Klein-Schiefianlage. Beim Schiessen mit Einsatzschiessapparaten war der Scliütze bis jetzt genötigt, nach Schussabgabe seinen Platz zu verlassen, um den SchusseinscUlag zu kontrollieren und, wenn mit Bolzen geschossen, diesen zurück- zuliolen. Bei der Kleinschiessanlage nach vor liegender Erfindung, welche in Lokalen oder -im Freien aufgestellt werden kann, fällt die- sier Nachteil dahin.
Durch diese Vereinfa- eliung wird die Sehiessfreudigkeit angeregt und das Trainingsschiessen vorteilhaft ge fördert.
Die Kleinsc'hiessanlage gemäss der vor liegenden Erfindung besitzt einen Rollwagen, der mit einem elektrischen Motor versehen ist und sich auf einer Fahrschiene hin und her bewegen kann. Auf der Vorderfront des Rollwagens ist ein auf einer beweglichen Hinterlage, ruhendes Scheibenbild angebracht, das sich beim Aufschlag des Gesehosses samt Hinterlage nach hinten neigt. Durch diese Bewegung -wird ein Kippsvhalter umgestellt, der den Stromkreis Zum Motor schliesst und somit den Motor samt Rollwagen in Bewe gung setzt, so dass der Rollwagen zum Stand ort des Schützen fährt. Hier wird der Roll wagen durch eine Aussehaltvorriehtung an gehalten.
Die Anlage ist mit einer Geldeinwurf- vorrichtung versehen und<U>ist</U> für Hotels, Restaurants usw. <U>bestimmt.</U><B>-</B> Diese Einricli- tung nötigt den Schützen, ein Geldstück ein zuwerfen, um eine gewisse Anzahl Sehüsse abgeben zu können. Eine, besondere Aus- führungsform ermöglicht beispielsweise, dass nach Einwurf einest Zwanzigrappenstückes der Rollwagen<B>3</B> mal hin und her rollt.
Die Einrichtung kann auch so abgeändert werden, dass mehr oder weniger Schüsse abgegeben werden, bezw. der Rollwagen mehr oder we niger mal hin, und her rollt.
Die Anlage kann in verschiedenen Grö ssen gebaut werden, so zum Beispiel für Lo- kaliaten für ca. 2 bis 25 m Distanz oder für im Freien -bis zu<B>50</B> m Länge. Für kleine Anlagen werden zweckmässigerweise Sellei- benbilder von ca. <B>1</B> dm' verwendet, für grössere Anlagen werden die Dimensionen dementsprechend grösser.
In der Zeichnung zeigt Fig. <B>1</B> ein Aus- fülirungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Seitenansicht.
In Fig. 2 sind die Stellungen der Kipp schalter während der Fahrt nacli hinten er sichtlich.
Fig. <B>3</B> zeigt die Stellungen der Kipp- schalt-,er während der Fahrt nach vorn.
Fig. 4 zeigt die Stellungen der Kipp schalter bei Stillstand des Rollwagens hinten und vorn beim Standert des Schützen, und Fig. <B>5</B> zeigt die Stellungen der Kipp- 6chalter, nachdem auf den an der Vorderfront befindlichen Druckknopf gedrückt worden ist, vor dem Einwurf des Geldstückes.
Die Stromzufuhr zum Motor w erfolgt durch vier der Fahrschiene entlang be festigte blanke Metailschienen, <B>1,</B> 2,<B>3,</B> 4. Von den Metallschienen aus wird der Strom duxeli gleitende Stromabnehmerfüsschen auf den Mutür übertragen.
Der Motor w, ein Kurzschlussanker-Ein- phasen-Niederspannungsmotor, wird direkt an das Lichtnetz angeschlossen. Bei zu hoher Spannung muss der Strom für Spielzeuge weg-en Lebensgefahr vorschriftsgemäss auf mindestens 24 bis<B>6</B> Volt reduziert, resp. transformiert werden.
Die Anlage kann auch mit Akkumula- torenbatterien betrieben werden, wenn der Motor ein Gleichstrommotor ist.
Wie in den Figuren<B>2-5</B> ersichtlich ist, erhält der Motor w über einen Transforma- to-r <B>y</B> 220 Volt/24 Volt Spannung zum<B>An-</B> trieb. Die beiden Kippschalter<B>1</B> und i sind für die' Umschaltung bestimmt. Der Kipp schalter<B>1</B> bewirkt den Vorwärtsgang, der Kipps,chalter i den Rückwärtsgang. Ein zu sätzlicher Tran<B>-</B> sformator x 220 Volt/24 Volt \bewirkt in Verbindung mit einem. Block- kondensatür z die Phasenverschiebung, damit das Anlaufen des Motors w ermöglicht wird.
Der Rollwagen steht zu vorderst beim Standort des Schützen, Fig. <B>5.</B> Der Schütze wirft ein Zwanzigrappenstück in den Ein- wurfkanal a, der so bemessen ist, da3 das Geldstück frei hinunterfallen kann.
Beim Hinunterfallen stösst das Geldstück an den lIebelarm b. Durch dies-en Stoss wird der Hebelarm<B>b</B> entgegen der Wirkung einer Fe der um einige Zehntelsmillimeter ver- schwenkt. Am Helklarm, <B>b</B> ist ein Auflage nocken c angebracht.
Dem gegenüberliegend befindet sieh eine Fallklinke<B>d,</B> deren vorde res, Ende vom Auflagenocken c so lange fest gehalten wird, bis das Geldstück beim lipIr- unterfalleu den Ilebelarin <B>b</B> verschwenkt. Bei dieser Bewegung gleitet die Fallklinke <B>d</B> unter Wirkung einer Feder vom Auflage nocken c ab und stösst auf einen vorstellenden Nochen am zweipoligen Kippschalter e, der durch diesen Stoss umgekippt wird.
Durch den zweipoligen Kippschalter e wird der Stromkreis zum Motor w über den einge schalteten Kippschalter i, Fig. 2, geschlossen. Durch den gleichen Kippschalter e und im gleichen Moment wird die Lampe<B>f,</B> die, das Selieibenbild beleuchtet, eingeschaltet und so gleich fährt der Rollwagen, bis zum hintern Ende der FaUrschiene, wo er aufgehalten wird. Der Kippschalter e bleibt in eingeschal teter Stellung, bis der Röllwagen dreimal hi-n und hei! gefahren ist.
Das Anhalten des Rollwagens am hintern Ende der Fahrseliiene geht wie folgt vor sich. <B>An</B> der Vorderfront des Rollwagens be findet sieh ein Druckliebelarm <B>g</B> mit Druck- knopf, der in der Achse v drehbar gelagert ist. Wenn der Rollwagen nach hinten fährt, steht der Hebelarm<B>g</B> in nach unten geneigter Stellung, auf der Zeichnung durch leinen ein- gezeichneten Pfeil über dem Druckknopf an gedeutet. Am hintern Ende der F ahrschiene ist eine keilförmige Erhöhung h angebracht.
Wenn der Rollwagen über die Erhöhung h fährt, gleitet der nach unten geneigte Druck hebelarm<B>g</B> über die Erhöhung h und wird dadurch nach oben verseUwenkt. Durch diese Bewegung nimmt der Druchliebelarm <B>g</B> einen vorstehenden Noeken des Kippschalters i mit. Dadurch wird der Kippschalter i umgekippt, der Strom zum Motor w unterbrochen und der Rollwagen hält an, Fig. 4.
Nun kann ein Schuss abgegeben werden. Wenn das Geschoss auf dem SeUeibenbild einschlägt, wird durch den Aufschlag das Scheibenbild samt Hinterlage<B>k</B> nach -rück wärts geschoben. Durch diese Bewegung wird der Kippschalter <B>1</B> umgekippt, Fig. <B>3,</B> der Stromkreis zum Motor w geschlossen und der Rollwagen fährt nach vorn bis zum Standort des Schützen, wo er angehalten wird.
Das Anhalten des Rollwagens am Stand ort des Schützen geht wie folgt vor sich: Die Scheibenhinterlage kist in der Achse in drehbar gelagert. Von diesem Drehpunkt des Lagers in aus ist eine im rechten Winkel, nach hinten verlaufende Kufe ii, angebracht, die bei geschlossener Stromkreisstellung um einige Grad nach unten und die Scheiben- hinterlage <B>- k</B> nach hinten geneigt ist. Am vorderen Ende der Fahrschiene befindet sieh eine keilförmige Erhöhung o.
Wenn die Kufe n auf die Erhöhung o aufläuft, wird die nach unten geneigte Kufe n nach oben und somit die bewegliche Scheibenhinterlage <B>k</B> nach vorn geschoben. Durch diese Bewe gung wird der Kippschalter<B>1</B> umgekippt, der Stromkreis zum Motor w unterbrochen und der Rollwagen hält an, Fig. 4. Wenn der Schuss kantrolliert ist, drüdl-,t der Schiessende auf den Knopf des Druckhebelarmes 9, <B>wo-</B> durch sich der Druckhebelarm<B>g</B> nach unten neigt.
Durch diese Bewegung wird der Kipp- schalter i umgekippt, Fig. 2, der Stromkreis zum Motor w geschlossen und der Rollwagen fährt nach hinten bis zum hintern Ende der Fahrschiene, wo er wieder aufgehalten -wird. Jetzt kann ein weiterer Schuss abgegeben werden.
Wenn der Rollwagen zum dritten Mal beim Standort des Schützen angelangt und der Schuss kontrolliert ist, drückt der Schie ssende auf den Knopf des Hebelarmes<B>g.</B> Durch diese Bewegung<B>-</B> des Druckhebel armes<B>g</B> wird der Kippschalter i umgekippt, der Stromkreis zum Motor w geschlossen. Je <B>doch</B> fährt jetzt der Rollwagen nicht weiter, er ist blockiert.
Das geschieht auf folgende Weise: Neben dem Kippschalter e ist ein Doppel zahnrad<B>p</B> und q angebracht. Das Zahnrad<B>p</B> weist neun Zähne auf, das Zahnrad q nur drei Zähne und besitzt zugleich drei Hebenocken it, die dazu dienen, die Fallklinke d auf den Auflagenocken c zu heben. Beide Zahnräder sind miteinander fest verbunden und drehen sich gemeinsam auf der gleichen Achse im Uhrzeigersinn. Das Doppelzahnrad<B><I>p,</I></B> q wird bei jedem Druck auf den Druckhebelarm<B>g</B> von demselben um einen Zahn des Zahnrad-es <B>p</B> weiter gedreht.
Ist nun zweimal auf den Druckliebelarm. <B>g</B> gedrückt worden, hat sieh folglich der Rollwagen auf der Fahrschiene zweimal hin und her bewegt. Nun steht ein Zahn des Zahnrades q vor dem zweipoligen Kippschalter e. Wenn nun zum dritten Mal auf den Druckhebelarm<B>g</B> gedrückt -wird, stösst der Hebenocken u an die Fallklinke d, hebt dieselbe hoch, gleitet weiter und lässt das vordere Ende der Fallklinke<B>d</B> auf den Auflagenocken c fallen.
Der zweipolige Kipp schalter e wird von einem Zahn des Zahn- rades q umgekippt, der Stromkreis zum Mo tor iv und zur Beleuchtung unterbrochen und der Rollwagen ist blockiert, Fig. <B>5.</B> Jetzt ist der Seilütze genötigt, von neuem ein Geld stück einzuwerfen, damit der Rollwagen wei ter fahren kann.
Die Geld:einwurfvorrichtung kann auch so ausgeführt werden, dass- mehr oder weniger Schüsse abgegeben werden können, bezw. der Rollwagen sich mehr oder weniger Mal hin und her bewegt, indem das Zahnrad<B>p,</B> das die Gaugzahl des Rollwagens<U>bestimmt,</U> mehr oder weniger Zähne aufweisen würde.
Im gegebenen Fall, dass durch irgend einen Grund der Gesehosseinschlag den Strom kreis nicht schliessen würde, ist beim Standort des Schützen ein Zughebel r angebracht, von dem aus ein Kabel s bis zum hintern Ende der Fahrschiene, geht, das an ein-er bewegli chen Klinke t befestigt ist, die durch Ziehen am Zughebel r die Kufe n nach unten zieht und so den Kippschalter i umkippt, den Stromkreis zum Motor w schliesst und der Rollwagen fährt zum Standort des Schützen.