CH263285A - Verfahren zur Herstellung eines grünen Tetrakisazofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines grünen Tetrakisazofarbstoffes.

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CH263285A
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/50Tetrazo dyes

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines grünen     Tetrakisazofarbstoffes.            (xegenstand    der vorliegenden Erfindung  ist die Herstellung von grünen     Tetrakisazo-          farbstoffen,    die sich zum Färben von natür  licher oder regenerierter Zellulose sehr gut  eignen und dabei grüne Färbungen von bis  her in dieser     Farbstoffklasse    unerreichter  Reinheit des Farbtones ergeben.

   Diese lassen  sich nach bekannten Methoden mit Form  aldehyd oder mit     diazotiertem        p-Nitranilin     nachbehandeln, wobei die Wasser- und Wasch  echtheit und insbesondere die Echtheit bei  mehrfacher Seifenwäsche ganz erheblich ver  bessert werden, ohne dass der reine Farbton  wesentlich verändert wird. Dank dieser aus  gezeichneten Eigenschaften stellen die neuen       Tetrakisazofarbstoffe    eine wertvolle Ergän  zung der wichtigen Klasse von     nassechten          Nachbehandlungsfarbstoffen    dar.  



  Man erhält die neuen     Tetrakisazofarb-          stoffe    durch Vereinigung einer     tetrazotierten     m- oder     p-Mono-aminobenzoyl)-p-phenylendi-          aminverbindung    mit einem     Mol    einer in     p-Stel-          lung    zur     Hydroxylgruppe    kuppelnden     o-Oxy-          carbonsäure    der     Benzolreihe    und einem     Mol     einer in     p-Stellung    zur     Aminogruppe    kup  pelnden     

  1-Amino-2-alkoxynaphthalinverbin-          dung,    durch     Weiterdiazotierung    des     Amino-          disazofarbstoffes    und Kupplung der     Diazo-          verbindung    entweder mit einer in     o-Stellung     zur     Hydroxylgruppe    kuppelnden 1-(m- oder  p -     Aminobenzoylamino)

      -8 -     oxynaphthalinsul-          fonsäure    oder mit einer in     o-Stellung    zur     Hy-          droxylgruppe    kuppelnden m- oder     p-Amino-          benzoylamino-oxynaphthalinsulfonsäure,    deren         Acylamino-    und     Hydroxylgruppen    sich an  den für zweikernige     Naphthochinone    mögli  chen Stellungen des     Naphthalinringes    befin  den,

       Weiterdiazotierung    des     Aminotrisazo-          farbstoffes    und Vereinigung der     Diazoverbin-          dung    mit einer zweimal kupplungsfähigen       1,3-Dioxy-,        1,3-Diamino-    oder     1,3-Oxyamino-          verbindung    der     Benzolreihe,    wobei man die  Komponenten so wählt, dass der     Tetrakisazo-          farbstoff    mindestens 3 und nicht mehr als  4     Sulfonsäuregruppen    enthält.  



  Zur Herstellung der     Tetrakisazofarbstoffe     eignen sich demnach  a) die in     p-Stellung    zur     Hydroxylgruppe     kuppelnden     o-Oxycarbonsäuren,    wie beispiels  weise die     Salicylsäure,    die     o-Kresotinsäure,     die     m-Kresotinsäure,    die     3-Chlor-2-oxybenzoe-          säure;

       b) die m- und     p-Monoaminobenzoylverbin-          dungen    von     p-Phenylendiaminverbindungen,     die auch die in     Azofarbstoffen    üblichen     Sub-          stituenten    enthalten können, also beispiels  weise das     4-(4'-Aminobenzoylamino)-1-amino-          benzol,    das 4-     (3'-Aminobenzoylamino)        -1-amino-          benzol,    die     5-(3'-oder4'-Aminobenzoylamino)-          2-aminobenzol-l-carbonsäuren,    die 5-(3'- oder       4'-Aminobenzoylamino)

          -2-aminobenzol-l-sul-          fonsäuren,    die     5-(3'-Amino-4'-methylbenzoyl-          amino)-    oder die     5-(3'-Amino-4'-chlorbenzoyl-          amino)-2-aminobenzol-l-carbonsäuren    oder     -1-          sulfonsäuren,    wobei wegen ihrer leichten Zu  gänglichkeit, ihrem günstigen Verhalten bei  der Herstellung der     Tetrakisazofarbstoffe     und ihrem vorteilhaften Einfluss auf die      Reinheit des Farbtones die 5-(3'- und     4'-          Aminobenzoylamino)

      - 2 -     aminobenzol-l-sulfon-          säuren    hervorzuheben     sind;     c) die in     p-Stellung    zur     Aminogruppe          kuppelnden        2-Alkoxy-l-aminonaphthalinver-          bindungen,    beispielsweise das     2-Methoxy-    oder  das     2-Äthoxy-l-aminonaphthalin    und beson  ders die     2-Methoxy-    oder     2-Äthoxy-l-amino-          naphthalin-6-sulfonsäuren,    die     2-(Carboxy-          methoxy)

          -1-aminonaphthalin-6-sulfonsäure;          d)    entweder die in     o-Stellung    zur     Hy-          droxylgruppe        kuppelnden    1-(3'- oder     4'-          Aminobenzoylamino    );

  - 8 -     oxynaphthalinsulfon-          säuren,        wie    beispielsweise die 1-(3'- oder     4'-          Aminobenzoylamino)    -8 -     oxynaphthalin-    4 -     sul-          fonsäuren,    die 1-(3'- oder     4'-Aminobenzoyl-          amino)    , 8 -     oxynaphtlialin    -<B>3,6</B> -     disulfonsäuren     bzw.

       -4,6-disulfonsäuren,    oder die     in        o-Stel-          hnig    zur     Hydroxylgruppe        kuppelnden        m-          oder        p-Aminobenzoylamino-oxynaphthalinsul-          fonsäuren,

      deren     Acylamino-    und     Hydroxyl-          gruppe    sich an den für     zweikernige        Naphtho-          chinone    möglichen Stellungen des Naphthalin  ringes     befinden    (siehe     Richter-Anschütz,    Che  mie der     Kohlenstoffverbindungen,    12.

       Aufl.        II     [2] 679), also Derivate des 1,5-, 1,7-, 2,6- und       2,8-Aminonaphthols,    beispielsweise die     1-(3'-          oder        4'-Aminobenzoylamino)-5-oxynaphthalin-          7-sulfonsäuren,    die 1-(3'- oder     4'-Aminoben-          zoylamino)-7-oxynaphthalin-.3-    bzw.

       -4-sulfon-          säuren,    die     2-(3'-    oder     4'-Aminobenzoylamino)-          6    -     oxynaphthalin    -     8-sulfonsäuren,    die     2-(3-          oder        4'-Aminobenzoyl)-8=oxynaphthalin-6-sul-          fonsäuren    bzw.

       -3,6-disul.fonsäuren,    während  die     sonst    häufig verwendeten     Aminobenzoyl-          derivate    der     2-Amino-5-naphtholsulfonsäuren,     die nicht unter die oben gegebene Definition  fallen,     in    analog aufgebauten Farbstoffen       viel    wertlosere trübe und oft nach     oliv    ver  schobene     Farbtöne    ergeben und darum aus  geschlossen sein sollen.

   Aus der Gruppe der  oben aufgezählten dritten Kupplungskompo  nenten sind wegen der grösseren Reinheit der  zum Schluss erhältlichen     Tetrakisazofarbstoffe     ganz allgemein die     3'-Aminobenzoylaminover-          bindungen    vorzuziehen -und-wegen der beson  ders brillanten Farbtöne der damit erzeugten  Farbstoffe besonders die 1-(3'-Aminobenzoyl-         amino)-8-oxynaphthalin-3,6-    bzw.     -4,6-disul-          fonsäuren    hervorzuheben;

    e) als     Sehlusskomponenten    die zweimal       kupplungsfähigen        1,3-Dioxy-,        1,3-Diamino-          iuid        1,3-Oxyaminoverbindungen    der Benzol  reihe, wie beispielsweise das     1,3-Dioxybenzol,     das die besten Farbstoffe liefert, das     1,3-Di-          aminobenzol,    das     1,3-Diamino-4-methylbenzol     und das     1-Amino-3-oxybenzol.     



  Die grünen     Tetrakisazofarbstoffe    besitzen  die allgemeine Formel  A     KB        >    C D     >E     worin die Symbole A, B, C, D und E den im       Farbstoffmolekül    eingebauten,     und        a)    bis e)  aufgezählten Verbindungen entsprechen.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun  ein Verfahren zur Herstellung eines grünen       Tetrakisazofarbstoffes.    Das Verfahren ist da  durch     gekennzeichnet,    dass man die     tetrazo-          tierte        4-(4'-Amino-benzoylamino)-1-amino-ben-          zol-2-sulfonsäure    zuerst mit 1     Mol        1-Oxy-5-          methyl-benzol-2-carbonsäure,    dann mit 1     Mol          1-Amino-2-methoxy-naphthalin-    6     -sulfonsäure     vereinigt,

       denAminodisazofarbstoff        diazotiert     und mit     2-(3'-Amino-benzoyl-amino)-6-oxy-          naphthalin-8-sulfonsäure        zum        Aminotrisazo-          farbstoff    vereinigt, diesen     weiterdiazotiert     und.     schliesslich    mit     1,3-Dioxy-benzol    kuppelt.  



  Der erhaltene neue     Tetrakisazofarbstoff     stellt ein dunkelgrünes Pulver dar, welches  sich in Wasser     gelbstichig        grün    und in     konz.     Schwefelsäure     mit    brauner Farbe löst. Er  färbt Fasern aus natürlicher oder regenerier  ter Zellulose in grünen Tönen.

   Durch     Nach-          behandeln.        mit    Formaldehyd oder Entwickeln  mit     diazotiertem        p-Nitranilin    erhält man Fär  bungen von ausgezeichneten     Nassechtheiten.          Beispiel:     30,7 Teile     4-(4'-Amino-benzoylamino)-1-          amiuo-benzol-2-sulfonsäure    werden wie     üblicb          tetrazotiert        und    mit 15,2 Teilen     1-Oxy-5-me-          thyl-benzol-2-carbonsäure    zum Zwischenpro  dukt vereinigt.

   Wenn dieses fertig gebildet  ist, stellt man mit einem Gemisch von 20 Tei  len Essigsäure 40% und 25 Teilen konzen  trierter     Salzsäure        schwach    sauer und verei-      rügt mit einer neutralen Lösung von 25,3 Tei  len 1-     Amino    - 2 -     methoxy-naphthalin-6-sulfon-          säure    in 300 Teilen     Wasser.    Zur Beschleuni  gung der Kupplung     wird    mit 4 Teilen     Na-          triumearbonat    bis zur schwach sauren Reak  tion abgestumpft.

   Man löst den gebildeten       Disazofarbstoff    mit 5 Teilen     Ätznatron,    ver  mischt mit 425 Teilen Kochsalz, 200 Teilen  konzentrierter Salzsäure und     diazotiert    mit  8,2 Teilen     Natriumnitrit    bei 250. Nach be  endeter     Diazotierung    wird filtriert und ge  waschen.

   Die     Diazoverbindung    wird in Gegen  wart von 200 Teilen     Pyridin    und 25 Teilen       krist.        Natriumacetat    mit 35,8 Teilen     2-(3'-          Amino    -     benzoylamino)    -     6-oxy-n        aphthalin-8-sul-          fonsäure    in 250 Teilen Wasser vereinigt. Man  filtriert den mit Kochsalz abgeschiedenen       Trisazofarbstoff    und wäscht mit verdünnter  Sole.

   Man schlämmt in 200 Teilen Wasser  und 3 Teilen     Ätznatron    an und     diazotiert    bei  10 bis 120 mit 8,2 Teilen     Natriumnitrit    und  70 Teilen     konz.    Salzsäure. Nach beendeter     Di-          azotierung    wird mit 11 Teilen     1,3-Dioxy-ben-          zol    in Gegenwart von 40 Teilen     Natriumcar-          bonat    zum     Tetrakisazofarbstoff    gekuppelt.    Der fertig gebildete Farbstoff wird mit Koch  salz isoliert, filtriert und getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines grünen Tetrakisazofarbstoffes, dadurch gekennzeich net, dass man die tetrazotierte 4-(4'-Amino- benzoylamino) -1- amino-benzol - 2 - sulfonsäure zuerst mit 1 Mol 1-Oxy-5-methyl-benzol-2-car- bonsäure, dann mit 1 Mol 1-Amino-2-me- thoxy-naphthalin-6-sulfonsäure vereinigt,
    den Amino-disazofarbstoff diazotiert und mit 2 <B>(3'-</B> Amino-benzoylamino) - 6-oxy-naphthalin-8- sulfonsäure zum Aminotrisazofarbstoff ver einigt, diesen weiterdiazotiert und schliesslich mit 1,3-Dioxy-benzol kuppelt. Der erhaltene neue Tetrakisazofarbstoff stellt ein dunkelgrünes Pulver dar; welches sich in Wasser gelbstichig grün und in konz. Schwefelsäure mit brauner Farbe löst.
    Er färbt Fasern aus natürlicher oder regenerier ter Zellulose in grünen Tönen. Durch Nach behandeln mit Formaldehyd oder Entwickeln mit diazotiertem p-Nitranilin erhält man Fär bungen von ausgezeichneten Nasseehtheiten.
CH263285D 1947-12-23 1947-12-23 Verfahren zur Herstellung eines grünen Tetrakisazofarbstoffes. CH263285A (de)

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