter der Steuerwirkung des Ventilelementes 45 in die Kammer 48 und von hier aus durch eine R.ücklaufleitung 50 zurück zur Saugleitung 17. Die Kammer 49 ist durch eine Leitung 5<B>2</B> mit: einer geeigneten Stelle am Flugzeug oder an der Anlage verbunden.
Der Hebel 46 ist derart angeordnet, dass er unter der Wirkung der drei folgenden Be lastungen verschw enkbar ist a) Eine Belastung, die sich entsprechend den Änderungen des Luftdruckes ändert. Diese Belastung wird mittels einer expansiblen Dose 51 auf den Hebel übertragen, die in der Kammer 49 angeordnet ist. Es ist ersichtlich, dass, wenn der Luftdruck abnimmt, die durch die Dose 51 auf den Hebel 46 wirkende Be lastung zunimmt und dass, wenn der Luft druck zunimmt, die durch die Dose 51 be wirkte Belastung abnimmt.
Die durch die Dose 51 auf den Hebel übertragene Belastung wirkt im Sinne des Verschwenkens des Hebels 46 zwecks Anhebens des Ilalbkugel-Ventilelenien- tes 45.
h) Eine Belastung, die von der Differenz der Brennstoffdrüeke in der Speiseleitung.:- 1# unmittelbar stromaufwärts und unmittelbar stromabwärts der Mengen-Einstellvorricbtung 19 abhängt.
Diese Belastung wird über don Stift 54 durch eine biegsame Membran 5:3 auf den Hebel 46 übertragen, welche Membran zwei Kammern 61 und 62 voneinander trennt, icobei die Kammer 61 durch eine Leiten- 55 mit der Brennstofförderleitung 18 unir_it.tel.- bar stromaufwärts der Einstellvorrichtung 19 und die Kammer 62 durch eine Leituni 56 ebenfalls mit der Leitung 18 unmittelbar stromabwärts der Einstellvorrichtung 19 ver
bunden ist. Die Membran 53 trägt. einen An sehlag 53a., iun deren Bewegung in vom Hebel 46 wegführender Richtung zu begrenzen. Die von der Differenz der Drücke in der Speise leitung 18 abhängige Belastung wirkt im sel ben Sinne auf den Hebel 46, wie die dureh die Dose 51 übertragene Belastung.
c ) Eine Federbelastung, die in zu den Belastungen der Dose 51 und der Menthran 5 3 entgegengesetzter Richtung auf den Hebel 46 übertragen wird. Die Federbelastung wird durch einen Stift 64 auf den Hebel 46 über tragen, welcher Stift an seinem freien äui3.ern Ende einen Anschlag 65 für eine Feder 57 trägt, die in einer von der Kammer 1b ge trennten Kammer 58 angeordnet ist. Dei an dere Anschlag 66 für die Feder 57 ist.
mittels einer Stellschraube 59 einstellbar. Die Kam mer 58 ist durch eine Leitung 60 mit der Leitung 56 verbunden, so dass die Drücke in den Kammern 58 und 6\? einander gleich sind. Diese Anordnung ermöglicht den Ausgleieli der Differenz der Quersehnittsfläelie:i auf bei- c len Seiten der Membran 53, die eire Fol(re des Vorhandenseins des Stiftes 54 ist.
Bei stationärem Betrieb sind die - m Hebel 46 angreifenden, dureh die Belastung,,en der Dose 57. und der Membran 53 bewi:'lzt-e:i Mo mente durch das zufolge der Belastung durch die Feder 57 bewirkte Moment ausegü.chen. Wenn der Luftdruck konstant bleibt., dann bewirkt die Steuervorrichtung 21 ein Auf- rechterhalten der Druckdifferenz auf einem gegebenen Wert;
und wenn eine unerwünschte Erhöhung der Druckdifferenz ein. ritt, #xird das Halbkugel-Ventilelement angerioben, so dass Brennstoff aus der Kammer 29 abgezapft und die Brennstofförderung hera:hgesetzt wird. Wenn eine unerwünschte Abnahme der Druck- differenz auftritt, wird das Ventilelement 45 mehr geschlossen, so dass der Pumpenhub zu nimmt und somit auch die BrennstOHörderun- in die Speiseleitung 18.
Bei zunehmendem Luftdruck zieht siele die Dose<B>51</B> zusammen, wodurch die dureli sie auf den Hel:el 46 über tragene Belastung abnimmt; demzufol;e in nss die infolge der Brennstoffdruckdiiferenz auf tretende Belastung steigen, die notwendig ist, um der Belastung durch die Feder<B>57</B> das Gleichgewicht halten zu können. Demzufolge steigt die Brennstofförderun#- bei zunehmen dem Luftdruck.
Umgekehrt nimmt die Be lastung durch die Dose 51 zu, wenn der 1,uft- druck abnimmt; somit wird in diesem. Fall die Brennstofförderung der Pumpe 16 abneh men, um die Differenz der auf beiden Sei ten der Einstellvorrielitung- 19 herrschenden Drücke herabzusetzen. Die Differenz fieser Brennstoffdrücke ist. annähernd proportional dem Luftdruck.
Die Mengen-Einstellvorrielitung 19 besitzt ein Drosselventil mit einer Öffnung 70, dessen wirksamer Querschnitt durch einen Ventilkör- per 71 bestimmt ist, der mit. der Öffnung 70 zusammenwirkt; die Stellun; des Ventilkör pers 71 in der Öffnung 70 ist mittels eines von Hand betätigbaren Hebels 73 durch ir gendeinen geeigneten 'Mechanismus 72 einstell bar, welcher Mechanismus, zum Beispiel wie gezeichnet, eine Zahnstange finit. Riizel auf weisen kann.
Es hat sich gezeigt., dass, wenn die Vorrich tung 19 nur die Öffnung 70 mit frei wäbl- bareni Querschnitt besitzt, in welcher der Druckabfall annähernd proportional (lein Quadrat der durchströmenden Brennstoff nienge bei irgendeiner bestimmten Stellung des Ventilkörpers 71 ist, bei gewissen Einstel lungen der Durehströmöffnung, zum. Beispiel bei einer einer hohen Leistung entsprechen- den Stellung des Handsteuerhebels 73,
die der Anjage zugeführte Brennstoffmenge in grossen I-1öhen zu hoch ist, so dass die Möglichkeit des Durehbrennens der Anlage besteht.
Um diese Schwierigkeit zu beheben, ist eine weitere Öffnung 74 vorgesehen, die hydrau- lisch in Serie zu der Öffnung 70 angeordnet ist, so dass der durch die Öffnung 70 strö mende Brennstoff auch diese weitere Öffnung 'i4 durchfliesst. Der Querschnitt der Öffnung 74 wird mit tels eines Ventilkörpers 75 eingestellt, der durch. eine Feder 76 im Sinne des Verkleinerns cles Querschnittes der Öffnung 74 belastet ist.
Der Teil 75a. des Ventilkörpers 75, das heisst der mit der Öffnung 74 zusammenwirkende Teil. des Ventilkörpers 75, ist so geformt, zaen Beispiel derart konisch ausgebildet, und die (xrösse der Feder 76 ist derart gewählt, dass der Druckabfall in der Öffnung 74 annähernd proportional der durch. sie hindurchströmen- den Brennstoffmenge ist.
Mit andern Worten, diese zweite Öffnung besitzt eine Dureliström- eharakteristik, bei welcher das Verhältnis zwi schen durchströmender Menge und dem in ihr auftretenden Druckabfall linear ist.
Die durch die Steuervorrichtung 21 derart gesteuerte Druckdifferenz, dass letztere annä- liernd proportional dem Luftdruck ist, ist: demzufolge gleieb der Summe der Druck abfälle in den Öffnungen 74 und 70. Die Wirkung der Ausbildung der beschriebenen Mengen-Einstellvorrichtung 19 auf die Brenn stofförderung zur Anlage soll im folgendes. unter Bezugnahme auf die Fig. 3 und 4 näher erläutert werden.
In Fig. 3, in welcher die Brennstoffmengen <I>FF</I> als Ordinaten und die Druckabfälle PD, die proportional dem Luftdruck P1 sind, als Abszissen aufgetragen sind, zeigt die Kurve .1 den wirklichen Brennstoffbedarf der Anlage, um eine konstante, maximale Drehzahl. eines Strahltriebwerkes, zum Beispiel wie in Fig.1 dargestellt, bei verschiedenen Werten des Luftdruckes P, aufrechtzuerhalten. Die Li nien Po und P.40 zeigen die Werte, auf wel ehen die Druckdifferenz an der Einstellvor- richtung 19 in Bodennähe bzw. in 13 kin Höhe gehalten werden soll.
Es ist zu bemerken, dass die Kurve il, wie dargestellt, theoretisch durch den Nullpunkt geht.
Die Linie B zeigt die mit einer bekannten Ausführungsform der Vorrichtung 19 erreich bare Brennstoffströmung. Diese Vorrichtung besitzt nur eine einzige Öffnung 70 mit va riablem Querschnitt, und zwar gilt die Kurve B für eine Stellung des Ventilkörpers 71, bei welcher die Öffnung 79 eine Brennstoffmenge durchlässt, die dem Bedarf der Anlage beim Druck PO entspricht.
Bei der gegebenen Ven- tilkörperstellung weicht somit die Kurve B von der Kurve 4 ab, die über den Betriebs bereich relativ flach verläuft, das heisst über den zwischen den Punkten Po und P40 liegen den Bereich der Werte von PD. Bei Betrach tung der Kurven A und B wird ersichtlich, da.ss mit.
zunehmender Höhe und demzufolge mit sinkendem Luftdruck die der Anlage von der Vorrichtung 19 bekannter Bauart gelie ferte Brennstoffmenge den Bedarf der Anlage bei einer gegebenen Drehzahl erheblich über steigt, so dass bei Verwendung dieser Vorrich tung und bei gleichbleibender Einstellung des Handsteuerhebels <B>7130</B> die Drehzahl der Anlage mit zunehmender Höhe zunimmt. Diese Dreh- zahlzunahme ist als vom Luftdruck abhän ge Beschleunigung der llasehine bekannt ffi <B>C</B> 01
und ist besonders bei Hoehleistungseinstellung des Handsteuerhebels 73 unerwünscht.
In Fig. 4 sind Kurven dargestellt, welebe das Verhältnis der durch die beschriebene Einstellvorrichtung strömenden Brennstoff menge zu dem in ihr auftretenden Druck abfall zeigen. Kurve D zeigt den an der Öff nung<B>7</B>0 erhaltenen Diaiekabfall bei v ersehie- denen Brennstoffmengen und einer bestimm ten Eizustellung des Ventilkörpers 71, und die gerade Linie E zeigt den bei einem Linear Durchflussventil,wie die Öffnung 7-1 mit Ven tilkörper 75, erhaltenen Druckabfall bei ver schiedenen Brennstoffmengen.
Die Kurve C zeigt die Summe dieser Druckabfälle bei ver schiedenen Brennstoffmengen. Die Kurve C illustriert demzufolge das Verhältnis zwischen der durch eine Einstellvorrichtung 19 (Fug. 2) strömenden Brennstoffmenge zum Druck abfall in dieser Vorrichtung.
Die Kurve C ist ähnlich der Kurve d eine flache Kurve. Die Kurve C ist auch in Fig. 3 dargestellt, wor aus ersichtlich ist, dass bei geeigneter Wall der Kenndaten der beiden Öffnungen der Vor richtung 19 solche Brennstoffmengen erhal ten werden, die es gestatten, bei einer ge gebenen Einstellung des Handsteuerhebels 73 die Drehzahl der Anlage bei Änderungen des Luftdruckes annähernd konstant zu halten.
Ähnliche Kurven werden bei jeder. Ein stellung der einstellbaren Öffnung 70 erhal ten. Die Vorrichtung 19 kann auch ein zwei tes Linear-Durchström.ventil 77 aufweisen, wie es in der schweizerischen Patentschrift Nr. 281898 beschrieben ist. Dieses zweite Durchströmventil 77 ist hydraulisch parallel zur Öffnung 70 angeordnet, so dass, wenn bei einer Einstellung des Hebels 73 für Leerlauf oder für kleine Leistung die Öffnung 70 ganz geschlossen ist, die gesamte Brennstoffmenge durch das Linear-Durehströmventil 77 strömt, oder derart,
dass bei Leerlaufstellung oder Stellung für kleine Leistung des Hebels 73 ein Teil des Brennstoffes durch die Öffnung 70 und ein Teil durch das parallel geschaltete Linear-Durchströmvent.il 77 strömt.