CH244431A - Einrichtung zur Regelung von Verbrennungsturbinenanlagen. - Google Patents

Einrichtung zur Regelung von Verbrennungsturbinenanlagen.

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CH244431A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Einrichtung zur Regelung von Verbrennungsturbinenanlagen.         Regelungen    von Verbrennungsturbinen  anlagen, bei welchen mehrere Verdichter  und Gasturbinen hintereinandergeschaltet sind  und die zum Antrieb     irgendeiner    Arbeits  maschine eine eigene Nutzleistungsturbine  haben, sind bekannt. Da die     Nutzleistungs-          turbine    mit den andern Turbinen hinter  einandergeschaltet ist, kann die     Nutzleistung     nur dann gegen Null abnehmen, wenn das  Treibmittel, das zur Aufrechterhaltung des  Betriebes die übrigen Turbinen durchströmen  muss, die Nutzleistungsturbine umgeht. Die  Nutzleistungsturbine muss also in diesem Fall  mit einer sogenannten Bypassregelung ver  sehen werden.  



  Um dies zu vermeiden, wurde auch schon  vorgeschlagen, der Nutzleistungsturbine ein  Regelgebläse     zuzuschalten,    das bei gegen  Null abnehmender Belastung der Arbeits  maschine die Turbine belastet. Diese Lösung  ist aber unbefriedigend, da es mit Schwierig  keiten     verbunden    ist, während des Betriebes  plötzlich ein     derartiges    Regelgebläse an die  Nutzleistungsturbine anzukuppeln.

   Es ist  aber auch nicht möglich, die Nutzleistung  durch Herabsetzung der Treibluftmenge zu  verkleinern, das heisst dadurch, dass man die  Drehzahl des Verdichters stark abnehmen  lässt, weil mit fallender Drehzahl die thermo  dynamischen Wirkungsgrade von     Gebläse     und     Turbine    schlechter werden, so dass zur  Erhaltung des Leistungsgleichgewichtes die  Temperatur vor dieser     Gebläseturbine    von    einer bestimmten untern     Drehzahl    an unzu  lässig hoch ansteigen würde.  



  Die Erfindung     vermeidet    diese Schwie  rigkeiten dadurch, dass auch die Turbine, die  die Nutzleistung abgibt, dauernd einen     Treib-          luftverdichter    antreibt, so dass also jede Tur  bine einen Verdichter antreibt, und dass die  Brennstoffmenge einer der     Nutzleistungs-          turbine    unmittelbar vorgeschalteten     Brenn-          kammer    von einem Leistungsregler unmittel  bar geregelt wird,

   während die Brennstoff  zufuhr zu jeder einer     Verdichterturbinen-          gruppe    zugehörigen     Brennkammer    vom durch  den Leistungsregler ausgelösten Regel  vorgang beeinflusst wird. Da dieser von der       Nutzleistungsturbine    angetriebene Verdich  ter auch dann noch Leistung erfordert,     wenn     die     Nutzleistiung    auf     Null    sinkt, die Anlage  also leer läuft, muss die Antriebsturbine. das  heisst die die     Nutzleistung    erzeugende Gas  turbine, auch bei Leerlauf der Anlage eine  namhafte     Leistung    abgeben.

   Der Unterschied  der kleinsten     Leistung    der Turbine bei Leer  lauf zur grössten Leistung bei Vollast oder       Überlast,    wird dadurch verhältnismässig  klein. Damit erreicht man aber, dass die  Leistung mit einfachen Mitteln geregelt wer  den kann, wie an Hand der     Zeichnung,    die in  den     Fig.    1-5 mehrere Ausführungsbeispiele  der Erfindung mit Einzelheiten in den zu       Fig.    4 gehörenden     Fig.    4a, 4b,     4c    zeigt, näher  erläutert sei.  



  Die     Fig.    1 zeigt schematisch die Verwirk  lichung dieses Gedankens an einer Zwei-      Wellenanordnung. Es ist 1 ein Niederdruck  verdichter, 2 ein Luftrückkühler, 8 ein     Hoch-          druekverdichter,    4 eine     Hochdruckbrenn-          kammer,    5 eine Hochdruckturbine, 6 eine Nie  derdruckbrennkammer, 7 eine Niederdruck  turbine, 8 ein Generator, und 9 sind Anwurf  motoren. Die Niederdruckturbine 7 treibt  nicht nur     den    Generator 8, sondern auch den  Verdienter 1 an.  



  Die Niederdruckgruppe, die den Genera  tor antreibt, wird in allen Fällen, wo dieser  Generator eine Wechselstrommaschine ist,  mit konstanter Drehzahl laufen. Man legt  diese Anlagen zweckmässig so aus, dass bei  Vollast vor beiden Turbinen die Temperatur  einen     Maximalwert    hat. Bei abnehmender  Last wird in erster Linie die Brennstoff  menge zur Brennkammer 6 herabgesetzt. Mit  der Turbine 5 wird dabei mit möglichst hoher  Temperatur gefahren. Da mit sinkender  Temperatur vor der Niederdruckiturbine 7  der Druck vor     dieser    Turbine fällt, so steigt  das Druckgefälle der Hochdruckturbine und  somit auch die Leistung derselben. Die Dreh  zahl der Hochdruckgruppe beginnt deshalb  zu steigen. Man muss nun dafür sorgen, dass  diese Drehzahl nicht ungebührlich ansteigt,  was z.

   B. durch einen Fliehkraftgrenzregler  11 erfolgen kann.  



  Wenn bei abnehmender Last der Brenn  stoff der     Brennkammer    6 so tief gesunken  ist, das bei weiterer Abnahme die Flamme  erlöschen würde, wird die weitere Last  verminderung durch Verkleinerung der  Brennstoffmenge der Hochdruckbrennkammer  4 bewirkt. Die Regelung erfolgt also da  durch, dass man zuerst die Brennstoffmenge  der Niederdruckbrennkammer allein ab  nehmen lässt und erst von einer untern Be  grenzung an die Brennstoffmenge der     Hoch-          druckbrennkammer.    Erreicht aber die Hoch  druckturbine vor der minimalen Brennstoff  menge der Niederdruckturbine ihre obere zu  lässige Drehzahl,

   so beginnt der     Grenzregler     die Brennstoffmenge der     Hochdruekbrennkam-          mer    zu verkleinern. Wie Fig. 1 zeigt, besitzt  die Niederdruckgruppe einen Fliehkraftregler  10, der die Brennstoffmenge zur Brennkam-    mer 6 einstellt. Die Brennstoffmenge der  Brennkammer 4 wird ebenfalls vom Flieh  kraftregler 10 gesteuert.  



  Die oben beschriebene Regelung, dass die  Brenstoffmenge der Brennkammer 4 erst  verkleinert wird, wenn diejenige der     Brenn-          lammer    6 ihren Minimalwert erreicht hat,  kann man z. B. durch entsprechende Ein  stellung der Federspannung der Servomotoren  13 erreichen.  



  Die Hochdruckgruppe hat, wie bereits an  geführt noch einen     Drehzahlgrenzregler    11,  der beim Erreichen der maximalen Drehzahl       dieser    Gruppe eingreift und die Drehzahl auf  diesem Wert hält, indem er unabhängig von  der Regelung des Leistungsreglers die  Brennstoffmenge der     Hoehdruclzbrennkammer     4 verkleinert. Um eine Einwirkung des  Reglers 11 auf das     Regelsi,stem    der     Nieder-          druckbrennkammer    6 zu verhindern, wird in  die Steuerölleitung ein Organ 12 eingebaut,  das wohl einen Druckimpuls vom Regler 10  auf die Brennkammer 4 überträgt, eine Rück  wirkung des Reglers     l.1    auf die Brennkammer  6 jedoch verhindert.

   Das Organ 12 arbeitet  dabei so, dass ein Kolben einen Überlauf für  das Steueröl schliesst, falls der Öldruck vom  Regler 11     bezw.    von seinem Steuerschieber  aus fallen sollte. Dadurch kann sich die  Drucksenkung in der Steuerölleitung nicht  nach der     Brennkammer    6     fortpflanzen.    Auch  durch die in der Umgehungsleitung der Öl  steuerung angeordneten Blenden kann eine  Rückwirkung vom Regler 11 her durch diese  Leitung nicht erfolgen.  



  Hat man bei der Hochdruckgruppe keinen  grossen Drehzahlbereich, was z. B. dann der  Fall ist, wenn man mit dieser Maschine     aus     Gewichtsgründen an die äusserste Grenze des  Zulässigen gehen muss, so muss der     Grenz-          regler    11 sofort eingreifen. Es kann dann  nicht mehr zuerst die Brennstoffmenge der  Brennkammer 6     bis    auf einen Minimalwert  gesenkt und dann erst die Brennstoffmenge  der     Hochdruckbrennkammer    4 vermindert  werden, sondern es müssen von Anfang an  beide Brennstoffmengen verkleinert werden.  Bei Anlagen. bei denen die Nutzleistung nie      ganz auf Null abnimmt und gleichzeitig kein  grosser Drehzahlbereich der Hochdruckgruppe  vorhanden ist, wie dies z.

   B. beim Antrieb  von Pumpen und Gebläsen der Fall sein  kann, kann man eine einfache und günstige  Regelung dadurch erreichen, dass jede Gruppe  einen selbständigen Regler hat, der unab  hängig vom Regler der andern Gruppe ar  beitet.  



  Fig. 2 zeigt, ebenfalls in schematischer  Weise, diese Regelung. Die Zahlen haben  wieder dieselbe Bedeutung wie in Fig. 1. Der  Fliehkraftregler 10 beeinflusst die Brenn  stoffmenge der Niederdruckbrennkammer 6  und stellt somit die Leistung ein, während  der Fliehkraftregler 11 durch Beeinflussung  der Brennstoffmenge der     Hochdruckbrenn-          kammer    die Drehzahl dieser Gruppe konstant  hält. Dies geschieht dadurch, dass die Blen  den in der Oldruckleitung die Regelung  beider Gruppen praktisch trennen.

   Gleich  wohl findet eine gegenseitige Abhängigkeit  in der     Regulierung    der Gruppen statt, und  zwar nicht unmittelbar von dem Leistungs  regler der die Nutzleistung abgebenden Tur  binengruppe her (im Falle der Fig. 2 also  vom Leistungsregler 10), sondern mittelbar  vom Regelvorgang dieser Gruppe aus, und  zwar gasseitig. Falls beispielsweise in Fig. 2  die die Nutzleistung abgebende Gruppe 7, 1  höhere Leistung abgeben muss, so steuert der  Leistungsregler 10 auf entsprechend mehr  Brennstoff für die Brennkammer 6. Dadurch  steigt dort der Druck und die Temperatur,  und die Gasturbine 7 erhält ein um beides  erhöhtes Arbeitsmedium und somit eine  höhere Leistung. Aber auch der Gegendruck  hinter der Gasturbine 5 der andern Gruppe 5,  3 steigt, wodurch deren Drehzahl sinkt.

   Da  durch steuert der zugehörige Fliehkraftregler  11 auf erhöhte Brennstoffzufuhr zu der       Brennkammer    4, wodurch Druck und Tempe  ratur (und somit Leistung) vor der Gas  turbine 5 heraufgesetzt werden.  



  Die die Nutzleistung abgebende Gruppe  wird je nach Verwendungszweck mit kon  stanter oder variabler Drehzahl betrieben.  Hat man einen     Wechselstromgenerator,    so    muss, wie bereits erwähnt, die Drehzahl  dieser Gruppe bei allen Belastungen kon  stant bleiben. Wird die Nutzleistung durch  einen Gleichstromgenerator aufgenommen  oder durch einen Verdichter oder sonst durch  eine Maschine mit variabler Drehzahl, so  werden trotzdem die nachgeschalteten Ver  dichterturbinengruppen die Drehzahlände  rung der Nutzleistungsturbine nur in einem  kleinen Bereich mitmachen, da bei grosser  Änderung der Drehzahl die Verdichter dieser  Gruppen zum Pumpen kämen.

   Man wird  also in allen Fällen, wo die Nutzleistungs  turbine den Verdichter der untersten Ver  dichterstufe antreibt, die Gruppen der obern  Verdichterstufen in ihrer Drehzahl sich nur  wenig mit der Belastung ändern lassen. Der  zulässige Bereich dieser Änderung beträgt  zirka 20 bis 30 %. Ein Über- oder Unterschrei  ten dieser Grenzen muss durch Grenzregler  vermieden werden.  



  Man kann aber die Nutzleistungsturbine  auch einen nachgeschalteten Verdichter an  treiben lassen; in diesem Fall wird man die  Gruppe des untersten     Verdichterstufe    bei  Teillast in der Drehzahl fallen lassen,     um     die angesaugte Luftmenge zu verkleinern,  was einen Abfall der     Betriebstemperatur    bei  Teillast vermeidet und deshalb auch bessere       Teillastwirkimgsgrade    ergibt, als wenn die  Drehzahl dieser Gruppe und somit die Luft  menge konstant bleiben würde.  



  In diesem Fall regelt man die Drehzahl  der Gruppe der untersten     Verdichterstufe    in  Abhängigkeit der Nutzleistung, wie dies       Fig.    3 schematisch zeigt. Es gelten wieder die  selben Bezeichnungen wie in     Fig.    1. Die An  lage wurde im     Gegensatz    zu den bisher ge  zeigten mit     einem        Luftvorwärmer    .18 gezeich  net, was aber die Regelung als solche nicht  berührt.

   Der Leistungsregler 10 steuert die  Brennstoffzufuhr zur Brennkammer 4 un  mittelbar, und     diejenige    zur Brennkammer 6       mittelbar    über den     Fliehkraftregler    11, und  zwar in Abhängigkeit der Nutzleistung  durch Verstellen der     Reglerbüchse    11' des       Fliehkraftreglers    dieser Gruppe. Ein Ther  mostat 15     begenzt    die Temperatur vor der      Turbine 5. Da die Niederdruckgruppe keine  Leistung nach aussen abgibt, muss ihre Tur  binenleistung und ihre Verdichterleistung  bei allen Belastungen im Gleichgewicht sein.  Dieses Leistungsgleichgewicht kann durch  folgende Mittel gestört werden:  1. Die Luftansaugetemperatur kann sieh  verändern, z.

   B. steigen, wodurch die Ver  dichterleistung 1 grösser wird.  



  2. Die Wassertemperatur des Kühlers 2  kann steigen, wodurch der Trenndruck zwi  schen beiden Verdichtern steigt, was eben  falls eine Vergrösserung der Leistung des  Verdichters 1 zur Folge hat.  



  Der Regler 11 versucht, diese Störung  des Leistungsgleichgewichtes auszugleichen,  indem er die Brennstoffmenge der     Brenn-          kammer    6 vergrössert. Sobald die höchst zu  lässige Temperatur vor der Turbine 7 er  reicht wird, kann das Leistungsgleichgewicht  nicht mehr hergestellt werden. In diesem  Fall müssen Zusatzsteuerorgane einspringen.  In Fig. 3 wird dies dadurch erreicht, dass eine  Verbindungsleitung 16 an der Niederdruck  gruppe vorgesehen ist, die das Leistungs  gleichewicht durch Drucksenkung am  Druckstutzen des Verdichters 1 wieder her  stellt. Wird nämlich das Ventil 17 geöffnet,  so strömt eine bestimmte Luftmenge durch  die Leitung 16, was die oben erwähnte  Drucksenkung am Druckstutzen des Ver  dichters ergibt.

   Diese Drucksenkung hat aber  bei Axialverdichtern auch eine Leistungs  senkung zur Folge, womit das Leistungs  gleichgewicht     wieder    hergestellt wird. Am  zweckmässigsten wird das Ventil 17 von  einem Thermostaten 14 geregelt. Die Ein  mündung der Leitung 16 in die Turbine 7  erfolgt nach dem Thermostat 14, um so die  Erreichung des Gleichgewichtszustandes über  den Fliehkraftregler zu erwirken.  



  Man kann das     gestörte    Leistungsgleich  gewicht der Niederdruckgruppo aber auch  durch Veränderung des Trenndruckes zwi  schen beiden     Turbinen    wieder herstellen.  



  Es sind verschiedene Mittel zur Errei  chung dieses Ziels möglich.    In der schematisch gehaltenen Fig. 4, die  im wesentlichen mit Fig. 3 übereinstimmt,  sind am Eintritt in die Turbine 7 drehbare  Schaufeln 20 vorgesehen, die durch den  Thermostat 14 über den Servomotor 13 ver  stellt werden. Bei einer Fehlleistung der Tur  bine 7 wird zuerst der Regler 11 diese Fehl  leistung durch vermehrte Brennstoffzufuhr  zur     Brennkammer    6 zu beheben versuchen.  Sobald aber die höchst zulässige Temperatur  vor der Turbine 7 erreicht ist, kann die       Brennstoffzufuhr    nicht mehr     vergrössert     werden.

   Um dies zu verhindern, schliesst der  Thermostat 14 die drehbaren Schaufeln, wo  durch der Zwvischendruck zwischen beiden  Turbinen neigt und das Gefälle und somit  die Leistung der Turbine 7 veralrössert wird.  In Fig. 4a ist diese Vorrichtung getrennt  herausgezeichnet. Fig. 4b zeigt eine Zuschalt  turbine 2l, die dieselbe Wirkung hat. Fig.4c  zeigt drehbare Leitsehaufeln 22 im Gebläse  3. Durch Verstellen der Schaufelwinkel im  Hochdruck2gebläse 3 wird das Schluck  vermögen dieser Maschine verändert, wo  durch der Zwischendruck zwischen beiden  Gebläsen verschoben werden kann.

   Eine     Ver-          grisserung    der Schaufelwinkel ergibt eine  Senkung des Zwisehendruckes - auch       Trenndruck    genannt - und eine Entlastung  des Niedürdrachverdichters, was zur     Errei-          ehung    des Leistungsgleichgewichtes dieser  Gruppe führt. Auch dieses Organ wird am       zweckmässigsten    durch den Thermostaten  vor der Niederdruekturbine gesteuert. Man  kann aber auch die     Veränderung    der Tempe  ratur auf der Saugseite der Gebläse als Mass  der Störung des     Leistungsgleichgewichtes     benützen.  



  Diese     Zusatzreo-elorgane        sind    aber     nidht     nur notwendig,     wenn    von aussen das     Lei-          stungesoleichgev-icht    durch die oben erwähn  ien     Einflizsse    gestört wird, sondern auch  dann, wenn zur Beschleunigung der Gruppe       hei    einer     Laststei.geruno-    diese Störung     a;b-          siühtli.ch    eingeleitet wird.

   Es     muss    nämlich in  diesem Fall die     Niederdruckgruppe    zuerst  beschleunigt werden, ehe die     orössere    Nutz  last abgegeben werden kann.     Diese    Beschleu-      nigung erfordert aber eine Vergrösserung der  Turbinenleistung dieser Gruppe, das heisst  eine Störung des Leistungsgleichgewichtee.  Solange diese Leistungssteigerung durch eine  Erhöhung der Temperatur vor der Turbine  erreicht wird, braucht der Zusatzregler nicht  einzugreifen. Ist aber die Grenztemperatur  erreicht, so muss die bereits erwähnte Zusatz  regelung     ansprechen.     



  An Stelle der hier vorgeschlagenen Zu  satzorgane kann auch eine elektrische     Lei-          stungsübertrabung    treten, wie sie in Fig. 5  chematisch gezeigt wird. Das Leistungs  gleichgewicht wird in diesem Fall durch  Leistungsübertraguung von der     Nutzleistungos-          gruppe    auf die Verdiehtergruppe über die  Motoren 9 bewirkt. Die Regelung dieser elek  trischen Maschine erfolgt wieder durch den  Thermostat 14. Fig. 5 zeigt noch eine andere  Art der Regelung. Die Temperatur vor der  Hochdruckturbine wird durch einen Ther  mostaten 15 geregelt.

   Dieser Thermostat 15  sorgt dafür, dass die Temperatur vor dieser  Turbine möglichst hoch bleibt, indem er die  Brennstoffmenge der     Niederdruckbrenn-          kammer    so einstellt, dass bei fallender Tem  peratur vor der Turbine 5 die Brennstoff  menge der Brennkammer 6 sinkt, so dass  durch Senkung der Drehzahl bezw. Luft  menge der Gruppe 1, 7 die Temperatur vor  der Turbine 5 wieder ansteigt.  



  Die Erfindung beschränkt sirch nicht auf  die hier angeführten Regelorgane, sondern  beruht ganz allgemein auf der Erkenntnis,  dass bei Verbrennungsturbinen mit mehreren  Verdichterturbinengreuppen auf getrennten  Wellen, bei welchen die Nutzleistungsturbine  auch einen Treibluftverdichter antreibt, die  hier angeführten Regelvorgänge, das heisst  unmittelbare Regelung der Nutzleistungs  gruppe und davon abhängige Regelung der       Turbinengruppen,    die keine     Leistung    ab  geben, gewahrt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Regelung von Verbren nungsturbinenanlagen mit mindestens. einer Verdichterturbinengruppe und einer Nutz- leistungsturbine auf getrennten Wellen, da durch gekennzeichnet, dass die Nutzleistungs- turbine ausser mit der die Nutzleistung auf nehmender Arbeitsmaschine noch mit einem mit dem oder den andern Verdichtern in Hintereinanderschaltung arbeitenden Treib- luftverdichter gekuppelt ist,
    die Brennstoff menge der der Nutzleistungsturbine unmit telbar vorgeschalteten Brennkammer von einem Leistung gsregler unmittelbar geregelt wird und die Brennstoffzufuhr zu jeder einer Verdichterturbineugruppe zugehörigen Brenn- kammer vom durch den Leistungsregler aus gelösten Regelvorgang beeinflusst wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch zur Regelung von Aulagpen, in denen die Nutz leistungsturbine den Verdichter der untersten Verdichterstufe antreibt, dadurch gekenn zeichnet, dass der Leistungsregler die Brenn stoffmenge der der Nutzleistungsturbine vor- gesehalteten Brennkammer unmittelbar re gelt und die Brennbtoffzufuhr zu jeder einer Verdichterturbinengruppe zugehörigenBrenu- kammer erst dann verändert, wenn die der Nutzleistungsturbine vorgesohaltete Brenn- kammer die minimal zulässige Brennstoff menge erreicht hat.
    2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteramspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Verdichterturbinengruppen mit einem Drehzahlgrenzregler versehen ist, der beim Überschreiten der höchst zulässigen Drehzahl dieser Gruppe die Brennstoffmenge der dazugehörigen Brennkammer verkleinert.
    <B>3</B>. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Anlage ausser dem Leistungsregler noch einen weiteren Regler besitzt, der durch Veränderung der Trenndrücke zwischen den einzelnen Gruppen eine eingetretene Störung des Leistungs- gleichgewichtes der keine Nutzleistung nach aussen a'bngebenden Gruppen; wieder beseitigt.
    4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass diese Veränderung dem Trenndrücke nur auf der Turbinenseite Jurchgeführt wird, und zwar durch Veränderung des Durchfluss querschnittes der der zu rebelnden Gruppe zugehörigen Gasturbine. 5. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass diese Veränderung der Trenndrücke nur auf der Verdichterseite durchgeführt wird. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Veränderung des Trenndruclickes auf der Verdichterseite durch eine gesteuerte Bypassleitung vom Verdichter zur Turbine dieser Gruppe erreicht wird. 7. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzregler von einem Thermostaten gesteuert wird, der den Regelvorgang ein leitet, sobald das Leistungsgleichgewicht nicht mehr durch eine Temperatursteigerung vor der Turbine hergestellt werden kann. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Nutzleistun.gs- turbine einen nachgeschalteten Verdichter antreibt und der Brennstoff ihrer Brenn- kammer vom Leistungsregler unmittelbar geregelt wird, der gleichzeitig jeder Leistung eine bestimmte Drehzahl der Niederdruck gruppe zuordnet. 9. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch B, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl der Niederdruckgruppe durch Veränderung der Brennstoffmenge der z u dieser Gruppe gehörenden Brennkammer eingestellt wird. 10.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl der Niederdritckgruppe durch einen Thermostat vor der Nutz leistungsturbine geregelt wird, der die ange saugte Luftmenge so verändert, dass die Temperatur vor der Nutzleistungsturbine bei allen Belastungen annähernd konstant bleibt. 11. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gek ennzeichnet, dass jede Turbinen gruppe einen Elektromotor besitzt und die Störung des @eistungsgleichgev.'ichtes der keine Nutzleistung nach aussen abgebenden Turbinengruppen durch elektrische Lei- stungsübertra,gung von einer Gruppe auf die andere behoben wird.
CH244431D 1944-11-10 1944-11-10 Einrichtung zur Regelung von Verbrennungsturbinenanlagen. CH244431A (de)

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