Photographischer Verschlu & . <B>Die</B> %-orlieäeiide Erfindung bezieht sieh auf einen photographischen Verschluss. Für gewisse Zwecke kann die genaue Einhaltung einer Belichtungszeit wichtig sein. Zum Bei spiel bei einer Reihe von Belichtungen, die alle Bilder von gleichem Tomvert liefern sol len unter gleichen Entwicklungsverhältnissen. Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, einen Verschluss zu schaffen, der eine Be lichtungszeit gewährleistet, die mit einem 'Min destmass von Abweichungen wiederholt wer den kann.
Speziell um aufeinanderfolgende Belich tungen des Bildes einer Linie auf einer licht empfindlichen Oberfläche auszuführen zum Herstellen von Skalen mit ausserordentlich feinen, geraden oder andern Linien, ist es wichtig, dass die aufeinanderfolgenden Be lichtungen nicht wesentlich voneinander ver schieden sind, wenn die Linien, die erzeugt werden sollen, nach dem Entwickeln einheit lich gleich aussehen sollen.
Gemäss vorliegender Erfindung weist der photographische Verschluss eine Vorrichtung auf, die in gleichbleibenden Zeitintervallen elektrische Impulse aussendet, durch welche Organe zum Öffnen und Schliessen des Ver schlusses gesteuert werden.
Vorteilhaft ist ein von Hand zu betätigen , des Organ vorgesehen, um den Verschluss in Betrieb zu setzen.
Die Vorrichtung zum Aussenden von elek trischen Impulsen ist zweckmässig durch eine Uhr gebildet, die Signallzontakte enthält, wel che elektrisch mit den den Verschluss öffnen den und schliessenden Organen verbinden sind.
Eine Ausführungsform der Erfindung be sitzt ein V erschlussglied zum Öffnen des Ver schlusses, ein Vers chlussglied zum Schliessen des Verschlusses, Betätigungsorgane, die diese Glieder nacheinander betätigen unter der Einwirkung elektrischer Impulse, ein Abdeck- glied und ein Spannorgan, das das Abdeck- glied jeweils in Betrieb setzt und dann die den Verschluss öffnenden und schliessenden CTlieder nach ihrer Betätigung wieder spannt.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungs form der Erfindung dargestellt, die im fol genden mit Bezug darauf beschrieben ist.
Fig.1 ist eine Frontansicht eines Appa rates, der den Verschluss enthält.
Fig. 2 ist. eine Unteransicht des Versehluss- mechanismus.
Fig.3 ist ein Schnitt entlang der Linie 3-3 in Fig. 2.
Fig. 4 ist eine perspektivische Ansieht eines Teils des Betätigungsmechanismus des Ver schlusses.
Fig. 5 ist eine Frontansicht des Verschlus ses und Fig. 6 ist ein Schaltungsschema.
Der beschriebene Verschluss soll als Ver- schluss dienen zum Exponieren von Linien, die auf einer Skala erscheinen sollen, und Fig.l der Zeichnung zeigt einen Apparat, der eine Grundplatte 11 aufweist, die eine Brücke 12 trägt, die den Raum über einem optischen Teilungstisch 13 überspannt, der einen runden, drehbaren Kopf 14 hat., auf dem eine kreisförmige, photographisch emp findlich gemachte Glasplatte 15 angebracht ist. Der optische Tisch hat eine kreisförmige Skala und enthält ein Prisma 16, um ein Bild der Skaleneinteilungen auf den Projektiöns- schirm 17 zu werfen.
Die Beleuchtung für diesen Zweck wird von einer Lampe 18 vor gesehen. Auf diese Weise kann der Tisch 14 mit grosser Genauigkeit in jede gewünschte Winkellage eingestellt werden. Diese Teile sind an sich bekannt.
Auf der Brücke 12 über dem Tisch und der Grundplatte 15 sind zwei optische Pro jektionsapparate angebracht, von denen der eine eine von einer Stütze 20 getragene Lampe 19 aufweist, die mit einem Verschluss 21 ver sehen ist, an dem auch eine Kondenserlinse angebracht ist, um Licht durch ein senkrech tes Rohr 22 nach unten zii schicken, das durch einen Knopf 23 eingestellt werden kann und am untern Ende mit einer Projektionslinse 24 versehen ist, ähnlich wie ein gewöhnliches Mi kroskopobjektiv.
Das Rohr 22 enthält einen schmalen Schlitz, dessen Bild verkleinert auf die Oberfläche der lichtempfindlichen Platte 1.5 geworfen wird, sobald der Verschluss 21 offen ist.
Der Schlitz im Rohr 22 ist so gelegen, dass sein Bild auf der Platte 15 radial liegt. Für jede Lage, in die die Platte 15 eingestellt wor den ist, wird der Verschluss betätigt, um auf der Platte 15 an jener Stelle ein Bild des Schlitzes zu erzeugen, das nach dem Entwik- keln zur Bildung einer der Skaleneinteilungs- marken auf der Platte dient.
Damit alle Ska- leneinteilimgsmarken gleich geschwärzt sind nachdem Entwickeln, ist es wichtig, dass die Öffnungszeit des Verschlusses 21 genau gleich ist für jede der einander folgenden Belich- tLmgen, und der dargestellte Verschluss soll dies sichern. Um die Scharfeinstellung des Bildes durch die Projektionslinse 24 zu er leichtern, ist eine Einstellvorrichtung 25 vor gesehen, so dass der Knopf 23 vor der Belieh- tung so bedient werden kann, dass das untere Ende des Rohres 22 die Einstellvorrichtung 25 berührt, wodurch die Scharfeinstellung er folgt.
Diese Vorrichtung ist speziell wün schenswert, da der Apparat immer in einem dunkeln Raum bedient werden muss, damit die Platte 15 keinen Schleier bekommt.
Auf dein Teil der Brücke 12, der über der dem Rohr 22 gegenüberliegenden Seite der Platte 15 liegt, befindet sieh ein zweiter Pro jektionsapparat, der eine von einer Stütze 30 getragene Lampe 29 aufweist, einen Versehluss 31, ein Projektionsrohr 32, einen Einstell knopf und eine Projektionslinse 34, wobei diese Teile gleich sind wie die entsprechenden Teile 19, 22, 23, 24 des Verschlusses 21; aber in diesem Fall enthält das Rohr 32 an Stelle eines Schlitzes, dessen Bild auf die Platte 15 geworfen wird, eine Halterung für einen Film, auf dem eine Reihe von Zahlen ein geschrieben sind, die den Zahlen der Eintei lungsmarken auf der Skala entsprechen, die auf photographischem Wege auf der Platte 15 angebracht werden müssen.
Die Einzel heiten der Filmhalterung sind auf der Zeieli- nung nicht gezeigt, aber die Öffnung, durch die der Film hindurchgeht, ist. mit 35 bezeich net. Wenn eine Belichtung ausgeführt wird, um,auf der einen Seite der Platte eine Linie einzuzeichnen, wird gleichzeitig der Verschluss 31 ausgelöst, um auf der gegenüberliegenden Seite der Platte eine Zahl einzuzeichnen, und der Film, der durch die Öffnung 35 geht, ist so synchronisiert, dass die Nummernreihe, die er einzeichnet, der Skaleneinteilung ent spricht.
Die Zeit, die zur Herstellung einer Skala benötigt wird, wird so herabgesetzt, da die Numerierung der Einteilungen und die Herstellung der Einteilungsmarken gleich zeitig vor sich geht. Die Verschlüsse 21 und 31 werden mittels einer Zugschnur 36 bedient, die mit Auslösehebeln 37 und 38 an den Ver-, schlüssen zusammenwirken, über eine Rolle 39 führt und am Ende einen Knopf 40 trägt.
Wenn man am Knopf 40 zieht, werden die bei den Verschlüsse in Betrieb gesetzt, und wegen der später beschriebenen elektrischen Schal- , tung ist die Wirkungsweise die, dass eine elektrische Uhr, mit 141 bezeichnet in Fig. 6, dann Impulse aussendet, die beide Verschlüsse 21 und 31 in Betrieb setzen, um eine Belich tung auszuführen. Die Verschlüsse arbeiten nicht wieder, bis sie durch Zug am Knopf 40 von neuem betätigt werden, so dass man Zeit hat, den Tisch 14 in die richtige Stellung auf die nächste Marke einzustellen. Darnach, wenn der Knopf 40 gezogen wird, erfolgt eine neue Belichtung.
Was nun die Konstruktion der Verschlüsse 21 und 31 betrifft, so sind beide gleich gebaut und in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellt. Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, umfassen die Ver- schlussteile eine reehteckige Platte 41, die als Kondenserfassung dient und zu diesem Zweek in der Mitte ein Loch hat zur Aufnahme der Kondenserlinse 42. Die Platte ist in einer zur Achse der Linse 42 parallelen Richtung ver dickt, um einen tafelförmigen Teil 43 zu bil den, über dem sich die Versehlussscheiben 44, 45 und 46 bewegen.
Die drei Verschlussschei- ben sind in Fig. 3 von der schmalen Seite her gesehen, und sie werden von einer Deekplatte 47 überdeckt, die genügend vom tafelartigen Teil 43 entfernt ist, um Raum für die Ver- schlussscheiben vorzusehen, die sehr dünn sind. Die Deckplatte 47 bildet einen Teil eines Ge häuses 48, das über das untere Ende der Lampe 19 oder auch 29 passt und das mit einem vorstehenden Rand 49 versehen ist, der mit einer Kante auf die Kondensereinfas- sung 41 passt, um so die Teile starr zu halten, wenn sie zusammengeschraubt sind.
In Fig.2 ist die Kondensereinfassung 41 entfernt worden, damit man die Verschluss- scheiben 44, 45, 46 und die Teile sieht, die sie betätigen. In Fig. 4, die eine perspektivische Ansicht ist, sind die Teile von unten gesehen, wie in Fig. 2, das heisst der Verschluss ist mit seiner Oberseite nach unten bezeigt, wobei die Kondensereinfassung entfernt ist,
die die Ver- schlussscheiben betätigenden Teile ein wenig voneinander entfernt gezeigt sind und die Ver- sehlussscheiben selbst ebenfalls entfernt sind. Der ganze -Mittelteil der Deckplatte 47 ist ebenfalls we-gebrochen in Fig.4, um die Zeichnung nicht zii verwirren durch nicht der Betätigung der Verschlussscheiben dienende Teile des Verschlusses.
Entlang der einen Kante ist der oben er wähnte tafelförmige Teil 43 der Kondenser- einfassungsplatte so geformt., dass er eine rechteckige Stange 50 führt, die eine Gleit stange zum Öffnen des Verschlusses darstellt. Oberhalb der Stange 50 (wenn sich der Ver- schluss in Arbeitsstellung befindet) ist eine weitere Stange 51, die eine Gleitstange zum Schliessen des Verschlusses darstellt. Zwischen diesen beiden Stangen werden die Scheibe 44 zum Schliessen des Verschlusses und die Scheibe 45 zum Öffnen des Verschlusses be tätigt.
Diese beiden Scheiben sind nierenför mige Teile, die entsprechend auf Zapfen 52 und 53 drehbar befestigt sind. Die Scheibe 45 zum Öffnen des Verschlusses trägt einen Be tätigungszapfen 55, der in eine Quernut 58 in der Gleitstange 50 zum Öffnen des Verschlus ses eingreift.
In ähnlicher Weise trägt die Scheibe 44 zum Schliessen des Verschlusses einen Zapfen 54, der mit einem Querschlitz 57 in der Gleit stange 51 zum Schliessen des Verschlusses zu sammenwirkt.
Die Gleitstange 50 zum Öffnen des Ver schlusses wird von einer Blattfeder 59 nach links in Fig.2 gedrückt; aber sie wird nor malerweise gehindert, sich unter dem Druck der Feder zu bewegen, durch eine Nase 60, die an der Gleitstange 50 hervorragt und mit einer Sperrklinke 70 zusammenwirkt, die als Verlängerung des Ankers 71 eines Elektro magnetes 72 ausgebildet ist. Wenn der Elek tromagnet 72 unter Strom gesetzt wird, wird der Anker 71 angezogen, die Sperrklinke<B>701</B> aus dem Bereich der Nase 60 bewegt, und die Gleitstange 50 bewegt sich nach links in Fig. 2, nimmt den Betätigungsstift 55 mit sich und schnellt so die Verschlussseheibe 45 atü.
Die Gleitstange 51 zum Schliessen des Verschlusses , wird auf gleiche Weise von einer nicht ge zeigten, der Feder 59 ähnlichen Feder, nach links gedrückt, und sie wird gehindert, sich zu bewegen durch eine Nase 61, die mit einer Sperrklinke 80 auf einem Anker 81 zusammen- , wirkt, der von einem Elektromagneten 82 be- tätigt wird. Wenn dieser Magnet. unter Strom gesetzt wird, wird die Gleitstange zum Schlie ssen des Verschlusses losgelassen, so dass sie sich nach links bewegt, den Betätigungsstift 54 der Verschlussscheibe 44 mit sich nimmt und so den Verschluss schliesst. Der Zeitraum zwischen den beiden Betätigungen der Elek tromagnete 72 und 82 bestimmt den Zeitraum, während dem der Verschluss offen bleibt.
In dem man zwei Stromstösse, einen dem Magnet 72 und den andern dem Magnet 82, in einem genau bestimmten Zeitraum voneinander zu führt, wird die Belichtungszeit des Verschlus ses genau bestimmt.
Wenn der Verschluss auf diese Weise be tätigt wurde, ist es nötig, dass er wieder ge spannt wird vor einer neuen Belichtung. Wenn das Spannen einfach durch Umkehrung des Bewegungsablaufes der Verschlussscheiben 44 und 45 ausgeführt würde, so würde eine weitere Belichtung während des Spannens erfolgen, die natürlich unerwünscht wäre. Demgemäss ist auf der den Gleitstangen 50 und 51 abgekehrten Seite der Deekplatte 47 die oben beschriebene Verschlussscheibe 46 bei 66 drehbar befestigt und bildet eine ab deckende Scheibe.
Diese abdeckende Scheibe trägt einen Betätigungsstift 67, der in einen Querschlitz 68 in einer die Verschlussabdek- 1±l@n ' betätigende Gleitstange 69 eingreift. Diese Gleitstange trägt einen Stift 78, der in einen Schlitz 79 an einer Aufzuggleitstange 83 eingreift.
Die Aufzuggleitstange 83 wird von zwei Federn 84 und 184 nach rechts, in r ig. 2, gedrückt, und in dieser Stellung wirkt der Stift 78 mit dem linken Ende des Schlitzes 79 zusammen und wird von den Federn 84 und 184 so gedrückt, dass er die Gleitstange 69 zum Betätigen der Verschlussabdeckung abenfalls nach rechts mitnimmt, weit genug, um die Verschlussabdeckseheibe 46 in die in Fig.2 gezeigte Stellung zu bewegen, bei der :
,ie die Verschlussöffnung freilegt, und dies ist die normale Stellung der Abdeckscheibe. Wenn der Verschluss gespannt werden soll, wird die Spanngleitstange 83 gegen die Feder kraft nach links bewegt. Diese Bewegung wird durch einen Hebel 85 (Fug. 4) bewirkt, der bei 86 drehbar gelagert ist und einen Schlitz 87 hat, in den ein an der Spanngleitstange 83 vorragender Stift 88 eingreift.
Eine Bewe gung des Hebels 85 in der durch den Pfeil 89 angezeigten Richtung wird daher die Spann- gleitstange 83 nach links gegen die Feder 84 und 184 bewegen, und eine Wirkung dieser Bewegung wird sein, dass sich der Stift 78 auf der Abdeckstange 69 nun nach links be wegen kann, wobei die Abdeckstange auch durch Federkraft in dieser Richtung gedrückt wird. In der Folge wird sich die Abdeek- scheibe 46 über die Verschlussöffnung 90 be wegen, um sie zu verdecken.
Wenn sich die Abdeckstange in Verdeckstellung befindet, kann sie sich nicht mehr weiterbewegen, da sie so lang gemacht. wird, dass sie bei 91 an das Ende ihrer Schlitzbahn anstösst; aber dies verhindert nicht die iVeiterbewegung der Spannstange 83, dank der durch den Schlitz 79 gewährten Bewegungsfreiheit.
Eine kreisförmige Vertiefung 92 ist in die Kondensereinfassungsplatte 41 eingeschnitten, und in dieser Vertiefung bewegt sieh ein Auf zugsring 93, der in Fig. 3 gezeigt und dessen Wirkungsweise am besten aus Fig. 4 ersicht lich ist. In Fig. 2 ist der Ring weggelassen, um einen vollständigen Überblick über die Teile zu haben, die in dieser Figur hinter ihm lie gen. Der Spannring 93 kann in der Vertiefung 92 gleiten, die konzentrisch zur Verschluss- öffnung 90 liegt, und er ist bei 94 mit einem ; Schlitz versehen, in den der Stift 88 ein greift. Daher nimmt er an der Bewegung der Spannstange 83 teil.
Diametral gegenüber dem Schlitz 94 ist der Ring 93 eingekerbt, wie bei 95 ersichtlich, und ein Stift 96 an der Gleit- , stange 50 zum öffnen des Verschlusses greift in die Kerbe ein. Wenn die Spannstange :83 genügend weit bewegt wurde, so dass die Ah deckplatte die Verschlussöffnung abdeckt, stösst die Kerbe gegen den Stift 96 und be wegt die Gleitstange zum öffnen des Ver schlusses so weit nach rechts, dass die Scheibe zum Öffnen des Verschlusses in die Stellung gebracht wird, die auf Fig. 2 gezeigt ist, wo sie die Verschlussöffnung 90 verdeckt.
Gleich zeitig wird die den Verschluss schliessende Gleitstange 51 nach rechts geschoben durch Zusammenwirken eines Stiftes 97, den sie trägt, mit einem Schlitz 98 der Gleitstange 50. Auf diese Weise wird die den Verschluss schlie ssende Scheibe 44 wieder in die Stellung in Fig. 2 gebracht. Sowohl die Gleitstange 50 wie die Gleitstange <B>51</B> werden in ihrer eingestell ten Lage durch die Nasen 60 und 61, die wie= der entsprechend mit den Klinken 70 und 80 zusammenwirken, gehalten.
Wenn nun der Hebel 85 losgelassen wird, werden Aufzugs stange 83 und Ring 93 durch die Federn 84 und 184 in ihre ursprüngliche Lage zurück gebracht und der Stift 78 wird durch sein Zusammenwirken mit dem Schlitz 79 nach rechts in Fig.2 geschoben, um die Abdeck- gleitstange 69 in ihre ursprüngliche Lage zu rückzubringen und die Abdeckscheibe 46 in die in. Fig. 2 gezeigte Stellung, und der Ver- schluss ist nun wieder ganz aufgezogen.
Die Feder, welche die die Abdeckseheibe betäti gende Gleitstange 69 nach links drückt, ist schwächer als die beiden Federn 84 und 184, die die Teile nach rechts drücken, wodurch sichergestellt ist, dass die Betätigung so statt findet, wie beschrieben wurde.
Der Hebel 85 trägt an seinem Ende die Auslösehebel 37 oder 38, die mit dem. Spann knopf 40 verbunden sind. Die Rolle 39, über die die Schnur 36 führt, die mit dem Spann knopf 40 verbunden ist, ist an einer geeigne ten Stelle ihrer Peripherie an der Schnur be festigt und trägt einen vorspringenden Teil. 136, der, sobald die Schnur in ihre Anfangs lage zurückkehrt, wenn der Knopf 40 losgelas sen wird, einen Kontakt 137 gegen einen Kon takt 138 drückt.
Während der Zeit des Span nens des Verschlusses, wenn am Knopf 40 gezogen wird, werden die Kontakte<B>137</B> und 138 voneinander getrennt aus einem Grund, der nachher erläutert werden wird.
Auf der Gleitstange 50 befindet sieh ein Daumen 150, der eine geneigte obere Fläche hat, die mit einer Stossstange 151. zusammen wirkt, die durch die Platte 41, in der die Kondenserlinse 42 gefasst ist, hindurchgeht. Die Stossstange 151 drückt gegen eine Kon taktfeier 152, die an einem isolierenden Block 153 auf der Rückseite der Platte 41 befestigt ist. Die Kontaktfeder 152 bewegt sich zwi- sehen den Kontaktfedern 154 und 155, und wenn der Verschluss in Bereitschaft gesetzt.
worden ist, hat die Stossstange 151 die Kon taktfeder 152 mit der Kontaktfeder 154 in Berührung gebracht, während sich bei ent spanntem Verschluss, wenn sich die den Ver- sehluss öffnende Gleitstange nach links bewegt hat, die Kontaktfeder 152 nach unten bewegt, bis sie die Kontaktfeder 155 berührt und den Stromkreis über die Kontaktfeder unterbricht. Diese elektrischen Stellkontakte an den Ver schlüssen werden für den Stromkreis verwen det, der in Fig. 6 gezeigt ist und dessen Schal tung nun beschrieben werden wird.
Wie schon gesagt, stammen die Impulse, die zuerst den Verschluss öffnen durch Er regen des Magnetes 72 und dann schliessen durch Erregung des l1agnetes 82, von einem Uhrwerk 14l.. Es gibt eine bekannte Art mit Pendel betriebener elektrischer Kontroll uhren, die Signale aussenden können in In tervallen von genau einer Sekunde, und diese Signale werden dazu verwendet, geeignete Re lais zu betätigen, die die Impulse an die 1Ia- ;nete 72 und 82 weiterleiten.
Die Impulse werden vom negativen Pol der Batterie über den Leiter 101 an einen Pol des Doppelpol schalters 102 und dann über den Leiter 103 und 104 zur Uhr und von der Uhr über den Leiter 105 zum Relaisbrett 106 geleitet, das in Fig. 6 durch eine strichpunktierte Linie an gedeutet ist. Dazu werden durch das Pendel der Uhr noch zwei Hilfskontakte 107 geschlossen nach jeder Doppelschwingung des Pendels, so da.ss alle zwei Sekunden ein weiterer Impuls vom positiven Pol der Batterie über den Leiter 1.10, den Schalter 102, die Leiter 111 und 109 zum Leiter 1.08 gegeben wird.
Diese zusätzli chen Impulse durch den Leiter 108 fallen immer zwischen aufeinanderfolgende Paare von Ein-Sekunden-Stössen durch den Leiter 105.
Das Relaisbrett 106 trägt vier Relais R1, R,:, R.; und R" unterhalb welchen je sechs Kontakte angebracht sind, wobei die drei Kon takte des Relais R1 auf der linken Seite mit R11 bzw. R12 und R13 bezeichnet sind und die drei Kontakte atü der rechten Seite mit R14 bzw. R15 und Rio. In gleicher Weise sind die Kontakte des Relais 2 auf der linken Seite mit R21 bzw. R22 und R23 bezeichnet und auf der rechten Seite mit R24 bzw.
R25 und Res. Diejenigen des Relais R3 sind in entsprechen der Weise mit R31 bis Ras bezeichnet, und beim Relais R4 stehen nur drei Kontakte in Ge brauch, nämlich R41, R42 lind R43. Wenn das Relais stromlos ist, sind die Verbindungen so, wie es auf der Zeichnung gezeigt ist, das heisst vom obersten zum untersten Kontakt auf bei den Seiten, aber wenn irgendein Relais Strom führt, wird diese Verbindung unterbrochen, und dafür wird der mittlere Kontakt mit den obersten verbunden, das heisst Rii mit R12, R14 mit R15, R21 mit R22 usw.
Angenommen, dass die Verschlüsse nun gespannt worden seien durch Zug am Knopf 40, so dass -die Gleitstangen 50 der Verschlüsse 21 und 31 nach rechts bewegt worden seien, wie in Fig. 6 gezeigt, und dass die Kontakte 152 und 154 geschlossen seien.
Sobald der Knopf 40 losgelassen worden ist und die Ralle 39 wieder ihre ursprüngliche Lage einnimmt, werden die Kontakte 137 und 138 geschlossen, und ein Stromkreis wird geschlossen, der vom positiven Pol der Batterie über den Leiter 112, die Kontakte Rii und R13, den Leiter 114 an die Klemmschraube 115 verläuft und dann über die Linie 116, Kontakte 138, 137, 152, 154, Linie 117 und über den Leiter 118 zur Spule des Relais R1, deren andere Zuleitung über einen gemeinsamen Nulleiter 119 mit dem negativen Pol der Batterie verbunden ist.
Das Relais R1 unterbricht den Stromkreis, durch den es betätigt worden ist, indem es die Verbindung zwischen Ril und R13 unterbricht, aber sogleich Rii mit R12 verbindet, das über den Leiter 132 und die Kontakte R31 und R33 mit dem Leiter 118 verbunden ist. Auf diese Weise hält sich das Relais selbst.
Gleichzeitig wird ein Stromkreis über den Hilfsleiter 108 gebildet, von den Hilfskontak ten 107 an der Uhr über Leiter 120, Kon takte R14 und R15, Leiter 121, Kontakte Res und R21 zur Spule des Relais R2 und dann über den Leiter 119 zum negativen Pol der Batterie. Sobald daher einer der Hilfsimpulse von der Uhr her durchgegeben wird, wird das Relais R2 betätigt.
Es schliesst einen Fest haltestromkreis für sich selbst über Leiter 110, Kontakte R43 und R41, Leiter 122, Kontakte R22 und R21 und es schliesst auch einen Strom kreis über Leiter 123 vom Signalleiter 105 der Uhr über Kontakte R25, R24 und Leiter 124 zur Spule des Relais R3. Sobald daher die Uhr den ersten der Sekundenimpulse, der auf den Hilfsimpuls folgt, über den Leiter 108 aus sendet, schliesst das Relais R3.
Gleichzeitig wird das Signal, das über den Leiter 105 von der Uhr kommt, weitergeleitet durch Leiter 125, Kontakte R34 und Ras, das Relais R3, Lei ter 126 und 127 zum Kontakt 152 des Ver schlusses 31 und dann durch Kontakt- 154 und Leiter 128 und 129 zu den Magneten 72 der beiden Verschlüsse 21 und 31, so dass die den Verschluss öffnenden Stangen 50 frei gelassen werden und die Verschlüsse geöffnet werden. Der Weg, über den der Impuls durch die Leiter 126 und 127 weitergegeben wird, wird kurz,darauf geschlossen durch den Be trieb des Relais R3, das den Kontakt R36 öffnet, und dadurch werden die Magnete 72; nachdem .
sie die Gleitstange 50 losgelassen haben, au genblicklich stromlos gemacht. Dies ist wich tig; da die Gleitstangen 50 bei ihrer Bewegung den Kontakt 152, 154 öffnen und den Leiter 127 mit dem Kontakt 155 des Verschlusses 31. verbinden, damit der nächste, über den Leiter 105 kommende Impuls die den Verschluss schliessenden Magnete 82, 82 über die Leiter 130 und 131 betätigen kann. Wenn das Relais R3 betätigt wird, wird der Stromkreis des Lei ters 132 über die Kontakte R31 und R33 unter brochen und das Relais R1 wird stromlos.
Das Relais R3, das nur kurzzeitig durch den Im puls durch den Leiter 105 betätigt worden ist, ist nun wieder stromlos und verbindet die Kontakte R34 und Rio wieder miteinander. In der Folge betätigt der nächste Impuls, der ge nau eine Sekunde später durch den Leiter<B>105</B> kommt, wieder die Verschlüsse über Leiter 123, Kontakte R25 und R24, Leiter 124 und 125, Kontakte R34 und Rio, Leiter 126 und Kon- takte 152 und 155 und betätigt so die den Ver- schluss schliessenden Magnete 82, 82 der Ver- schlüsse 21 und 31.
Nachher kommt ein weiterer Zwei-Sekun- den-Impuls über den Leiter 108, und da. das Relais Ri inzwischen stromlos geworden ist, wird dieser Impuls über den Leiter 120, die Kontakte Rio und P116 zum Leiter 133 und der Spule des Relais Ri weitergreleitet. Das Relais R4 wird betätigt,
unterbricht den Stromkreis über die Kontakte R41 und R4:3 und den Leiter 122, durch welchen Kreis das Relais R2 fest gehalten wurde.
Dadurch wird das Relais R2 stromlos und unterbricht den Stromkreis über die Leiter 105 und 123, durch welche den Verschlüssen Impulse zugesandt wurden. Nun kann keine weitere Betätigung mehr stattfin den, bis die Verschlüsse wieder gespannt wor den ,sind durch Betätigen des Knopfes 10, worauf der Kreislauf wieder von vorne be ginnt.
Mit Vorteil ist ein Warnlicht derart. mit. dem Stromkreis verbunden, dass es aufleuch tet, wenn der Versehluss gespannt i=st und aus löscht, wenn der Verschluss betätigt worden ist.