CH280855A - Vorrichtung zum Einstellen des Objektivs an photographischen Kameras. - Google Patents
Vorrichtung zum Einstellen des Objektivs an photographischen Kameras.Info
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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Description
Vorrichtung zum Einstellen des Objektivs an photographischen Kameras. Die Scharfeinstellung erfolgt bei Kameras bekanntlich durch Verschieben des Objektivs. Das kann auf verschiedene Weise erfolgen. Bei älteren Klappkameras wurde von Hand durch Radialhebel, Zahntrieb oder dergleichen auf dem Laufboden ein Schlitten entsprechend der Aufnahmeentfernung nach einer Skala verstellt; mit dem Schlitten verschob man die das Objektiv tragende Standarte. Man kann die Verschiebung auch durch unmittelbares Anfassen am Objektiv bzw. Objektivträger vornehmen, gleichgültig, ob es sich um eine Laufboden- oder eine Tubuskamera handelt. Oder man verstellt mittels eines Übertragungs getriebes vom Kameragehäuse her, beispiels weise von einem Drehknopf aus.
Jede der be kannten Methoden hat ihre Fürsprecher. Die Verstellung vom Kameragehäuse aus hat bei spielsweise den Vorzug, da.ss die Hand zum Verstellen nicht vor zum Objektiv zu greifen braucht; die Kamera. lässt sich fest in den Hän den halten. L m die Verbesserung dieser Be tätigungsart handelt es sich beim Gegenstande der vorliegenden Erfindung.
Will man zum Beispiel vom Triebknopf des Entfernungsmessers bekannter Kameras her das verhältnismässig schwere Objektiv so ver schieben, dass es tatsächlich in die genau zu treffende Lage kommt, dann muss das Über tragungsgetriebe Spielfreiheit aufweisen. Es muss dabei im Gang leicht und gegen Hem mungen sicher sein, die Kosten müssen sich in geringen Grenzen halten; das Objektivbrett muss eine genaue Parallelverschiebung erfah ren.
Die bekannten Einstellvorrichtungen er füllten die vorstehenden Forderungen nicht zufriedenstellend. Bei Anwendung eines Steil gewindes mit den notwendigen Übertragungs zahnrädern zum Entfernungsmesser sind die Zahnräder, selbst im neuen, unabgenutzten Zustand, nicht spielfrei. Ausserdem bietet die Herstellung eines passenden Steilgewindes, das über 25 Gänge erhalten müsste (70faches Ge winde), fabrikatorische Schwierigkeiten, wel che verteuernd wirken.
Die Erfindung löst die bestehende Auf gabe unter Vermeidung von Zahnrädern oder Mehrfachsteilgewinden usw. Das erfindungs gemässe Getriebe gewährleistet eine stetige Spielfreiheit bei leichtem Gang und einem Minimum an Reibung. Es ist ausserdem leicht nachregelbar. Die Montage ist einfach durch führbar.
Die Vorrichtung an photographischen Ka meras zum spielfreien Einstellen des Objektivs durch Bewegen eines Einstellhilfsmittels be steht nach der Erfindung darin, dass durch ein zur Parallelverschiebung des Objektiv brettes dienendes Übertragungsgetriebe ange ordnet ist, das aus an der Kamera angelenk- ten, hebelförmig wirkenden Gliedern und aus lose zwischen diese eingefügten Stiften besteht, wobei die Hebelglieder durch Federdruck gegen die Spitzen der Stifte gehalten werden.
Zur Verdeutlichung wird nachfolgend ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung an Hand der beigefügten Zeich nung näher beschrieben.
Es stellen dar: Fig.1 eine schematische Darstellung der Gliederkette des Übertragungsgetriebes, Fig. 2 die Anhubvorrichtung des Objektiv brettes in schematisch dargestellter Seiten ansicht, teilweise geschnitten, Fig. 3 eine schaubildliche Darstellung des Getriebegehäuses für die Anhubvorrichtung gemäss Fig.2, wobei zwecks Verdeutlichung einige Einzelheiten weggelassen sind.
Das Übertragungsgetriebe weist - vom Be tätigungsknopf her der Reihe nach betrach tet - die folgenden Glieder auf : An dem einen Ende des Entfernungsmessers, beispiels weise auf der linken Seite, sitzt der Einstell knopf 1. Unter ihm sind auf der gleichen Welle 2 zwei Kurvenscheiben 6 und 3 be festigt. Die obere Kurvenscheibe 3 ver- schwenkt bei ihrer Verdrehung mittels eines oder mehrerer Zwischenglieder 4 den Einstell spiegel 5 des Entfernungsmessers. Die -untere Kurvenscheibe 6 wirkt durch eine Getriebe kette auf die Objektivbrettverstellung ein.
An der Kurvenscheibe 6 ist. ein federbela steter Übertragungsstift 7 in kraftschlüssiger Berührung gehalten; er ist in einem Lager 8 geradegeführt. An seinem der Kurvenscheibe 6 zugekehrten Ende weist dieser Stift 7 ein Loch 9 auf. Der stehengebliebene Rand 10 ist so gegenüber der Kurvenscheibe 6 eingestellt, dass nur ein Teil dieses Randes 1.0 mit. der Kurvenscheibe 6 in Eingriff steht, der übrige Teil des Randes bleibt berührungsfrei. Da durch wird der Stift 7 beim Drehen der Kurve 6 ebenfalls in Drehung versetzt.
Das andere, der Kurvenscheibe 6 abgewandte Ende des Stiftes 7 enthält eine Einsenkung 11.. In diese Senkung ragt die konische Spitze 12 des Über tragungsstiftes 13 hinein. Damit die Reibung möglichst gering ist, ist der Winkel der Ein senkung grösser als der Kegelwinkel des Über- tragLingsstiftes 13. Dies ist bei allen andern Stiften des Getriebes auch der Fall.
Der Stift 13 fluchtet mit dem vorerwähn ten Stift 7. Der Stift 13 nimmt an der Dreh bewegung des Stiftes 7 teil. Dies wird des- wegen nicht behindert, da. auch das andere Ende des Stiftes 13 eine konische Spitze 14! trägt, welche in einer Senkung des nächsten Übertragungsgliedes geführt ist. Das dem Übertragungsstift 13 folgende Glied der Kette besteht in einem Winkelhebel 15, 16, der um einen Bolzen 17 schwenkbar ist, welcher in der Scheitelzone des Winkels sitzt. Der Winkel zwischen den beiden Hebelarmen beträgt etwa 90 . An seinem dem Übertragungsstift 13 zu gekehrten Ende ist eine durch Verdrehen ein stehbare Scheibe 18 gelagert, die um einen zentrisch sitzenden Bolzen 181 verdreht wer den kann. In der Scheibe 18 ist eine exzen trische Einsenkung<B>182</B> als Auflagestelle der Spitze 14 des Stiftes 13 vorgesehen.
Das Ein stellen wird zum Zweck des Justierens der Übertragungsrichtigkeit des Getriebes bzw. für das Ausgleichen von Fabrikationsfehlern und sonstigen Abweichungen vorgenommen. Die eingestellte Stellung wird durch eine Schraube 19 gesichert. Am freien Ende des Hebelarmes 16 ist eine weitere Einsenkungs- stelle 20 für einen durch den Hebel 15, 16 zu verschiebenden Hubstift 21 vorgesehen, in die dessen Spitze 22 eintritt. Die Spitze 22 des Stiftes 21 wird durch eine Feder 28 gegen seine Unterlage 16 gepresst.
Das eigentliche Organ für die Ausführung der der Entfernungseinstellung entsprechen den Verschiebung des Objektivträgerbrettes 31. ist gehäuseartig ausgeführt. Das Gehäuse hat. also die Aufgabe zu erfüllen, dass die Verschie bung des Objektivbrettes 31 völlig klemmungs- frei und ohne Verkippung erfolgt. Das zu ver schiebende Brett 31 wird mit Federn 32 in Richtung gegen die Grundplatte 30 gezogen. Die Platte 31 ist geführt durch Stifte 33, wel che in Führungsrohren 34 gleiten, welche un beweglich an der Grundplatte befestigt sind.
Den Vorschub des Objektivbrettes 31 besorgen zwei beidseitig mit Spitzen versehene Stifte 35. Diese Stifte 35 greifen mit ihrer obern Spitze in Justiersehrauben 37 ein, die im Objektiv brett 31 eingeschraubt sind. Diese Justier schrauben 37 sind zum genauen Einstellen der Hubhöhe bestimmt. An der einen Seite der Grundplatte 30 ist ein Schwinghebel 26 schwenkbar gelagert. Sein freies Ende befin det sieh an der gegenüberliegenden Seite des Führungsgehäuses. Dort wird der Schwing hebel 26 von der oben beschriebenen Hebeein richtung erfasst und nach oben verschw enkt. Der Schwinghebel ist. rahmenförmig ausgebil det.
In der Dritte seiner Seitenteile trägt er Senkungen 40, in welchen die untern koni schen Spitzen der Stifte 35 lagern. Die Stifte 35 sind also die letzten Zwischenglieder in der Hubübertragung zwischen Kurvenscheibe 6 und Objektivbret.t 31. Die Federn 32 ziehen auch den Schwinghebel 26 in die untere Nor malstellung herab; diese Stellung entspricht der Unendlich-Stellung des Objektivs : Die Hub bewegung erfolgt somit. gegen die Kraft der Federn 32.
Der Arm 16 des Winkelhebels 15, 16 und der Schwinghebel 26 führen zwar beide Bewegungen in gleicher Richtung aus, es ist aber trotzdem zweckmässig, dass zwischen diese beiden Organe noch Zwischenglieder einge schaltet sind, um eine Abnutzung bei einem direkten Eingriff des Winkelhebels 16 auf den Schwinghebel 26 zu vermeiden. Es wurde ein weiterer Übertragungsstift 27. zwischengeschal tet.Dadurch sind sämtliche Reibungsstellen beseitigt. Das dem Schwenklager gegenüber liegende Ende des Schwinghebels 26 besitzt einen rechtwinklig zum Schwinghebel hoch stehenden Teil 25 und einen dazu wiederum rechtwinklig abgebogenen Teil 24, gegen den sich der Stift 21. in der Einsenkung 23 ab stützt.
Die Teile 24 und 25 können ein Teil des Schwinghebels 26 selbst sein, oder es kön nen mit ihm fest verbundene Teile sein. NV ird somit der Winkelhebel 15, 1.6 verschwenkt, so liebt sich dabei auch der Stift 21 und ebenso der Schwinghebel 26 an, dessen Teile 25, 24 die Brücke zum Stift bilden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung an photographischen Kameras ziim spielfreien Einstellen des Objektivs durch Bewegen eines Einstellhilfsmittels, ge kennzeichnet durch ein zur Parallelverschie bung des Objektivbrettes dienendes Übertra gungsgetriebe, das aus an der Kamera ange- lenkten, hebelförmig wirkenden Gliedern und aus lose zwischen diese eingefügten Stiften besteht, wobei die Hebelglieder durch Feder druck gegen die Spitzen der Stifte gehalten ; werden. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, durch eine solche Ausbildung gekennzeichnet, dass der Federdruck durchwegs in der Getriebe- ; kette in Richtung vom Objektivbrett (31) auf das Einstellhilfsmittel (1) hin wirkt. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein Glied der Kette aus einem beiderends zuge spitzten Stift gebildet ist. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Stifte (35) in der Mitte zweier einander gegenüberliegender Ränder des Objektivbrettes (31) angreifen. 4.Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Stifte (35) von einem Schwinghebel (26) angehoben und ge senkt werden, der als Glied in die Getriebe kette eingeschaltet ist und dessen Drehpunkt (27) am Getriebegehäuse angelenkt ist. 5. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der Schwinghebel (26) als Rahmen ausgebildet ist, an dessen dem Drehpunkt (27) gegenüberliegender Seite das die Schwingbewegung betätigende Hebe glied (21) angreift. 6.Vorrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der Schwinghebel (26) in seiner Nullage, die der Unendlich- Stellung des Objektivs entspricht, auf einer rahmenartigen, mit dem Kameragehäuse fest verbundenen Grundplatte (30) aufliegt, die auch das Lager der Drehachse (27) des Schwinghebels trägt. 7. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass das Objektivbrett (31) in Führungsteilen (34) gelagert ist und zwangläufig geradgeführt wird, die am Ka meragehäuse befestigt. sind. B.Vorrichtung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (30) fest. mit ihr verbundene, senkrecht auf ihr stehende Führungsteile (34) besitzt, in welchen mit dem Objektivbrett (31) fest ver bundene Organe (33) geführt gleiten. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass an wenigstens einer Stelle der Gliederkette eine Justiervorrichtung angebracht ist. 10. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Justiervor- richtung die Lagerung der einen Spitze (14) eines der Stifte bildet.11. Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass als Justiervor- richtung eine drehbare Scheibe (18) vorgese hen ist, die eine die Stiftspitze (14) aufneh mende, in der Scheibe (18) exzentrisch ange ordnete Pfanne (182) trägt, so dass durch Ver drehen der Scheibe (18) die Lage der Pfanne (182) auf dem vom Stift (13) zu verschwen- kenden Hebelarm (15) und somit dessen wirk same Hebellänge veränderbar ist. 12.Vorrichtung nach den Unteransprü chen 3, 8 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass am Objektivbrett (31) verstellbare Schrauben (37) angebracht sind, welche den angreifen den Stiften (35) als Spurlager dienen. 13. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, gekennzeichnet durch eine Feder (32), wel che das Objektivbrett (31) und damit den Schwinghebel (26) in die der Unendlich-Stel- lung des Objektivs entsprechende Nullstellung niederzieht. 14.Vorrichtung nach Unteranspruch 1 an photographischen Kameras mit Entfernungs messern, dadurch gekennzeichnet, dass als er stes Übertragungsglied im Getriebe eine auf der Achse (2) des Entfernungsmesser-Einstell- knopfes (1) aufgesetzte Kurvenscheibe<B>(6)</B> angeordnet ist. 15. Vorrichtung naeh Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurven scheibe (6) des Einstellknopfes (1) mit dem ersten Hebel (15, 16) des Getriebes über zwei sich folgende Stifte (7, 13) bewegungsverbun den ist, von denen der erste (7) einerends das Lager für die Führung der Spitze (12) des folgenden Stiftes (13) trägt und anderends gegen die Kurvenscheibe (6) anliegt. 16.Vorrichtung nach Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das gegen die Kurvenscheibe (6) der Entfernungsmesser welle (2) anliegende Ende des Stiftes (7) eine Senkung (9) aufweist, wobei nur ein Teil deren Randes (10) gegen die Kurvenscheibe (6) anliegt, so dass der Stift (7) dureh die beim Einstellen des Entfernungsmessers be wirkte Drehung der Kurvenseheibe (6) bei sei ner Längsverschiebung gleichzeitig um die eigene Achse rotiert. 17. Vorrichtung nach Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der an der Kur venscheibe (6) der Entfernungsmesserwelle (2) anliegende Übertragungsstift (7) in einer Lagerung (8) geführt ist.
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