CH265162A - Verschlussvorrichtung für Flüssigkeitsbehälter, zum tropfenweisen Verabfolgen von Flüssigkeiten. - Google Patents
Verschlussvorrichtung für Flüssigkeitsbehälter, zum tropfenweisen Verabfolgen von Flüssigkeiten.Info
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Description
Verschlufsvorrichtung für Flüssigkeitsbehälter, zum tropfenweisen
Verabfolgen von Flüssigkeiten.
Die Erfindung betrifft eine Versehlussvor- richtung aus einem elastischen WIaterial für Flüssigkeitsbehälter, z. B. Flaschen, zum tropfenweisen Verabfolgen von Flüssigkeiten, z. B. flüssigen Heilmitteln. Bei solchen Vorrichtungen ist es von Wicktigkeit, dass sie stets gebrauchsfertig sind, leicht gehandhabt werden können und Tropfen von gleiehmä- ssiger Grösse verabfolgen. Diesen Anforderungen sucht die erfindungsgemässe Vorrichtung weitmöglichst zu entsprechen.
Diese Vorrichtung ist zweekmässigerweise aus Gummi hergestellt und besitzt einen innern Kanal, der beim Zusammendrücken der Vorrichtung an einer zwischen den Enden des Kanals gelegenen Stelle ein an dem Austrittsende vorgesehenes Ventil öffnet und einen Tropfen der Flüssigkeit austreten lässt.
Das Ventil wird vorzugsweise als selbstschliessender Schlitz ausgebildet. Der Kanal hat zweckmässigerweise einen längliehen, d. h. linsenförmigen Querschnitt, dessen Längsachse quer zur Schlitzöffnung verläuft. All der Vorrichtung kann eine Stelle markiert sein, an der am vorteilhaftesten der Druck ausgeübt werden soll. Bei Anbringung zweier diametral zur Symmetrieebene des Kanals vorgesehener markierter Stellen kann der Druck beiderseits auf den Kanal beqnem mit- tels Daumens und Zeigefingers ausgeübt werden. An den Markierungsstellen können Versteifungen angebracht sein, die auch durch Verdickung des elastischen materials herge- stellt sein können.
Der Kanal ist so auszubilden, dass beim jedesmaligen Aufdrücken auf die markierte Stelle oder Stellen eine dem Volumen eines Tropfens entsprechende Flüssigkeitsmenge aus dem Kanal verdrängt wird.
Der Kanal verläuft vorzugsweise nach einer kontinuierlichen Linie, die vom Kanaleintritt ilim Kanalaustritt hin gebogen ist, so dass die mit dem Gerät versehene Flasche leicht in Bereitschaftsstellung gebracht werden kann.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einigen beispielsweisen Ausfüh rungsformen veransehaulieht.
Fig. 1 und 2 zeigen eine mit einem Stopfen versehene Flaschenverschlussvorrichtung von der Seite und von hinten gesehen.
Fig. la ist eine Vorderansicht des mit der Sehlitzöffnung versehenen Verschluss endes in etwas grösserem Massstabe.
Fig. 3 zeigt eine Versehhissvorrichtiing, die sieh zum Aufschrauben auf eine Flasche eignet.
Fig. 4 und 5 zeigen in zwei verschiedenen Ansichten eine weitere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 6 zeigt einen Schnitt entlang der Symmetrieebene einer Ausführungsform mit Kugelventil.
Fig. 7 bis 9 veranschaulichen in einem Senkrechtschnitt, einer Vorderansicht und einem Grundriss eine weitere Ausführungsform der Verschlussvorrichtung.
Fig. 10 zeigt einen Schnitt nach der Linie X-X in Fig. 7.
Die in den Fig. 1, 1a und 2 dargestellte Verschlussvorrichtung ist vorzugsweise aus Gummi hergestellt. Teil la der Verschlussvorrichtung ist als Stopfen ausgebildet, während Teil lb eine einem Vogelkopf ähnliche Form besitzt und mit einem Schnabel 1c versehen ist. Teil la hat einen runden und Teil lb einen wesentlich viereckigen Querschnitt.
Vom Eintritt 3 in den Stopfen bis zum Ende des Schnabels 1c erstreckt sieh ein enger Ka- nal 2 mit gebogener Kanalachse. Schnabel 1c ist normalerweise geschlossen; er ist aber mit einem Schlitz 4 versehen, der durch einen Druck auf die Seitenwände des Kopfes 1b geöffnet werden kann, so oft gewünscht wird, einen Tropfen zu verabfolgen. Die Pfeile in Fig. 2 zeigen die Druekrichtung an. Um den Druck auf eine stets gleich grosse Fläche des Verschlusses auszuüben, sind an den Seitenwänden des letzteren starre Platten 5 ange-bracht oder eingefügt, die bequem zwischen Daumen und Zeigefinger gefasst werden können.
Die Längsachse des engen Querschnitts des Kanals 2 kreuzt den Schlitz 4 (siehe Fig. la) und der Schlitz öffnet sich, wenn die Verschlussvorrichtung zusammengedrückt wird.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist der Kopf 6 ähnlich dem Kopfe 1b der Fig. 1.
Er ist auch mit Platten 5' vershen; letztere weisen Verlängerungen 6' auf, die sich gegen die Schlitzenden erstrecken. Wenn die Platten 5, gegeneinandergedrückt werden, erzwingen die Verlängerungen 6' ein Öffnen des Schlitzes. Ferner ist an diesem Verschluss eine Verschlusskappe 17 mit Schraubengewinde und durchgehender Öffnung angebracht, mittels der der Verschluss auf eine Flasche oder dergleichen aufgesetzt werden kann.
Man bedient sich der Vorrichtung in folgender Weise:
Die Vorrichtung und der Behälter, an welchem sie angebracht ist, werden in ungefähr waagrechter oder etwas geneigter Lage mit dem Schnabel nach unten gerichtet gehalten, so dass der Verschluss sich mit der Flüssigkeit des Behälters füllt und Luft ans diesem Hohlraum in den Behälter wandern kann. Sodann wird ein kurzer Druck mit den Fingern auf die Platten 5 ausgeübt, wobei ein Teil der im Hohlraum enthaltenen Flüssigkeit vom Gesamtinhalt abgetrennt und ein Tropfen durch den gleichzeitig durch den Druck geöffneten Schlitz 4 herausgedrängt wird. Wenn der Druck auf die Platten aufhört, wird etwas Luft durch den Schlitz 4 angesaugt. Um einen weiteren Tropfen freizugeben, wird die Handhabung wiederholt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 und 5 hat die Verschlussvorrichtung 7 gleichfalls einen als Stopfen 7 ausgebildeten Teil und einen mit einem Schnabel 7c versehenen Kopf 7b. Der Kanal 8 erstreckt sich vom Eintritt 9 in den Stopfen 7c6 in geneigter Richtung gegen den Schnabel und mündet in die Mitte eines Kanals unterhalb der obern Fläche der Verschlussvorrichtung, die von einer Platte 11 bedeckt ist. Die Tropfen treten durch einen Schlitz 12 im Schnabel 7c aus dem Kanal 10 aus und Luft kann in letzteren eintreten.
Im Gebrauch wird der mit Versehlussvor- richtung 7 versehene Behälter so gehalten, dass Kanal 8 und Schnabel 7c in einer Senk rechtebene mit dem Schnabel nach lunten gerichtet liegen und die Kanäle 8 und 10 sieh mit der Flüssigkeit füllen. Jedesmal, wenn ein Tropfen verabfolgt werden soll, wird die Platte 11 mit einem Finger der die Flasche haltenden Hand hineingedrüekt. Die Funktion des Schlitzes 12 ist dieselbe wie die des Schlitzes 4 nach Fig. 1.
Die Schlitze 4 und 12 bilden Ventile, die für die in Betracht kommenden Zwecke gut geeignet sind, da sie ein einfaches Mittel darstellen, Behälter, z. B. Flaschen von Heilmit- teln, luftdicht zu schliessen. Statt Schlitzen können federbelastete Ventile vorhanden sein, wie in Fig. 6 dargestellt ist. Hier ist ein Kugelventil 13 im Schnabel der Verschlussvorrichtung 14 eingebaut. Es wird durch eine Feder 15 geschlossen gehalten, die im Schnabel 16 gelagert ist. Wird die Versehlussvorrichtung in der oben beschriebenen Weise zusammengedrückt, so wird das Kugelventil durch den Flüssigkeitsdruck geöffnet und ein Flüssigkeitstropfcn wird durch die öffnung 17 des Schnabels 16 herausgedrängt.
Beim in den Fig. 7-10 veranschaulichten Ausführungsbeispiel der Versehlussvorriehtung 18 ist die Platte 11 nach Fig. 4 und 5 durch eine Verdickung 19 ersetzt, die aus demselben Material wie die Verschlussvorrichtung besteht; sie erstreckt sich, sich stetig verjüngend, gegen das Ende des Schnabels. Der Druck wird hier gleichfalls auf die Verstärkung 19 ausgeübt, wobei der Spalt 21 im Schnabel sich öffnet und einen Tropfen austreten lässt. Beim Drücken auf die Verstärkung 19 wird der Kanal 20 an der Stelle, an der der längliche oder linsenförmige Querschnitt seines waagrechten Teils in den runden Querschnitt des senkrechten Kanalteils übergeht, geteilt, und gleichzeitig mit dem Austreten des Tropfens wird die im Kanal 20 hinter der Druekstelle befindliche Luft in den Behälter abgedrängt.
Der Kanal 20 erstreckt sieh nach einer kontinuierlichen Linie, so dass sich keine toten Räume oder Luftsäeke bilden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verschlussvorrichtung aus einem elastisehen Material für Flüssigkeitsbehälter, zur tropfenweisen Verabfolgimg von Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen innern Kanal besitzt, der beim Zusammen- drücken der Vorrichtung an einer zwisehen Ein- und Austrittsende des Kanals gelegenen Stelle ein an dem Austrittsende vorgesehenes Ventil öffnet und einen Tropfen der Flüssigkeit austreten lässt.UNTERANSPROCIIE : 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil als selbstschliessender Schlitz ausgebildet ist.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil als Kugelventil ausgebildet ist.3. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal einen länglichen Querschnitt besitzt, dessen Längsachse quer zur Sehlitzöffnung verläuft.4. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Kanals linsenförmig ist.5. Vorrichtung nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine markierte Stelle aufweist, an der der Druck auf den Kanal ausgeübt werden soll.6. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei diametral zu einer Symmetrieebene des Kanals liegende markierte Stellen aufweist, an denen der Druck beiderseits auf den Kanal ausgeübt werden soll.7. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der markierten Druekstelle ein Versteifungsteil angebracht ist.8. Vorrichtung nach Unteransprueh 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Versteifungs- teil eine Verdickung des elastischen Mate- rials ist.9. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ausläufer des Versteifungsteils sieh gegen ein Ende der Schlitzöffnung erstreckt.10. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal so gestaltet ist, dass beim jedesmaligen Aufdrücken auf die markierte Stelle ein dem Volumen eines Tropfens entsprechendes Flüssig keitsvolumen aus dem Kanal verdrängt wird.11. Vorrichtung nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass der Kanal nach einer kontinuierlichen Linie verläuft.12. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanalachse vom Kanaleingang zum Kanalausgang gebogen ist.13. Vorrichtung nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen mit einer durchgehenden Bohrung versehenen Stopfen aufweist.14. Vorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine mit Schraubengewinde und einer durchgehenden Öffnung versehene Versehlusskappe aufweist.
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| CH265162D CH265162A (de) | 1946-11-15 | 1947-10-09 | Verschlussvorrichtung für Flüssigkeitsbehälter, zum tropfenweisen Verabfolgen von Flüssigkeiten. |
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