CH272002A - Verfahren zum Erhöhen der Granulierfähigkeit von gemahlenen Metallverbindungen. - Google Patents
Verfahren zum Erhöhen der Granulierfähigkeit von gemahlenen Metallverbindungen.Info
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Description
Verfahren zum Erhöhen der Granulierfähigkeit von gemahlenen Metallverbindungen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erhöhen der Granulieri'ähigkeit von gemahlenen Metallverbindungen, insbesondere voll Metallerzen oder Metalloxyden.
Die Anwendung eines solchen Verfahrens kommt z. B. im Zusammenhang mit der Gewinnung von Schwefelsäure aus pyrithaltigen Erzen in Frage. In einem derartigen Falle fällt bekanntlich Pyritasche an, die einen verhältnismässig hohen Prozentsatz (bis 600/0) Eisen enthält. Der in dieser Asche noch enthaltene Schwefel sollte vor der Gewinnung des Eisens in einem Ofen aus der Asche entfernt werden. Die Erfaluung hat gezeigt, dass die Entfernung des Schwefels im gewünschten Masse aus der Asche jedoeh nur erreichbar ist, wenn letztere vorher gemahlen wird.
Solches gemahlene Gut eignet sich aber wegen der leichten Staubentwicklung nicht gut für eine Weiterbehandlung, weshalb das Bedürfnis besteht, die Pyritasche in einen granulierten Zustand bringen zu können.
Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, dass die Granulierfähigkeit von gemahlenen Metallverbindungen, insbesondere von Metallerzen oder 1etalloxyden, wesent lich erhöht wird, wenn denselben ein deren Plastizität erhöhender Zusatzstoff beigegeben wird.
Als solche Zusatzstoffe können in Frage kommen: plastischer Ton, Lehm, Mergel, Natriumkarbonat, Natriumhydroxyd und dergleichen.
Handelt es sich um einen Zusatzstoff, der vor der Beimengung trocken ist, so kann er oxime weiteres, oder allenfalls nach erfolgter besonderer Alahlung, dem zu granulierenden Gut beigegeben werden. Enthält dagegen der beizugebende Stoff Feuchtigkeit und ist er schon von Natur aus feinkörnig, so wird er zweckmässig in aufgesehlämmter Form und mit der für die Bildung von Granalien nötigen Anmaehwasserlnenge dem gemahl.enen, zu granulierenden Gut beigegeben. Das Aufschlämmen des Zusatzstoffes kann in besonderen Behältern erfolgen, wobei die zuzufügende Anmachwassermenge von der Feinheit und der physikalischen Beschaffenheit des Wusgangsgutcs abhängt.
Die Anmaehwasser- menge kann z. B. 10 bis 14 O/o des betreffenden Gutes betragen. Der auf diese Weise in die Form eines dünnen Schlammes gebrachte Zusatzstoff kann anschliessend in einer Drehtrommel mit beispielsweise gemahlener Pyritasehe vermischt werden, worauf sich dann die angestrebte Granulierung des Ausgangsgutes erreichen lässt. Indem der Zusatzstoff in aufgeschlämmter Form beigegeben wird, lassen sich die mit einem vorherigen Trocknen und Mahlen des Zusatzstoffes verbundenen Kosten und Energieaufwendungen ersparen.
Bei Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens kann der wichtige Vorteil erreicht werden, dass bei der Wciterlchandlung des granulierten Gutes, z. B. in einem Ofen zwecks Gewinnung von Eisen, die Granalien nach dem Austreiben der in denselben enthaltenen Feuchtigkeit porös werden. Durch die so entstehenden Poren kann dann z. B. ein Oxydationsmittel leicht zu den in den Granalien enthaltenen eisenhaltigen Teilen und zum Schwefel gelangen, was die angestrebte Ent fernung des Schwefels und die Ausbeute an Eisen erleichtert.
Das erfindungsgemässe Verfahren lässt sich in all den Fällen anwenden, wo sich in Verbindung mit der Verarbeitung von Metallerzen, Metalloxyden und dergleichen Probleme der erwähnten Art stellen. Dabei können auch mehrere der weiter oben angeführten Zusatzstoffe einem gemahlenen Ausgangsprodukt beigegeben werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Erhöhen der Granulierfähigkeit von gemahlenen Metallverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass dem zu granulierenden Gut ein dessen Plastizität erhöhender Zusatzstoff beigegeben wird.UNTERANSPRÜ (: IIE : 1. Verfahren nach Patentanspruch, da dureh gekennzeichnet, dass der Zusatzstoff im trockenen Zustand beigegeben wird.2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprnch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der trockene Zusatzstoff vor der Beimen gilng noch gemahlen wird.3. Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzstoff in aufgesehlämmter Form und mit der für die Bildung der Granalien notwendigen Anmachwassermenge beigegeben wird.4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatzstoff plastischer Ton verwendet wird.5. Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gelrennzeichnet, dass als Zusatzstoff Lehm verwendet wird.6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatzstoff Mergel verwendet wird.7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatzstoff Natriumkarbonat beigemengt wird.8. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatzstoff Natriumhydroxyd verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH272002T | 1948-12-23 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH272002A true CH272002A (de) | 1950-11-30 |
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ID=4478512
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH272002D CH272002A (de) | 1948-12-23 | 1948-12-23 | Verfahren zum Erhöhen der Granulierfähigkeit von gemahlenen Metallverbindungen. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH272002A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1013873B (de) * | 1954-09-01 | 1957-08-14 | Kloeckner Huettenwerk Haspe Ag | Verfahren zur Vorbereitung von Feinerzen, Feinsterzen und Staeuben zum Sintern durch Mischen, Befeuchten und Kruemeln in Mischanlagen, wie z.B. Mischschnecken, Mischtrommeln, Rapsmischern usw. |
-
1948
- 1948-12-23 CH CH272002D patent/CH272002A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1013873B (de) * | 1954-09-01 | 1957-08-14 | Kloeckner Huettenwerk Haspe Ag | Verfahren zur Vorbereitung von Feinerzen, Feinsterzen und Staeuben zum Sintern durch Mischen, Befeuchten und Kruemeln in Mischanlagen, wie z.B. Mischschnecken, Mischtrommeln, Rapsmischern usw. |
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