CH284352A - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung eines Kunstfadens. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung eines Kunstfadens.

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CH284352A
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Inventor
Actiengesellschaft Joh Jac Cie
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Rieter Joh Jacob & Cie Ag
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02JFINISHING OR DRESSING OF FILAMENTS, YARNS, THREADS, CORDS, ROPES OR THE LIKE
    • D02J1/00Modifying the structure or properties resulting from a particular structure; Modifying, retaining, or restoring the physical form or cross-sectional shape, e.g. by use of dies or squeeze rollers
    • D02J1/22Stretching or tensioning, shrinking or relaxing, e.g. by use of overfeed and underfeed apparatus, or preventing stretch
    • D02J1/227Control of the stretching tension; Localisation of the stretching neck; Draw-pins

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description


  Verfahren und Einrichtung zur Herstellung eines Kunstfadens.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren und eine Einrichtung zur Herstel  lung eines Kunstfadens ans linearen, vollsyn  thetischen Polymeren z. B. aus einem Bündel       vor!    Einzelfäden. Herstellungsverfahren mit       zwei    Teilprozessen, einen im flüssigen und  einen im festen Zustand eines polymeren Stof  fes, sind bekannt. Der Stoff wird in fortlau  fendem     Arbeitsprozess    durch Düsen getrieben  und anschliessend in koaguliertem, festem Zu  stand     verstreekt,        wobei    sieh die     -Moleküle    längs  der Faserachse orientieren.

   Das     Verstreeken     verleiht den Fasern bekanntlich grosse Festig  keit und hohe Elastizität. Diese Eigenschaften  treten auf,     naelidem    die Fasern eine     Verstrek-          kung    um das Drei- bis Vierfache ihrer ur  sprünglichen Länge erfahren haben.  



  Die     Verstreckung    hat. so zu     gesehelien,    dass  die Fäden bzw. Garne auf ihrer ganzen Länge  durchgehend gleiche Eigenschaften, also  gleichmässige Zugfestigkeit und Dehnung an  nehmen bei nur kleinen Schwankungen in der  Grösse des     Denier;    erst dann sind sie für die       Verwendung    in der     Textilindustrie    geeignet.  



  Auf (,'rund von Versuchen wurde fest  gestellt, dass dies erreicht.     werden    kann, wenn  der eigentliche Streckvorgang, also das Flie  ssen bzw. Verdünnen des Behandlungsgutes  um 300 bis     40011/o    ständig annähernd an der  gleichen Stelle im gespannten durchlaufenden  Fadenstück sieh abspielt. -Das Fliessen des Be  handlungsgutes bzw. der     Übergang    vorn     dik-          ken    auf den     dünnem        Durchmesser    vollzieht  sieh nicht allmählich, sondern mehr nach Art    einer plötzlichen     Einschnürung;

      es ist dafür  zu sorgen, dass diese     Einschnürung    im Streck  werk nicht     sprungweise    wandert. Auf solche  Weise erhaltene Fäden zeigen erfahrungs  gemäss     auch    eine gleichmässige Farbaffinität,  das heisst sie färben gleichmässig an, was für  den     Gebrauch    in der     Textilindustrie    ebenfalls       unerlässlich    ist.  



       Zn    diesem Zweck wird nach dem erfin  dungsgemässen Herstellungsverfahren der     ko-          agnlierte    Faden während eines     Streekvorgan-          ges    um weniger als 90  aus einer Geraden aus  gelenkt, in der er ohne diese     Auslenbung    lau  fen würde.  



  Durch diese     Auslenkung    wird das     Gefüge     des Behandlungsgutes so gelockert,     dass    unmit  telbar darauf das Fliessen eintritt. Die     Ver-          streckung    erfolgt. somit immer annähernd an  der gleichen Stelle. Die     Auslenkung    darf je  doch. nicht zu stark sein, damit die einzelnen  Fasern keine Beschädigung erfahren.  



  An Hand der Zeichnung werden     Ausfüh-          rungsbeispiele    des     Erfindungsgegenstandes    er  läutert. Es zeigen:       Fig-.1    ein Streckwerk mit einer     Auslenk-          atelle.        Fig.2    ein Streckwerk mit. zwei     Auslenk-          stel.len,          Fig.3    und 4 besondere Ausführungsfor  men,       Fig.    5 eine Seitenansicht des     Streckwerkes     nach     Fig.    1.  



  Zum     Verstreeken    des aus einer Düse kom  menden     koagulierten        Behandlungsgutes        ans         linearen, vollsynthetischen Polymeren besitzt  die dargestellte Einrichtung ein     Einzugszylin-          derpaar    1, 2     und    ein     Auslaufzylinderpaar    3, 4,  welche     zwei    Zylinderpaare in einem gewissen  Abstand voneinander angeordnet sind.

   Die       Umfangsgeschwindigkeit    des     Auslaufzylinder-          paares    3, 4 wird sovielmal grösser als die  jenige des     Einzugszylinderpaares    1, 2 gewählt,  als dein     vorzunehmenden    Verzug des Behand  lungsgutes entspricht; die Mittel, um dies zu  erreichen, sind in der     Zeichnung    nicht darge  stellt. Der einlaufende Faden A umschlingt  zuerst den Zylinder 2     und    läuft darauf über  den Zylinder 1 und wieder zurück zum Zylin  der 2.

   Die     Fnisehlingung    wiederholt sich so  vielmal, bis der Faden A unter dem Zug, der  vom Zylinder 4     ausgeübt    wird, auf dein Zylin  derpaar 1, 2 nicht mehr gleitet. Aus     dein    glei  chen     Grund    wird das     Zylinderpaar    3, 4 meh  rere Male     uniselilungen,    damit eine sichere       Mitnahme    ohne Schlupf     durch    den     angetrie-          benen    Zylinder     4-        gewährleistet    ist..

   Die Ach  sen der Zylinder 1 und 3 sind leicht gegenein  ander geneigt angeordnet, damit. sieh die Win  dungen um die Zylinder 1, ? und 3, 4     neben-          einanderlegen.    Die Zylinder 1 und 3 werden  nicht angetrieben; sie sind lediglich drehbar  gelagert, wobei die     Mitnahme    direkt durch  den     .Faden    A erfolgt: Selbstverständlich     kann     die Zu- und     Wegführung    des Behandlungs  gutes auch in anderer Weise erfolgen.  



  Auf der freien Strecke     zwischen    den<B>Zy-</B>  lindern 2 und 4, die als Streckfeld bezeichnet       wird,    ist gemäss     Fig.1    ein unbeweglicher Kör  per 5 eingefügt, der das durchlaufende Be  handlungsgut     \A    von der     Geraden    zwischen  den Zylindern 2 und     4-,    in der der Faden ohne  den Körper 5 laufen würde, um weniger als  90      auslenkt;    dieser     Auslenkkörper    5 besitzt  vorzugsweise abgerundete Kanten. Unmittel  bar nach dem Passieren des     Auslenkkörpers    5  tritt zufolge der Lockerung des     Gefüges    das  Fliessen ein.  



  Um diese Lockerung zu verstärken, können  im Sinne der     Fig.2    auch zwei     Auslenkkörper     6, 7 vorgesehen werden. Die Aaslenkung darf  aber wieder nicht zu stark sein, damit die ein  zelnen Fasern keine Beschädigung erfahren.    Das Fliessen des Behandlungsgutes wird       durch        Erwärmun        wesentlich    begünstigt. Zu  diesem Zweck werden die     Auslenklzörper        :1,    6,  7 mit einer     eingebauten    Heizung     versehen        oder     gegebenenfalls in anderer Weise     erwärmt.     



       CTeiiiäss        Fia-.3    ist der     Auslenkkörper        zur     Schonung des     Behandlungsgutes    als Rolle 8  ausgebildet,     die    bei     dieser        Ausführung        beiz-          bar    ist.

   Sie     inuss        i-'iir    den Betrieb     erwärmt    wer  den, weil. die     Reibungswärme,    welche die  durchgehenden Fasern bzw. das Garn A auf  einem     unbewe-lielien        Auslenkkörper    hervor  ruft, wegfällt.  



  Es ist auch     iin    Sinn der     Fil-.4        niöglicii,     durch geeignete     Anordnung    des     Zylinderpan        -          res    3, 4 den     Zylinder    3     zii,#leirli    die Funktion  einer     Auslenkrolle    3     übernelmien    zu lassen.

Claims (1)

  1. PATENTAN SPR.CCIIE I. Verfahren zur Herstellung eines 1Zuna-- stoffadens aus linearen, vollsyntlietisclien Po lymeren, dadurch g@ekennzeielinet. dass der koagulierte Faden während eines Streckvor ganges um weniger als 90 aus einer Geraden aasgelenkt wird. in der er ohne diese @us@rti- kung laufen würde.
    Il. Einrichtung zur Durchführun - des Verfahrens nach Patentansprueli I, gekenn- zeichnet durch mindestens einen im@tre@l:
    .- feld vorgesehenen Auslenkkörper, durch wel- ehen der Faden um weniuer als 90 aus der Geraden aasgelenkt wird, \in der er ohne -lic- sen Auslenkkörper laufen würde. UNTERANSPRCCH C 1. Einrichtung nach Patentanspruch I1.
    dadurch gekennzeichnet, dass der Auslenkkör- per unbeweglich ist und abgerundete Kanten aufweist. 2. Einrichtung nach Patentanspr-nch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Auslenl körper vorhanden sind, welche jeden Faden um weniger als 90 aus einer Geraden ausleit- ken, in der er ohne diesen Auslenkkörper hut- fen würde. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der @us@enl;kör- per mit einer Heizung versehen ist. EMI0003.0001 4. <SEP> Einrichtung <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> II, <tb> dadurel <SEP> gekennzeiehnet, <SEP> dass <SEP> der <SEP> Auslenkkör per <SEP> als <SEP> Rolle <SEP> ausgebildet <SEP> ist. <tb> >. <SEP> Einriehtung- <SEP> naeh <SEP> Patentanspi-iteh <SEP> 1I <tb> und <SEP> Z <SEP> iiteransprucli <SEP> 4, <SEP> dadureh <SEP> gelkennzeieh Iiet, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Rolle <SEP> Heizbar <SEP> ist. <SEP> 1 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch Ir, dadurch gekennzeichnet, dass eine Walze des Verzugszylinderpaares als Auslenkkörper dient.
CH284352D 1950-03-23 1950-03-23 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung eines Kunstfadens. CH284352A (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1204775B (de) * 1954-08-04 1965-11-11 Kugelfischer G Schaefer & Co Vorrichtung zum Verstrecken vollsynthetischer Faeden
WO1985001304A1 (en) * 1983-09-16 1985-03-28 Eastman Kodak Company Drafting system for yarns
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DE3840602A1 (de) * 1988-12-02 1990-06-07 Neumuenster Masch App Vorrichtung zum verstrecken von thermoplastischen faeden

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