Zentralschmieranlage mit einer Einrichtung zur selbsttätigen Erhöhung der Förder mengen der einzelnen Pumpeinheiten bei wachsender Belastung der durch sie geschmierten'Maschine. Die Erfindung bezieht sich auf eine Zen- tralschmieranlage mit einer Einrichtung zur selbsttätigen Erhöhung der Fördermengen der einzelnen Pumpeinheiten bei wachsen der Belastung der durch sie geschmierten
Maschine.
Die lastabhängige Fördermengeneinstel- lung sollte nicht so durchgebildet sein, dass die Förderung vom Stillstand bezw. von der Nullast der Maschine aus mit Null beginnt und mit wachsender Belastung die Schmier- mittelförderung von Null aus vergrössert wird. Es würde dann die notwendige Vgr-
schmierung bei Stillstand der Maschine z. B. durch Drehen einer Handkurbel der Schmier pumpe unmöglich sein, weil ja alle Pump einheiten der Zentralschmieranlage zu diesem Zeitpunkt auf die Fördermenge 0 eingestellt wären.
Wenn man anderseits. das von der Maschinenlast abhängig bewegte Glied mit den Pumpeinheiten der Zentralschmier- anlage so verbindet, dass bei Nullast bezw. Stillstand schon eine gewisse Fördermenge der Pumpeinheiten eingestellt ist, so.
kann diese unter Umständen mit der Maschinen- belastung so wachsen, dass bereits bei der Normalbelastung und um so mehr bei den höheren Belastungen eine Schmiermittel- verschwendung eintritt.
Die Erfindung besteht nun darin, dass die durch das lastabhängig bewegte Verstellglied bei Nullast und Stillstand der Maschine ein gestellten Fördermengen der Pumpeinhei- ten gleich gemacht sind dem Mindestschmier- mittelbedarf der Maschine bei einer vorbe- stimmten <RTI
ID="0001.0073"> Belastung und dass eine Vorrich- tung diese Fördermengen bis zum Überschrei ten der genannten vorbestimmten Belastung gleich hält, während über dieser Belastung mit zunehmender Belastung selbsttätig eine Vergrösserung der Fördermengen stattfindet. Die Maschine ist dann davor gesichert,
dass bei irgendeiner Belastung Schmiermittel- mangel auftreten kann, und anderseits kann bei entsprechendem Gesetz, nach welchem die Fördermengeneinstellung mit der Maschinen- belastung wächst, eine grosse Wirtschaftlich- keit ün Schmiernittelverbrauch erreicht werden.
Vorteilhaft ist es, die Vorrichtung zum Gleichbasten der Fördermengeneinstellung vom Stillstand bis zur vorbestimmten Last grenze dadurch zu schaffen,
dass man das die Fördermenge einer oder mehrerer Pump einheiten beeinflussende Glied der Zen- tralschmieranlage bei wachsender Maschinen last erst vom Überschreiten der vorbestimm ten Lastgrenze an durch das lastabhängig bewegte Verstellglied beeinflussen lässt.
Die Vorrichtung kann einen Anschlag be sitzen, welcher eine Verstellung des die För dermengen der Pumpeiuh-eiten beeinfluss senden Gliedes im Sinne der Herabsetzung der Fördermenge der zugehörigen Pump einheiten bei Unterschreiten der vorbestimm ten Maschinenlast verhindert.
Von dieser vorbestimmten Maschinenlast bis herab zur Nullast und zum Stillstand bleibt dann die Fördermenge der betreffenden Pumpeinhei- ten gleich.
Wird jedoch die vorbestimmte 1VIaschinenlast überschritten, so bewegt das lastabhängig bewegte Verstellglied das die Fördermengen der Pumpeinheiten beein flussende Glied vom Anschlag weg, und es wächst mit zunehmender Maschinenbelastung auch die Schmiermittelförderung. Den er- wähnten@ Anschlag kann man auch einstell bar machen,
so dass die Zentralschmieranlage verschiedenen Verhältnissen leicht anzu passen ist und stets der günstigste und spar samste -Schmiermittelverbrauch erreicht wer den kann.
Würde von einem seine Lage mit der Belastung ändernden Maschinenteil, etwa vom Steuerhebel oder dergleichen, die För- dermengeneinstellung der Pumpeinheiten der Zentralschmieranlage zwaugmässig abgeleitet, so würde das die Fördermenge der zugehöri gen Piunpeinheiten beeinflussende Glied bei Sinken der Maschinenlast schliesslich gegen den erwähnten Anschlag mit solcher Kraft stossen,
dass ein Bruch unvermeidlich wäre. Um solche Brüche zu verhindern, wird mit Vorteil ausser dem erwähnten Anschlag ein der Widerstandskraft des Anschlages fe dernd nachgebender Teil zwischen dem last abhängig sich verstellenden Maschinenteil und dem die Fördermengen der Pumpeinhei- ten beeinflussenden Glied vorgesehen.
Die Zeichnung zeigt mehrere Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. In der Fig. 1 ist eine Schmierpumpe 1 dargestellt, deren Schaltwerk 2 mittels der Treibstange 3 von der durch die Schmier pumpe geschmierten Maschine angetrieben wird. Die Stange 3 ist mittels einer Stange 4 beim- Auge 5 an einem um das Schalt werksmittel 0 schwenkbaren Teil 6 mit Arm 6' angelenkt, den mittels der Zugstange 7 ein Zentrifugalregler 8 so beeinflusst,
dass bei wachsender Maschinenlast der Arm 6' und somit auch die Antriebsstange 3 nach oben geschoben werden. Dadurch gleitet der Angriffspunkt 8 der Treibstange 3 im Schlitz 9 des Schalthebels 10 des Schaltwerkes 2 nach aufwärts, und der Schalthebelausschlag wird vergrössert. Bei Verringerung der Ma schinenlast tritt eine umgekehrte Verstel lung des. Angiffspunktes 8 ein, und der Schalthebelausschlag des Schaltwerkes 2 wird verkleinert.
Um eine weitere Verkleinerung des Aus schlages zu verhindern, wenn die Belastung der Maschine unter ein vorbestimmtes Mass sinkt, ist ein Anschlag 11 in Form einer verstellbaren Schraube am Gehäuse der Pumpe 1 vorgesehen, gegen welchen die mit dem Teil 6 fest verbundene Nase 12 bei der vorbestimmten Maschinenbelastung stösst,
wodurch der Regler 8 stillgehalten wird und eine weitere Verkleinerung des Schalt- werkausschlages verhindert ist. Sämtliche Schmierstellen der Schmierpumpe werden da her unter dieser vorbestimmten Belastung, die mittels der Verstellung der Anschlag schraube 11 in gewissen Grenzen wählbar ist, immer mit der gleichen Fördermenge bei jedem Schalthub fördern.
Erst wenn die Be lastung wieder über das erwähnte vorbe stimmte Mass steigt und der Regler 8 den Arm 6' unter Abhebung der Nase 12 vom Anschlag 11 nach oben zieht, wird der Schalthebelausschlag wieder vergrössert, und es steigen die Fördermengen mit zunehmen der Maschinenlast.
Die Zentralschmierpumpe nach Fig. 2 ist im Schnitt gezeichnet. Sie besitzt\ in ihrem Gehäuse 21 die Exzenterwelle 22, welche zum Antrieb jeder Pumpeinheit 23 auf dem zugehörigen Exzenter eine Schwinge 24 trägt. Diese umgreift mit einer am einen Ende vorgesehenen Gabel den Querzapfen 25 der durch die Feder 26 nach oben -ge drückten Stange 27.
Am andern-Ende trägt die Schwinge 24 einen: Kugelzapfen 28, der die Pumpeinheit 23 antreibt.
Der Bolzen 27 stösst mit seinem- obern Ende gegen eine Stellschraube 37, welche in einem zweiarmigen, um den Bolzen 38 oben am Gehäuse 21 gelagerten Hebel 39 vorgesehen ist. Am Hebes 39 sind der Reihe nach mehrere Stellschrauben 37 für die zu gehörigen Pumpeinheiten 23 vorgesehen. Sie dienen dazu, die Einstellung der Pumpein- heiten mit ihren Regulierungsvorrichtungen 31 in Übereinstimmung zu bringen.
Am Pumpenkasten 21 ist ein verstellba rer Anschlag 40 vorgesehen, gegen welchen sich der linke Arm des Hebels 39, dessen rechter Arm durch die Bolzen 27 nach olic,n gedrückt wird, legen kann. Er weist eine Gabel auf, durch welche die vom lastabhän gig getriebenen Regler 8 bewegte Stange 41 gleiten kann.
Dem Stillstand der Maschine entspricht die gezeichnete Stellung des Reglers 8 und der Stange 41: Mit wachsender Maschinenlast wird der untere Ansatz 42 der Stange 41 angehoben, bis er schliesslich bei einer vor bestimmten Belastung, die durch die An schlagschraube 40 frei wählbar ist, an den linken Arm des Hebels 39 anstösst und ihn nach oben mitnimmt. Dabei werden die Stan gen 27 vom rechten Hebelarm nach abwärts gedrückt,
und die Hubbewegungen der Pumpeinheiten 23 spielen sich nun etwas weiter oben ab als bei der gezeichneten Stellung des Hebels 39; was einer Vergrö sserung ihrer Fördermengen entspricht. Beim Sinken der Maschinenlast bewegt sich m-ie- der die Stange 41 nach abwärts, und es wer den die Fördermengen der Pumpeinheiten 23 vermindert, bis in der gezeichneten St(-llung der Hebel 39 an die Anschlanschraube 40 anstösst.
Das weitere Absinken der "-'Nfaschi- nenlast bis zum Stillstand hat keine Förder- m.engenverminderung mehr zur Folge.
Würde die lastabhängige Verstellung der Zentralschmieranlage von einem mit der Ma schinenlast sich .starr verstellenden Teil abgeleitet und nicht von einem nachgiebigen Zentrifugalregler wie bei den vorher be schriebenen Anordnungen, so besteht die C're- fahr, dass, wie dies z.
B. bei der Einrichtung nach Fig. 1 der Fall wäre, bei sinkender Maschinenlast beim Anschlag der Nase<B>12</B> an den Anschlag 11, ein. Bruch entsteht. Tim diesen zu verhindern, ist, wie die Fig: 3 zeigt, ein der Widerstandskraft des Anschla ges 11 nachgebender Teil 50 zwischen denn lastabhängig sich verstellenden Maschinen teil 7 und dem die Fördermengen der Pump einheiten beeinflussenden Glied, nämlich dem Teil 6, vorgesehen.
Sobald die Nase 12 -in den Anschlag 11 bei Sinken der Maschi nenlast anstösst und die Stange 7 sich noch weiter zu senken sucht, gibt der Teil 50 unter Zusammendrücken der Feder 51 nach. Die Einstellung des Schalthebelhubes des Schaltwerkes 2 bleibt von diesem Moment an gleich und somit auch die Fördermengen der Pumpeinheiten der Schmierpumpe 1. In Fig. 4 ist eine Schmierpumpe 60 gezeich net, deren Reguliervorrichtungen 61 alle durch eine Stange 62, z.
B. eine Zahnstange, so verbunden sind, dass durch Bewegen die= ser Stange nach links oder rechts alle Regu lierungsvorrichtungen 61 der Pumpeinheiten im gleichen Mass verstellt werden. Durch die Bewegung der Stange 62 nach rechts wird eine Verminderung und bei der gegenläu figen Bewegung eine Vermehrung der Schmierpumpenförderung aller Pumpeinhei- ten der Schmierpumpe 60 erzielt.
Durch den Winkelhebel 63 und die Stange 64 wird vom Regler 8 diese Beeinflussung der Schmierpumpe lastabhängig bewirkt. Nun ist an der Stange 62 links ein verstellbarer An schlag 65 vorgesehen, so dass bei Absinken der Maschinenlast bis zum Anstossen dieses Anschlages 65 an die Warze 66 des Gehäu= ses der Schmierpumpe. 60 eine Fördermen- genverminderung aller Pumpeinheiten ein tritt.
Beim weiteren Absinken der Maschi nenlast bleibt bis zum Stillstand der An schlag 65 an die Warze 66 gedrückt, und die Fördermengen können nicht mehr vermin dert werden. Erst wenn die Maschinenlast wieder über jenes Mass steigt, bei welchem der Regler 8 die Stange 62 nach links unter Abheben des Anschlages 65 von der Warze 66 bewegen kann, wird wieder eine Förder- mengenregelung in Abhängigkeit von der Maschinenlast eintreten.