CH245671A - Verfahren zur Isolierung von Vanillin. - Google Patents

Verfahren zur Isolierung von Vanillin.

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CH245671A
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F Hoffmann- Aktiengesellschaft
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Hoffmann La Roche
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/78Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C45/79Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by solid-liquid treatment; by chemisorption

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Isolierung von Vanillin.    Vanillin ist in Wasser verhältnismässig  leicht löslich. Bei seiner     Darstellung    und  Reinigung     bleiben    deshalb immer erhebliche  Mengen in den wässerigen Lösungen zurück.  Bisher wurden sie gewonnen, indem man  diese mit organischen     Lösungsmitteln    behan  delte. Dabei waren Verluste an diesen     Hilfs-          mitteln    unvermeidlich. Sie waren um so  höher, je geringer der     Vanillingehalt        in    der  ursprünglichen Lösung war. Dies machte  sich besonders fühlbar bei den Versuchen,  Vanillin aus den     Sulfitablaugen    zu isolieren.  



  Erfindungsgemäss wird nun Vanillin aus  seinen wässerigen,     Verunreinigungen    enthal  tenden Lösungen isoliert, indem man es an  einen basischen     Ionenaustauscher        adsorbiert     und daraus durch     Lösungsmittel,        eluiert;    bei  der     Adsorption    soll die Lösung neutral bis  schwach alkalisch sein, wodurch man er  reicht, dass nur Vanillin     adsorbiert    wird und  bei der     Elution    von     Begleitstoffen    getrennt  anfällt.

   Auf diese Weise können     Lösungs-          mittelverluste        weitgehend    vermieden werden.    Als     Adsorptionsmittel    kommen vor allem  unlösliche     Harze,    die     Aminogruppen    enthal  ten, in Frage. Ihre Verwendung für     Adsorp-          tionszwecke    erfolgt     zweckmässig        in.    fein  körniger Form (vergleiche "Die Installa  tion", Nr. 1, April 1942;     "Schweizer    Braue  rei-Rundschau", Nr. 9, 1943).  



  Die     Elution    des     Vanillins    aus dem Ad  sorptionsmittel kann mit     verdünnter        Säure     oder mit     Alkalien    vorgenommen werden; mit  letzteren     sind    höhere Konzentrationen er  reichbar. Es ist von Vorteil, das     Vanillin    im       Adsorptionsmittel    möglichst stark anzurei  chern,     damit    es bei der     Elution    in konzen  trierter Lösung anfällt.

   Um Verluste, die  beim     Durchschlagen    des     Adsorbats        entstehen     könnten, sicher zu vermeiden, wird man mit  Vorteil so arbeiten, dass man die     Vanillin     enthaltende     Lösung    unter mehreren Malen  durch mehrere     hintereinandergeschaltete    Ad  sorptionsschichten fliessen lässt. Je geringer  der     Vanillingehalt    ist, desto frischer soll  die     Adsorptionsschicht    sein.      Aus den     Eluierlösungen    kann das Va  nillin durch     Extraktion    mit einem organi  schen Lösungsmittel isoliert werden.

   Da man  nur bedeutend kleinere Volumen zu extrahie  ren braucht, können dabei die     Lösungsmit-          telv        erluste    gering gehalten werden. Man  kann auch das Vanillin in fester Form aus  der     Eluierlösung    ausfällen und die verblei  bende Mutterlauge     erneut    dem     Adsorbens     zuführen. Bei dieser Arbeitsweise gelingt  es, organische     Lösungsmittel    vollständig zu  umgehen.  



  <I>Beispiel</I>     r:     1 Gewichtsteil dunkler Mutterlaugen und  Waschwässer der     Vanillinreinigung,    enthal  tend     0,20%    Vanillin, stellt man auf     p$    7 ein  und lässt ihn langsam durch einen Glaszylin  der von 4 cm Durchmesser fliessen, der mit  0,1 Gewichtsteil eines unlöslichen Harzes,  das     Aminogruppen    enthält, beschickt     ist.    Die  Lösung läuft vollkommen     vanillinfrei    ab.  



  Die Harzschicht wird nun mit 0,2 Ge  wichtsteilen verdünnter Schwefelsäure     eluiert     und mit 0,11     Gewichtsteilen    Wasser ausge  waschen. Die wässerige     Lösung    schüttelt  man wiederholt mit Benzol     aus.    Die erhaltene  Lösung     wird        eingedampft.    Das Vanillin hin  terbleibt als     0@1,    das bald kristallisiert.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Aus 4 Gewichtsteilen verdünnter     Sulfit-          ablauge    mit einem     Vanillingehalt    von 0,06     70     fällt man die     Huminsäuren    bei saurer Reak  tion aus. Nach dem     Filtrieren    stellt man die  Lösung auf PH 7 ein, lässt sie durch 0,1 Ge  wichtsteil eines unlöslichen Harzes, das       Aminogruppen    enthält, das sich in einem  Glaszylinder befindet, laufen     und    wäscht       mit    0,2 Gewichtsteile Wasser nach.

   Die  Harzschicht wird mit 0,1     Gewichtsteil    2n       Na0H        eluiert.    Die abfliessende Lösung säuert  man schwach an. Nach einiger Zeit fällt das       Vanillin    in Form feiner, noch gelb gefärb  ter Kristalle aus. Sie werden     abgenutscht,     getrocknet     und    durch Destillation gereinigt.  



  Die Mutterlaugen und Waschwässer wer  den auf PH 7 eingestellt und erneut dem Ad  sorptionsmittel     zugeführt.       <I>Beispiel 3:</I>  6000 Gewichtsteile einer     Vanillinlösung     von 0,7 % Gehalt stellt man auf ein     pg    von  7,5 ein, ohne die     Huminsäuren    auszufällen,  und lässt sie durch drei     hintereinandergeschal-          tete,    mit je 50     Gewichtsteilen    eines unlös  lichen Harzes, das     Aminogruppen    enthält,  beschickte Glaszylinder     fliessen.        Schliesslich     wäscht man mit 300 Gewichtsteilen Wasser  nach.

   Durch den ersten Glaszylinder lässt  man 200 Gewichtsteile 2n     KOH    laufen. Die  abfliessende Lösung neutralisiert man mit  10%iger Salzsäure. Nach einiger Zeit fallen  2,1 Gewichtsteile Vanillin in Form feiner  Kristalle aus. Man trennt sie durch     Nutschen     von der Lösung. Diese enthält noch 0,97 Ge  wichtsteile Vanillin. Sie wird auf PH 7,5 ein  gestellt und erneut der     Adsorption    unter  worfen.    Die zweite Harzschicht enthält 1,12 Ge  wichtsteile Vanillin. Sie     wird    für die Be  handlung einer weiteren Menge Lösung an  erster Stelle verwendet. Die     dritte    Harz  schicht, die dann an die zweite Stelle vor  rückt, enthält keine nennenswerte Menge Va  nillin.

   Die Harzschicht, die man mit     KOH          eluiert    hatte, wäscht man mit eben genü  gend verdünnter Säure und Wasser neutral  und fügt sie für den folgenden Schritt an  letzter Stelle in die Reihe der Harzschichten  ein. In dieser Weise fährt man mit     weiteren     Portionen Lösung fort.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Isolierung von Vanillin aus seinen wässerigen, Verunreinigungen enthaltenden Lösungen, dadurch gekenn zeichnet, dass man es bei neutraler bis schwach alkalischer Reaktion an einen ba sischen Ionenaustauscher adsorbiert und daraus durch Lösungsmittel eluiert. UN TERA.NSPRüCFIE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein unlösliches Harz, das Aminogruppen enthält, als adsor- bierende Masse verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1; dadurch gekennzeichnet, dass man die Elution mit kaustischen Al- kalien vornimmt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Eluierlösung derart konzentriert hält, dass beim Neutrali sieren das Vanillin in fester Form ausfällt und dass man die von den Kristallen ab getrennte Mutterlauge wieder der Adsorption unterwirft. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Vanillin enthaltende Lösung unter mehreren Malen nacheinander durch mehrere Schichten des Adsorptionsmittels fliessen lässt, in der Weise, dass man jeweils das Vanillin aus jener Schicht eluiert, die an erster Stelle verwendet wurde, hierauf diese Schicht regeneriert, und sie dann an letzter Stelle wieder verwendet, während man die jenige Schicht, die an zweiter Stelle verwen det wurde, an erster Stelle verwendet usf.
CH245671D 1945-10-15 1945-10-15 Verfahren zur Isolierung von Vanillin. CH245671A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1119244B (de) * 1959-11-17 1961-12-14 Aschaffenburger Zellstoffwerke Verfahren zur Reindarstellung von Vanillin
WO2014006108A1 (de) 2012-07-04 2014-01-09 Basf Se Verfahren zur gewinnung von vanillin aus wässrigen basischen vanillin-haltigen zusammensetzungen
US9006494B2 (en) 2012-07-04 2015-04-14 Basf Se Process for producing vanillin from vanillin-comprising compositions

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