CH245686A - Verfahren zur Herstellung von Kalksalpeterlösungen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kalksalpeterlösungen.Info
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C05C5/00—Fertilisers containing other nitrates
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Description
Verfahren zur Herstellung von Kalksalpeterlösungen. Für die Herstellung von festem Kalk salpeter aus seinen Lösungen ist es meistens erwünscht, magnesiumarme bezw. -freie Kalksalpeterlösungen zu verwenden, da die illagnesiumsalze nicht nur die Kristallisa- tions- und Verfestigungserscheinungen der Lösungen oft sehr erheblich stören, sondern auch die hygroskopischen Eigenschaften des festen Kalksalpeters ungünstig beeinflussen.
Für die Herstellung der Kalksalpeter lösungen steht aber nicht immer magnesium- freier bezw. -armer Kalkstein zur Verfügung. Löst man z. B. magnesiumhaltigen Kalkstein, wie ein stark mit Dolomit durchsetztes Ge stein, mit Salpetersäure, so geht das Magne sium mit dem Kalzium unter Bildung von Kalzium- und Magnesiumnitrat in Lösung. Zur Weiterverarbeitung dieser Lösungen muss man daher das Magnesium daraus ent fernen.
Dies kann nach bekannten Methoden derart geschehen, dass man das Magnesium als Flydroxyd mit Kalkmilch ausfällt, was jedoch infolge der Bildung von voluminösen, schwer filtrierbaren Niederschlägen mit er heblichen Schwierigkeiten verbunden ist. Es wurde nun gefunden, dass es gelingt, magnesiumarme Kalksalpeterlösungen herzu stellen, wenn man magnesiumhaltiges Kal- ziumkarbonat in fein verteilter Form, z. B. Kalkstein in gemahlener Form, mit einer höchstens 1 %, z.
B. 0,6 bis 0,1 %, Salpeter säure enthaltenden Kalziumnitratlauge be handelt. Dabei wird fast ausschliesslich nur das Kalziumkarbonat in Kalziumnitrat -um gesetzt, während das Magnesiumkarbonat un gelöst im Rückstand verbleibt. Erst bei höheren Salpetersäurekonzentrationen geht auch das Magnesiumkarbonat zusehends in Lösung. Wesentlich ist, dass die Umsetzung des Kalziumkarbonats, z.
B. des Kalkstein mehls, mit Salpetersäure in einem solchen Über schuss an Kalziumnitratlösungen vorge nommen wird, dass die Salpetersäurekonzen- tration in derselben dauernd möglichst ge ring, das heisst unter 1 %, bleibt.
Wird Kalkstein verwendet, so muss der letztere zwecks Beschleunigung des Lösevor ganges fein gemahlen werden, weil grössere Stücke zu langsam angegriffen würden. Fol- gende Feinheitsgrade haben sich z. B. als zweckmässig erwiesen: 0,2 mm- 5,6 0,2-0,15 mm- 6,7% 0,15 - 0,12 mm - 4 0,12 mm - 88,7 75 Infolge der grossen Oberfläche des gemah lenen Kalksteins ist trotz der Anwendung niederer Salpetersäurekonzentrationen die Geschwindigkeit der Umsetzung selbst in schwach sauren Lösungen ausserordentlich gross. Dadurch wird eine technische, kon tinuierliche Arbeitsweise ermöglicht.
Die Umsetzungsgeschwindigkeit des Kalk steins in der nur schwachen Kalksalpeter lösung wird durch den Verteilungsgrad des Kalksteins und der notwendige Laugenum- lauf durch die Lösetürme durch die Leistung der Anlage bestimmt.
Das Verfahren kann beispielsweise in folgender Weise ausgeführt werden: Der gemahlene Kalkstein wird durch eine Schnecke kontinuierlich in einen Löseturm eingetragen, in welchem gleichzeitig die sal petersäurehaltige Kalziumnitratlauge im Ge genstrom zugeführt wird. Letztere stammt aus einer späteren Phase des Prozesses (siehe .weiter unten I), das heisst aus dem weiter unten beschriebenen Schlammabscheider, und wird im Kreislauf zurückgeführt. Vor dem Eintritt in den Löseturm wird der Lauge mittels eines Mischers die erforderliche Menge Salpetersäure beigegeben, in der Weise, dass deren Gehalt an freier Salpeter säure höchstens 1 /'o, z.
B. 0,6 %, beträgt. Der unlösliche, an Dolomit bezw. Magnesiumkar- bonat angereicherte Kalksteinüberschuss wird durch die Laugenzirkulation mitgerissen und gelangt in einem Schlammabscheider zur Ab scheidung. Die vom Dolomitkalksteinrück- stand abgetrennte, geklärte, schwachsaure Lauge (I) wird mittels Umwälzpumpen von neuem in die Lösetürme im Kreislauf zurückgeführt.
Der Überschuss an saurer, Mg (N03)::- armer Ca (N03)2-Lösung wird mit dem Rück- stand in die Neutralisierwerke gepumpt und nach Neutralisierung mit Kalkmilch zur Fil tration gebracht. Es ist ein Vorteil dieser Arbeitsweise, dass sich im Gegensatz zur An wendung von stückigem Kalkstein der säure unlösliche Anteil im Kalkstein nicht mehr in den Lösetürmen anreichert, sondern als feiner Sand von der Lauge mitgerissen und im Schlammabscheider zur Abscheidung ge bracht wird. Die Lösetürme können dadurch dauernd im Betrieb gehalten werden.
Nach der Filtration erhält man eine Mg (N03)2-arme Kalksalpeterlauge, welche auf festen Kalksalpeter weiterverarbeitet wer den kann. Sie enthält je nach dem Ausgangs punkt mehr oder weniger geringe Mengen Magnesium in Form von 112g (N03)2. Ver wendet man z. B. einen Kalkstein mit einem Verhältnis von
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so erzielt man nach der vorliegenden Arbeits weise eine Endlösung, in welcher dieses Ver hältnis auf zirka 0,9 und weniger vermindert ist.
An Stelle von gemahlenem Kalkstein kann man auch den bei der Umsetzung von Gips mit Ammoniak und Kohlensäure anfal lenden magnesiumhaltigen Nalziumkarbonat- schlamm verwenden, wobei es gelingt, fast ausschliesslich nur das Kalziumkarbonat in Lösung zu bringen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von magne- siumarmen Kalksalpeterlösungen aus magne- siumhaltigem Kalziumkarbonat und Salpeter säure, dadurch gekennzeichnet, dass man das Kalziumkarbonat in fein verteilter Form mit einer höchstens 1 % Salpetersäure enthalten den Kalziumnitratlauge behandelt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man gemahlenen Kalkstein verwendet. 2.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den bei der Umsetzung von Gips mit Ammoniak und Kohlensäure anfallenden garbonatschlamm verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man einen Teil der erhaltenen galziumnitratlösung im Kreis lauf zirkulieren lässt, wobei man sie vor der Einwirkung auf das galziumkarbonat mit solchen Mengen Salpetersäure vermischt, dass sie höchstens 1 % Salpetersäure enthält. 4.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die gebilde- ten Kalziumnitratlösungen in einen Schlamm- abscheider einführt, darin den unlöslichen Teil abscheidet und die geklärte Lauge un ter Zufügung von Salpetersäure in den Pro zess zurückführt,und dass man dann den im Schlammabscheider ausgeschiedenen dolomit- reichen galziumkarbonatschlamm neutrali siert und durch Filtration von der Kalksal- peterlösung abtrennt.
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