CH284484A - Anordnung zur Stromfehlerabgleichung bei Stromwandlern. - Google Patents
Anordnung zur Stromfehlerabgleichung bei Stromwandlern.Info
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Description
Anordnung zur Stromfehlerabgleiehung bei Stromwandlern. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine neuartige Anordnung zur Stromfeh lerabgleichung, die sich insbesondere für Stromwandler kleiner Amperewindungszahl, insbesondere Stabstromwandler eignet..
Ein Stromwandler hat im allgemeinen den Zweck, einen zur direkten Messung ungeeig neten Wechselstrom in einem bestimmten Ver hältnis auf eine gut messbare Grösse (meistens 5 Ampere) zu transformieren. Legt man um einen geeignet dimensionierten Eisenkern auf der Primär- und Sekundärseite je eine Anzahl Windringen, die dem genannten Verhältnis umgekehrt. proportional sind, so kann festge stellt. erden, dass sekundärseitig ein kleinerer Strom fliesst als nach dem genannten Verhält nis zu erwarten wäre. Die fehlende Differenz zwischen dem tatsächlichen Strom auf der Sekundärseite und dem Nennstrom wird für den. Aufbau des lIagnetfeldes im Eisenkern verbraucht.
Die Differenz wird in Prozenten des Nennstromes angegeben und Stromfeh ler genannt. Im genannten Fall wäre dieser Stromfehler negativ, da der sekundäre Strom kleiner ist, als der Nennübersetzung ent spricht.
Die Grösse des Stromfehlers ist für einen gegebenen Belastungsfall von den Kerndimen sionen, der Permeabilität des Kernes und der Amperewindungszahl abhängig. Die soge- nannte Stromabgleichung gestattet nun ohne sllzu --rossen Materialaufwand den Strom fehler relativ klein zu machen, indem man ihn, da er ja naturgemäss negativ ist, im ganzen Messbereich um einen konstanten prozentualen Betrag hebt.
Am einfachsten geschieht dies durch Verkleinern der sekundären Windungs- zahl. So ergeben zum Beispiel 199 an Stelle von 200 sekundären Windungen eine Hebung des Stromfehlers um 0,5 %. Schwierigkeiten entstehen aber bei kleinen sekundären Win- dungszahlen, wie sie beispielsweise bei Stab stromwandlern vorkommen. Die Entfernung einer Windung kann dort schon die Änderung des Stromfehlers um mehrere Prozent bewir ken.
Andere bisher angewendete Mittel - mir Stromfehlerabgleichung, wie Umfassen eines Bruchteils des Kernquerschnittes durch eine Windung oder Parallelschaltung von zwei Sekundärwicklungen ungleicher Windungs- zahl, eventuell auch ungleicher Widerstände, haben den grossen Nachteil, dass sie sich, vor allem bei kleinen Amperewindungszahlen, zum Beispiel solchen unter 300 AW, nicht im ganzen Messbereich des IATandlers gleich aus wirken, bzw.
durch Kurzschlusswirkung die Wandlerfehler vergrössern und dadurch die Messgenauigkeit allzuselir herabsetzen.
Die erfindungsgemässe Anordnung besei tigt nun diese Mängel dadurch, dass ausser der Messwicklung auf dem Stromwandlerkern mindestens eine weitere Windung angeordnet ist, die an einer auf einem separaten Hilfskern sitzenden Hilfswicklung angeschlossen ist.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel der erfindungsgemässen An ordnung, und zwar an einem Stabstromwand- ler. Darin ist 1 ein Leiter, von dem der durch fliessende Strom gemessen werden soll. Er bildet die Primärwindung des Stabstromwand- lers. Auf einem Stromwandlerkern 2, der zur Erhöhung der Genauigkeit meist aus hoch wertigem Metall grosser Permeabilität herge stellt ist, ist eine Messwicklung 3 angeordnet.
In den Stromkreis der Messwicklang 3 ist ein Messgerät 4 geschaltet,-das den in der Mess- wicklung 3 fliessenden Strom misst, der zum Strom im Leiter 1 in einem bestimmten Ver hältnis stehen soll. Auf einem der Leiter 1 umfassenden Hilfskern 5 ist nun eine Hilfs- wicklung 6 vorgesehen, welche mit minde stens, einer Windung den Stromwandlerkern 2 umfasst. Die Hilfswicklung 6 ist ausserdem mit Anzapflingen 7 versehen, so dass die Grösse des in ihr fliessenden Stromes bequem einge stellt werden kann.
Die Stromfehlerabgleichitng geschieht nun folgendermassen: In der Hilfswicklung 6 wird durch den zu messenden Strom, der im fol genden mit<I>I</I> bezeichnet sei, ein Strom h, hervorgerufen, wobei das Verhältnis I:III un gefähr gleich nh ist; wenn mit nh die Win- dungszahl der Hilfswicklung bezeichnet sei.
Magnetisiert nun der Strom Ih den Strom wandlerkern 2 im gleichen Sinne, wie der zu messende Strom I, so -unterstützt der Strom 1I, die Wirkung des Stromes I. Der jetzt in der Messwickhmg fliessende Strom I", entspricht dann nicht dem Strom I allein, sondern der Summe I -I- 1I" wird also -un einen prozentual konstanten Betrag erhöht.
Wird der Strom 1I, in entgegengesetzter Richtung um den gern 2 herumgeführt, wie vorhin, so reduziert er die Wirkung von<I>I</I> und der gemessene Strom<I>I",</I> entspricht dann der Differenz -T-1j,. Somit hat man es in der Hand, durch passende Wahl der Anordnung und W indungszahl der Hilfs wicklung, den Stromfehler in ganz kleinen Stufen abzugleichen.
Auch kann man bei ge gebener Windungszahl der Hilfswicklung den Stromfehlerabgleich noch feiner abstimmen, wenn nur ein Teil des Stromwandlerkerns 2 mit der Windung des Hilfskerns umfasst wird. Die Abgleichung ist besonders einfach auszu- führen, wenn die Wicklung 6 mit Anzapfun- gen versehen ist. Ausserdem kann die Abglei- chung auch sehr einfach berechnet werden.
Die erfindungsgemässe Anordnung zur Stromfehlerabgleichung hat manche Vorteile. Mit ihr ist es möglich, in Stromwandlern den Stromfehler bis zur niedersten gebräuchlichen Amperewindungszahl um beliebig kleine pro zentuale Beträge zu korrigieren. Sie bewirkt, wie das als Idealfall erwünscht ist, eine für alle Belastungsfälle konstante prozentuale He bung des Stromfehlers. Diese Abgleichmethode kann zudem fabrikatorisch auf einfache Weise realisiert werden.
Der Hilfskern kann ein billiger kleiner Ringkern aus gewöhnlichem Dynamoblech sein und genügt in einer Aus führungsform mit verschiedenen Anzapfungen der Wickhing für alle Erfordernisse der Praxis.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Stromfehlerabgleichung bei Stromwandlern, insbesondere solchen kleiner Amperewindungszahl, dadurch gekennzeich net, dass auf dem Stromwandlerkern ausser der Messwicklung mindestens eine weitere Windung angeordnet ist, die an einer auf einem separaten Hilfskern sitzende Hilfswick lung angeschlossen ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die mit der Hilfs wicklung des Hilfskerns verbundene Win dung mindestens um einen Teil des Strom wandlerkerns im Gegensinn der Messwicklung geführt ist. 2.Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss die mit der Hilfs wicklung des Hilfskerns verbundene Windung mindestens um einen Teil des Stromwandler- kerns im Sinne der Messwicklung geführt ist. 3. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Hilfswicklung Anzapfungen besitzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH284484T | 1950-10-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH284484A true CH284484A (de) | 1952-07-31 |
Family
ID=4484553
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH284484D CH284484A (de) | 1950-10-14 | 1950-10-14 | Anordnung zur Stromfehlerabgleichung bei Stromwandlern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH284484A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0092653A1 (de) * | 1982-04-22 | 1983-11-02 | LGZ LANDIS & GYR ZUG AG | Messwandler für Messgeräte |
-
1950
- 1950-10-14 CH CH284484D patent/CH284484A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0092653A1 (de) * | 1982-04-22 | 1983-11-02 | LGZ LANDIS & GYR ZUG AG | Messwandler für Messgeräte |
| US4513274A (en) * | 1982-04-22 | 1985-04-23 | Lgz Landis & Gyr Zug Ag | Current transformer for measuring instruments |
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