Elektrische Gleichlauf-Übertragungseinrichtung mit gesichertemqGleiehlauf. Elektrische Gleichlauf-Übertragungsein- nchtungen haben den Zweck. den Gleichlauf c an Wellen oder umlaufenden sicherzustellen, die aus räumlichen oder haulieben Gründen nicht mechanisch mitein- Ander verbunden werden können. Einrichtun- n dieser Art sind bekannt.
Sie bestehen ;illgemein aus einem mechanisch angetrie- 1-unen :Motor und einem mechanisch a.ntrei- henden -Motor, die durch Leitungen zu einem Stromkreis verbunden sind und entweder mit Wechselstrom allein oder mit Gleichstrom und Wechselstrom gespeist erden.
Die Wirksamkeit dieser Einrichtungen be- ru.bt darauf, dass die vom Strom durchflos- senen Spulen beider Motoren das Bestreben haben, eine bestimmte relative Lage zuein- ;Inder stets beizubehalten.
Infolgedessen er zwingt z. B. jede Drehung des Rotors des einen Motor, eine entsprechende Drehung des Rotor. des andern Motors der Gleichlauf- t'berl ragungseinrichtung.
1)ie#c immer gleiche uTirl:ungsweise der elektrischen (-v'leichlauf-l'bertragungseinrich- lnngen kann durch verschiedene Schaltungen hervorgebracht werden.
Zum Beispiel ist be- l:annt, die Primärteile der -Motoren zusammen- zUschalten, einzelne Wicklungen entweder kurzzuschliessen oder Widerstände davorzu- schalten und die Sekundärstelle ein-, zwei- oder dreiphasig mit Wechselstrom allein oder in it Gleichstrom und Wechselstrom zu erregen.
Alle diese bekannten Einrichtungen ge nügen aber beispielsweise den Anforderungen des Werkzeugmaschinenbaues nicht. Bei ein-. zwei- oder dreiphasiger Speisung des Primär teils mit Wechselstrom fallen die beiden Mo toren der Einrichtung bei stossweiser Be lastung sofort aus dem Gleichschritt, und der mechanisch antreibende Motor läuft mit der seiner Polzahl und Netzfrequenz entsprechen den Drehzahl -weiter. Die Folgen davon sind i erstörungen an der mit einer solchen Ein richtung versehenen Maschine.
Bei den bis jetzt bekannten Einrichtungen mit Speisung durch Gleich- und uTechsel- stromwerden ausgesprochene Synchronmotoren verwendet. Der Zuschuss des 'Wechselstromes bezweckt hier die Schaffung eines Dreh momentes auch bei geringen Drehzahlen der Rotoren. Dieser Zweck wird zwar erreicht. aber der Rotor des mechanisch antreibenden Motors weist dabei einen namentlich bei ge ringen Drehzahlen - beispielsweise bei 30 Umdrehungen in der Minute und darun ter - deutlich beobachtbaren ruckweisen Lauf auf.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Gleichlauf-Übertragungseinrichtung mit siche rem und glattem Gleichlauf, die sich der Asyn- chron-Schleifringläufermotoren bedient und die gegen stossweise Belastung unempfindlich ist. Im nachfolgenden werden verschiedene Ausführungsbeispiele derselben näher be schrieben.
Die elektrische Gleichlauf-Übertragungs- einrichtung nach Fig. 1 besteht im wesent lichen aus zwei Drehstrom-Asynchron-Schleif- ringläufermotoren <I>a</I> und<I>b,</I> die über ihre Schleifringe zusammengeschaltet sind und deren Ständerwicklungen, wie aus den Schalt- bildern zu ersehen ist, in der Weise aufge teilt ist, dass zwei Phasen mit Wechselstrom und die .dritte Phase mit Gleichstrom erregt wird. Der Gleichstromzusatz erfüllt dabei den Zweck, den Gleichlauf beider Motoren im weiten -Drehzahlbereich auch bei stossweiser Belastung zu sichern.
Motor a erhält mechanischen Antrieb. In Fig. 1 erfolgt dieser Antrieb z. B. von der Planscheibenwelle C aus über die Stirnräder d und e des Spindelstockes einer Plandrehbank. Motor b sitzt am beliebig versetzbaren Sup portbett f und macht die Drehung des Mo tors a in genauem Gleichschritt mit.
Die Schaltung der Gleichlauf-Übertra- gungseinrichtung ist in verschiedener Weise möglich. In Fig. 2 z. B. sind zwei Phasen wicklungen in jedem Ständer parallel geschal tet, wobei letztere bezüglich dieser Wicklun gen hintereinander mit Wechselstrom gespeist werden, die Wicklungen der dritten Phase beider Ständer werden hintereinander mit Gleichstrom erregt. Der Wechselstrom fliesst von der Stromquelle nach FZ, von dort nach W Y, dann nach WI Y,, weiter nach V- ,Z., und zur Stromquelle zurück.
Der Gleich strom fliesst von der Stromquelle über U nach X, von X nach X, und über U, zur Strom quelle zurück. Die Rotorwicklungen sind über die Schleifringe zusammengeschaltet, und zwar sind 2c und u1, <I>v</I> und v, und<I>w</I> und w1 verbunden.
In Fig. 3 sind zwei Phasenuricklungen in jedem Ständer liintereinandergeschaltet, iÄ=obei letztere bezüglich dieser Wicklungen hintereinander mit Wechselstrom gespeist wer den. Die Wicklungen der dritten Phase der Ständer werden hintereinander mit Gleich sirom erregt. Der Wechselstrom fliesst von der Stromquelle nach U, über X Y nach Tr, von V nach V1, über X, Y, nach U, und von dort zur Stromquelle zurück. Der Gleichstrom fliesst von der Stromquelle über Z nach W, <I>von W</I> nach<I>W,</I> und über Z, zur Strom- quelle zurück.
Die Rotorwicklungen sind über Schleifringe zusammengeschaltet, und zwar sind 2c und 2c1, v und<I>v,</I> und w<I>und w,</I> ver bunden.
In F'ig. 4 sind zwei Phasenwicklungen in jedem Ständer parallel geschaltet, wobei letz tere bezüglich dieser Wicklungen parallel mit Wechselstrom gespeist werden. Die Wicklun gen der dritten Phase der Ständer werden hin tereinander mit Gleichstrom erregt. Der Wech selstrom fliesst. von der Stromquelle nach U Y und U, Y" über TT X und V1 X, zur Strom quelle zurück. Der Gleichstrom fliesst von der Stromquelle über W nach Z, von Z nach Z, und über W, zur Stromquelle zurück.
Die Rotorwicklungen sind über die Schleifringe zusammengeschaltet, und zwar sind 2c und 2c,, v und v, und w und w, verbunden.
In Fig. 5 sind zwei Phasenwicklungen in jedem der Ständer parallel geschaltet, wobei letztere bezüglich dieser Wicklungen parallel mit Wechselstrom gespeist werden. Der Wechselstrom fliesst von der Stromquelle nach IV X und<I>W, X,</I> nach Ir <I>Z</I> und LT, Z, zur Stromquelle zurück. Die Wicklungen der drit ten Phase der Ständerwicklungen werden ge trennt mit Gleichstrom gespeist. Der Gleich strom fliesst von der,Stromquelle nach Y, dann nach T' bzw. von der Stromquelle nach Y, dann nach V, und zur Stromquelle zurück.
Die Rotorwicklungen sind über die Schleif ringe zusammengeschaltet, und zwar sind ic und 2c,; <I>v</I> und<I>v,</I> und<I>w</I> und<I>w,</I> verbunden.
In Fig. 6 sind die Ständerwicklungen im Dreieck geschaltet, die an zwei Phasen hin tereinander mit Wechselstrom gespeist wer den. Parallel zur dritten Phase der Ständer wicklungen liegt ein Widerstand P bzw. R,, der den Zweck hat, die dritten Phasen U X und U,X, für den Durchgang des Wechsel stromes weitgehend zu sperren. Der Wechsel strom fliesst von der Stromquelle nach Y und über den Widerstand nach Z, dann nach W Y, Ureiter über<I>W, Y,</I> nach Z, und über den Widerstand V, und schliesslich zur Strom quelle zurück.
Der Gleichstrom fliesst von der Stromquelle nach<I>U,</I> über X nach<I>X,</I> und über U, zurück zur Stromquelle. Die Rotor- -ichlungen sind über die Schleifringe zu- sammengeschaltet, und zwar sind it und -u1. l' und r1 und ?v und ?v1 verbunden.
Eine sinngemässe Vertauschung der An- ,#cliliiszse ist bei jedem Beispiel ohne Nachteil ii:ii-,lich; dagegen führt eine beliebige Ver- tausehung eine störende Bremswirkung herbei.
Die grösste praktische Bedeutung kommt cieri beiden unter sich gleichwertigen Schal tungen nach rig. ? und 3 zu. Sie haben den Schaltungen nach hig. 4 und 5 gegenüber den Vorteil, dass bei ihnen die Stromaufnahme beider Motoren der Gleichlaufeinrichtung un bedingt gleich ist. hig. 6 zeigt nur beispiels- i\7eiSe wie die Schaltung der Einrichtung auch sonst noch möglich ist.
Den Wechselstrom wird man im all,--e- meinen dem Drehstromnetz entnehmen. Zur Erzeugung der verhältnismässig sehr geringen Clleichstrominenge genügt in der Regel ein an das Netz geschalteter Transformator mit Trockengleichrichter.