Einrichtung in Blockanlagen von Eisenbahnanlagen zur Prüfung der über eine durchgeschaltete Station führenden Blockschleife. Im schweizerischen Patent Nr. 254131 wird eine Bahnstrecken-Blockanlage beschrieben, bei der das Einfahrsignal für die betreffende Blockstrecke erst auf Fahrt gestellt werden kann, nachdem mindestens ein Organ ausser halb der eigenen Station dahin überprüft worden ist, ob es sieh in einem zulässigen Zu stand befindet.
Ist. die Station mit einer Stell- werkdurehschaltung ausgerüstet, wobei gemäss schweizerischem Patent Nr.269022 die Block- einriehtungen auf der durchgeschalteten Sta tion automatisch mitarbeiten, derart, dass min destens einzelne der für die eine Strecke sich abspielenden Vorgänge automatisch auf die nachfolgende Strecke übertragen werden, so muss entweder das Ausfahrsignal für die nach folgende Blockstrecke der durchgeschalteten Station ebenfalls mitlaufen, um bei negativem Erfolg der Prüfung der in der nächsten Sta tion liegenden Einrichtungen den Zug aufhal ten zu können, das heisst in diesem Fall geht es nicht.
auf Fahrt, oder es müssen Mittel ge funden werden, um diese Prüfung auf die be diente Anfangsstation zu übertragen, derart, dass in der Anfangsstation das Ausfahrsignal nur dann auf Fahrt gehen kann, wenn sowohl. die Einrichtungen des Streckenblocks für den Abschnitt. vor der durchgeschalteten Station als auch die Einrichtungen des Streckenblock abschnittes hinter der durchgeschalteten Sta tion geprüft sind.
Wird diese Prüfung da durch bewerkstelligt, dass in die Blockschleife von der Anfangsstation her ein Strom ge- schickt wird, der zu schwach ist, um am an dern Ende der Blockschleife einen Vorgang auszulösen, so kann dieser Prüfvorgang, auch Schleifenprüfung genannt, nicht dazu ver wendet werden, die Prüfung auf die hinter der durchgeschalteten Station liegende Block schleife auszudehnen. Es ist daher notwendig, das Signal der Anfangsstation nicht nur vom Prüfvorgang selbst abhängig zu machen, son dern von andern Vorgängen, die in der fol genden Station weitere Vorgänge auszulösen vermögen, wobei jedoch der Vollzug dieser Vorgänge festgestellt, das heisst quittiert sein muss.
Am besten kann hierzu die Vorblockung selbst verwendet werden, da dieser Vorgang mit dem auf Fahrtstellen des Signals in eng stem Zusammenhang steht.
Bevor in der Anfangsstation das Signal auf Fahrt gehen kann, laufen in der Block anlage von nicht durchgeschalteten Stationen nacheinander folgende Vorgänge ab 1. Prüfung der Blockschleife bis zur Nach barstation.
2. Wenn das Prüfungsergebnis positiv ist, Durchführung des Vorblockvorganges zur Nachbarstation.
3. Wenn Vorblockvorgang in der Nach barstation beendet, Durchführung des Quit tierungsvorganges von der Nachbarstation in die Anfangsstation.
Infolge der Zwangläufigkeit der Reihen folge dieser Vorgänge ist es in denjenigen sol- eher Blockanlagen, bei welchen das Ausfahr- Signal der voranliegenden bedienten Anfangs station erst dann auf Fahrt geht, wenn der Vollzug der Vorblockung von der Blockend station quittiert ist, gemäss dem erfinderischen Gedanken möglich, die Einrichtung zur Prü fung der von einer Anfangsstation über eine Station, die durchgeschaltet und mit einer Blockapparatur ausgerüstet ist, zu einer Nachbarstation führenden Blockschleife der art auszubilden, dass in der durchgeschalteten Station der Quittierungsvorgang zur voran liegenden Anfangsstation so lange aufgehalten bleibt,
bis die Quittung für den Vollzug der an die nachfolgende Nachbarstation weiter geleiteten Vorblockung von der nachfolgen den Station eingetroffen ist.
Die Einrichtung kann so ausgebildet sein, dass, wenn die Prüfung der Blockschleife zwi schen der durchgeschalteten und der Nach barstation aus irgendeinem Grunde negativ ausfallen sollte, der Blochvorgang von der durchgeschalteten Station zur Nachbarstation nicht weitergeleitet werden kann und somit. auch der Quittierungsvorgang von der Nach barstation zur durchgeschalteten Station aus bleibt. Da der Quittierungsvorgang jedoch gleichzeitig vorausgesetzt wird, um den Quit tierungsvorgang von der durchgeschalteten an die Anfangsstation weiterleiten zu können, das Eintreffen dieses Quittierungsvorganges in der Anfangsstation jedoch Voraussetzung ist für die Möglichkeit des Auf-Fahrt-Gehens des Signals, bleibt das Signal auf Halt, wenn die Prüfung in der Schleife hinter der durchge schalteten Station nicht zum Erfolg führt.
Es ist ohne weiteres einzusehen, dass die beschriebenen Vorgänge sich in derselben Weise über mehrere zwischen der Anfangs station und der Nachbarstation liegende durchgeschaltete Stationen fortsetzen können., so dass zwischen der Anfangs- und der End station die Signale nur auf Fahrt gehen kön nen, wenn die Prüfungen sämtlicher zwischen Anfangs- und Endstationen liegender Block schleifen den gewünschten Erfolg hatten.
Die Zeichnung zeigt einen Teil des prinzi piellen Schaltungsschemas einer Blockanlage mit einem Ausführungsbeispiel der Einrich tung nach der Erfindung.
Mit 1 ist die Blockanfangsstation, mit 2 die durchgeschaltete Blockstation und mit. 3 die Blockendstation dargestellt. Die Relais _11-11a1, ,12-=1a2 stellen die Blockanfangs felder und die Relais E2-Ea2, E3-Ea3 die Blockendfelder dar. Diese Relais sind Stütz relais, wobei der Anker des Relais .11, Q12, E2 und E3 sieh jeweils auf dem Anker des Re lais Aa1, Aa2, Ea2 und Ea3 abstützt. Die Anker der Relais Aa1, Aa2, Ea2 und Ea3 stützen sieh nicht, ab.
Nachfolgend wird nun ein Prüf- und Quit tierungsvorgang über die durchgesehaltete Blockstation 2 nach der Blockendstation 3 stromkreismässig beschrieben. Die Signalhebel kontakte S1 und<B>82</B> werden durch den Signal schalter geschlossen. Es fliesst ein Strom von Batterie +, Relais Aal, Leitung Ll, Kontakt <I>f,</I> Relais E2, Leitung<I>L2,</I> Batterie -. Das hat zur Folge, dass das Relais Aal aufzieht, das Relais A1 abfällt, weil die Ankerabstützung durch den Anzug des Relais Aal aufgehoben wird. Auch das Relais E2 wird erregt, zieht seinen Anker an und stützt. ihn auf demjeni gen des Relais Ea2 ab. Der Kontakt. f des Relais E2 öffnet. Eine Unterbrechung des Stromkreises kann jedoch nicht erfolgen, da die Kontakte BDl und BD2 infolge der Block durchschaltung gearbeitet haben.
Der Kon takt e des Relais E2 überträgt die Zustands änderung auf die Blockschleife zur Blockend station, und zwar folgendermassen: Batterie +, Kontakt e, Kontakt BD2, Re lais Aa2, Leitung L3, Kontakt k, Relais E3, Leitung L4, Batterie -.
Das Relais .1a2 zieht in Serie mit Relais E3 auf, und das Relais < 12 fällt ab. Der Stromkreis des Relais E2 bleibt geschlossen, da der Kontakt g schliesst, bevor der Kontakt h öffnet. Das Relais E3 stützt seinen Anker auf demjenigen des Relais Ra3 ab. Der Kon takt 1c des Relais E3 öffnet den Stromkreis und bewirkt, da.ss das Relais 1a2 abfällt. Das hat zur Folge, da.ss auch der Stromkreis zur Bloekanfangsstation durch Kontakt g unter brochen wird.
Auf der Bloekanfangsstation fällt das Relais Aal ab und schliesst den Stromkreis des Signals über folgende Kon takte: Batterie +, Signalschalterkontakt S2, Kon takt c, Kontakt (l, Signallampe C, Batterie -.