AT236349B - Verfahren zur Herstellung von Granalien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Granalien

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AT236349B AT345062A AT345062A AT236349B AT 236349 B AT236349 B AT 236349B AT 345062 A AT345062 A AT 345062A AT 345062 A AT345062 A AT 345062A AT 236349 B AT236349 B AT 236349B
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Oesterr Amerikan Magnesit
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Granalien 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Granalien aus feingemahlenen, für die Her- stellung von feuerfesten Erzeugnissen dienenden Rohstoffen, vorzugsweise Rohmagnesit, durch Rollen bzw. 



   Zusammenballen dieser Stoffe in Gegenwart von Wasser auf Granuliertellern, in Granuliertrommeln oder mit Hilfe anderer für die Herstellung von Granalien geeigneter Vorrichtungen. 



   Es sind bereits zahlreiche Verfahren zum Granulieren solcher Rohstoffe bekannt, Bei einem dieser
Verfahren werden trockene oder nahezu trockene, feingemahlene Ausgangsstoffe während des Granuler- vorganges am Granulierteller oder in der Granuliertrommel mit Flüssigkeiten, insbesondere Wasser, ver- mischt, indem die Flüssigkeiten auf die Ausgangsmaterialien beispielsweise aufgesprüht werden. Die erhaltenen Granalien weisen aber selbst dann, wenn bei ihrer Herstellung zur Steigerung der Bindefestigkeit verschiedene Zusätze, wie Sulfitablauge oder Melasse, verwendet werden, nachteiligerweise nur ein niedriges Raumgewicht bzw. eine geringe Dichte auf.

   Der gleiche Nachteil ergibt sich bei einem weiteren üblichen Verfahren, bei welchem auf in Mischvorrichtungen befindliche feinkörnige Stoffe Flüssigkeiten, insbesondere Wasser, unter Zusatz von löslichen Bindemitteln aufgesprüht werden und die erhaltenen Krümel anschliessend durch Rollen in einer Trommel od. ähnl. Vorrichtungen verfestigt werden. 



  Eine wesentliche Steigerung der Dichte von Granalien lässt sich bisher auch dann nicht erreichen, wenn angefeuchtetes Gut in exzentrisch bewegten Zylindern durch die infolge der exzentrischen Bewegung ausgeübte Schleuderwirkung zu Granalien geformt wird. Ein anderes bekanntes Verfahren zur Herstellung von Granalien besteht schliesslich darin, dass das Ausgangsmaterial bis zum Erreichen einer teigigen Konsistenz mit Wasser bzw. Flüssigkeit vermischt wird und die erhaltene Mischung dann durch Öffnungen   aus-.   gepresst wird, worauf die gebildeten Formlinge   anschliessend   in einer Trommel gerollt und abgerundet werden. Dieses Verfahren ist jedoch umständlich und erfordert einen verhältnismässig grossen apparativen Aufwand. 



   Das Ziel der Erfindung besteht nun darin, auf einfache Weise und mit einem geringen apparativen Aufwand die Erzeugung von Granalien aus für die Herstellung von feuerfesten Erzeugnissen dienenden   Rohlo.   stoffen zu ermöglichen, die gegenüber den nach den bisher üblichen Verfahren erhaltenen Granalien dieser Art ein höheres Raumgewicht aufweisen. Eine Erhöhung des Raumgewichtes von solchen Granalien ist vor allem dann von Bedeutung, wenn diese für eine thermische Behandlung, z. B. in einem Brennofen, wie in Drehöfen bzw. Drehrohröfen oder Schachtöfen, vorgesehen sind, da mit steigendem Raumgewicht der Sinterungsgrad steigt und gleichmässigere Brennprodukte erhalten werden. Ferner hat ein erhöhtes Raumgewicht in allen Fällen eine grössere mechanische Beständigkeit und damit einen verminderten Abrieb der Granalien zur Folge. 



   Es wurde nun festgestellt, dass sich das angeführte Ziel dann erreichen lässt, wenn die als Ausgangsmaterialien verwendeten Rohstoffe bereits vor Beginn des Granuliervorganges mit einer bestimmten Menge an Wasser innig vermischt und dann granuliert werden. Demgemäss betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Granalien aus feingemahlene, für die Herstellung von feuerfesten Erzeugnissen dienenden Rohstoffen, vorzugsweise Rohmagnesit, durch Rollen bzw. Zusammenballen dieser Stoffe in Gegenwart von Wasser, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass die Rohstoffe vor Beginr des Granuliervorganges mit etwa   14-188o   Wasser innig,   d. h.   so weitgehend homogen wie möglich, vermischt und dann granuliert werden.

   Es wird demnach beim Verfahren gemäss der Erfindung vor Beginn des Granuliervorganges die gesamte Feuchtigkeit in das Rohmehl eingebracht, so dass während des Granuliervorganges kein 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Wasser mehr zugesetzt zu werden braucht, ausser gegebenenfalls geringfügigen Wassermengen zu Korrekturzwecken. Ein Zusatz von Bindemitteln ist an sich nicht erforderlich, doch können solche, wenn dies gewünscht wird, in besonderen Fällen verwendet werden. Die einzubringende Menge an Wasser hängt im allgemeinen in der Weise von der Korngrösse der Rohstoffe ab, dass bei gröberen Körnungen der untere angeführte Wert von   dz   im Falle von sehr feinen Körnungen der genannte obere Wert Geltung hat. Zweckmässig werden die Ausgangsmaterialien vor dem Vermischen mit Wasser entlüftet, was z.

   B. durch eine Rüttelung leicht zu bewerkstelligen ist. 



   Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert :
Beispiel 1: Als Rohmaterial für die Herstellung von Granalien dient ein Rohmagnesit mit folgender Siebanalyse : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> über <SEP> 0, <SEP> 10 <SEP> mm <SEP> 0,1%
<tb> über <SEP> 0,09 <SEP> mm <SEP> 0. <SEP> 3%
<tb> über <SEP> 0, <SEP> 075 <SEP> mm <SEP> 0,6%
<tb> über <SEP> 0,06 <SEP> mm <SEP> 1, <SEP> 60/0
<tb> über <SEP> 0,053 <SEP> mm <SEP> 1, <SEP> 60/0 <SEP> 
<tb> über <SEP> 0, <SEP> 04 <SEP> mm <SEP> 8. <SEP> 80/0 <SEP> 
<tb> über <SEP> 0, <SEP> 037 <SEP> mm <SEP> 1,7%
<tb> über'0, <SEP> 032 <SEP> mm <SEP> 6. <SEP> 1%
<tb> unter <SEP> 0, <SEP> 032 <SEP> mm <SEP> 79, <SEP> 2% <SEP> 
<tb> 
 
Dieser Rohmagnesit wird mit   15%   Wasser innig, also möglichst homogen, vermischt und die erhaltene Mischung wird dann auf einem Granulierteller granuliert.

   Die Raumgewichte der auf diese Weise gewonnenen Granalien sind im folgenden angegeben, wobei zur Ermöglichung eines Vergleiches auch die Raumgewichte von Granalien angeführt sind, die mit dem gleichen Rohmagnesit bei Verwendung der gleichen Menge Wasser dann erhalten werden, wenn das Wasser zu dem Rohmagnesit erst während des Granuliervorganges zugesetzt wird. 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Raumgewicht <SEP> der <SEP> Granalien
<tb> Granaliengrösse <SEP> Wasser <SEP> vor <SEP> dem <SEP> Granulieren <SEP> Wasser <SEP> während <SEP> des <SEP> Granulierens
<tb> zugesetzt <SEP> zugesetzt
<tb> 6-8 <SEP> mm <SEP> 2, <SEP> 25 <SEP> 2, <SEP> 17 <SEP> 
<tb> 12-15 <SEP> mm <SEP> 2, <SEP> 18 <SEP> 2, <SEP> 10 <SEP> 
<tb> 18 <SEP> - <SEP> 20 <SEP> mm <SEP> 2, <SEP> 18 <SEP> 2, <SEP> 08
<tb> über <SEP> 20 <SEP> mm <SEP> 2, <SEP> 15 <SEP> 2, <SEP> 04 <SEP> 
<tb> 
 
Aus diesen Ergebnissen, die sich auf Mittelwerte aus je vier Versuchen beziehen, ist ersichtlich, dass beim Verfahren gemäss der Erfindung durch den Zusatz von Wasser vor dem Granulieren statt während desselben eine durchschnittliche Erhöhung des Granalienraumgewichtes von 0, 1 erreicht wird. 



   Beispiel 2 : Als Ausgangsmaterial dient ein Rohmagnesit der folgenden Siebanalyse : 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> über <SEP> 0, <SEP> 06 <SEP> mm <SEP> 1. <SEP> 41o <SEP> 
<tb> über <SEP> 0, <SEP> 04 <SEP> mm <SEP> 13,0%
<tb> über <SEP> 0,02 <SEP> mm <SEP> 16. <SEP> 3%
<tb> über <SEP> 0, <SEP> 010mm <SEP> 16, <SEP> 9% <SEP> 
<tb> über <SEP> 0, <SEP> 005mm <SEP> 13, <SEP> 4% <SEP> 
<tb> unter <SEP> 0, <SEP> 005 <SEP> mm <SEP> 39, <SEP> 00/0
<tb> 
 
Nach dem Verfahren gemäss der Erfindung aus diesem Rohmagnesit erhaltene Granalien haben ein Raumgewicht von 2,27, gegenüber einem Raumgewicht von 2, 17 von Granalien, bei deren Herstellung das Wasser zu dem Rohmagnesit während des Granuliervorganges zugesetzt wird. Die Erhöhung des Raumgewichtes beträgt also auch in diesem Fall durchschnittlich 0, 1. 



   Zur Feststellung des Sinterverhaltens werden die Granalien 2 h lang bei einer Temperatur von   17500C   gesintert. Dabei werden bei jeweils zwei Versuchen mit den nach dem Verfahren   gemäss   der Erfindung hergestellten Granalien Kornraumgewichte von 3, 27 erhalten, wogegen die Kornraumgewichte der auf übliche Weise hergestellten Granalien bei beiden Versuchen bei 3, 16 liegen. Die angeführten Werte werden bei einem stationären Brand erreicht ; beim Sintern im Drehrohrofen ergibt sich eine weitere Erhöhung des Kornraumgewichtes bei den Granalien gemäss der Erfindung von 3,27 auf 3,31. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Zum Vergleich kann angeführt werden, dass aus dem gleichen Rohmagnesit auf übliche Weise verpresste Briketts Kornraumgewichte von nur 3, 18 bzw. 3, 19 haben. Briketts, die zweimal gepresst werden, 
 EMI3.1 
 h.nen. die besser sind als die mit Hilfe einer Brikettierung erreichten Kornraumgewichte und praktisch den Kornraumgewichten von zweimal gepressten Briketts entsprechen. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von Granalien aus feingemahlene, für die Herstellung von feuerfesten Erzeugnissen dienenden Rohstoffen, vorzugsweise Rohmagnesit, durch Rollen bzw. Zusammenballen dieser Stoffe in Gegenwart von Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohstoffe vor Beginn des Granuliervorganges mit etwa   14-181lu   Wasser innig vermischt und dann granuliert werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohstoffe entlüftet und hierauf mit Wasser vermischt werden.
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